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Märkte

Klarer Indikator für steigenden Ölpreis?

Claudio Kummerfeld

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am

Es ist ein ewiges Dilemma am Ölmarkt, vor allem wenn Ölproduzenten nicht zentral staatlich gelenkt werden, sondern privat organisiert sind. Fällt der Ölpreis stark ab, wird die Ölproduktion für viele Produzenten unprofitabel, und sie fahren ihre Förderaktivität zurück. Die Fördermenge sinkt. Außerdem kommen noch Organisationen wie die OPEC dazu und kürzen ihre Fördermengen ebenfalls, weil diese Länder für ihre Staatshaushalte einen höheren Ölpreis benötigen.

Ölpreis-Kreislauf

Dann steigt der Ölpreis wieder stark an, wodurch die Produktion für die privaten Produzenten wieder rentabel wird. Sie fahren ihre Fördermenge wieder drastisch nach oben, wodurch ein globales Überangebot an Öl entsteht. Dies drückt den Ölpreis wieder in den Keller, und die Förderung der privaten Anbieter wird wieder unrentabel. In diesem Kreislauf beziehungsweise in dieser Falle steckt die gesamte Branche schon seit Jahren. Schuld sind vor allem die US-Fracker, die erst seit zehn Jahren so richtig mitmischen am globalen Ölmarkt.

Ganz aktuell stehen wir an dem Punkt, wo die privaten Produzenten in den USA die gesamte US-Fördermenge auf ein Allzeithoch gedrückt haben, wodurch der Ölpreis seit Oktober übelst eingebrochen ist. Nun stehen die Fracker vor alle in Texas wieder an dem Punkt, dass sie vermutlich ihre Bohrstellen wieder teilweise stilllegen müssen, weil die Rentabilität teilweise nicht mehr gegeben ist – je nach Beschaffenheit des Fracking-Felds, Größe der Firma, Finanzierungskosten etc. Aber der Ölpreis an sich bleibt der entscheidende Faktor.

Umfrage der Dallas Fed

Fahren die Fracker jetzt ihre Fördermenge spürbar runter, könnte dies ein gutes Zeichen für einen steigenden Ölpreis sein. Konkrete Anzeichen hierfür kann man ablesen in einer Umfrage der Dallas Fed, einer regionalen Außenstelle der US-Notenbank Federal Reserve in Dallas, Texas. Hier hat man die Ölindustrie in Texas befragt. Alle Details deuten darauf hin, dass die Fracking-Industrie derzeit ihre Aktivität massiv zurückfährt, eben wegen dem niedrigen Ölpreis.

Im vierten Quartal 2018 zeigt der Index der Geschäftsaktivität der Energiebranche einen Einbruch gegenüber dem 3. Quartal von 43,3 Punkten auf jetzt nur noch 2,3 Indexpunkte. Also steht man ganz kurz vor einem Rückgang der Aktivität. Seit zehn Quartalen nacheinander gab es bisher eine positive Entwicklung.

Die Ölproduktionsmenge steigt im vierten Quartal 2018 das neunte Quartal nacheinander. Der Index sank aber von 34,8 auf 29,1 Punkte, ist aber wie gesagt immer noch über der Null-Linie. Der Index für die Auslastung der Ausrüstung der Service-Unternehmen in der Ölindustrie ist um 43 Punkte auf nur noch 1,6 Punkte gesunken. Auch dies zeigt, dass ein Einbruch in der eigentlichen Produktion bevorstehen könnte.

Die Preise für Ölfeld-Dienstleistungen sind von 23,2 auf 0 Indexpunkte gesunken. Der Beschäftigungsindex in der Energiebranche (Öl und Gas) ist von 31,7 auf 17,5 Indexpunkte gesunken. Der Index für gearbeitete Stunden sinkt von 41 auf 19,4 Punkte. Der Index für Gehälter ist hingegen gestiegen von 23,5 auf 32,9 Punkte.

Bei den Aussichten der befragten Unternehmen sank der Index um 57 Indexpunkte auf einen Wert von -10,2. Laut Umfrage solle der WTI-Ölpreis Ende 2019 bei 59,97 Dollar liegen, also mehr als 10 Dollar höher als aktuell. Die Umfragedaten zeigen ganz eindeutig: Ein massiver Abschwung beim US-Fracking ist doch sehr wahrscheinlich. Damit könnte die gesamte US-Fördermenge in den nächsten Monaten sinken, und der Ölpreis könnte sich erholen (könnte, nicht muss).

Ölquellen - Ölpreis
Beispielfoto für Ölquellen. Foto: Arne Hückelheim / Wikipedia (CC BY-SA 3.0) – Ausschnitt aus Originalfoto

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    daniel

    8. Januar 2019 21:33 at 21:33

    öl wurde abgeschrieben. öl ist der rohstoff des vergangen jahrhunderts. wie kohle oder die dampfmaschine.
    selbst bestätigt durch die öl barone rockefeller und co.

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Finanznews

Aktienmärkte: Das wird wichtig werden! Marktgeflüster (Video)

Da heute wenig passiert ist, lohnt ein Blick darauf, was für die Aktienmärkte – und hier speziell für die Wall Street – wichtig werden wird..

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte heute ohne die Wall Street (Martin Luther King Day) erwartungsgemäß übeschaubar spannend – der Dax mit einem Freudensprung unmittelbar mit Kassa-Eröffnung, dann aber in der abeshbar schmalen Handelsspanne für den Rest des Tages. Da heute wenig passiert ist, lohnt ein Blick darauf, was für die Aktienmärkte – und hier speziell für die Wall Street – wichtig werden wird. Bei allem Jubel über neuen Stimulus durch die Biden-Administration wwird bisher übersehen, dass der neue US-Präsident zwei sehr linke Regulatoren in entscheidende Positionen gebracht hat. Diese werden es der Wall Street nicht so leicht machen wie die „Buddies“ von Donald Trump – der Gegenwind wird dadurch größer..

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Indizes

Rüdiger Born: Indizes am US-Feiertag – geht da was?

Rüdiger Born

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Indizes

Dax: Ende der Fahnenstange – oder Kurse weit über 14.000 Punkte?

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Mit einer kleinen Korrektur hat sich der deutsche Leitindex, Dax 30 Performance, aus der zurückliegenden Handelswoche verabschiedet. Der kleine Nervenkitzel konnte indes nichts Weltbewegendes bewirken. Zudem haben sich die anfangs dramatisch darstellenden Kursverluste im Tagesverlauf wieder deutlich relativiert. Auch wenn keine Grundsatzentscheidung getroffen wurde, zeigt diese Performance das angeschlagene Vertrauen, der Marktteilnehmer in die nahezu unendliche Geschichte des Indizes, auf. Eine Verhaltensweise, an die wir uns wohl immer stärker gewöhnen müssen und werden.

Ausblick für den Dax:

Die seit Anfang Dezember laufende Aufwärtsbewegung des Dax dient immer noch der Darstellung von Welle (c) und damit des abschließenden Parts der übergeordneten Welle (B). Die zwingend fünfteilige (1-2-3-4-5) Impulswelle (c), gern auch Antriebswelle genannt, konnte mit der kleinen Korrektur, der letzten Handelstage, die Korrekturwelle (4) ausbilden. Ein sehr schönes Anzeichen hierfür ist der ausgebliebene Schlusskurs unterhalb der 0.38-Unterstützung bei 13.712 Zählern, mittels Schlusskurses.

Steigt der Dax weit über 14.000 Punkte?
Allein dieser Aspekt, als auch der Tagesverlauf der letzten Kerze, deuten sehr stark daraufhin, dass sich im Verlauf der folgenden 2-3 Wochen Welle (5) für den Dax ausbilden wird. In Folge dieser sich ebenfalls fünfteiligen Welle kann der Dax noch einmal ein kräftiges Momentum aufweisen. Das eigentliche Kursziel von (5), verbunden damit von (c) und (B), liegt im Bereich des 1.00-Widerstandes bei 14.476 Punkten. Der Anstieg bis zur zweiten 1.00-Linie (14.794 Punkte) liegt allerdings auch im Bereich des Möglichen.

Fazit:

Der Aufwärtstrend beim Dax wird sich auch weiterhin behaupten, wenn auch das Ende der Fahnenstange immer näher rückt. Ein erneutes Kaufsignal kann ich nicht benennen; das bisherige bleibt bestehen..

Der Ausblick für den Dax

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