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Kryptomarkt im Risk-off-Modus Krypto-Crash angeführt von Bitcoin: 500 Milliarden ausgelöscht

Krypto-Crash angeführt von Bitcoin: 500 Milliarden ausgelöscht
Grafik: ChatGPT

Ein massiver Bitcoin-Absturz hat den gesamten Kryptomarkt innerhalb weniger Tage erschüttert. In nur einer Woche wurden fast eine halbe Billion US-Dollar an Marktwert bei Kryptowährungen ausgelöscht. Der aktuelle Krypto-Crash verunsichert Anleger weltweit und wirft erneut die Frage auf, ob Bitcoin als „digitales Gold“ gilt.

Krypto-Crash angeführt von Bitcoin

Laut einem Bericht von Bloomberg wrude fast eine halbe Billion Dollar in weniger als einer Woche aus dem Kryptomarkt gelöscht, während ein von Bitcoin angeführter Ausverkauf deutlich an Tempo gewann.

Der gesamte Marktwert aller Kryptowährungen ist seit dem 29. Januar um 467,6 Milliarden US-Dollar eingebrochen, wie Daten von CoinGecko zeigen. Bitcoin fiel am Dienstag auf den tiefsten Stand seit der Wiederwahl von US-Präsident Donald Trump Anfang November 2024, der eine deutlich krypto-freundlichere Regierung einleitete.

Die bekannteste Kryptowährung, die in den USA am Vortag ein 15-Monats-Tief von 72.877 Dollar erreichte, konnte sich am Mittwoch in Asien leicht erholen. Gegen 8 Uhr morgens in Frankfurt notierte der BTC-Kurs bei rund 76.500 Dollar. Dennoch liegt er seit Jahresbeginn bereits 13 % im Minus und ganze 39 % unter seinem Höchststand vom 6. Oktober, als der Kurs über 126.000 Dollar lag.

Krypto-Crash: Abstuz von Bitcoin und Kryptowährungen
Kryptowährungen verlieren seit ihrem Höchststand im Oktober 1,7 Billionen Dollar an Wert

Anlegerstimmung bleibt extrem angespannt

„Die Stimmung ist nach dem jüngsten Crash weiterhin vorsichtig und defensiv. Der Markt bleibt im Risk-Off-Modus, aber das Tempo der Zwangsverkäufe hat im Vergleich zum US-Handelsschluss nachgelassen“, erklärte Rachael Lucas, Analystin bei BTC Markets. Dennoch habe der Fall unter 73.000 Dollar die Stimmung in den Bereich „extremer Angst“ gedrückt.

Die Kursverluste folgen auf eine äußerst volatile Woche an den globalen Finanzmärkten, in der auch Gold und Silber starke Einbrüche verzeichneten. Während Edelmetalle am Dienstag nach jüngsten Verlusten wieder Käufer fanden, blieb diese Unterstützung bei Kryptowährungen aus.

Bitcoin und US-Aktien gaben gleichzeitig nach, da zunehmende Spannungen zwischen den USA und dem Iran Anleger verstärkt in sichere Anlageklassen trieben. Der Nasdaq-100, der eine gewisse Korrelation mit Kryptowährungen aufweist, fiel im Zuge eines von Anthropic ausgelösten Ausverkaufs bei Tech-Aktien zeitweise um 2,4 %, bevor sich die Verluste bei rund 1,6 % stabilisierten.

Zweifel an Bitcoin als „digitales Gold“

Der starke Kurssturz verstärkt die Zweifel daran, ob Bitcoin tatsächlich als eine Art „digitales Gold“ fungieren kann. In einer Phase geopolitischer Unsicherheit und anhaltender Dollar-Schwäche hat sich die Kryptowährung nicht als sicherer Hafen bewährt – ganz im Gegensatz zu echtem Gold, das auf immer neue Rekordniveaus gestiegen ist.

Investor Michael Burry warnte in dieser Woche, Bitcoin sei als rein spekulativer Vermögenswert entlarvt worden und habe es nicht geschafft, sich als Absicherung ähnlich wie Edelmetalle zu etablieren. Sollte sich der Bitcoin-Crash fortsetzen, befürchtet er sogar eine „Todesspirale“ für das gesamte Krypto-Ökosystem.

Historisch habe es immer eine „enorme, fast religiöse Überzeugung“ gegeben, Bitcoin unabhängig von der Lage zu halten, sagte Michael Novogratz, CEO von Galaxy Digital LP, in einer Telefonkonferenz zu den Geschäftszahlen. „Doch irgendwie ist dieses Fieber gebrochen, und plötzlich setzten verstärkt Verkäufe ein.“

FMW/Bloomberg



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