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Kick it like Beckham: Pfund crasht weiter nach Aussagen Junckers

Redaktion

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am

FMW-Redaktion

Was ist bloß mit den Briten bzw. der britischen Regierung los? Da stellt sich Theresa May doch ernsthaft vor ihre Parteikollegen und sagt, man wolle „maximum freedom“ für den Handel mit der EU, aber die Kontrolle über die Einwanderung (und damit die Abschaffung der Freizügigkeit als einer der vier Grundfreiheiten) wolle man gefälligst auch haben. Also von allem das Beste für uns, und nichts für euch! Wo ist die britische Diplomatie geblieben, die so meisterhaft war jahrundertelang?

Und diese Haltung, die keinerlei Rücksicht auf die Interessen anderer nimmt, beginnt sich nun negativ auszuriken: das britische Pfund stürzt noch weiter ab:

gbpusd07-10-163

Nun platzt den EU-Verantwortlichen die Hutschnur! So sagte EU-Kommissions-Chef Juncker vor wenigen Minuten:

„You can’t have one foot in and one foot out“.

Und: die Briten würden derzeit alles niedertrampeln, was sie in sechs Jahrzehnten aufgebaut hätten („trampling everything that has been built“).

Die britische Regierung würde Manöver-Spielchen betreiben – aber die EU müsse auf ihre Prinzipien bestehen. Das wird noch reichlich Turbulenzen geben! Das Pfund steht vor einem Total-Kollaps – es ist gewissermaßen die sichtbarste Oppostion zur britischen Regierung!

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12 Kommentare

12 Comments

  1. Avatar

    Marko

    7. Oktober 2016 12:35 at 12:35

    Wenn die britische Regierung „hart“ bleiben sollte, so wird die EU „hart bleiben.
    Die Folgen sind absehbar: die Parität des GPB zum EUR.
    Deshalb sage ich ja schon die ganze Zeit: der Brexit macht für GB keinen Sinn.
    Flüchtlingspoltik hin oder her, man ist derzeit innerhalb der EU in so einer guten Position, diese will man aufgeben ? Verrückt…!
    Vg
    Marko

  2. Avatar

    Marko

    7. Oktober 2016 12:52 at 12:52

    Und das Schlimme ist: die riskieren ihren Finanzplatz London. Finanzen, das können sie, die Briten…

    Ein harter Brexit wird zu Konsequenzen führen, garantiert.

    Da höre ich irgendwelche Kommentare, GB will die Zusammenarbeit mit den Russen verstärken, das Commonwealth… darf ich mal kurz eine Pause machen, beim Lachen ? :D

    Sie haben sich ja Zeit gelassen beim überlegen, aber ich denke schon, dass die „Rosinenpicker“ wissen, was Sache ist. Und die EU hat die ganze Zeit gesagt, wie wäre es mit einem erneuten Referundum ?

  3. Avatar

    LookOut

    7. Oktober 2016 12:56 at 12:56

    Ich finde die EU sollte dem zustimmen und selbst auch die Einwanderungs und Flüchtlingspolitik massiv ändern, sonst bricht wegen dem Unnsinn noch die EU auseinander, wenn die Länder selbst über ihre Flüchtlingspolitik entscheiden wollen ist das zu akzeptieren.

    • Avatar

      Sabine

      8. Oktober 2016 17:07 at 17:07

      Die Eu ist – n u r – Unsinn. Eine Diktatur, bei der Draghi und Konsorten von ungewählten, geheimen Gremien ernannt werden. Wie das ganze Komissar-Gebonze. Das Parlament hat nur Quassel-Recht. Die einzige Gegenmacht wäre die Presse, aber die gehört „denen“. Darum auch TTIP, Griechenland-Rettung, Asylanten, EUROPOL, Himbeerbonbons-Vorschriften … alternativlos!!!
      Meine Firma wurde zerstört wegen dem EU-Kartellamt. (Autoindustrie) Nächstes Jahr sitzen alle auf der Straße. Danach kommt der WK3 (2019)

      http://www.finews.ch/news/finanzplatz/23451-marc-faber-brexit-dominoeffekt
      Das goldene Zitat dazu von Marc Faber:
      „Er schickt eine klare Nachricht an die kranke politische Elite und nutzlose Brüsseler Bürokratie. Diese hat lange genug mit ihren komplizierten Gesetzen und endlosen Regulierungen das Wirtschaftswachstum verlangsamt, so dass hart arbeitende Menschen einfach genug haben.“

      • Avatar

        Sabine

        8. Oktober 2016 17:08 at 17:08

        Marc Faber meint übrigens mit „er schickt“ den Brexit.

  4. Avatar

    Marko

    7. Oktober 2016 13:16 at 13:16

    Die EU wird nicht auseinanderbrechen,

    den Preis, den die Briten für den Brexit zahlen, ist aus heutiger Sicht nicht absehbar. Der Brexit an sich dürfte sich auf Jahre hinwegziehen.
    Der Preis für den Brexit wird eines sein : sehr hoch.
    Man riskiert wegen sowas seinen größten Schatz…
    Warten wir mal ab, was noch passiert…

    • Avatar

      gerd

      7. Oktober 2016 13:49 at 13:49

      Ihr denkt alle so optimistisch. Lest ihr eigentlich den „Fugmann“ nicht? Die vergessenen unterschwelligen Risiken in der EU.
      Ich kriege da immer mit, es wäre noch gar nichts gelöst.

      Und überdies:
      lest ihr nicht, dass er ständig auf die Risiken hinweist, die aus China rüberschwappen können?
      Wenn in China nix mehr läuft, wer leidet dann wohl mehr, die Exportnation Deutschland oder die Importnation GB?

      Jetzt sagt nicht, die von FMW.de würden bloß Panik verbreiten
      und es wär an alledem nichts dran.

    • Avatar

      Mulinski

      7. Oktober 2016 14:43 at 14:43

      Ohne GB wird die EU noch südeuropäischer, also noch mehr Schulden und noch lauterre Forderungen nach Schuldenverallgemeinerung, da wäre das Zerbrechen der EU eine Wohltat!

  5. Avatar

    m.d

    7. Oktober 2016 14:06 at 14:06

    Warum den ? Die Menschen auf der Rosineninsel verdienen viel mehr wie die armseligen Arbeitnehmer hier zu Lande. Und schaut euch mal einen Verdienst von einer Altenpflegerin an. Wir haben hier zwischen 800 – 1200 Euro Netto. In Land der Rosinenpicker verdient so eine Frau 3000 – 3500 Euro NETTO.
    Vergleicht auch mal Rosinen mit Rosinen nicht Rosinen mit faulen Eiern. ?

    Auch bei einer Parität eur gbp 1 zu 1 sind die Arbeitnehmer gegenüber unseren viel besser gestellt.

  6. Avatar

    Mulinski

    7. Oktober 2016 14:47 at 14:47

    Also von allem das Beste für uns, und nichts für euch! Die Briten wissen eben wie mit der EU umzugehen, im Gegensatz zu den Deutschen, die gerne die EU finazieren und sich dabei vorstellen von der EU und EURO zu profitieren.

    • Avatar

      gerd

      7. Oktober 2016 15:44 at 15:44

      Und deshalb, falls bei einem harten Brexit den Deutschen 50Mrd an Handelsbilanzüberschuss wegbrechen, läufts auch nicht mehr so dolle mit der Finanzierung der Eu. Und wenn e i n i g e , nicht alle, von den anderen Eu-Mitgliedern merken, da gibts nichts mehr zum Saugen, dann sind die schneller wieder raus, als man gucken kann.
      Oder glaubt jemand, dass die in der EU wären, wenn sie keine Vorteile abschnorren könnten. Vielleicht weil sie gerne zu einem einheitlichen europäischen Volk zusammenschmelzen wollen. Bestimmt nicht. Das glaubt vielleicht Frau Merkl.

  7. Avatar

    rote_pille

    7. Oktober 2016 19:47 at 19:47

    Inwiefern stellen britische Einwanderungsgesetze eine Rechtfertigung für Handelshemmnisse von der EU dar? Wenn die Briten den Handel blockieren würden, wäre es noch verständlich, doch welchen Schaden erleiden wir wenn die britische Regierung die Freizügigkeit nicht erlaubt?

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Rüdiger Born: Aktuelle Lage im Dow, mögliche Idee für den Yen

Rüdiger Born

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Warum sich der Goldpreis vor dem Wochenende gestärkt zeigt

Claudio Kummerfeld

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Ein Barren Gold

Der Goldpreis zeigt sich auch heute gestärkt. Wir hatten es gestern bereits angesprochen. Der diese Woche gelaufene Aufwärtstrend im Gold scheint noch nicht nachhaltig zu sein, weil in den letzten Tagen die Anlegergelder weiterhin aus Gold-ETF abflossen. Von daher sollte man dem Aufwärtstrend bei Gold noch nicht blind vertrauen. Aber es ist ein ordentlicher Anstieg.

Der Goldpreis stürzte in den letzten Wochen fast 200 Dollar in den Keller, weil die Kapitalmärkte deutlich mehr Hoffnung auf die Corona-Imfpungen hatten, und daher bereit waren in riskantere Geldanlagen zu investieren. Gold war weniger interessant. Seit dieser Woche ist aber (wir erwähnten es gestern) die wichtige negative Korrelation zwischen Gold und US-Dollar wieder angesprungen. Der Dollar fiel immer weiter, und der Goldpreis stieg. Auch heute sehen wir eine weitere Dollar-Abwertung, und Gold (Montag noch bei 1.764 Dollar) konnte sich bis vorhin noch robust bei 1.840 Dollar behaupten (aktuell 1.836 Dollar).

Den Vergleichschart von gestern zwischen Gold und US-Dollar setzten wir hiermit aktualisiert fort. Die Trends sind weiterhin intakt – zumindest in diesem Augenblick. Wir sehen den gegenläufigen Verlauf seit Anfang der Woche. Auch wenn der Goldpreis ganz aktuell ein paar Dollar fällt, so ist die gegenläufige Bewegung im Gesamtbild der Woche erkennbar. Der US-Dollar befindet sich aktuell am tiefsten Punkt seit Frühjahr 2018. Diese Talfahrt hatten wir heute in einem separaten Artikel besprochen (mehr dazu hier).

Chart zeigt Goldpreis gegen US-Dollar seit Anfang der Woche

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Die Talfahrt des US-Dollar – was ist da los?

Claudio Kummerfeld

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Brennende US-Dollar Scheine

Der US-Dollar fällt, und fällt, und fällt. Im Chart sehen wir den Kursverlauf des Dollar-Index seit Ende 2017. Der Dollar-Index zeigt den Verlauf des US-Dollar gegen einen Korb aus anderen wichtigen Währungen wie Euro, Pfund, Yen etc. Aktuell ist die US-Währung auf den tiefsten Stand seit April 2018 gefallen.

Korrelation des US-Dollar zur Coronakrise

Ganz klar sieht man im Chart das Hoch des US-Dollar aus März 2020 bei 103,78 Indexpunkten. Bis jetzt ist es ein klarer Absturz auf aktuell 90,62 Punkte. Der Grund dafür ist offensichtlich. Der US-Dollar fungierte zum Ausbruch der Coronakrise als der globale Fluchthafen. Anleger flohen aus unsicheren Geldanlagen und unsicheren Schwellenländerwährungen, und parkten das Geld in der weltweit größten Reservewährung. Und je mehr Hoffnung auf eine Entspannung der Coronakrise aufkam, desto mehr verlor der US-Dollar wieder, weil die Anleger risikofreudiger wurden, und ihre Gelder umschichteten in riskantere Anlagen mit höherem Renditepotenzial, wie zum Beispiel Anleihen in Schwellenländern, wozu natürlich Dollar verkauft, und die jeweilige Landeswährung gekauft werden musste.

Bereits am 17. November, wo der US-Dollar noch höher notierte, besprach ich die bedrohliche Lage für den Greenback, und warum er womöglich nächstes Jahr abwerten könnte. Dieses Szenario scheint der Devisenmarkt jetzt vorweg zu nehmen. Neben der Entspannung der Coronakrise (Impfungen starten wohl noch im Dezember) steht womöglich nächstes Jahr auch ein stärkeres Wirtschaftswachstum außerhalb der USA an. Und vermutlich dürfte die weitere Staatsverschuldung und Gelddruckerei in den USA noch stärker laufen als in Europa, was den US-Dollar gegen den Euro noch schwächer dastehen lassen könnte.

Negativen Ausblick vorwegnehmen

Der anerkannte Experte Holger Zschaepitz von der WELT twitterte jüngst zum immer weiter fallenden US-Dollar, dass die Investoren am Devisenmarkt wohl den negativen Ausblick für die US-Währung für 2021 schon jetzt einpreisen würden. Man sehe bitte: Der Euro notiert aktuell gegen den US-Dollar mit 1,2161 auf dem höchsten Stand seit April 2018. Also sehen wir hier eine korrespondierende Schwäche des Dollar-Index wie auch des US-Dollar gegen den Euro. Kein Wunder, denn der Euro ist das absolute Schwergewicht im Dollar-Index als Gegenpart zum US-Dollar.

Die Experten der Commerzbank erwähnen ganz aktuell aus rein charttechnischer Sicht (!), dass Rückgänge im Währungspaar Euro gegen US-Dollar bei 1.1936 auf eine erste Unterstützung, und bei dem Tief vom 23. November und der 55- Tagelinie bei 1.1800/09 auf gute Unterstützung treffen. EUR/USD biete weiter Aufwärtspotential, solange sich der Markt über der 6-Monatsunterstützungslinie bei 1.1749 befinde.

Negative Faktoren für den US-Dollar

Aber gut, wir schauen hier ja auf das größere Bild für den US-Dollar, und das auch eher aus fundamentaler Sicht. Joe Biden dürfte als US-Präsident versuchen so kräftig wie nur irgendmöglich auf die Stimulus-Pumpe zu drücken, und die Fed dürfte ihn dabei mit der Druckerpresse ordentlich unterstützen. Es scheint zumindest so zu sein, dass dem US-Dollar kein bullisches Jahr 2021 bevorsteht. Und es scheint gemäß des aktuell immer weiter fallenden Greenback so auszusehen, dass die Trader am Devisenmarkt schon jetzt kräftig short dabei sind. Ebenso verstärken die Impfstoff-Hoffnungen wohl immer mehr den Risikohunger der Anleger, was bei den globalen Geldflüssen gegen den US-Dollar spricht.

Noch was: Alles was gegen den US-Dollar gehandelt wird, profitiert grundsätzlich von seiner Schwäche. So konnte diese Woche vor allem der zuletzt immer weiter schwächelnde Goldpreis (endlich?) von der Dollar-Schwäche profitieren. Und so stieg Gold diese Woche von 1.765 auf 1.840 Dollar. Erwähnenswert zur Dollar-Schwäche ist derzeit auch noch die aktuell eigenständige Pfund-Stärke.  Die Devisenmärkte sind optimistisch, dass in Kürze ein Brexit-Deal zwischen UK und EU zustande kommen wird. Dies preist man mit einem steigenden Pfund ein. Da das Pfund Teil des Währungskorbs im Dollar-Index ist, stellt dies einen weiteren schwächenden Faktor gegen den US-Dollar dar. Natürlich kann niemand vorhersagen, ob der US-Dollar die nächsten Monate wirklich weiter fallen wird. Aber Stand heute gibt es dafür einige gute Gründe.

Chart zeigt Verlauf im US-Dollar seit Ende 2017

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