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Ein Funken Hoffnung bleibt Krypto unter Schock: Bitcoin rutscht und Altcoins bluten

Krypto unter Schock: Bitcoin rutscht und Altcoins bluten
Altcoins. Foto: Angel Garcia/Bloomberg

Der Kryptomarkt erlebt derzeit seine turbulenteste Phase seit Jahren: Während die größte Kryptowährung Bitcoin unter entscheidende Marken rutscht und damit ein globales Warnsignal aussendet, geraten zahlreiche Altcoins regelrecht ins Trudeln. Die Volatilität nimmt zu, die Liquidationen häufen sich – und viele Investoren bekommen es spürbar mit der Angst zu tun. In einem Krypto-Umfeld, das von Risikoaversion und schwindendem Vertrauen geprägt ist, rückt der gesamte Markt nun an einen kritischen Wendepunkt.

Krypto: Bitcoin und Altcoins unter Druck

Der anhaltende Ausverkauf am Kryptomarkt zeigt weiterhin kaum eine Spur einer Stabilisierung, und die kleinsten sowie riskantesten Token der Altcoins geraten zunehmend unter erheblichen Druck.

Die bedeutendste Kryptowährung Bitcoin rutschte in der Nacht auf Montag zeitweise unter die Marke von 93.000 Dollar und fiel damit erstmals seit dem Jahresende 2024 unter jenes Niveau, das sie unmittelbar nach dem Wahlsieg von Präsident Donald Trump erreicht hatte. Noch am 6. Oktober hatte Bitcoin ein Rekordhoch von 126.251 Dollar markiert – ein eindrucksvoller Kontrast zur aktuellen Schwächephase, in der der Markt Risiken konsequent meidet. Wie Bloomberg berichtet, sprechen einige Beobachter davon, dass Krypto zuletzt zum „Kanarienvogel im Kohlebergwerk“ geworden sei: der erste Markt, der gezuckt habe, lange bevor die Aktienmärkte ihre eigene Korrektur einleiteten.

Im Vergleich zum strauchelnden Bitcoin gerieten einige der kleineren Altcoins jedoch noch stärker unter Druck. Der MarketVector Digital Assets 100 Small-Cap Index, der die 50 kleinsten digitalen Vermögenswerte innerhalb eines Korbs von 100 abbildet, rutschte am Sonntag auf den niedrigsten Stand seit 2020 und verdeutlicht damit die ausgeprägte Schwäche im spekulativsten Segment des Kryptomarktes.

Dieser Tiefpunkt kam zu einem Zeitpunkt, an dem Bitcoin – die größte Kryptowährung weltweit – seinen erst kürzlich erzielten Jahresgewinn von rund 30% vollständig auslöschte, nur wenige Wochen nachdem ein neues Allzeithoch erreicht worden war. Als wichtiges Stimmungsbarometer für besonders spekulative Anlagegelüste geraten sogenannte Altcoins deutlich stärker ins Hintertreffen und bleiben 2025 weit hinter ihren größeren Pendants zurück.

Institutionsströme verändern die Marktmechanik

Während früherer Bullenmärkte konnten Small-Cap-Token oftmals ihre Large-Cap-Konkurrenten übertreffen, getragen von der Gier der Trader nach hochriskanten, aber potenziell lukrativen Wetten. Dieser Trend jedoch kehrte sich im vergangenen Jahr um, nachdem die USA börsengehandelte Produkte (ETPs) auf Bitcoin und Ether genehmigten – Instrumente, die seither zu einem zentralen Magneten für institutionelle Kapitalflüsse geworden sind.

In den vergangenen fünf Jahren ist der Small-Cap-Index nahezu 8% gefallen, während sein Pendant im Large-Cap-Bereich um rund 380% gestiegen ist. Das unterstreicht eindrucksvoll, wie deutlich dieser Marktbereich aus der Gunst der Anleger gefallen ist und wie stark sich die Wahrnehmung im Krypto-Sektor verschoben hat.

Privatanleger wirkten laut Pratik Kala, Portfoliomanager beim australischen Hedgefonds Apollo Crypto, zunehmend lernfähig. „Eine steigende Flut hebt nicht alle Boote — sie hebt nur die qualitativ hochwertigen“, sagte er. Dieser Satz beschreibt präzise, warum Altcoins in der aktuellen Marktphase besonders leiden.

Krypto-Markt: Bitcoin fällt, Altcoins bluten - Kryptowähurngen unter Druck
Altcoins weiten ihre Underperformance aus

Nach dem Crash: Risikobereitschaft bricht ein

„Der breitere Kryptomarkt ringt weiterhin mit den Nachwirkungen des heftigen Einbruchs vom 10. Oktober, der rund 19 Milliarden US-Dollar an Liquidationen auslöschte und mehr als 1 Billion US-Dollar an Marktwert quer über sämtliche Kryptowährungen vernichtete. Seither ist die Risikobereitschaft der Anleger massiv zurückgegangen, und viele Marktteilnehmer machen weiterhin einen großen Bogen um die spekulativsten Segmente – insbesondere dort, wo Altcoins dominieren und Bitcoin längst nicht mehr als stabilisierender Anker fungiert. Einen zaghaften Hoffnungsschimmer gibt es jedoch: die weitverbreitete Furcht im Markt. Der Krypto-Angst und Gier-Index von CMC ist mittlerweile in den Bereich der „extremen Angst gefallen – ein potenzieller Kontraindikator, der zumindest die Aussicht auf eine technische Erholung in den kommenden Wochen nicht ausschließt.“

FMW/Bloomberg



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1 Kommentar

  1. Ob der US-Präsident langsam nervös wird? Sein Unternehmen soll 11.500 Bitcoin haben und seine Familie ist noch stärker investiert. Wird wohl langsam Zeit gute Nachrichten zu produzieren, um so mit Gewinn aussteigen zu können.

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