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Kryptowährungen: Bitcoin an psychologisch wichtiger Marke, Ethereum vor Widerstand, und die Frage nach dem fallenden Messer

Viele Spekulanten die einfach Geld in alle möglichen Kryptowährungen geworfen haben – egal ob diese Potenzial haben oder nicht, waren gezwungen nun…

Redaktion

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FMW-Redaktion

An den Kryptobörsen hat sich die Situation etwas beruhigt. Es ist zwar noch zu früh um von einer Erholung zu sprechen. Immerhin sinken die Kurse aber nicht mehr. Die jüngste Korrektur kann sich außerdem auch als gesund erweisen. Viele Spekulanten die einfach Geld in alle möglichen Kryptowährungen geworfen haben – egal ob diese Potenzial haben oder nicht, waren gezwungen nun auszusteigen. Es war klar, dass die rapiden Kursanstiege nicht nachhaltig sind. Für die Krypto-Community wäre es auch besser, wenn die Spekulationen etwas zurückgehen würden.

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Was wahrscheinlich geschehen wird, ist dass nach dem großen Crash mehr Geld in die bewährten Kryptowährungen fließen wird – wie Bitcoin und Ethereum. Viele der kleineren Kryptowährungen dürften in diesem Jahr verschwinden oder viel an Wert verlieren.

Was sagen die Charts?

Bitcoin befindet sich wieder über der psychologisch wichtigen Marke über $10.000. Der RSI zeigt bei der wichtigsten der drei Kryptowährungen an, dass Bitcoin kurzfristig etwas überverkauft ist. Das Level, welches Händler im Auge behalten sollten ist $12.080. Ein klarer Durchbruch über dieser Marke würde eine Erholung bis zu mindestens $14.000 signalisieren.

Ethereum konsolidiert zurzeit rund um die Marke von $1000. Starker Widerstand befindet sich im Bereich zwischen $1000 und $1075. Diesen muss ETH/USD überwinden können, um den ETH-Bullen Hoffnung auf eine Fortsetzung der Rally zu geben. Der nächste größere Widerstand würde dann erst bei $1250 liegen.

Ripple testet den Widerstand bei $1.40 (23.6 % Fibonacci vom Allzeithoch bis zum jüngsten Tief). Der größere Widerstand liegt jedoch bei $2.00, und es wird nicht einfach sein, diesen zu durchbrechen.

Kryptowährungen am Scheideweg zwischen günstigem Einstieg und Griff ins fallende Messer

Diese Frage stellen sich zurzeit viele: Ist dies nun eine Möglichkeit Kryptowährungen „günstig“ zu kaufen? Eine klare Antwort gibt es nicht. Zuerst einmal kann man keinen „Fair Value“ für die Kryptos feststellen. Außerdem wird der Markt von Spekulanten beherrscht, die nur kurzfristige Gewinne als Ziel haben. Es gibt nur wenige langfristige Investoren, die sich wirklich Zeit nehmen die jeweiligen Kryptowährungen und den Business Case dahinter zu analysieren. Daher ist es nicht verwunderlich, dass es sehr leicht zu einer Panik an den Krypto-Börsen kommen kann.

Im Trading gilt: „Don´t catch a falling knife“ – und das gleiche trifft auch auf die Kryptowährungen zu. Die beste Strategie ist es abzuwarten bis es klare Signale für eine Fortsetzung der Rally gibt. Die Kryptospekulanten benehmen sich wie ein Herd. Es macht Sinn während einer starken Rally und dem richtigen Momentum zu kaufen, und nicht während der ganze Markt kollabiert. Wie gesagt – bei einer Aktie könnte man leicht feststellen wo ungefähr der faire Wert liegt, und es gibt professionelle Anleger die schnell feststellen würden, wann eine Korrektur zu weit gegangen ist. Bei den Kryptowährungen ist das unmöglich.

Es macht daher Sinn die Kryptowährungen zu meiden, bis sich die Situation beruhigt hat (außer man will auch Short handeln). Solch eine Korrektur kann außerdem auch gesund für den Markt sein. Es gibt zu viele Kryptos, die fast gar kein Potenzial haben, aber viele Spekulanten wollten in so viel Kryptowährungen wie möglich einsteigen. Nach dieser Korrektur könnten wir eine Konsolidierung sehen – ein Teil der kleineren Kryptowährungen wird verschwinden und mehr Geld wird in die ernsthaften Währungen fließen – wie Ethereum und Ripple.

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Allgemein

Marc Friedrich mit 5 Top-Investment-Ideen für die nächste Dekade

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Marc Friedrich

Der Bestsellerautor Marc Friedrich spricht in seinem aktuellen Video „Der größte Vermögenstransfer der Geschichte“ über viele aktuelle Kapitalmarktthemen. Vor allem geht es um die große Anfeuerung von bestimmten Assetklassen, verursacht durch die immer größeren Gelddruck-Orgien der Notenbanken.

Marc Friedrich mit 5 Investment-Ideen

Im späteren Verlauf des Videos spricht Marc Friedrich seine fünf Top-Investment-Ideen für die nächste Dekade an. Auffällig dabei ist, dass die Kategorien Aktien und Immobilien nicht dazu gehören. Eben diese Assetklassen haben die letzten Jahre massiv von der Geldschwemme der Notenbanken profitiert. Marc Friedrich präferiert Gold, Silber, Bitcoin, Minenaktien und Diamanten. Gut, es sind doch Aktien vertreten, aber nicht als Gesamtkategorie, sondern nur weil es um Firmen geht, die Rohstoffe aus dem Boden holen.

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Marc Friedrich spricht auch ganz konkret an, warum diese Ideen nach seiner Meinung die besten Investment-Ideen der nächsten Jahre sein sollen. Sie würden andere Assetklassen in der nächsten Dekade des „Vermögenstransfers“ outperformen. Sie seien (und das ist ein wichtiger Aspekt) begrenzt durch die Natur (Edelmetalle) oder durch die Mathematik (Bitcoin). Tja, und in der Tat, andere Assets wie das Fiat-Geld auf Bankkonten kann beliebig stark vermehrt werden. Je mehr Geld, desto stärker der Verwässerungseffekt, und desto stärker womöglich in Zukunft der Vertrauensverlust der Bürger in das Finanzsystem? Und alles was in seiner Menge limitiert ist, wird immer begehrter?

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Eine mögliche höhere Volatilität im Dax um die 13.000 Punkte wird im folgenden Video besprochen. Ebenso bespricht Manuel Koch mit einem Experten die Aussicht, dass sich der Bitcoin als zusätzlicher Sicherer Hafen neben Gold etablieren könnte. Notwendig sei ein grundsätzliches Vertrauen der Anleger in die Technik des Produkts, so der Experte. Auch werden im Video Empfehlungen der trading-house Börsenakademie zu den Aktien von Apple und Visa besprochen und im Detail erläutert.

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Bitcoin: Kommt der echte Konkurrent aus China?

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Symbolbild für den Bitcoin, der nur elektronisch existiert

Es gibt tausende verschiedene Kryptowährungen, doch keine kann es bis heute mit Bitcoin aufnehmen. 65 Prozent der gesamten Marktkapitalisierung von mehr als 5.500 Kryptowährungen entfällt auf Bitcoin. Doch in China, wo ohnehin schon ein enormer Marktanteil auf digitales Bezahlen mittels Handy-Apps entfällt, entsteht jetzt eine Kryptowährung, die es mit Bitcoin aufnehmen könnte, ohne mit Bitcoin viele Gemeinsamkeiten zu haben.

Bitcoin und Co. sind bei Chinas Machthabern verpönt, da sie schwer zu kontrollierende Kapitalflüsse darstellen. Da es keinen freien Kapitalverkehr zwischen China und der Welt gibt und auch im Inland am besten alle Zahlungsflüsse kontrolliert werden sollen, standen Kryptowährungen lange auf der Abschussliste. Mining-Farmen galten sogar als im Land unerwünschte Branchen, Farmen wurden ab Januar 2018 geschlossen und Bitcoin selbst wurde ab Dezember 2013 schrittweise verboten. Ab September 2017 ist der Betrieb von Tradingplattformen für Kryptowährungen untersagt.

Inzwischen hat sich die Meinung etwas geändert. Bestehende Kryptowährungen sind noch immer verpönt. Doch die Staatsführung hat erkannt, dass Kryptowährungen wie Bitcoin perfekt nachvollziehbare und bis in alle Ewigkeit gespeicherte Zahlungsmittelflüsse abbilden, wenn bekannt ist, wem welche Wallet gehört. Staatlich kontrollierte Kryptowährungen wären somit das perfekte Überwachungsinstrument.

Chinas Bitcoin-Alternative heißt DCEP

Daher hat sich die Stimmung in der Führung inzwischen merklich gewandelt. Im November 2019 fand sogar ein Blockchain-Gipfel in China statt. Ziel ist die Erforschung und Entwicklung einer eigenen, chinesischen Alternative zu Bitcoin. Inzwischen begann bereits ein Pilotprogramm in vier Städten mit einer digitalisierten Version der staatlichen Währung Renmbini, genannte DCEP. Für die chinesischen Bürger entfallen dabei alle Vorteile, die klassische Kryptowährungen bieten, ohne dass die staatliche Kryptowährung dafür im Tausch neue Vorteile gegenüber zum Beispiel Bitcoin böte. Eine digitalisierte Form der staatlichen Währung können die Menschen schließlich bereits mit zum Beispiel Alipay oder WeChat nutzen.

Um die neue staatliche Währung unter die Menschen zu bringen, bedient sich die Regierung daher eines Tricks: Staatliche Leistungen werden in der neuen Kryptowährung ausgezahlt, was die Menschen dazu zwingt, diese neue Währung auch einzusetzen. Damit hat die Regierung auch die Möglichkeit, die neue Kryptowährung im Rekordtempo zu einem global unerreichten Marktanteil zu verhelfen. In letzter Konsequenz könnten z.B. Steuerzahlungen als Kryptowährung gefordert werden, was dann jeden chinesischen Steuerzahler zwänge, die Währung nicht nur einzusetzen, sondern auch einzunehmen.

In China ist die Bevölkerung bereit für digitale Zahlungsabwicklung

Schon ohne staatlichen Zwang werden 16% des chinesischen Bruttoinlandsprodukts mit Alipay und Co. abgewickelt, also privaten Handy-Apps. Mit staatlichem Zwang ließe sich der Anteil des digitalen Renminbi sicherlich auf noch deutlich größere Anteile heben. Damit bestünde für China dann auch die Möglichkeit, internationale Transaktionen ohne die Nutzung westlich dominierter Systeme wie Swift oder den Umweg über den US-Dollar abzuwickeln. Schon heute können chinesische Touristen in Westeuropa mit chinesischen Apps bezahlen. Künftig könnten zum Beispiel auch vom Westen sanktionierte Staaten wie der Iran auf die chinesische Bitcoin-Alternative umschwenken.

Ziel des digitalen Renminbis ist, dass er ohne Bankkonto auskommt. Die Wallet ist in diesem Fall das Konto. Noch immer gibt es in China 225 Millionen Menschen ohne Bankkonto. Gleichzeitig gibt es aber mehr Mobilfunkverträge als Einwohner. Die chinesische Bitcoin-Alternative wäre insofern ein Entwicklungsprogramm, das hunderten Millionen Menschen erstmals Zugang zu einem kontoähnlichen Produkt böte.

DCEP hat wenig Gemeinsamkeiten mit Bitcoin und Co.

Mit den von Krypto-Fans propagierten Vorteilen einer Kryptowährung hat DCEP natürlich fast nichts mehr gemeinsam. DCEP ist vollständig staatlich kontrolliert, die Geldmenge ist prinzipiell unbegrenzt und es gibt keine Blockchain. Insofern hat DCEP mehr mit Handy-Payment-Apps gemeinsam als mit Bitcoin und Co.

Sollte sich DCEP jedoch durchsetzen, stünde die Frage im Raum, wozu es die technisch deutlich aufwendigeren Kryptowährungen überhaupt noch braucht. Zweifelsohne verbrauchen die meisten Kryptowährungen Unmengen an Strom, um die kryptographischen Berechnungen durchführen zu können, die für den Betrieb der Blockchains erforderlich sind. Am Ende könnte also eine digitale Währung, die mit Kryptowährungen kaum etwas gemeinsam hat, den Stern der Kryptowährungen zum Sinken bringen.

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