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Kryptowährungen: Aktienbörse Nasdaq will auf den Zug mit aufspringen

Bereits Ende 2017 waren die beiden bedeutendsten US-Terminbörsen CME und CBOE mit aufgesprungen auf den Zug der Kryptowährungen. Mitten im explodierenden Hype legten sie beiden regulierten Börsen Futures für...

FMW-Redaktion

Bereits Ende 2017 waren die beiden bedeutendsten US-Terminbörsen CME und CBOE mit aufgesprungen auf den Zug der Kryptowährungen. Mitten im explodierenden Hype legten sie beiden regulierten Börsen Futures für den Bitcoin auf. Das war die erste wirklich ernsthafte und große Legitimierung für die Kryptowährungen. Denn eine Terminbörse die einen Future-Kontrakt konstruiert, benötigt ja immer einen realen Basiswert, auf den sich das Derivat beziehen kann.

Von daher war es eine indirekte Bestätigung durch die Terminbörsen, dass der Bitcoin als Basiswert anscheinend doch irgendeinen realen Wert darstellt. Welchen Wert auch immer – darüber lässt sich streiten! Jetzt springt die nach der New York Stock Exchange zweit wichtigste US-Aktienbörse Nasdaq mit auf den Zug für Kryptowährungen auf.

Deren Chefin Adene Friedman ließ bei CNBC durchblicken, dass man beabsichtige in Zukunft auch eine Plattform für den Handel mit Kryptowährungen werden zu wollen. Natürlich brauche es bis dahin noch etwas Zeit. Die Investoren (damit meint sie vor allem die Privaten) wünschten sich besser regulierte Plattformen für Kryptowährungen, wo sie im Handel fair behandelt werden.

Man kann davon ausgehen, dass die Nasdaq als gigantischer Handelsplatz für Aktien nicht nur einen Platz für Bitcoin schaffen wird, sondern gleich für eine ganze Reihe der wichtigsten Kryptowährungen wie Ripple, Ethereum etc. Das wäre der noch viel größere Schub für die ganze Krypto-Branche als die bisherige Aufnahme von Bitcoin als Future-Kontrakt.

Die Nasdaq ist schon jetzt im Krypto-Markt aktiv

Dass die Nasdaq nicht nur über die Zukunft redet, sieht man aktuell auch an der verkündeten Partnerschaft der Nasdaq mit der Krypto-Plattform Gemini. Sie wurde 2014 gegründet von den (legendären?) Winklevoss-Zwillingen. Die beiden hatten (mutmaßlich) die Idee für ein soziales Netzwerk, das man heute als Facebook kennt. Mark Zuckerberg soll ihnen damals angeblich zumindest die Grundidee gestohlen haben. Es wurde nie nachgewiesen, aber es ist in der Szene ein offenes Geheimnis, dass die beiden eine Millionen-Zahlung erhielten um nicht weiter gegen Zuckerberg vorzugehen.

Aber wie auch immer. Die Winklevoss-Zwillinge waren schon früh im Krypto-Markt aktiv und besitzen heute ein gigantisches Vermögen in Bitcoins. Ihre Firma Gemini half Ende 2017 der Terminbörse CBOE den Terminkontrakt für Bitcoins aufzulegen. Heute nun wird die Partnerschaft mit der Nasdaq verkündet. Man wird von nun an die Nasdaq-Technologie („SMARTS Market Surveillance Technology“) benutzen um die Preisbildung bei Kryptowährungen besser überwachsen zu können. Wie man es aus dem Text heraus liest, will man so versuchen eine fairere Preisfindung zu ermöglichen.

Nasdaq will sich an die Kryptowährungen herantasten
NASDAQ MarketSite TV-Studio in New York. Foto: Luis Villa del Campo (CC BY 2.0)



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