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Klimawandel erfordert Verzicht? Christian Rieck über das, was falsch läuft!

Chriatian Rieck über den Klimawandel

Kein Fleisch mehr essen, weil dadurch der Klimawandel weiter fortschreitet? Also Verzicht, um die Welt zu retten? Das ist in vielen Teilen der deutschen Gesellschaft inzwischen Konsens, besonders aber natürlich bei den Wählern der Grünen.

Der Klimawandel ist aber inzwischen nicht nur ein Hauptthema der Politik, sondern selbst für die europäische Notenbank EZB zu einem wichtigen Thema geworden, angeblich „innerhalb ihres Mandats“ (faktisch jedoch ein „Tabu-Bruch“).

So formuliert die EZB:

„Zwar liegt es in erster Linie in der Verantwortung der Regierungen und Parlamente, Maßnahmen gegen den Klimawandel zu ergreifen, die EZB erkennt aber die Notwendigkeit an, innerhalb ihres Mandats Klimaschutzaspekte in ihren geldpolitischen Handlungsrahmen einzubeziehen.“

All das hat auch auf den Finanzsektor inzwischen gravierende Ausmaße angenommen durch die Richtlinien der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde (EBA): Banken sind angehalten, vorwiegend nur noch Kredite zu vergeben, die nachhaltige Investments fördert – nicht nachhaltige Kredite aber verschlechtern den „Score“ der Banken (es gibt einen ESG-Score bei Banken, der Kredite an Branchen nach einem Ampelsytem ausweist: Branchen mit geringen Nachhaltigkeitsrisken bis Branchen mit hohen Nachhaltigkeitsrisiken). Die Folge ist eine Art „Klima-Panik“ bei Banken.

Klimawandel: Staat oder Markt?

Mit anderen Worten: die Bekämpfung des Klimawandels wird institutionalisiert durch immer mehr Regularien. Aber durch diese Regularien werden auch Fehlanreize gesetzt – und dazu kommt dann eine Verzichts-Ideologie im Sinne: wir müssen den Gürtel enger schnallen, kein Fleisch mehr essen etc. Das alles sei aber Unsinn, sagt der Spieltheoretiker Christian Rieck, denn die Technologien seien bereits da für effektiven Klimawandel. Würden man den Märkten ihren Spielraum lassen und weniger bürokratisch agieren, würden solche Technologien weltweit schneller ihren Durchbruch erleben.

In folgendem Interview zeigt Christian Rieck, was passieren müsste – must see!

 



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8 Kommentare

  1. Den Rieck müssen wir klonen.. der ist sachlich, informiert und überzeugend… kann er sich nicht als Direktkandidat aufstellen lassen.. in der nächsten Wahlperiode wird es vermutlich jemanden aus der Online-Gemeinde geben, der die richtige Reichweite hat..

    1. @MoinMoin – genau, und das wird Rezo sein. Der hat gerade wieder ein neues Video rausgehauen – supergeil… :-)

      https://youtu.be/rIj3qskDAZM

      1. Man kann von Rezo selbst halten, was man möchte. Aber zumindest schafft er es, dass sich Menschen wieder kritisch mit Politik auseinandersetzen.
        Wäre halt schade, wenn die junge Generation lediglich von den Korrupties der CDU hin zu den Heuchlern der Grünen wechselt. Danach sieht es ja leider aus, aber grundsätzlich ändern wird sich dadurch auch nichts.

        1. @Samoth, die junge Generation spielt in der Wählerschaft der CDU spätestens seit der Europawahl 2019 ohnehin keine allzu große Rolle mehr. Warum auch, dieser Altersgruppe geht es doch in erster Linie um ihre Zukunft, um ihre Lebensgrundlagen, um Klimaschutz, Umweltschutz, Landwirtschaftspolitik und Tierschutz. Weniger um ein Weiter-so in Korruption, Lobbyismus und einseitiger Förderung von Superreichen, Finanzeliten und Industriebossen. Und was sind die Alternativen, wohin sollten sie wechseln? Zur FDP, zur AfD? Die bedienen beide ihre ganz spezielle eigene Klientel, weit weg von den Interessen und Themengebieten, die junge Menschen interessieren.

          1. Einen richtig beliebten Frontrunner gibt es auch bei den U30 nicht:

            https://www.tagesspiegel.de/politik/waehler-ohne-ddr-hintergrund-afd-staerkste-kraft-bei-unter-30-jaehrigen/27261034.html

            aber die Tendenz ist oder war vor 2 Monaten doch eher „based“ als „woke“. Tja, so kann man sich irren.

  2. Wie gestört wir sind….wie wärs mit Verzicht auf Fortpflanzung ? Mal Ursachen beheben anstatt Symptome zu bekämpfen….

    Aber nein Kinder kriegen wird geflrdert wo es nur geht, unsere Welt und Politik ist derat gestört….wir Retten die 84.5 Jährigen mit den Coronamassnahmen, fördern das Kinderkriegen und besteuern dann die Folgen davon das wir zuviele sind und verbieten alles…

    Ihr könnt mich mal….

  3. Am Ende wird man das Klima zwar nicht gerettet haben, aber den Kapitalismus abermals ein wenig beschleunigt.

    Was mich interessieren würde ist das Ende der Wachstumsperiode, wenn die Grüne Wende nur noch abnehmende Erträge liefert. Ich vermute, die herrschende Macht wird dann die Klimawende zum Erfolg erklären: „die Maßnahmen greifen“ wird es heißen. Das neue Dogma wird sich nicht über Nacht durchsetzen, zumindest nicht im Westen, wo so etwas nicht einfach als Parteilinie dekretiert werden kann. Wir haben hier einen emergenten Prozess der Konsensbildung, ein Schwarmverhalten, mit Ausreißern, die es jeweils zu „canceln“ gilt. Dieser emergente Totalitarismus ist langwieriger und schmerzhafter, als der von autoritären Regimes, aber wir wollen es so. Wie dem auch sei, wenn das Narrativ auf „die Maßnahmen greifen“ umgestellt wird – und das wird es, nur eben nicht in dieser frühen Phase, wo es darum geht Angst zu verbreiten und Widerstand zu brechen, aber irgendwann müssen Erfolge vorgezeigt werden und das wird nicht erst am Ende des 21-ten Jahrhunderts oder noch später passieren – dann wird man gegen die Bedenkenträger, Panikmacher und Grünspinner vorgehen, denen man vormals noch hinterhergelaufen ist.

    Ich bin da übrigens durchaus auf Linie und habe v.a. sog. Wasserstoffaktien gekauft, nachdem der erste Hype vorüber war und die Kurse korrigiert hatten.

  4. Es ist schon erstaunlich für wie wichtig und entscheident sich 80 Millionen Deutsche halten. Prof. Dr. Rieck macht schön klar wie unbedeutent wir mit allem, für das Gesamtklima sind. Anstatt unser Hirn zu gebrauchen (was wir eigentlich können) und neue Technologien zu entwickeln die die Welt retten, verzichten wir auf Plastikstrohhalme und treiben mit unangemessenen Strom-, CO2-Steuern, und unrealistischen aber populären umweltaktivistische Maßnahmen das Land in den langsamen Ruin. Reinhard Mey´s Lied „Das Narrenschiff“ von 2003 ist heute richtiger als jemals.

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