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Aktien

Kommt jetzt der nächste Crash bei US-Biotechs wegen Hillary Clinton?

Schon im März diesen Jahres hatte Hillary Clinton für einen Crash amerikanischer Biotech-Aktien gesorgt. Wiederholt sich das jetzt?

Redaktion

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am

FMW-Redaktion

Der letzte Crash begann mit diesen Worten von Hillary Clinton:

“The company is called Valeant Pharmaceuticals. I’m going after them. This is predatory pricing, and we’re going to make sure it is stopped.”

Gesagt in einem Videospot Clintons, bei der auch eine Frau zu Wort kam, die für ein Medikament, das sie dringend benötigte, eine massive Preissteigerung erleben mußte: von 180 Dollar für 10 Einheiten in den 1980er-Jahren auf 14700 Dollar zum Zeitpunkt der Ausstrahlung des Spots. Valeant hatte das Patent auf das Medikament erworben – und dann massiv die Preise gesteigert. Das war und ist gängige Praxis in den USA, Clinton will diese Praxis beenden und attackiert daher die Preistreiber.

Als Clinton Anfang März diesen Jahres diese Sätze über Valeant sprach, brach der Aktienkurs von Valeant, einem Liebling der Hedgefonds, ein:

Valeant250816

Die Folge: der gesamte Biotech-Sektor in den USA crashte in der Folge mit einem Einbruch von 20%. Und dieses Szenario könnte sich nun wiederholen – die Parallelen sind nämlich frappierend!

Clinton
Hillary Clinton. Foto: Gage Skidmore / Wikipedia (CC BY-SA 3.0)

Diesmal geht es um ein Medikament der Firma Mylan mit dem Namen „EpiPen“, das allergische Schocks bei Patienten verhindern kann und so lebensrettend wirkt. Myland hatte den Preis für EpiPen um 400% angehoben – und Clinton stellte diese Preissteigerung an den Pranger mit folgendem Statement:

“Millions of Americans with severe allergies rely on their EpiPens. When an allergic reaction leads to anaphylactic shock, a shot of epinephrine can literally be the difference between life and death. But now, just as parents are about to send kids with severe food and insect allergies back to school, the EpiPen’s manufacturer is hiking its price to an all-time high.

“Over the last several years, Mylan Pharmaceuticals has increased the price of EpiPens by more than 400%. They’re now charging up to $600 for a two-EpiPen set that must be replaced every 12-18 months. This both increases out-of-pocket costs for families and first responders, and contributes to higher premiums for all Americans and their employers.

“That’s outrageous – and it’s just the latest troubling example of a company taking advantage of its consumers. I believe that our pharmaceutical and biotech industries can be an incredible source of American innovation, giving us revolutionary treatments for debilitating diseases. But it’s wrong when drug companies put profits ahead of patients, raising prices without justifying the value behind them.

“That’s why I’ve put forward a plan to address exorbitant drug price hikes like these. As part of my plan, I’ve made clear that pharmaceutical manufacturers should be required to explain significant price increases, and prove that any additional costs are linked to additional patient benefits and better value. Since there is no apparent justification in this case, I am calling on Mylan to immediately reduce the price of EpiPens.

“In addition, when it comes to treatments like delivering epinephrine that have been available for decades, my plan encourages the production of alternative products. That’s how we can harness the power of competition to keep drug prices at a level that all Americans can afford.”

Clinton plant also den Stopp dieser Preissteigerungen, vor allemwenn sie Präsidentin werden sollte – und das würde das derzeitige Geschäftsmodell vieler Biotech-Firmen in den USA in Frage stellen.

Die Aktie von Myland brach nach den Aussagen Clintons ein:

Mylan

Pikant: Mylan hat den Wahlkampf Clintons mit einer Summe zwischen 100.000 und 250.000 Dollar unterstützt – Donald Trump forderte, wenn Clinton wirklich so entsetzt sei über Mylan, sollte sie jeden Penny des Geldes an Mylan zurückzahlen.

Wie auch immer: Clinton scheint es ernst zu meinen – und das ist eine schlechte Nachricht für die zuletzt so stark gestiegenen Biotech-Aktien, die eine nicht unwesentliche Rolle im Nasdaq spielen. Nun droht also die Wiederholung dessen, was wir schon im März erlebt haben – und das würde auch an den anderen Aktieninidzes wohl nicht spurlos vorbeigehen..

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Aktien

Beschlossen: Dax mit 40 Aktien und neue Qualitätskriterien – hier die Details

Claudio Kummerfeld

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Der Wirecard-Skandal hat die deutsche Börsenlandschaft erschüttert. Ein Dax-Wert geht pleite und löst sich sang und klanglos als Luftnummer in Rauch auf. Die Vorstände sind in Haft oder auf der Flucht. Was für ein Debakel für die Deutsche Börse. Die Aufnahme- und Qualitätskriterien für die Indizes wie dem Dax waren wohl mangelhaft. Nach der Konsultation von Marktteilnehmern hat die Deutsche Börse jetzt Änderungen beschlossen. Hier alle Details, im Wortlaut von der Deutschen Börse:

Ab September 2021 wird der Leitindex DAX um zehn Werte auf insgesamt 40 Werte erweitert. Damit wird er die größten börsennotierten Unternehmen in Deutschland noch umfassender abbilden. Im Gegenzug verkleinert sich der MDAX-Index auf 50 statt bisher 60 Werte.

Ab Dezember 2020 müssen alle künftigen DAX-Kandidaten vor Aufnahme ein positives EBITDA in den zwei letzten Finanzberichten aufweisen.

Ab März 2021 wird es Bestandteil der Indexmethodologie, dass zukünftig alle Unternehmen in den DAX-Auswahlindizes testierte Geschäftsberichte und vierteljährlich Quartalsmitteilungen veröffentlichen müssen. Nach einer 30-tägigen Warnfrist führt ein Verstoß gegen diese Anforderungen unmittelbar zum Indexausschluss.

Infolge dessen entfällt für alle Unternehmen in den DAX-Auswahlindizes die Pflicht zur Notierung im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse. Die Notierung im Regulierten Markt ist künftig ausreichend. Diese neue Regel wird eingeführt, um dem Indexanbieter zu ermöglichen, im Falle einer Regelverletzung unabhängig und schneller reagieren zu können.

Zusätzlich müssen ab März 2021 alle Neuzugänge zur DAX-Familie den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex hinsichtlich eines Prüfungsausschusses im Aufsichtsrat entsprechen. Für bestehende Mitglieder gilt eine Übergangsfrist, um Kontinuität in der DAX-Familie zu bewahren; sie müssen die Vorgabe ab September 2022 erfüllen.

Ab 2021 gibt es bei den DAX-Indizes zweimal im Jahr eine planmäßige Hauptüberprüfung (März und September). Zurzeit gibt es eine derartige Überprüfung nur im September.

Um die Regeln zu vereinfachen, ohne jedoch auf Investierbarkeit zu verzichten, werden ab der Überprüfung im September 2021 Indexmitglieder nur noch nach Marktkapitalisierung bestimmt. Der Börsenumsatz wird bei der Rangliste nicht mehr berücksichtigt; stattdessen müssen Indexmitglieder eine Mindestliquidität aufweisen.

Nicht übernommen wird der Vorschlag zum Ausschluss von Unternehmen mit Beteiligung an kontroversen Waffen. Stephan Flägel: „Wir haben ein sehr heterogenes Meinungsbild zu den Themen Nachhaltigkeit und ESG außerhalb der Vorschläge, die wir zur Governance gemacht haben, bekommen. Es wird von vielen Seiten die grundsätzliche Frage aufgeworfen, ob diese Kriterien bei der Auswahl der DAX-Mitglieder eine Rolle spielen sollten. Deshalb werden wir den Austausch mit den Marktteilnehmern fortführen. Nachhaltiges Investieren ist und bleibt einer der wichtigsten Trends an den Finanzmärkten und wird das Investitionsverhalten in den kommenden Jahren grundlegend verändern. Das Thema ESG hat für Qontigo sehr hohe Priorität. Im März haben wir bereits den DAX 50 ESG Index gestartet und wir verfügen seit Längerem über eine breite Palette an ESG-Indizes, die wir auch künftig weiter ausbauen werden.“

Dax und MDax werden von der Deutschen Börse ermittelt
Foto: Deutsche Börse AG

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Impfstoff-Montag 3.0

Redaktion

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Den dritten Montag in Folge veröffentlicht ein Pharmahersteller einen konkrete Impfstoff-Meldung.

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

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SAP nach Kurssturz antizyklisch kaufen? – Werbung

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Lieber Börsianer,

das war nicht das Gelbe vom Ei, liebe SAP! Während die US-Konkurrenz in den Coronazeiten mit Cloud und anderen digitalen Anwendungen punktet, tritt die europäische Branchengröße auf der Stelle. Unter dem Strich sank der Umsatz um 4 %, während der operative Gewinn sogar um 12 % schrumpfte.

Offensichtlich sind die schwachen Quartalszahlen keine Eintagsfliege. So hat man die Umsatz- und Gewinnprognosen auch für die Jahre 2021 und 2022 gleich nach unten korrigiert. In der Folge erlebte die Aktie einen mächtigen Ausverkauf und verlor zeitweise über 20 % ihres ursprünglichen Wertes. Das kommt einem mittelprächtigen Erdbeben gleich.

Wo hakt es bei der SAP, warum kann das Unternehmen aus Walldorf zunächst nicht an die starken Wachstumsraten der vergangenen Jahre anknüpfen? Ich sehe drei Faktoren:

1)
Negative Währungseffekte: Die Dollarschwäche bzw. Eurostärke hat die Gewinnentwicklung spürbar belastet. Die US-Konkurrenz hingegen profitiert vom weichen Dollar.

2)
Das Covid-Virus: Die Software-Palette des Unternehmens ist nur eingeschränkt Corona-fest. Ein Beispiel: Mit der SAP-Software Concur planen die Unternehmenskunden der SAP Dienst- und Geschäftsreisen ihrer Mitarbeiter. Es bedarf keiner besonderen Erklärung: Diese Anwendung war in diesem Jahr kein Verkaufsknüller, sondern schlichtweg überflüssig.

3)
Schwächen in der Cloud: Aus der Branche hört man, dass SAP derzeit Defizite im Cloud-Geschäft hat. Die Kunden streben in die Cloud, allein SAP konnte nicht immer liefern. Hier gilt also: US-Konkurrenten wie Oracle und Salesforce haben hier die Nase vorne. Deshalb schwächelt das Neugeschäft der SAP.

Gleichwohl haben die Investoren – wie so oft – das Kind mit dem Bade ausgeschüttet. Der Kursrücksetzer war zwar notwendig, aber in seiner Dimension stark übertrieben. SAP verfügt über eine treue Kundenbasis. Rund 74 % des Umsatzes beruhen auf langfristigen Software-Verträgen. Mit anderen Worten: Das Unternehmen wird auch künftig gut verdienen und verfügt über die Mittel, um den technologischen Rückstand im Cloud-Geschäft wettzumachen.

Trotzdem: Kurzfristig ist die SAP-Aktie sicherlich noch kein Kauf. Wie gesagt es wurde schon Porzellan zerschlagen und Vertrauen verloren. Das deutsche Software-Unternehmen muss sich also nun…..

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