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Krypto-Währungen

Kryptowährungen: Auf dem Weg zum Bargeldersatz?

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Kryptowährungen Symbolbild

Am vergangenen Donnerstag berieten sich die Finanzminister der EU-Staaten und kamen zu dem Ergebnis, dass sie private Währungen wie Facebooks Libra vorerst nicht genehmigen wollen. Zunächst seien alle rechtlichen und regulatorischen Risiken zu identifizieren und einzuhegen. Dabei deutet sich schon jetzt an, dass gewichtige Mitglieder wie Deutschland die Risiken schon ohne Vorabprüfung als so groß ansehen, dass sie lieber keine Genehmigung wünschen. So ist Deutschlands Finanzminister Olaf Scholz der Ansicht, dass Währungen doch bitte Aufgabe des Staates bleiben sollten. Und die Kryptowährungen? Immerhin hat die BaFin gerade erst verkündet das Krypto-Verwahrgeschäft regulieren zu wollen!

Dass die USA seit mehr als 100 Jahren wunderbar mit einer Währung auskommen, deren Geldpolitik vom Bankensystem selbst bestimmt wird, scheint er dabei vergessen zu haben. Das Federal Reserve System besteht aus zwölf regionalen Federal Reserve Banks. Geschäftsbanken bekommen Zugang zum Federal Reserve System, indem sie Anteile an der für sie zuständigen regionalen Federal Reserve Bank kaufen und damit Stimmrechte in der Federal Reserve Bank erlangen. Die Geschäftsbanken bekommen auch den auf ihren Aktienanteil entfallenden Gewinn der Federal Reserve Bank ausgeschüttet. Jede regionale Federal Reserve Bank, die im Besitz der regionalen Geschäftsbanken ist, entscheiden über das Federal Open Market Committee über die Geldpolitik mit. Mithin ist die Währung US-Dollar nicht Aufgabe des Staates, sondern Aufgabe der privaten Banken in den USA.

Auch die von der Europäischen Zentralbank verwaltete Währung Euro ist nur bedingt staatlich. Kein Euro-Staat kann der EZB direkte Weisungen erteilen und die EZB ist weitgehend frei in ihren Entscheidungen, wenngleich der entscheidungsbefugte EZB-Rat mit den Präsidenten der nationalen Zentralbanken besetzt ist.

Nicht Kryptowährungen generell sind unerwünscht, sondern private Kryptowährungen!

Weshalb Olaf Scholz eine solche Aversion ausgerechnet gegen Facebooks Libra hat, ist unbekannt. Libra soll schließlich an den Wert eines Währungskorbes bestehend aus diversen nationalen Währungen gebunden werden. Facebook kann also gerade nicht eigenständig über Geldmenge und Geldwert bestimmen, sondern ist vollständig abhängig von den nationalen Währungen.

Im Übrigen gibt es durchaus wohl begründete Ansichten, dass eine Währungsvielfalt sogar systemstabilisierend wirken kann. Schließlich gibt es eine lange Historie von Problemen, die staatliche Währungen nicht nur nicht lösten, sondern sogar erschufen. Die Hyperinflation in Deutschland zum Beispiel. In vielen Ländern der Erde existieren derzeit mindestens zwei Währungen nebeneinander: Die offizielle, staatliche Währung des Landes, mit der Steuern bezahlt werden müssen und eine zweite, ausländische Währung, deren Wertstabilität die Bevölkerung stärker vertraut als der offiziellen Landeswährung. Die Werke von Bernard Litaer zu Komplementärwährungen seien an dieser Stelle als Leseempfehlung erwähnt.

Deutsche Bank: Bis 2030 200 Millionen Benutzer von Wallets für Kryptowährungen

Die Deutsche Bank veröffentlichte derweil ein Zukunftskonzept für das Jahr 2030, in dem auch Kryptowährungen ein Kapital gewidmet wurde. Aufhänger ist die Ankündigung Chinas einer staatlichen Kryptowährung. Praktischerweise verbot China zuvor Kauf und Verkauf aller anderen Kryptowährungen, mit denen Chinesen Kapital außer Landes schaffen konnten. Die geplante chinesische Kryptowährung soll nicht nur von der Chinesischen Zentralbank emittiert werden, sondern auch sämtliche dafür geeigneten Wallets von staatlichen Stellen zur Verfügung gestellt werden.

Andere Medien behaupten, die Deutsche Bank hätte proklamiert, bis 2030 würden Kryptowährungen das Bargeld ersetzen. Tatsächlich geht die Deutsche Bank in der Studie aber nur davon aus, dass bis 2030 200 Millionen Krypto-Wallet Benutzer existieren werden. Das ist wohl kaum ausreichend, um Bargeld bis 2030 zu ersetzen.

Mehr noch: Die Deutsche Bank geht davon aus, dass sich Wallets für Kryptowährungen in den ersten 25 Jahren ihres Bestehens langsamer durchsetzen als das Internet in den 25 ersten Jahren seines Bestehens. Für mich liest sich das eher Kryptowährungs-skeptisch denn euphorisch.

Ob die Abschaffung des Bargelds selbst bei einer schnelleren Durchsetzung von Wallets in jedem Land gelingt, insbesondere in Deutschland, darf bezweifelt werden. Andere Länder sind jedoch schon jetzt auf dem besten Wege in die Abschaffung des Bargeldes. Schweden will bis 2030 eine bargeldlose Gesellschaft werden. Schon heute werden dort 80% aller Transaktionen ohne Bargeld abgewickelt. In Deutschland sind es noch etwas weniger als 50%.

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Bitcoin

Lohnt sich der Handel mit Kryptowährungen noch?

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Kaum zu glauben, dass Bitcoin bereits 2009 das Licht der Welt erblickte und seitdem die ganze Welt verändern sollte. Zu Beginn waren Kryptowährungen wie Bitcoin nur etwas für Außenseiter oder Freaks. Kaum jemand konnte sich vorstellen, dass Bitcoin eine derart große Rolle auf dem weltweiten Finanzmärkten spielen würde.

Doch Bitcoin blieb nicht die einzige Kryptowährung, sondern es kamen weitere hinzu. Natürlich bleibet Bitcoin die bekannteste virtuelle Währung, jedoch konnten sich auch andere Währungen einen Namen machen. Bekannt sind unter anderem:

– Ipple
– EOS
– Litecoin
– Bitcoin Cash
– Etherum
– Etc.

Kryptowährungen Bitcoin Beispielfoto
Quelle: pixabay

Diese Liste lässt sich natürlich noch weiterführen, da auch immer wieder neue Kryptowährungen hinzukommen. Immer mehr Menschen investieren daher in die geheimnisvollen Währungen. Viele von ihnen mussten allerdings auch schon die leidvolle Erfahrung machen, dass Kryptowährungen auch mit einem hohen Risiko verbunden sind. Kryptowährung kaufen bedeutet auch, sich der Unberechenbarkeit dieser Währungen auszusetzen. Hohe Schwankungen kommen teilweise täglich vor.

Besonders die Jahre 2017 und 2018 waren sehr turbulent und es gab hohe Schwankungen. Zeitweise kostete nur ein Bitcoin bereits 20.000 US-Dollar. Dann gab es aber auch wieder einen Absturz und Bitcoins liegen im Moment immer bei etwa 7.000 bis 8.000 Dollar. Experten sprechen sogar davon, dass Bitcoin verhältnismäßig stabil geworden ist und es keine allzu großen Schwankungen mehr gibt. Doch lohnt sich dann überhaupt noch die Investition in Kryptowährungen?

Hat man den Zug der Kryptowährungen jetzt endgültig verpasst?

Nein, so äußern sich Experten immer wieder. Man sollte nur jeden Morgen mit der Erwartung aufstehen, dass es doch wieder einen Kursabfall geben könnte. Dabei muss man gar nicht immer in die klassische Alternative also Bitcoin investieren, sondern kann auch eine andere Kryptowährung handeln.

Beispielsweise kann man Bitcoin Cash kaufen und so noch Gewinne einfahren. Ähnlich wie im Aktienhandel wo man sich fragt, welche Aktie soll ich kaufen, was ist die beste Aktie für mich? Fragt man sich bei den Kryptowährungen auch, welche Kryptowährung kaufen? Viele Menschen raten dazu, sich eine Kryptowährung auszusuchen, in die man gerne investieren möchte.

Dabei ist es besonders wichtig, dass man regelmäßig investiert, also nicht alles zu einem festen Zeitpunkt, sondern monatlich eine bestimmte Summe. Damit kann man eventuelle Schwankungen und auch Abfälle gut regulieren. Bei Kryptowährungen darf man sich selbst nur nie sagen, dass man den Zug verpasst hätte und man jetzt ja Millionär sein könnte. Das ist die falsche Herangehensweise. Selbst wenn man nach den ersten Erfolgen erst 2014 investiert hätte, konnte man noch einen ordentlichen Gewinn einfahren.

Bei Kryptowährungen hat man den Zug also nie so wirklich verpasst, sondern kann immer noch investieren.

Wie kann man in Kryptowährungen investieren?

Fest steht, dass Kryptowährungen definitiv noch kein sinkendes Schiff sind und man trotzdem noch sehr gut investieren kann. Doch man muss nicht einfach nur einem Bitcoin Club beitreten und kauft dann Bitcoins, sondern es gibt auch noch einige andere Optionen, um bei den Kryptowährungen mitzumischen.

Wer sich die Kryptowährungen erst einmal anschauen möchte, der sollte sich immer auf verschiedenen Handelsplattformen umschauen und die Kurse der virtuellen Währungen über einige Wochen beobachten. Dafür eignet sich beispielsweise 500plus.

Inzwischen wird nicht mehr nur von einer Kryptowährung Börse gesprochen, sondern beinahe jedes Handelsplattform arbeitet auch mit den Währungen. Gerade zu Beginn spielte aber nicht nur der einfache Kauf von Bitcoins eine Rolle, man konnte sie nämlich einfach so und ziemlich günstig erwerben, sondern auch das sogenannte Mining. Dabei ging es darum, sich die Münzen „zu verdienen“, indem man die Rechenleistung seines Rechners zur Verfügung stellte. Denn genau solche Rechner braucht Bitcoin, um funktionieren zu können.

Allerdings lohnt sich das Mining heute kaum noch, obwohl einst sogar ganze Hallen mit Rechnern entstanden sind, um Bitcoins zu generieren. Denn es gibt eine Höchstzahl an Bitcoins, die niemals überschritten wird. Das sind knapp 21 Millionen.
Es gibt also mehrere Möglichkeiten an Bitcoins zu kommen. Insgesamt kann man in alle Kryptowährungen so investieren, wie man es bei Aktien auch tun würde.

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Bitcoin

Bitcoin: Das Interesse an Optionen ist gering

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Ein ausgedachtes Symbolbild für den Bitcoin - Optionen wenig nachgefragt

Lange wurden sie erwartet und zum Schluss gab es sogar einen Wettstreit darum, wer zuerst Optionen auf den Bitcoin herausgeben würde. Und als es an der Chicago Mercantile Exchange (CME), der weltgrößten Warenterminbörse, gestern endlich soweit war, fehlte schlicht das Interesse von Investoren und Tradern!

Lediglich 54 Kontrakte, stellvertretend für 270 Bitcoins, wurden am ersten Handelstag gehandelt. Die Kontrakte wurden schlicht ignoriert. Das wundert aber nicht. Entgegen dem Hype um Krypto-Derivate ist auch das Handelsvolumen in den Bitcoin-Futures, die den Optionen zugrunde liegen, sehr gering. Im Januar- und Februar-Kontrakt wechselten einige Tausend Kontrakte den Besitzer. Dagegen wurden fast eine Million E-Mini S&P 500 Futures und fast 50.000 Optionskontrakte gehandelt.

Die Idee war gut, doch der Markt ignoriert sie

Dabei hat der Handel von Bitcoin-Derivaten durchaus Vorteile gegenüber dem Handel der Bitcoins selbst. So haben die meisten professionellen Anleger strikte Anlagerichtlinien. Ein Fonds oder Vermögensverwalter kann nicht einfach für einen Kunden eine Wallet anlegen und mit Kundengeld Bitcoins kaufen. In der Regel liegt das Kundengeld bei einer Depotbank, alle Transaktionen müssen bei der Depotbank durchgeführt und die gekauften Anlagen dann auch bei dieser Depotbank verwahrt werden. Eine Krypto-Wallet scheidet daher in den meisten Fällen aus. Futures und Optionen an der CME können hingegen problemlos in den etablierten Strukturen für Wertpapiertransaktionen erworben, verwahrt und verkauft werden, sofern der institutionelle Anleger die Erlaubnis seiner Kunden hat, Kryptowährungen als Basiswert und Derivate als Instrument zu handeln.

Lesen Sie an dieser Stelle einen Artikel mit der grundsätzlichen Frage, ob es 2020 einen großen Schub im BTC geben wird.

Zudem lassen sich vor allem mit Optionen diverse Handelsstrategien leicht abbilden, die mit dem Basiswert Bitcoin selbst nicht möglich wären. So könnten Anleger und Trader mit Optionen Nutzen aus der zuweilen sehr hohen Volatilität von Bitcoin ziehen, indem Optionen verkauft werden. Der Optionspreis hängt schließlich immer auch von der Volatilität des Basiswerts ab. Je höher die ist, umso bessere Verkaufspreise lassen sich für Optionen erzielen. Die Idee, Optionen und Futures anzubieten, war also durchaus gut und naheliegend. Was fehlt, ist schlicht das Interesse institutioneller Anleger.

Ältere Bitcoin Optionen werden noch seltener gehandelt

Neben der CME gibt es auch noch Bitcoin Optionen an der Intercontinental Exchange (ICE). Dort werden Optionen auf den Bakkt Bitcoin Future gehandelt. Bakkt hat sich darauf spezialisiert, Bitcoin-Derivate anzubieten, an deren Endfälligkeit die physische Lieferung des Basiswerts steht. Mit physischer Lieferung ist gemeint, dass bei Fälligkeit der Kontrakte kein Wertausgleich in einer nationalen Währung stattfindet, sondern Bitcoins geliefert werden oder geliefert werden müssen. Die Optionen auf den Bakkt Bitcoin Future gibt es schon einige Wochen länger als die Optionen an der CME. Doch auch die Bakkt Optionen werden vom Markt ignoriert. Das an sich schon geringe Handelsvolumen an der CME am ersten Tag war bereits ausreichend, um das gesamte Handelsvolumen in den Bakkt Optionen seit der Auflegung Anfang Dezember 2019 zu übertreffen.

Das geringe Interesse institutioneller Anleger an den Derivaten steht in starken Kontrast zu den Erwartungen an die Produkte und auch zur Investmentstory, die Krypto-Fans immer wieder erzählen. Regulierer stellten sich lange gegen Derivate auf Kryptowährungen. Besser gesagt: Sie stellen sich noch immer dagegen. So wird in Großbritannien ein Verbot von Derivaten auf Kryptowährungen diskutiert. Doch das geringe Interesse an diesen Produkten zeigt, dass die Sorgen der Regulierer unbegründet sind. Was kaum gehandelt wird, kann auch keine Risiken für Verbraucher, Anleger und Märkte bedeuten.

Aber auch Krypto-Fans bekommen vom kaum vorhandenen Handelsvolumen einen kräftigen Dämpfer verpasst. Institutionelle Anleger und Trader stellen den Großteil des an den Kapitalmärkten aktiven Kapitals. Was die institutionellen Anleger ignorieren, hat kaum eine Chance, globale Verbreitung und Dominanz zu erlangen. Genau die ist in Kryptówährungen wie Bitcoin und Ethereum aber bereits eingepreist und wird stets als Kaufgrund angeführt. Die in der Regel besser informierten institutionellen Anleger haben offensichtliche arge Zweifel an der Investmentstory rund um Kryptowährungen. Zumindest im Hinterkopf behalten und beim Anlegen langfristiger Positionen bedenken sollten Sie das. Als Trading-Instrument zum Erzielen schneller Gewinne, dafür sind Kryptowährungen sehr gut geeignet, als Langfristanlage vielleicht weniger gut.

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Aktien

Dax auf Rekordkurs, Gold-Turbulenzen, Ideen zu Bitcoin und Palladium

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Der gute Jahresstart im Dax ist das Thema im Wochenrückblick von Sissi Hajtmanek und Manuel Koch im folgenden Video. Auch wird der statistische Vergleich besprochen, ob das gesamte Börsenjahr 2020 gut verlaufen wird nach diesem tollen Start. Die starken Turbulenzen im Gold sind natürlich auch ein Thema. Das Unterhaus in London hat dem Brexit für das Datum Ende Januar nun endgültig zugestimmt. Das Thema hat seinen Schrecken für die Börse nun endgültig verloren. Ängste sind eingepreist. Besprechen tun die beiden auch zwei Empfehlungen der Trading House Börsenakademie. Der Bitcoin hat nach monatelanger Schwäche jüngst spürbar zugelegt. Ein konkreter Einstiegspunkt mit einem Kauf-Limit wird angesprochen. Das Edelmetall Palladium hat letztes Jahr schon gut zugelegt. Hier gibt es eine Kauforder zu aktuellen Kursen. Der derzeitige Trend soll weiter laufen.

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