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Giovannie Cicivelli Tradingchancen

Europa

Konjunkturabschwung in Europa: Exporte über Überschüsse schrumpfen!

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Und jetzt gibt es noch einen weiteren Beleg dafür, dass der Konjunkturabschwung in Europa (Gesamt-EU und Eurozone) gerade voll im Gange ist. Nur am Arbeitsmarkt ist er noch nicht angekommen. Das hängt wohl davon ab, wie stark und dauerhaft der Abschwung sein wird. Heute haben die Statistiker von Eurostat Außenhandelsdaten für den Monat Dezember vermeldet. Der Außenhandelsüberschuss der Eurozone ist weiter geschrumpft auf 17 Milliarden Euro. Vor einem Jahr waren es noch 24,5 Milliarden Euro.

Konjunkturabschwung in Europa sichtbar in Exportrückgängen

Die Exporte der Eurozone sind im Dezember im Jahresvergleich um 2,7% gesunken. Für die Gesamt-EU war es ein Rückgang von 3,9%. Gleichzeitig stiegen die Importe in der Eurozone um 1,9%, und in der Gesamt-EU um 4,3%. Das bedeutet: Weniger Geldzuflüsse nach Europa, gleichzeitig mehr Ausgaben für Importe, die Überschüsse sinken weiter. Europaweit so klar rückläufige Exporte deuten ganz eindeutig auf ein globales Abkühlen der Konjunktur hin, und auf den angesprochenen Konjunkturabschwung in Europa – vor allem in Ländern wie Deutschland, Österreich, Niederlande, wo Industrieproduktion in bedeutendem Umfang stattfindet. Hier dazu die passende Grafik. Rechts sieht man die Abstürze der letzten Monate.

Interessant sind wie schon in den vorigen Monaten die Veränderungen des EU-Außenhandels gegenüber den Schwergewichten USA und China. Im Gesamtjahresvergleich 2017 zu 2018 hat die EU gegenüber den USA ihren Überschuss von 119,6 auf 139,7 Milliarden Euro enorm vergrößert! Gegenüber China hat die EU ihr Defizit von 177,7 auf 184 Milliarden Euro leicht erhöht! Die von Donald Trump angemahnte Bekämpfung des Defizits ist zumindest gegenüber Europa bislang (!) übelst fehlgeschlagen, trotz seiner Bemühungen. Gegenüber Russland und Norwegen ist das Defizit der EU gestiegen. Diese beiden Länder sind wichtige Rohstoff-Lieferanten für die EU (Öl und Gas).

Konjunkturabschwung in Europa - Containerverladung
Containerterminal im Port of Colombo in Sri Lanka. Foto: CC BY 2.0

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Europa

Eurozonen-Verbraucherpreise jetzt auf 1,7% gesprungen

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Die endgültigen Eurozonen-Verbraucherpreise für den Monat April wurden soeben veröffentlicht. Im Jahresvergleich steigen sie um 1,7% nach 1,4% im März. Die „Kernrate“ ohne Lebensmittel und Energie liegt bei 1,3%.

Die Energiepreise steigen mit +5,3% unverändert zum März. Die Dienstleistungen steigen aber stark an mit +1,9% nach +1,1% im März. Sie ziehen den Schnitt nach oben.

Hier Eurostat mit weiteren Details:

Die niedrigsten jährlichen Raten wurden in Kroatien (0,8%), Dänemark und Portugal (je 0,9%) gemessen. Die höchsten jährlichen Raten wurden in Rumänien (4,4%) und Ungarn (3,9%) gemessen. Gegenüber März 2019 ging die jährliche Inflationsrate in sechs Mitgliedstaaten zurück, blieb in zwei unverändert und stieg in neunzehn an. Im April 2019 kam der höchste Beitrag zur jährlichen Inflation im Euroraum von Dienstleistungen (+0,86 Prozentpunkte, Pp.), gefolgt von Energie (+0,51 Pp.), Lebensmitteln, Alkohol und Tabak (+0,29 Pp.) sowie Industriegütern ohne Energie (+0,06 Pp.).

Supermarkt - Eurozonen-Verbraucherpreise
Beispielfoto für Supermarkt-Einkauf. Foto: Tiia Monto CC BY-SA 4.0

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Europa

Außenhandelsbilanz von EU und Eurozone: Ohne Deutschland ein Mega-Desaster!

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Der Außenhandel mit Waren hat für die Eurozone im März einen Überschuss in Höhe von 22,5 Milliarden Euro gebracht (Februar noch +17,9). Man hat also für diese Summe mehr Waren exportiert als importiert. Nach ersten Schätzungen von Eurostat lagen die Warenausfuhren des Euroraums in die restliche Welt bei 205,6 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Anstieg von 3,1% gegenüber März 2018. Die Einfuhren aus der restlichen Welt beliefen sich auf 183,1 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Anstieg von 6,0% gegenüber März 2018.

Die Gesamt-EU (also inklusive Großbritannien und sonstigen Nicht EURO-Ländern) erreichte nur einen Überschuss von 2,9 Milliarden Euro. Saisonbereinigt liegt die EU sogar mit 1,5 Milliarden Euro im Minus. Einfach gesagt: Man knapst gerade an der Null-Linie herum, die Ausfuhren und Einfuhren halten sich die Waage. Aber das ist nur so, wenn man den Gesamtschnitt aller Mitglieder betrachtet. Bei den einzelnen Mitgliedsländern gibt es heftige Unterschiede!

Nur zum Mitschreiben: Deutschland trug zum Überschuss von Eurozone und Gesamt-EU im März 15,5 Milliarden Euro bei! Die Niederlande tragen ein Defizit von 12,4 Milliarden Euro bei (letzte Grafik). Die großen Flächenstaaten mit hoher Bevölkerungszahl tragen wie folgt zum Saldo bei: Frankreich +1,6 Milliarden Euro, Spanien -3,4, Italien +2,4 und Großbritannien -4,9. Tja, der deutsche Michel muss mal wieder Europas Überschüsse retten? (bösartig und reißerisch übertrieben formuliert)

Auch interessant: Von Januar-März ist der Warenhandelsüberschuss der EU mit den USA im Jahresvergleich leicht gesunken von 36,2 auf 33,9 Milliarden Euro. Das EU-Defizit gegenüber China ist angestiegen von 46,9 auf 49,4 Milliarden Euro.

Außenhandel mit Waren EU

Schaut man ganz genau hin, kann man in der folgenden Grafik (rot markiert) im oberen Teil den Abstand zwischen Exporten und Importen für die Eurozone gut erkennen, während er unten bei der Gesamt-EU kaum vorhanden ist.

Außenhandel Differenzen

Außenhandelsbilanz EU

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Europa

„Normale“ EU BIP-Daten: Sorgenkind Italien an der Klippe, Daten immer dramatischer

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Schaut man auf die heutigen Daten zum Wirtschaftswachstum in Eurozone und Gesamt-EU, dann kamen die Daten rein wie erwartet. Die Wirtschaft wächst, von Problemen in der Gesamt-Konjunktur (Industrie schon arg Richtung Rezession) ist noch keine Rede. So konnte das BIP der Gesamt-EU im 1. Quartal im Quartalsvergleich um 0,4% zulegen, und im Jahresvergleich um 1,2%. Das ist doch ordentlich.

Länder wie Spanien legen sogar im Jahresvergleich um 2,4% zu. Die Steigerungsraten der letzten vier Quartale in Spanien liegen alle über 2%! Volkswirtschaftliche Daten aus Spanien zeigen aber, dass man dort offenbar ähnliche Fehler wie vor der Finanzkrise macht. Kräftig schuldenfinanzierte Bauaktivität!

Griechenland liefert wie immer keine aktuellen Daten. Und Italien? Dort liegt das BIP-Wachstum nur noch bei 0,1% im Jahresvergleich. Im Vorquartal lag man glatt bei 0,0%. Man hängt dort also just in diesen Tagen direkt an der Klippe zu einer rückläufigen Wirtschaftsleistung. Und dass sie in den nächsten Quartalen wirklich rückläufig sein wird, ist sehr wahrscheinlich!

Mehrfach haben wir in den letzten Monaten schon über die katastrophalen Daten zu Industrie-Auftragseingängen in Italien berichtet. Im Februar gingen die Industrie-Auftragseingänge laut der offiziellen Statistik-Behörde im Jahresvergleich um 2,9% zurück. Und auch heute gibt es wieder gruselige Zahlen. Im März ist es im Jahresvergleich ein Minus von 3,6%. Die Wirtschaftsleistung in Italien dürfte also vermutlich ins Minus rutschen in den nächsten Quartalen. Es sei denn Dienstleistungen und Bauwirtschaft retten den Schnitt ins Positive wie in Deutschland? Für Italien ist das aber schwieriger zu glauben als für Deutschland.


Hier der BIP-Verlauf der EU.

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