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Kommt das Börsen-Sommerloch 2019? Eine interessante Statistik

Die statistischen Zahlen für den Sommer-Kursrutsch sind weitaus signifikanter, als die für die „Sell in May-Regel“

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Was gibt es nicht alles für saisonale Muster und Statistiken! Januar-Effekt, Sell in May-Effekt, Halloween-Effekt, Jahresendrally und vieles mehr – und das Sommerloch.

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Dazu gibt es jede Menge Statistiken, manche mit nur einer kaum höheren Trefferquote in der Wahrscheinlichkeit von mehr als 50 Prozent, so wie die berühmte „Sell in May ……but remember, to come back in September“-Regel. Jetzt befinden wir uns (zumindest bereits meteorologisch) in der Sommerzeit und es gibt für einen Aktieneinbruch – zumindest temporär – eine sehr überzeugend klingende Statistik.

 

Der temporäre Börseneinbruch im Sommer – „fast“ schon eine Gewissheit

Bei Studien über die Kursverläufe in der Periode zwischen dem 1.Juni und dem 30. September gab es für die US-Märkte, Betrachtungszeitraum seit 1960 und dem Dax seit 1988, folgende Erkenntnisse:

  • S&P 500 und Dow Jones mussten in dieser Periode durchschnittlich einen Kursrückschlag von 7 Prozent verkraften.
  • Im EuroStoxx betrug dieser sogar 12 Prozent.
  • Beim Dax sogar 13,7 Prozent und dies mit einer Häufigkeit von 87 Prozent. Was bedeutet: Ein Einbruch in 27 von 31 Jahren, eine statistische Häufung, die es in kaum einer Konjunkturzahl gibt.

Wohlgemerkt. Es ist der durchschnittliche Einbruch innerhalb dieser drei Monate gemeint und nicht das Ergebnis zum Ende der Periode. Die statistischen Zahlen für den Sommer-Kursrutsch sind weitaus signifikanter, als die für die „Sell in May-Regel“ et cetera.

 

Schlussfolgerung

Nachdem die ersten Monate so überaus gewinnbringend für die Bullen gewesen sind – allerdings nur für diejenigen, die zu Jahresbeginn eingestiegen waren – könnte das beschriebene Kurs-Sommerloch 2019 durchaus eintreten. Zu stark sind die Unsicherheiten, die die Märkte in der umsatzarmen Sommerzeit belasten.

Aber wie bereits öfters berichtet, gibt es eine in dieser Dimension neue Imponderabilie, die Unvorsehbarkeit von Donald Trump und seinen Tweets.

Eine Plastik-Deal mit China, eine Verschiebung der Zölle und Ähnliches und die Märkte würden jubeln. Das setzt meiner Meinung nach aber einen vorherigen Einbruch der Wall Street voraus und dann würde die Statistik auch wieder stimmen.

 

Foto: Deutsche Börse AG

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Kreditzinsen für Unternehmen sinken im Rekordtempo – historisches Allzeittief!

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Die Kreditzinsen für Unternehmenskunden in Deutschland sinken in dramatischem Tempo Richtung Null-Linie. Bei Neukrediten mit fünf Jahren Zinsbindung liegt der Zins laut „Barkow Consulting Corporate Credit Index“ jetzt nur noch bei 0,93%. Am 4. August waren es noch 1,08%, im Mai waren es noch 1,43%. Damit erreicht der Wert aktuell ein Rekordtief! Und kommt es wie allgemein erwartet im September zu Zinssenkungen der EZB, dürfte sich dieser Trend bei den Kreditzinsen für Unternehmen weiter beschleunigen. Im Rekordtempo Richtung Null?

Gerade für die Commerzbank, die stark ist bei der Finanzierung des deutschen Mittelstands, dürfte dies eine dramatische Entwicklung sein. Die Zinserträge für die CoBa dürften wohl deutlich sinken, mehr schon als sowieso geschehen in den letzten Jahren! Was das für CoBa, Deutsche Bank, Sparkassen etc bedeutet? Dramatisch schrumpfende Erträge aus dem Firmenkundengeschäft! Verbände von Volksbanken und Sparkassen warnten jüngst schon, dass beispielsweise bei Privatkunden demnächst Negativzinsen für Einlagen bei der EZB an die Endkunden weitergereicht werden dürften. Und bei den errodierenden Kreditzinsenf für Unternehmen? Da brechen weitere Ertragsbringer weg, und die Lage für die deutschen Banken wird wohl noch dramatischer werden.

Kreditzinsen für Unternehmen
Quelle: Barkow Consulting Credit News, Barkow Consulting GmbH, www.BarkowConsulting.com

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US-Staatsverschuldung: Nach 292 Mrd Schub in kurzer Zeit weitere 71 Mrd Dollar

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Wir hatten die US-Staatsverschuldung gerade erst am 6. August angesprochen. Auf einen Schlag über Nacht stieg sie um 292 Milliarden US-Dollar. Monatelang seit März hatte sich die US-Staatsverschuldung offiziell überhaupt nicht bewegt, obwohl die Schulden in der Realität weiter wachsen.

Da die Schuldenobergrenze erreicht war, mussten neue Schulden optisch in die Zukunft gebucht oder sonst wie versteckt werden. Man sieht den unveränderten Wert rechts in der Grafik immer um die 22,02 Billionen Dollar.  Man sieht, dass ab dem 2. August der deutliche Sprung einsetzte um +292 Milliarden auf 22,314 Billionen Dollar. Denn kurz zuvor hatten sich die Abgeordneten in Washington DC darauf verständigt, dass die Bundesregierung der USA erstmal zwei Jahre weiter ordentlich auf die Schuldenpumpe drücken darf.

Die Daten des US-Finanzministeriums weisen immer eine Verzögerung von ca zwei Werktagen auf, deswegen sieht man jetzt den letzten Wert von Donnerstag letzter Woche. Schaut man die Datenreihe von 2. August bis letzten Donnerstag den 15. August durch, dann sieht man: Die US-Staatsverschuldung steigt jetzt zügig weiter an. Zwar gibt es nicht jeden einzelnen Tag einen Schub, aber man sieht unterm Strich immer weitere Anstiege. Alleine nach dem ersten Schub von 292 Milliarden Dollar am 2. August kamen seitdem weitere 71 Milliarden Dollar hinzu, auf jetzt insgesamt 22,385 Billionen Dollar.

US-Staatsverschuldung aktuell
Quelle: US Treasury

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Donald böse? Der gerade erst brav gewordene Nachbar senkt die Zinsen

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Mexiko war gerade erst „brav“ geworden. In der ersten Zeit seiner Präsidentschaft feuerte Donald Trump massiv gegen Mexiko, weil das Land den USA Wohlstand über das Freihandelsabkommen wegnehme, und weil Mexiko die illegalen Einwanderer Richtung USA nicht stoppe. Dann gab es ein neues Handelsabkommen, und seit Kurzem tut Mexiko laut Trump einen „deutlichen besseren Job“ an der Grenze, um Illegale aufzuhalten. Zuletzt war der südliche Nachbar laut Trumps Aussagen zu einem guten Nachbar geworden (sinngemäß ausgedrückt).

Ob das so bleibt? Seit Wochen schießt Trump eine Breitseite nach der anderen ab gegen seine eigene Notenbank. Die habe ihre Zinsen NUR um 0,25% gesenkt, während an vielen anderen Orten der Welt mehr gemacht werde auf den Weg nach unten. Somit würden ausländische Produkte attraktiver gegenüber US-Produkten. Und jetzt noch das. Mexiko hat gestern seine Zinsen gesenkt, und zwar von 8,25% auf 8,00%. Das ist die erste Zinssenkung seit fünf Jahren! Noch im letzten Jahr waren die Zinsen mehrmals erhöht worden.

Die Zentralbanker erwähnen in ihrem Statement ausdrücklich die schwache wirtschaftliche Lage in Mexiko und die Stagnation in der Wirtschaftsleistung. Bei einem Zinsniveau von jetzt 8,00%, da kann man bei nur -0,25% Zinssenkung und einem BIP direkt an der Schwelle zur Rezession, da darf man davon ausgehen, dass noch weitere Zinssenkungen folgen? Hat noch niemand Donald Trump von diesen sinkenden Zinsen in Mexiko erzählt? Damit hätte er noch ein Argument mehr, um die Fed nochmal anzustacheln für weitere Zinssenkungen.


source: tradingeconomics.com


source: tradingeconomics.com

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