Kurz vor dem Wochenende steht der DAX erneut vor dem Test der richtungsweisenden Marke von rund 24.000 Punkten. Zwar behauptete er sich am Donnerstag zum wiederholten Male über dieser Marke, er konnte aber wieder keine neuen Impulse setzen. Nach einem Tageshoch bei 24.433 Punkten fiel der Index im Handelsverlauf wieder zurück und schloss schließlich mit einem Minus von 0,8 % bei 24.065 Punkten. Damit verharrt er weiterhin in seiner engen Seitwärtsrange zwischen 23.950 und 24.500 Punkten. Allerdings könnte schon heute der Rutsch darunter drohen. Angetrieben von der Freude über die starken Zahlen von Meta und Microsoft, die stark vom KI-Hype profitieren, stiegen die US-Börsen Nasdaq 100 und S&P 500 zunächst auf neue Höchststände, bevor auch sie bis Börsenschluss noch deutlich nachgaben.
KI-Boom und Trump-Zölle
Das Marktgeschehen wird weiterhin vom Boom-Thema Künstliche Intelligenz getrieben. Vor allem an den US-Börsen sorgt KI für neue Fantasie – mit Microsoft und Meta als Zugpferde. Beide Unternehmen konnten am Mittwochabend mit starken Quartalszahlen glänzen. Im heutigen Handel stehen die Reaktionen auf die durchwachsenen Zahlen von Amazon und die guten Zahlen von Apple im Fokus. Aber auch aufgrund der Veröffentlichung des US-Arbeitsmarktberichts bleibt die Wall Street zum Ende der Woche der entscheidende Taktgeber an den Börsen.
Der DAX konnte den von der Tech-Rally ausgelösten Höhenflug an den US-Börsen zuletzt nicht folgen. Am deutschen Aktienmarkt hat vor allem das ungünstige Abkommen zwischen den USA und der EU die Stimmung gedrückt. Auch die von Donald Trump kurz vor Ablauf der Frist angekündigten neuen Zölle lenken die Aufmerksamkeit erneut auf den Handelskonflikt. Während die KI-Euphorie kurzfristig überstrahlt, bleiben die geopolitischen Spannungen hierzulande unterschwellig marktbestimmend.
Nun muss der DAX aufpassen, dass er nicht nachhaltig unter die wegweisende Marke von 24.000 Punkten fällt. Diese psychologisch wichtige Unterstützung scheint zwar noch stabil, doch ein Durchbruch nach unten könnte eine technische Korrektur auslösen. Da der Rangehandel bereits seit drei Wochen andauert, ist davon auszugehen, dass knapp darunter eine Vielzahl von Stopps liegt, die im Falle eines Durchbruchs ausgelöst werden. Aus saisonaler Sicht könnte es auch holpriger werden, so sind die Börsenmonate August und September für Korrekturen bekannt.
DAX droht abzurutschen
Short: In der Vorbörse notiert der DAX unter der Unterkante seiner Range von 23.950 Punkten. Sollte er diese nachhaltig aufgeben, ist die Gefahr eines weiteren Abrutschens groß. Im außerbörslichen Handel war er bereits bis auf 23.830 Punkte gefallen. Diesen Bereich könnte er auch im Xetra-Handel anpeilen. Bei 23.815/800 befindet sich eine erste potenzielle Unterstützungszone. Zudem gibt es ein offenes Gap bei 23.787 Punkten, sodass es hier zu einer Gegenbewegung zurück an die Zone von 23.950 bis 24.000 Punkten kommen könnte. Anschließend ist jedoch wieder mit einem Abwärtstrend zu rechnen. Fällt er direkt unter 23.787, sind weitere Abgaben bis 23.705 wahrscheinlich. Später dürfte er dann die Zone um 23.630 anvisieren.
Long: Sollten die Bullen doch noch eingreifen und einen nachhaltigen Rutsch unter 23.950 Punkte vermeiden, könnte es zu einem Erholungsversuch in Richtung 24.065 Punkte (Gap) sowie der SMA200 bei 24.164 Punkten kommen. Ein nachhaltiger Anstieg darüber würde das kurzfristige Bild wieder aufhellen.
Dax-Chart von TradingView
DAX Unterstützungen:
23.960 – Bulle-Bär-Marke
23.942 – Tagestief 28.07.
23.921 – Tagestief 21.07.
23.830 – außerbörsliches Tief 01.08.
23.787 – Gap 04.07.
23.705 – Horizontale
23.630 – Horizontale
DAX Widerstände:
24.065 – Gap 31.07.
24.100- Horizontale
24.164 – SMA200
24.248 – Horizontale
24.312 – Horizontale
24.433 – Tageshoch 31.07.
24.514 – Tageshoch 24.07.
24.639 – Rekordhoch 10.07.
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Volkswagen ist wieder bei 90€. Fragt sich warum, wenn doch 15% so viel weniger als 25% Zoll ist. Und dann noch die Gewissheit. Wobei, da die EU LNG in Russland kauft könnten demnächst Strafzölle anstehen. Warum kaufen Länder wie Frankreich, Spanien, .. ihr LNG nicht in der USA?