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Kommt die „Border Tax“ von Donald Trump? Wenn ja, dann sieht die Welt anders aus..

Donald Trump und der einflußreiche Sprecher des Repräsentantenhauses, Paul Ryan, wollen eine neue Steuer einführen, die die Geldströme der Welt massiv verändern würde! Chancen auf Realisierung? Gut!

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Von Markus Fugmann

Es ist bislang von den Medien kaum beachtet worden – aber Donald Trump plant eine sogenannte „Border Tax“, also eine „Grenzen-Steuer“. Das ist ein Vorschlag nicht nur von Donald Trump, sondern auch von Paul Ryan, dem extrem einflußreichen „House Speaker“. Mit der Unterstützung Ryans hat der Plan durchaus Aussicht auf Erfolg – und wenn dieser Plan umgesetzt wird, hat das weitreichende Konsequenzen für die ganze Welt! Und: es wäre eine der wichtigsten Steuergesetzgebungen in der Geschichte der USA.

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Donald Trump. Foto: Michael Vadon/Wikipedia (CC BY-SA 2.0)

Was bedeutet die „Border Tax“? Faktisch würden damit alle Importe in den USA mit dem derzeitigen Unternehmenssteuersatz besteuert, was de facto einer Verteuerung aller Importe in die USA um 20% bedeuten würde. Gleichzeitig würden Exporte für amerikanische Unternehmen nicht mehr besteuert, was den exportierenden US-Unternehmen eine Kostenersparnis von 12% bringen würde. In der Summe würde das die Exportchancen für US-Unternehmen also deutlich erhöhen. Und faktisch entspräche das für die exportiernden Unternehmen einer Abwertung des Dollar von 15% – eine gigantische Veränderung!

Bekanntlich ist die Handelsbilanz der USA seit Jahren extrem negativ – man führt viel mehr ein als man exportiert. Diese negative Handelsbilanz ist ein Ausgangspunkt für Donald Trump – sein Ziel ist es, diese negative Handelsbilanz dramatisch zu verändern. Wenn die Border Tax kommt, würde sich das Defizit der USA in der Handelsbilanz geschätzt um 400 Milliarden Dollar pro Jahr reduzieren und damit aller Voraussicht nach fast auf Null fallen. Ein echter „game changer“ also!

Und wenn sich die Handelsbilanz der USA komplett verändert, dürfte der Dollar zu anderen Währungen stark aufwerten, zumal die US-Firmen mit der Border Tax an den Weltmärkten deutlich wettbewerbsfähiger würden, während die Chancen anderer Länder, ihre Waren in die USA zu importieren, deutlich sinken. Schätzungen gehen daher davon aus, dass der Dollar ca. 15% aufwerten würde vom aktuell ohnehin schon höchsten Nievau seit dem Jahr 2003. Und das wiederum würde alle Länder unter noch schwereren Druck bringen, die auf Dollar-Importe angewiesen und gleichzeitig (Firmen oder Konsumenten) eine hohe Dollar-Veschuldung ausweisen. Für die USA wiederum wäre die Border Tax hochgradig inflationär, wenn Importe um 20% teurer werden. Um dem zu entgehen, würden sicher viele US-Firmen versuchen, ihre Produktion (aus Mexiko, China etc.) wieder zurück in die USA zu verlagern – und genau das will ja Donald Trump erreichen!

Ausländische Firmen, die in die USA exportieren, wiederum würden vor großen Schwierigkeiten stehen. Die einzige Lösung wäre, Tochterfirmen in den USA zu gründen oder die Produkte gleich mehr oder weniger komplett in den USA herzustellen. Mithin würden dann also nicht nur massiv Dollars aus dem Ausland in die USA zurück gesaugt, sondern auch Arbeitsplätze und wirtschaftliche Aktivitäten insgesamt. Das ist es, was Trump meint, wenn er von „Amerika first“ spricht. Für die „Restwelt“ wäre das jedoch ein Desaster mit unabsehbaren Folgen!

Ist die Border Tax mit den von der WTO gesetzten Handelsprinzipien vereinbar? Das ist noch unklar, jedenfalls wollen Trumps Berater die Sache mit der WTO klären. Und selbst wenn die WTO dem nicht zustimmen würde, ist die Frage schlichtweg, ob sich Trump überhaupt um die Zustimmug oder Ablehnung der WTI scheren wird..

19 Kommentare

19 Comments

  1. Zinsangst

    21. Dezember 2016 12:19 at 12:19

    Wenn die Boarder Tax kommt, schauen die anderen Länder tatenlos zu, ohne dass z.B. China Gegenzölle etabliert. Quatsch! Das wäre der Auftakt zum Handelskrieg und keiner würde global wettbewerbsfähiger, schon gar nicht die USA.

  2. Dreistein

    21. Dezember 2016 12:30 at 12:30

    Das wird nichts weiter nur ein Handelskrieg mit Zöllen. Das Problem muss angegangen werden und dass sind die Aktionäre die zu viel raussaugen aus den Unternehmen und das arbeitende Volk was eigentlich profitieren müsste bekommt keinen richtigen Lohn mehr. 8,50€ Mindestlohn da kann keiner von leben oder eine Familie gründen, nein er wird zum Aufstocker, was die Steuern wieder nach oben treibt, und die Gerechtigkeit weiter nach unten. Dieses alles weil der Staat die Konzerne eben diese Lohndumping zugesteht, Subventioniert mit der Aufstockung. Solange die Leute kein Geld zum Kaufen haben wird auch nichts mehr verkauft und ohne Verkauf, das müsste jeder Blödmann verstehen, wächst auch keine Wirtschaft. Solange das Geld nicht einigermaßen gerecht verteilt wird geht dieses System und jedes Andere den Bach runter. Man kann keine Bonis von 14 Millionen und mehr zahlen und die Pflegekraft im Krankenhaus müsste dafür 800Jahre arbeiten gehen, von der Rente mal ganz zu schweigen.

  3. frank.trg

    21. Dezember 2016 12:39 at 12:39

    Sollte die USA eine solche Steuer bzw. Zoll einführen, wieso sollten dann die anderen Handelspartner das einfach so akzeptieren bzw. wäre die Folge davon doch dass diese ebenfalls eine Gegensteuer einführen. Das wäre der ultimative Auftakt für einen Handelskrieg und das von der Nation die seit 100 Jahren für Freihandel kämpft und alle Ressourcen dafür geopfert hat.

    Zum US-Dollar. Wenn wir nur die vergangenen 10 Jahre betrachten und nur den USD/EUR Wechselkurs dann sehen wir Schwankungen von 50 Prozent. 15 Prozent Auf- oder Abwertung sind da nicht so gravierend.

  4. Feldmaen

    21. Dezember 2016 12:42 at 12:42

    Ich behaupte mal die „Restwelt“ ist weniger von der amerikanischen Wirtschaft und dem Dollar abhängig als umgekehrt. Es wird mit Sicherheit zu starken Verwerfungen in der globalen Wirtschaft und im Finanzsektor kommen. Aber glauben Sie wirklich, Herr Fugmann, dass solch ein Handelskrieg, welchen die USA dann gegen den Rest der Welt führen würden, auf weiter Sicht die Amerikaner nicht am härtesten treffen würde?

    • gerd

      21. Dezember 2016 14:27 at 14:27

      Will ich letztlich nicht ausschließen, dass sich die Amerikaner selbst ins Knie schießen. Aber es bleibt die Frage.

      Denn ich gebe zu bedenken, was ja auch sinngemäß im Artikel steht: Die USA führt mehr ein als sie exportiert.
      Daher kann sie m. E einen solchen Plan durchaus angehen.

      Deutschland als Exportüberschussnation könnte das nicht wagen.

  5. Christoph

    21. Dezember 2016 13:06 at 13:06

    sehe das auch so wie die anderen hier.
    Würde die USA diesen Zoll einführen, wäre sie am Ende der Dumme. Ist ja kein ein one-shot-game!

  6. Hans Marlow

    21. Dezember 2016 14:30 at 14:30

    Frage an die Gemeinde: Glauben Sie ernsthaft, dass sich die EU auf einen Handelskrieg mit den USA einlassen würde?

    • Feldmaen

      21. Dezember 2016 15:25 at 15:25

      Ich würde sagen, wenn Trump es schafft das ein oder andere von seinen Plänen umzusetzen, ZWINGT er den Rest der Welt in einen Handelskrieg. Wobei die Frage zu klären wäre, wo ein Handelskrieg beginnt und wo er aufhört. Kleinere Scharmützel sehen wir bei uns doch auch schon mit Strafzölle auf Stahl und Solar. Und wir schimpfen immer auf die Chinesen, weil die ja unsere Preise durch Ihre subventionierten Produkte kaputt machen. Aber dass wir durch unser subventioniertes Billigfleisch selbst Bauern in Afrika schaden kriegt hier kaum einer mit. Globalisierung hat nicht nur Gewinner…

    • Zinsangst

      21. Dezember 2016 15:31 at 15:31

      China mit Sicherheit – das reicht schon für globale Verwerfungen. Außerdem schießen sich die USA selbst ins Knie, da viele US-Firmen in den USA planen, designen und entwickeln und im Ausland fertigen und anschließend die fertigen Produkte und Investitionsgüter wieder importieren. Diese jahrzehntelang forcierte Produktionsauslagerung nach China, Mexiko, Brasilien etc. kehrt man nicht einfach so binnen weniger Quartale wieder um. Ein mexikanischer Arbeitnehmer kostet nur 12% eines US-Industrie-Arbeitnehmers. Da helfen auch keine 20%-Zölle. Die gante Border-Tax Idee ist ökonomischer Selbstmord für die USA.

  7. tomgala

    21. Dezember 2016 17:12 at 17:12

    Was Ihr hier schreibt, ist bei normal denkenden die auf Basis gewisser gesellschaftlicher Normen handeln alles richtig !
    Aber denkt der neue Präsident der USA auch so normal ?
    Hey, ich bin der Präsident. Wir machen das so.
    Ich glaube, wir müssen anfangen mit anderen Sichtweisen umzugehen.

  8. Rüdiger

    21. Dezember 2016 17:38 at 17:38

    Tja, wie man es schon ahnen konnte:

    Europe, you’ve been played!

    Aber unsere lieben Herren vom BDI dachten wirklich eine tiefere Westintegration mit dem sterbenden Hegemon hätte mehr Sinn als eine entschiedenere und deutlichere Hinwendung zum aufstrebenden Eurasien. Das wird sie teuer zu stehen kommen. Zu Recht!

  9. E.Erichsen

    21. Dezember 2016 17:45 at 17:45

    [b] Für Deutschland wäre das fast schon der Bankrott ![/b] Ich schätze mal, daß ca. 2 Mio. Vollarbeitsplätze direkt und indirekt am Export in die USA hängen.
    Unsere einzige Rettung wäre dann der Export nach Rußland, . aber das will „Mutti“ ja nicht, ist ja politisch nicht korrekt . Und bis die „dumme Gans aus der Uckermark“ gemerkelt hat, (wer oder )was Trumpf ist und wie der Hase zukünftig „mit der gemeinsamen atlantischen Wertegemeinschaft“ läuft, wird dieser Zug auch abgefahren sein ! Da sitzen dann natürlich Chinesen drin und sagen lächelnd “ so solly, Mutti, you come vely vely late „. 🙂
    Fazit: . . . das ist wahrlich die falsche Zeit für politische + ökonomische Dilettanten, Träumer und Möchte-gern-Weltverbesserer. 🙂

    • Sir Toby

      21. Dezember 2016 18:29 at 18:29

      Unsere einzige Rettung wäre dann der Export nach Rußland, . aber das will „Mutti“ ja nicht, ist ja politisch nicht korrekt .

      Ich denke eher, ‚Mutti‘ wird das machen was ihr gesagt wird! Und wenn sich jetzt die Ansage ändert, was sie zu tun hat … weil sich die ansagenden Eliten geändert haben, na, dann wird sie eben – nach einer zwangsläufigen Orientierungspause (sie ist ja jetzt schon vor Jahrzehnten von den Transatlantikern eingenordet worden) – die nunmehr neue Ansage genauso brav und gehorsam umsetzen wie vordem die alte Agenda.

      Also die nächsten 4 Jahre – denn so wie der Michel nun mal drauf ist, kann ich mir nicht vorstellen, daß der jemand anderen zum Kanzler wählt als ‚Mutti‘. Der Michel bleibt eben auch als antideutscher Michel ein ‚deutscher Michel‘: Vor dem 8. Mai hört er nicht auf! 😥

    • frank.trg

      21. Dezember 2016 18:29 at 18:29

      Die USA waren 2015 der wichtigste Handelspartner Deutschlands, noch vor Frankreich. Deutschland exportiert (114 Mrd. EUR) dabei fast doppelt so viel in die USA wie es von den USA importiert (59 Mrd. EUR). Deshalb wäre Deutschland auch am stärksten von einem Trump-Zoll betroffen.

  10. leokatz

    21. Dezember 2016 21:14 at 21:14

    so ein blödes Kunstwort! Früher hiess das nämlich Importzoll. Was passiert wenn die USA das machen? Genau. Die anderen Staaten machens auch. Nix mit billiger exportieren. Dann zahlen die Exportfirmen der USA zwar keine Steuern im Inland auf exportierte Waren, dafür aber dann eben die Einführzölle in den ganzen anderen Staaten. Mal eben flink eine Produktion in den USA hochziehen klappt auch nicht, denn komplexe Produktionen sind international auf Lieferketten angewiesen. Oder wie soll es gehen, mal eben einen BMW komplett in den USA zu produzieren? Mit allen Komponenten? Zahlen werden es am Ende die Verbraucher. Blödsinnige Idee und ein uralter Hut. Zölle haben immer die Entwicklung und die Produktion gehemmt. Übrigens sind die Steuern für Unternehmen in den meisten Staaten höher als in den USA, nicht nur 15%. Kein Wunder dass dieser Staat nahezu bankrott ist.

    • LeoEnde

      22. Dezember 2016 11:04 at 11:04

      Es wird schwierig werden, das ist wohl wahr. Aber Importzölle sind doch nichts weiter als ein Steuereintreiben am Ort wo die Gewinne anfallen. Grenzüberschreitende Steueroptimierung im Warenverkehr bräuchte man nicht mehr zu verfolgen.

  11. sabine

    21. Dezember 2016 21:20 at 21:20

    a) Ich freue mich extrem, da er TTIP aufs Eis legt und wir nicht gezwungenermaßen im Essen überall-verstecktes Us-food essen müssen.
    .
    b) Auch werden hoffentlich Einmischungen in andere Länder schrumpfen wie der Golf-, Afghanistan-, Irak-, Lybien- und Syrienkrieg. Oder die farbigen Revolutionen in Jugoslawien, Ukraine, Ägypten, Weißrußland, …
    ZItat Wiki: „Während … Spiegel-Journalisten bei den US-Aktivitäten nur uneigennützige Absichten wie die Unterstützung von Demokratie und Menschenrechten sehen und damit uneingeschränkt die Selbstdarstellung der US-Förderer übernehmen,“ blablabla. „Die Washington Post berichtete, dass die USA im Vorfeld der jugoslawischen Wahlen vom 24.09.2000 – 77 Millionen Dollar einsetzte.“ Und bei der Ukraine noch viel mehr. „Die US-Stiftungen „Freedom House“ und „National Endowment for Democracy (NED)“, sowie die private (?) Stiftung „Open Society Institute“ von G.Soros stellten mehrere Millionen Dollar zur Verfügung. Ein Artikel in der New York Times, April 2011, bestätigte die systematische Ausbildung von Jugendlichen durch US-Institutionen. Namentlich genannt wurde ein Treffen 2008 in NY City für ägyptische Aktivisten, das von Facebook, Google, der Columbia Law School und dem State Department unterstützt wurde.“ State department!!! Denn laut Wolfowitz und Usa: ist „eine „feindlich gesinnte Macht“ ein Land, das stark (und frech) genug ist, um eine von Washington unabhängige Außenpolitik zu betreiben.“!!!
    https://de.wikipedia.org/wiki/Farbrevolutionen

    Was die Amis hier sparen, ist extrem. Dieses Game-change wird andere negative Auswirkungen wieder wett machen. Auch will er ein Freund Putins sein. Schon wieder ein Argument, warum er eben nicht den WK3 auslösen wird, wie alle seine Hater gesagt haben.

    • Lars

      21. Dezember 2016 23:21 at 23:21

      Den WK3 haben Sie und ihresgleichen vorausgesagt, wenn Frau Clinton Präsidentin geworden wäre. Nun argumentieren Sie, dass dieser nicht ausbrechen wird. Kein Mensch mit normal funktionierendem Gehirn würde an einen Weltkrieg denken. Warum immer so drastisch?

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Aktuell: Quartalszahlen von zwei Dow-Konzernen

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Aktuell haben mit Johnson&Johnson und Travelers zwei Dow-Konzerne ihre Quartalszahlen veröffentlicht. Hier zeigen wir die wichtigsten Kennzahlen.

Johnson & Johnson

Der Umsatz liegt bei 20,4 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 20,2/erwartet 20).

Der Gewinn liegt bei 1,97 Dollar pro Aktie (Vorjahreswert 1,75/erwartet 1,95).

Die Jahresprognose beim Umsatz (bisher 82,7) liegt jetzt bei 81,2 Milliarden Dollar. Die Jahresprognose beim Gewinn pro Aktie (bisher 8,60) liegt jetzt bei 8,50-8,65 Dollar.

Die Aktie notiert vorbörslich mit 0,2% im Plus.

Travelers

Der Umsatz liegt bei 6,69 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 6,42 /erwartet 7,7).

Der Gewinn liegt bei 2,32 Dollar pro Aktie (Vorjahreswert 1,98/erwartet 2,20).

Die Aktie notiert vorbörslich mit -0,4%.

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Aktien

Kurz und knapp: UBS zieht Europas Banken nach unten

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Ein Kurzkommentar von Wolfgang Müller

Die Schweizer Großbank UBS legt beim Gewinn zu, wird aber dennoch abgestraft!

Die UBS meldete für das 4.Quartal 2018 einen Gewinn von 4,9 Mrd.$, aber ohne die Neubewertung von Steueransprüchen wäre das Ergebnis um 275 Millionen geringer ausgefallen.

Der Gesamtgewinn des Jahres legte um 2% auf 6,4 Mrd.$ zu, was die Märkte aber am Vormittag dennoch mit einem Minus von 4% abstraften. Im Zuge dessen fiel auch der deutsche Konkurrent, die Deutsche Bank, um 3,5%.

Konzernchef Sergio Ermotti sprach von „historisch schwierigen Marktbedingungen“ und versprach den Aktionären eine höhere Dividende (70 Schweizer Rappen) und – sieh an – den Rückkauf eigener Aktien in Höhe von 1 Mrd.$.

Auch im laufenden Quartal sollen sich die Handelskonflikte auf das Ergebnis negativ auswirken.

Wohin man in Europa blickt, die Aktienrückkäufe werden oft als letztes Mittel gegen den Kursrutsch angekündigt. Müssen wir den Amerikanern alles nachmachen?

Der UBS-Präsident und ehemalige Bundesbankchef Axel Weber sagte vor wenigen Minuten in Davos, dass eine Konsoldierung der europäischen Bankenlandschaft notwendig sei: „Es gbt zu viele von Ihnen“. Auf globaler Eben seien die europäischen Banken zu klein. Und Weber weiter: man müsse das Geschäftsmodell europäischer Investmentbanken neu ausrichten – was impliziert, dass man derzeit nicht wirklich ein tragfähiges Geschäftsmodell hat!


The UBS Investment Bank’s Offices at 299 Park Avenue in New York City.
By Urbanrenewal – Own work, CC BY 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=11109797

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EU-Regularien wirken: Führender CFD-Broker mit schwachen Zahlen

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Die EU hat die CFD-Branche letztes Jahr stark reguliert, vor allem mit den Hebel-Beschränkungen im CFD- und Forex-Handel. Diese bewirken, dass die Brutto-Umsätze der Kunden geringer ausfallen, und somit auch die Provisionserlöse der Broker.

CFD-Handel beschränkt durch maximalen Hebel

Die IG Group (IG Markets) gilt als Marktführer in Europa im CFD-Handel für Privatkunden. Heute früh hat IG seine Halbjahreszahlen veröffentlicht für die ersten sechs Monate im Bilanzjahr 2019 (bis Ende November 2018). Der Umsatz ist im Jahresvergleich von 268,4 auf 251 Millionen Pfund gesunken. Der Umsatz in der gesamten EU (inklusive UK) sank von 176 auf 145 Millionen Pfund. In der Region „Asien und Pazifik“ (APAC) stieg der Umsatz von 66 auf 74 Millionen Pfund. In der Region „Naher Osten und Afrika“ stieg der Umsatz von 17,4 auf 20,6 Millionen Pfund. Der „Umsatz pro Kunde“ in der Festland-EU sank um 17%!

Man sieht also: Dort wo die EU-Regularien gelten, sind die Umsätze rückläufig. Außerhalb nehmen sie zu. Der Gewinn von IG im ersten Halbjahre sinkt von 108 auf 91 Millionen Pfund. Die Relation zwischen Umsatz und Gewinn ist immer noch atemberaubend hoch und zeigt, wie profitabel das CFD-Geschäft für die Broker immer noch ist!

Ausweichen

Die Anzahl der aktiven Kunden in der EU sank bei IG um 15% laut heutiger Veröffentlichung. Das mag wohl auch daran liegen, dass zahlreiche aktive Kunden ihren Status von „Privatkunde“ auf „Profikunde“ ändern ließen, womit sie nicht mehr unter die Hebel-Beschränkungen der EU fallen. Wir haben schon mal darauf hingewiesen. Treiben die Broker es zu bunt und klassifizieren zu viele Kunden um, könnte die EU auch dort einen Riegel vorschieben. Abgesehen von der Umklassifizierung dürften einige Kunden auch ihre IG-Konten in der EU gekündigt, und neue Konten bei rechtlich eigenständigen IG-Töchtern außerhalb der EU eröffnet haben.

Für die Branche brechen insgesamt härtere Zeiten an dank der Hebel-Beschränkung. Frage: Warum hat die EU eigentlich die Hebel bei Optionsscheinen und Zertifikaten nicht auch beschränkt? Haben die CFD-Broker nicht so viel Geld und Einfluss wie die Lobbyisten der Banken? Die Aktie von IG ist von gestern Abend auf heute früh übrigens von 640 auf 560 Pence gefallen. Aktuell erholt sie sich wieder etwas auf 602 Pence.

CFD-Broker IG Group

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