Die beiden großen Weltmächte USA und China haben durch den Handelskrieg von Donald Trump faktisch ein Handelsembargo gegeneinander verhängt: ist es Zufall, dass im Rahmen dieser Eskalation zunächst US-Staatsanleihen crashten – und heute dann der Dollar? Faktisch erleben wir eine Art „Krieg“: die USA versuchen, ihren großen Konkurrenten China nach unten zu drücken, dessen Wirtschaft vom Export abhängig ist. China aber hat mit dem Crash der US-Anleihemärkte gesehen, wo Trump beginnt zu zucken: es sind die Schulden der USA, die bei einem heftigen Anstieg der Kapitalmarkt-Zinsen nicht mehr refinanzierbar wären. Xi Xinping weiß jetzt: Trump doesn´t have the cards. Und was passiert beim Dollar? Fällt der Greenback weiter, wird das die Inflation in den USA im Rahmen des Handelskriegs weiter verschärfen. Die USA sind vor allem auf den Import von ausländischem Kapital angewiesen – für ihre Schulden und ihre Aktienmärkte. China wiederum hat eine Schwachstelle: es ist nicht in der Lage, Kapital aus dem Ausland anzuziehen..
Hinweise aus Video:
1. Trump ist kein Zufall: Die große Deindustrialisierung, Deutschland und USA
2. Zölle: Darum ist Tump eingeknickt – Die Kehrtwende im Detail
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Ich staunte gestern nicht schlecht, als UST-Renditen von ca. 4,5% im langfristigen Bereich bereits als nahe dem Weltuntergang vermittelt worden sind. Was wird sein, wenn die US-Inflation durch die Zölle bei 5 oder 6% stehen wird? Der Druck auf die Realzinsen ist ja gerade der politische Wille, die Zölle mitsamt dem Re-Industrialisierungsgerede sind nur Mittel dazu. Dies so zu gestalten, dass die Anleihegläubiger die schleichende Entwertung ihrer Forderungen nicht allzu deutlich merken, ist sicherlich sehr schwierig. Vermutlich müssen sich die wesentlichen anderen Anlageklassen noch lausiger entwickeln, damit der Anleihemarkt nicht zusammenbricht. Das dürfte grosso modo gegen eine baldige Erholung der US-Börsen sprechen. Man muss dazu weder ein Trumpversteher sein, noch seinen M. Weber gelesen haben (obwohl beides natürlich nie schadet!).
Die Währung US-Dollar kann zur Zeit kein Kapital anziehen. Trotzdem müsste der US-Dollar weiterhin eine Leitwährung sein. Das Ölgeschäft wird primär in US-Dollar abgerechnet, und von Fall zu Fall in BRICS-Währungen. Letzteres im Rahmen von Ölgeschäften zwischen BRICS-Staaten.