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Konsumklima in Deutschland leidet unter Inflation und vierter Corona-Welle

Rolltreppen in einem Einkaufszentrum

Das Konsumklima der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) wurde vor wenigen Minuten für den Monat Dezember veröffentlicht. Demnach setzen vor allem die Inflation und die vierte Corona-Welle der Kauflaune der Bürger zu. Die Stimmung der Verbraucher in Deutschland verschlechterte sich laut GfK im November spürbar. Sowohl die Konjunktur- und Einkommenserwartung als auch die Anschaffungsneigung verzeichnen zum Teil deutliche Einbußen. Da auch die Sparneigung ansteigt, prognostiziert die GfK für das Konsumklima für Dezember einen Indexstand von -1,6 Punkten und damit 2,6 Punkte weniger als im November. Nach zwei Anstiegen in Folge muss das Konsumklima nun wieder spürbare Einbußen hinnehmen und sinkt auf den niedrigsten Wert seit einem halben Jahr. Im Juni dieses Jahres wurden -6,9 Punkte gemessen. Im Chart sehen wir den Verlauf der letzten 14 Monate – pro Monat ein Balken.

„Das Konsumklima wird gegenwärtig von zwei Seiten in die Zange genommen. Da ist zum einen die vierte Welle der Corona-Pandemie mit explodierenden Inzidenzen, einer drohenden Überbelastung des Gesundheitswesens und der Furcht vor weiteren Einschränkungen. Zum anderen lässt eine hohe Inflationsrate von derzeit gut vier Prozent die Kaufkraft der Verbraucher dahinschmelzen. Dies dämpft die Aussichten für das bevorstehende Weihnachtsgeschäft etwas“, so die GfK im Wortlaut.


source: tradingeconomics.com

Weitere Details von der GfK:

Die Konjunkturaussichten der Verbraucher trüben sich weiter ein. Zum zweiten Mal in Folge erleidet der Indikator Konjunkturerwartung Verluste und sinkt mit einem Minus von 15,6 Zählern auf 31 Punkte. Damit liegt er jedoch noch immer mehr als 31 Punkte über seinem entsprechenden Vorjahreswert.

Nach den starken Verlusten im Vormonat erleidet der Indikator Einkommenserwartung im November erneut Einbußen. Mit einem Minus von 10,4 Punkten fallen die Verluste etwas weniger stark aus als im Oktober mit -14,1 Zählern. Aktuell weist die Einkommenserwartung damit einen Wert von 12,9 Punkten aus. Ein geringerer Wert wurde zuletzt mit 9,3 Punkten im April dieses Jahres gemessen.

Im Sog sinkender Konjunktur- und Einkommensaussichten büßt auch die Anschaffungsneigung im November ein. Der Indikator verliert 9,7 Zähler und weist nun 9,7 Punkte auf. Ein niedrigerer Wert wurde für die Konsumstimmung zuletzt im Februar 2021 mit 7,4 Punkten gemessen. Im Vorjahresvergleich beträgt das Minus nun knapp 21 Punkte.



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2 Kommentare

  1. Ja und ? Gutes Video ,stimmt alles ! Hatten wir hier auch schon oft. Haftungsrisiko. Babyboomer.
    etc. etc.

    2 Dinge fallen mir noch zusätzlich auf.

    Die Paris-Mischpoke kann die Zinsen garnicht erhöhen , sonst kippen manche Staaten aus ihren Schuldenlatschen.

    Und der € ist nicht der $ ,wird er auch nie sein ,so quantitativ gesehen.

    Wie H. Beck schon richtig sagt ,Alle wollen Alles aus der Notenpresse bezahlen,es wird spannend !

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