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Kredite für -5% Negativzins: Warum das für den Verbraucher zu einem großen Problem werden kann!

Das hört sich paradiesisch an, und das ist es auch, auf den ersten Blick. Wo soll da schon der Haken sein? Die Kredit-Vergleichsportale Smava und Check24 unterbieten sich aktuell mit ihren Kreditangeboten. Jetzt ist man bei Kreditzinsen von -5% angekommen. Kein Witz…

Redaktion

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am

FMW-Redaktion

Das hört sich paradiesisch an, und das ist es auch, auf den ersten Blick. Wo soll da schon der Haken sein? Die Kredit-Vergleichsportale Smava und Check24 unterbieten sich aktuell mit ihren Kreditangeboten. Jetzt ist man bei Kreditzinsen von -5% angekommen. Kein Witz. Sie als Kreditnehmer zahlen keine Zinsen, sondern erhalten 5% Zinsen. Einfach traumhaft schön, nicht wahr!

Wo soll da schon der Haken sein?

Erstens: Dieser Kredit mit -5% richtet sich als Angebot nur an Verbraucher mit einer Top-Bonität, also Kunden mit absoluter Hochglanz-Schufa! Und zweitens geht es nur um Kredite von bis zu maximal 1.000 Euro. Damit ist der Vorteil auf 50 Euro Zinsgewinn begrenzt. Und da fragt man sich als potenzieller Kreditkunde: Warum der ganze Aufwand, wenn ich das auch über einen Dispo laufen lassen kann? Und wer eine Top-Bonität hat, verfügt in der Regel über 1.000 Euro, wenn er sich etwas in dem Wert kaufen will.

Natürlich könnte man als Pfennigfuchser nun sagen: Egal, ich brauche gar keinen Kredit. Aber ich will die 50 Euro Gewinn mitnehmen. 1000 Euro Kredit aufnehmen, und 50 Euro Zinsen kassieren. Das ist doch was. Das stimmt allerdings! Und die Anbieter? Smava und Check24 erhalten über solche Lockangebote wertvolle Daten von potenziellen Neukunden – übrigens auch von den Antragstellern, denen letztlich dieser tolle Negativzins verwehrt bleibt.

Die haben vermeintlich eine schwache Schufa, und müssen „ganz normal“ Zinsen zahlen, weil bei ihnen das Auafallrisiko höher ist. Und denen können diese „Vergleichsportale“, die mit Banken kooperieren, dann ja entsprechende teurere Angebote von Partnern anbieten. Hiermit verdient man sicher gute Vermittler-Provisionen gezahlt von den Banken, wodurch man so eine Marketing-Aktion wie diese -5% Zinsen quer-subventionieren kann!

Das echte große Problem

Das echte wirklich ernsthafte Problem kann auch für den Pfennigfuchser viel später auftauchen, nachdem man sich „schlauerweise“ diese 50 Euro reingezogen hat als Gewinn. Wenn man nämlich in Zukunft beispielsweise ein Haus, eine Wohnung oder ein Auto finanzieren will. Denn in der Schufa wird bei diesem lustigen 1000 Euro und -5%-Angebot nicht vermerkt, dass es sich um so eine Art Spaß-Geschäft für den Kunden handelte.

Die Schufa teilt dem zukünftigen Baufinanzierer nur mit, dass der Kunde mal bei einer anderen Bank einen Ratenkredit über 1000 Euro aufgenommen hatte. Dann fragt die Bank: Warum brauchten Sie denn 1000 Euro Kredit? Wenn Sie schon für so kleine Summen Ratenkredite aufnehmen müssen und von ihrer Hausbank keinen Dispo erhalten, dann haben Sie vielleicht ein grundsätzliches Problem? Da sind wir als Bank aber lieber vorsichtig mit Ihnen, werter Neukunde. Man unterschätze dieses Risiko nicht!

Denn so nett Bankberater auch mit ihren Neukunden plaudern – Banken interessieren sich stumpf nur für Fakten und Zahlen – und diese Info über einen ehemaligen 1000 Euro-Ratenkredit steht unauslöschlich in Ihrer persönlichen Schufa-Auskunft mit dem virtuellen Stempel „bekam von seiner Bank keinen 1000 Euro-Dispo“. Das ist dann für Sie als Kunde dann ein echtes Problem!

Nachträgliche Ergänzung zu diesem Artikel:

Bei -5,0% Zinsen handelt es sich um den Effektiven Jahreszins. Somit schrumpft der tatsächliche Vorteil der Kunden auf deutlich weniger als 50 Euro.

Kredite für -5%
Die Check24-Zentrale in München. Foto: CHECK24 – www.check24.de / Wikipedia (CC BY-SA 4.0)

7 Kommentare

7 Comments

  1. Avatar

    leser

    27. Februar 2018 17:46 at 17:46

    Ich bezweifle, dass man so einen guten Rat in den Verbraucherzentralen bekommt.

    Alles hat ein Preisschild. Auch wenn das versteckt ist.

    • Avatar

      Julious

      4. Juni 2018 21:33 at 21:33

      Ich habe heute Frau Joyce einen Kredit von 7000 Euro gegeben, und ich bin glücklich, jetzt können Sie ihr eine E-Mail schicken, um einen Kredit zu bekommen, weil sie eine echte Darlehensgeberin ist, und sie hat es mir bewiesen, indem sie mir einen Kredit angeboten hat. Dies ist ihre E-Mail an Kontakt (joycesmithloanlendercompany@gmail.com)

  2. Avatar

    BerndL

    27. Februar 2018 17:50 at 17:50

    NIX 50 Euro, sonder nur 27,51 Euro: „…Beim CHECK24 Aktionskredit erhalten Sie 1.000 € und zahlen monatlich 81,04 € an die Bank, insgesamt für 12 Monate 972,49 €. Dies entspricht einem effektiven Jahreszins von -5,0%. …“

    UND das steht nicht für immer in der Schufa, nach Erledigung kann man es löschen lassen.

    Fang ihr auch an nur die Überschriften zu übernehmen ;-)?

    • Avatar

      admin

      27. Februar 2018 18:03 at 18:03

      Danke für Ihren Hinweis. Wir haben soeben eine Ergänzung am Ende des Artikels geschrieben, um dies klarzustellen.

    • Avatar

      Stoxx

      27. Februar 2018 18:34 at 18:34

      Der SCHUFA-Eintrag ist aber dennoch erstmal ein Negativ-Eintrag.
      Selbst wenn man das Darlehen planmäßig/vorzeitig ablöst, bleibt die Information bzw. der Datensatz gespeichert. Löschen lassen geht nicht – es wird als ERLEDIGT markiert, muss aber paar Jahre stehenbleiben.
      Man ist also nach z.B. 12 Monaten/Vertragsende nicht mehr beim gleichen Score wie vor Kreditanfrage.
      Also nicht zu empfehlen mMn.

  3. Avatar

    Denker

    27. Februar 2018 18:19 at 18:19

    „… weil bei ihnen das Auafallrisiko höher ist… “
    Liebe Redaktion, ja Aua machen tut das manchmal auch so ein Kredit;-)

  4. Avatar

    thewinnertakesitall

    27. Februar 2018 23:24 at 23:24

    Mein Schufa Score geht mir zum Glück am Arsch vorbei und ich würde für die 30 Euro bestimmt nicht meine Daten verkaufen oder die Zeit opfern das ganze Prozedere zu durchlaufen, aber es ist schon bitter welche Macht so eine Big Brother AG mittlerweile auf das Verhalten von Menschen ausübt und das obwohl es zu 100% falsch ist, dass sich die Bonität verschlechtert, wenn man sich (mal abgesehen von der Datenweitergabe) absolut vernünftig verhält, geschenktes Geld anzunehmen!

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Arbeitsmarkt nach Corona: Mehr Staatswirtschaft, weniger Industrie

Redaktion

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Von

Büro-Arbeitsplatz

Verschwörungstheorie? Oder nur eine Vermutung? Das „übliche“ neo-liberale Gelaber, welches den Staat verteufelt, und vor noch mehr Staat warnt? Nein, offizielle staatliche Aussagen vom heutigen Tage zeigen, dass am deutschen Arbeitsmarkt in die Staatswirtschaft deutliche Stellenzuwächse erleben wird, während produzierende Betriebe nicht nur jetzt, sondern auch in 2021 weiter Stellen abbauen wird.

Staatswirtschaft im Aufwind, Industrie im Rückzug?

De facto heißt das: Die Angestellten in der Privatwirtschaft müssen (insgesamt gesehen) durch Steuern und Abgaben immer mehr, mehr und noch mehr erwirtschaften und abführen, damit die immer größere Zahl der Arbeitsstellen im Rahmen der Staatswirtschaft auch bezahlt werden kann! Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), eine Forschungseinrichtung der Bundesagentur für Arbeit, hat heute ihre Prognose für den deutschen Arbeitsmarkt für die Jahre 2020 und 2021 veröffentlicht. Und genau aus diesen Aussagen geht folgendes hervor, auszugsweise im Wortlaut:

Die Zahl der Arbeitslosen steigt laut der IAB-Prognose im Jahresdurchschnitt 2020 um 440.000, im Jahr 2021 könnte sie wieder um 100.000 zurückgehen.

Im Produzierenden Gewerbe gab es insbesondere im zweiten Quartal 2020 einen deutlichen Stellenabbau, der auch 2021 anhalten wird. Im Jahresdurchschnitt 2020 fallen hier 160.000 und 2021 nochmal 60.000 Stellen weg.

Beschäftigungszuwächse erwarten die IAB-Forscher dagegen vor allem im Bereich „Öffentliche Dienstleister, Erziehung und Gesundheit“ (jeweils +190.000 in beiden Jahren).

Wird man im Detail die Neueinstellungen bei Staat und öffentlichen Betrieben (zusammen nennen wir das mal die „Staatswirtschaft“) durchgehen, dann wird man im Einzelfall sicher sagen: Ja, diese neue Stelle ist sinnvoll, und die auch, und die auch, und die da… ja dieser neue Job bei dieser Behörde ist auch notwendig. Zum Beispiel mehr Polizisten, mehr Lehrer, mehr Personal für die Gesundheitsämter, mehr Personal für den Zoll für die Kontrollen bei Schwarzarbeit und Einhaltung der Vorschriften bei Fleischbetrieben, mehr Sozialarbeiter etc. Und so könnte man die Liste sicher endlos fortsetzen.

Nur irgendwer muss all das ja auch bezahlen, zusätzlich zu der immens steigenden Staatsverschuldung, die irgendwann ja auch irgendwer mal bezahlen soll. Unterm Strich, da darf man sich sicher sein, wird es heißen: Wir müssen leider, leider die Steuern erhöhen. Geht eben nicht anders? Oder wird man anstatt die Steuern raufzuschrauben, eher auf indirekte Steuern und Sozialabgaben setzen? Was der Bürger nicht so offensichtlich sieht, tut auch nicht so sehr weh?

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Baugewerbe mit Einbruch bei den Auftragseingängen – kein Grund zur Sorge!

Claudio Kummerfeld

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Baugewerbe mit Rückgang bei den Aufträgen

Das deutsche Baugewerbe verzeichnet einen Rückgang der Auftragseingänge. Krise? Weit gefehlt, so möchten wir meinen. Wie heute offiziell vermeldet wurde, sind die Auftragseingänge im Juli im Vergleich zu Juni um 5,6 Prozent gesunken, und im Vergleich zu Juli 2019 um 4,9 Prozent. In den ersten sieben Monaten des Jahres 2020 sank der reale Auftragseingang im Baugewerbe gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,7 Prozent. Warum diese Rückgänge noch kein Problem sind? Nun, die Aussagen der Statistiker deuten dies an.

Denn der Auftragseingang im Juni 2020 war aufgrund von Großaufträgen ungewöhnlich hoch ausgefallen. Und der Auftragseingang im Juli 2019 war der höchste jemals in einem Juli gemessene Wert. Von daher war es für den Juli 2020 auch schwer, im Vergleich zu diesem Rekord-Ausgangswert noch mal eine Steigerung hinzulegen. Und aktuell darf man ja auch noch ergänzen, dass im Zuge der Coronakrise verständlicherweise einige wirtschaftliche Abläufe wie Bauaufträge oder Bauanträge bei Ämtern verschoben werden oder sich verzögern. Wenn man das bedenkt, dann sind diese Auftragsrückgänge im Baugewerbe noch eher mild ausgefallen. So schreiben die Statistiker vom Statistischen Bundesamt auch Zitat „Gründe für diese negative Entwicklung sind neben möglichen Einflüssen der Corona-Pandemie auch das sehr hohe Niveau des Vorjahres“.

Die am Anfang des Artikels genannten Prozentveränderungen waren real, saison- und kalenderbereinigt gerechnet. Die nominalen Veränderungen fielen noch viel kleiner aus. Der Auftragseingang im Baugewerbe betrug im Juli 2020 rund 7,5 Milliarden Euro. Das waren nominal (nicht preisbereinigt) 2,5 % weniger gegenüber dem Höchststand im Juli 2019. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sanken die Auftragseingänge in den ersten sieben Monaten 2020 nominal um 0,5 %.

Grafik zeigt Verlauf der Auftragseingänge im Baugewerbe

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Coronakrise und Insolvenzen: Ab 01.Oktober kommt die Pleite-Welle

Markus Fugmann

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Aufgrund der Coronakrise hat die Bundesregierung bekanntlich beschlossen, das Insolvenzrecht zeitlich begrenzt auszusetzen und damit die Pflicht zur Anmeldung einer Insolvenz ausser Kraft zu setzen – gleichwohl droht nun bereits in der nächsten Woche eine massive Pleite-Welle. Denn ab 01.Oktober müssen jene Unternehmen wieder Insolvenz anmelden, die zahlungsunfähig sind – während überschuldete Firmen erst ab 01.Januar 2021 die Pflicht zur Insolvenz-Anmeldung haben.

Wie viele der von der Coronakrise betroffenen Unternehmen in Deutschland müssen dann als ab nächster Woche Insolvenz anmelden? Volker Römermann, unter anderem Fachanwalt für Insolveznrecht, sagt: über 90% der betroffenen Firmen werden dann ab 01.Oktober Insolvenz anmelden müssen, denn so hoch sei die Zahlungsunfähigkeits-Quote bei allen Insolvenzen – Überschuldung und damit die Pflicht zur Insolvenzanmeldung erst ab 01.Januar 2021 sei dagegen bei weniger als 10% der Fall.

Coronakrise: Jetzt kommt der Schmerz!

Das bedeutet: hunderttausende Firmen in Deutschland werden wohl zeitnah Insolvenz anmelden! Das wird viele Arbeitsplätze kosten. Der durch die Coronakrise ausgelöste Schmerz wurde also lediglich in die Zukunft verschoben – und diese Zukunft und damit der große Schmerz kommt nun also im Oktober, „buchstäblich am 01.Oktober“, sagt Römermann im Interview mit Florian Homm. Zwischen Januar und August diesen Jahres war die Zahl der Insolvenzen in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr sogar rückläufig – da hat sich nun viel aufgestaut, was sich nun in einer Pleite-Welle entladen dürfte!

Und der Schmerz geht dann ab 01.Januar 2021 weiter, denn viele Firmen haben in der Coronakrise noch einmal Kredite aufgenommen, seien aber nicht zuletzt dadurch aussichtslos überschuldet, sagt Volker Römermann:

Ab 01.Oktober schlägt die Coronakrise voll durch - es droht eine Welle von Insolvenzen

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