Die beiden großen amerikanischen KI-Konzerne Anthropic und OpenAI rufen dazu auf, die Geschwindigkeit der KI-Entwicklung zu senken. Denn Künstliche Intelligenz macht sich teilweise selbständig, hackt sich ohne Aufforderung in externe Systeme ein usw. China hingegen stellt sich heute gegen eine Entschleunigung bei dem Thema. Aktuell sehen wir die Folge: Chipaktien fallen. Denn die Aussicht auf weniger schnelles KI-Wachstum könnte die Nachfrage nach Beschleunigerchips und Speicherchips senken!
KI entschleunigen? Chipaktien fallen
Wir sehen vorbörslich in New York: Micron fällt 4,34 %, Broadcom -2,97 %, Intel -4,93 %, AMD -4,53 %, Sandisk -4,5 %. SK Hynix verlor heute in Seoul 6,35 %, und Infineon notiert heute im deutschen Handel mit 6 % Verlust. Die Softbank-Aktie verlor heute in Toyko sogar 10,7 %. Denn das Unternehmen setzt voll auf KI und ist einer der Großinvestoren bei OpenAI. Man sieht ganz klar: Die Börse preist dieses Szenario der Entschleunigung sofort ein. Auch wenn es gut möglich ist, dass OpenAI und Anthropic schon bald beruhigen. Kein Rückgang der Chipnachfrage, alles gut liebe Börsianer? Könnte so schon in Kürze die Message lauten?
Anthropic und OpenAI wollen KI-Entwicklung abbremsen
Es ist erschreckend, was man seit Wochen zu lesen bekommt. KI-Modelle verselbständigen sich, hacken andere Webseiten ohne jeglichen Auftrag, arbeiten im Verborgenen. Offenkundig entgleitet die Künstliche Intelligenz ihren Entwicklern, die gar nicht mehr mithalten können, weil sich die KI stärker verselbständigt!
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Am Wochenende forderte Anthropic CEO Dario Amodei, das Tempo bei der Entwicklung der Modellfähigkeiten zu drosseln, mit der Begründung, dass die KI schneller voranschreite, als Unternehmen ihre Risiken zuverlässig bewältigen könnten. Sam Altman, Chef von OpenAI, unterstützte Amodeis Vorschlag laut Bloomberg, unabhängigen Gutachtern einen mitarbeiterähnlichen Zugang zu gewähren. Und Elon Musk erklärte, der Chef von Anthropic habe Recht.
China kritisiert Idee der „Entschleunigung“
China kritisiert aktuell die zunehmend dramatischen Warnungen vor den Risiken der KI. „Die Entwicklung künstlicher Intelligenz hat Auswirkungen auf das gemeinsame Wohlergehen der gesamten Menschheit“, sagte der Sprecher des Außenministeriums, Guo Jiakun, heute laut Bloomberg bei einer Pressekonferenz in Peking. Die Länder sollten eine „offene, inklusive, für alle vorteilhafte und ethische“ KI-Entwicklung fördern, erklärte er.
„Panikmache, Konfrontation und ruinöser Wettbewerb werden den Prozess der globalen KI-Governance nur stören und niemandem dienen“, fügte Guo hinzu. Guo ging nicht auf konkrete Vorschläge zur Verlangsamung der Entwicklung oder zu einer stärkeren unabhängigen Aufsicht ein. Pekings Kritik an den Forderungen, das Streben nach hochmodernen Modellen einzudämmen, kommt zu einer Zeit, in der die eigenen Behörden ihre Warnungen vor KI verschärfen. Der Minister für Staatssicherheit, Chen Yixin, schrieb am Sonntag, dass ein Missbrauch durch Gegner Chinas politische und ideologische Sicherheit sowie kritische Infrastrukturen gefährden könnte.
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