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Kredite an Amerikaner: Ausfallraten im Keller – schauen Sie auf diese Charts

Luftblasen

Die Amerikaner nehmen auf lange Sicht gesehen immer mehr Kredite auf. Gleichzeitig sinken die Kreditausfälle immer weiter in den Keller. Selbst bei Immobilienkrediten hat es in der Coronakrise keine große Ausfallwelle gegeben. Und das in der schlimmsten Rezession seit dem zweiten Weltkrieg. Natürlich ist es gut nachvollziehbar. Die US-Regierung hat auch wie viele europäische Regierungen ihre Bürger und Unternehmen mit Helikoptergeld überflutet. Zuletzt gab es für Millionen von US-Haushalten, die unter einen bestimmten Einkommensgrenze liegen, pro Person 1.400 Dollar geschenkt. Das läppert sich bei einem 4 Personen-Haushalt.

Nur wenn man zwei, drei Schritte voraus denkt, wie soll die Zukunft aussehen? Soll die US-Regierung auch nach der Coronakrise immer wieder neue Rettungsprogramme auflegen? Das ist nicht zu erwarten. Zwar wird es umfangreiche Infrastrukturprogramme geben, aber wohl kaum direkte Hilfen für die Bürger. Und dank Corona hat die Digitalisierung einen großen Schub erlebt. Es ist kaum anzunehmen, dass die einfachen Leute in den USA nach der Krise finanziell glänzend da stehen werden.

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Aber dank der Staatshilfen konnten die Amerikaner bei ihren gigantischen Schuldenbergen ihre Verpflichtungen gegenüber Banken und Kreditkartenfirmen erfüllen. Ein Tanz auf dem Vulkan, der immer heißer wird – meine bescheidene Meinung jedenfalls. Im folgenden Chart von der St. Louis Fed (die große Datenkrake der Federal Reserve, abgekürzt als FRED) sehen wir seit dem Jahr 2005 bis Ende März 2021 die prozentualen Ausfallraten für Immobilienkredite in den USA. Vor der Finanzkrise 2008 bei über 3 Prozent und im Top im Jahr 2010 bei 11,58 Prozent, fiel die Ausfallrate bis kurz vor der Coronakrise dank Niedrigzinsen und Hochkonjunktur auf 2,39 Prozent. Seitdem ist sie in der Coronakrise nur auf 2,75 Prozent gestiegen. Eine zu heile Welt? Schnellen die Ausfallraten nach oben, wenn die Hilfsprogramme verkonsumiert sind? In den FRED-Charts ist die Finanzkrise 2008 grau hinterlegt, die Coronakrise gelb.

Grafik zeigt Ausfallraten bei Immobilienkredite in den USA

Im folgenden Chart der FRED sehen wir seit 2005 die prozentualen Ausfallraten bei Kreditkartenschulden in den USA. Vor der Finanzkrise 2008 bei 4,6 Prozent, sanken die Ausfallraten bis kurz vor der Coronakrise auf 2,7 Prozent. Und jetzt der Hammer: In der Coronakrise ist diese Ausfallquote bis Ende März 2021 noch weiter gesunken auf nur noch 1,89 Prozent. Ob das so bleiben wird, darf bezweifelt werden.

Grafik zeigt Ausfälle bei Kreditkartenschulden

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1 Kommentar

  1. Da sage noch mal einer, Gelddrucken hilft nicht. Und 0% Zinsen erhöht die Schuldentragfähigkeit auf unendlich. Da ist doch noch viel Spaß möglich.

    Außerdem, was macht das schon. 30.000 $ Konsumkredit pro Einwohner (vom Säugling bis zum Greis) plus läppische 90.000 $ Bundestaatsschulden plus ein paar läppische Hypothekenkredite und so lächerliche Randpositionen wie Studentenkredite. Da geht noch was.

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