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Kryptowährungen: BaFin veröffentlicht Risikohinweis für Verbraucher

Drei Kryptowährungen als fiktive Münzen

Nein, es ist kein Scherz, aber es hat den Hauch von Realsatire. Hat man bei der BaFin extra noch gewartet, bis sich der Bitcoin in den letzten Wochen mehr als verdoppelte, von unter 20.000 auf über 40.000 Dollar? Es ist die Behörde, die bei so ziemlich allen großen Finanzskandalen der letzten Jahre versagt hat – oder noch schlimmer, davon gar nichts mitbekam, bis es zu spät war? Diese Behörde möchte uns jetzt vor einem Risiko warnen?

Am Tag vor Heiligabend (wohl eine frohe Kunde?) versuchte die BaFin mit einer Veröffentlichung quasi zu erläutern, warum Kreditausfälle bei Banken keine Kreditausfälle sind (mehr dazu hier). Zuletzt zeigte die BaFin vor allem auch mit ihrem Führungspersonal gar kein gutes Bild beim Wirecard-Skandal. Und so könnte man es endlos fortsetzen. Der Finanzwende-Chef Gerhard Schick hatte erst letzte Woche in einem interessanten Artikel erläutert, dass die BaFin bei fast jedem Skandal geschlafen hat. Es handele sich um eine Kuschel-Aufsicht (mehr dazu hier).

Aber jetzt, da hat die BaFin gelernt? Jetzt greift man „knallhart“ durch mit einem aufklärenden, informativen Hinweis für die unbedarften Verbraucher? Der Risikohinweis für Kryptowährungen ist betitelt mit den Worten „Hype um Kryptowerte – BaFin warnt Verbraucher vor Risiken bei Investments“. Hier die Warnung im Wortlaut:

Die BaFin nimmt die Kursentwicklung auf den Märkten für Kryptowerte zum Anlass, Verbraucherinnen und Verbraucher erneut vor den Risiken solcher Investments zu warnen.

Sie sollten sich nicht von den in der jüngeren Vergangenheit zu verzeichnenden Preisanstiegen bekannter Kryptowährungen wie etwa Bitcoin, Ether, XRP, Bitcoin Cash und Litecoin blenden lassen. Die BaFin warnt nicht nur vor den Risiken beim direkten Erwerb von Kryptowerten. Riskant sind auch derivative Finanzinstrumente wie finanzielle Differenzkontrakte (Contracts for Difference – CFD) und Zertifikate, die den Kursverlauf von Kryptowerten abbilden (siehe BaFinJournal September 2020).

Bei allen diesen Anlagen können Verbraucherinnen und Verbraucher erhebliche Kapitalverluste erleiden. Auch ein Totalverlust ist möglich. Aus der hohen Volatilität und möglichen Illiquidität von Kryptowerten entstehen Risiken, die sie bei ihrer Anlageentscheidung berücksichtigen müssen.

Bereits in der Vergangenheit haben die BaFin und andere Aufsichtsbehörden vor den Risiken von Kryptowährungen und auch Initial Coin Offerings (ICOs) gewarnt.



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9 Kommentare

  1. Gut dass man vor Ether warnt !!!
    Als Ether (in der Gemeinsprache auch Äther) werden in der Chemie organische Verbindungen bezeichnet, die als funktionelle Gruppe eine Ethergruppe – ein Sauerstoffatom, das mit zwei Organylresten substituiert ist – besitzen (R1–O–R2). In der Umgangssprache bezeichnet Ether oft auch den Diethylether (H5C2–O–C2H5), einen der wichtigsten und einfachsten Ether. Sind beide Reste an der Sauerstoffbrücke aliphatisch, so werden diese Ether nach der IUPAC auch als Alkoxyalkane bezeichnet.

  2. Eigendlich eine sehr gute Kaufempfehlung !

    Solche Sprüche wie,die Einlagensicherung ist garantiert,oder die Renten sind sicher
    laufen schon lang bei unseren Politikern / Verwaltungen.

    Dann sollten beim Verbraucher unbedingt alle Alarmglocken läuten !

  3. Die haben nichts verstanden! Wann warnt die Bafin vor Tesla? Wer jetzt Tesla Aktien kauft könnte 50% Verlust erleiden.

    Warnt die Bafin vor einer Aktie wie NEL ASA, 50 Mio Umsatz, 4 Mrd Euro Wert

    Die Bafin empfiehlt das Sparbuch, danke!

    Am Besten wäre es wenn die Bafin sich auflöst und in der Pflege hilft.

  4. Die BaFin, dieser lächerliche Verein, ist wahrscheinlich der ideale Kontraindikator.

  5. Ah jaja zuletzt hat man vor Gold gewarnt 😋😂

    Aber Pennystocks, Tesla und Derrivate sind natürlich absolut sichere Produkte…

    Eventuell sollte die BaFin mal vor sich selbst warnen….

  6. @ Torsten

    Zu mindest könnte man als Sparmassnahme die Saläre der Pflege angleichen, mehr Kompetenz ist sicher nicht vorhanden…eher weniger

  7. @ kurz

    Nein vor Diethylether muss man doch nicht warnen… DHE ist Super geeignet zum DHO, WAX, Shatter usw zu produzieren, viel weniger Giftig als zB Butan.

    Also man muss das nun ins Rechte Licht Rücken, ein Feuerzeug ist gefährlicher!

    Natürlich besteht Explosionsgefahr, daher nur draussen anwenden

  8. @ Bitfreak. Der Ausdruck Fluchtwährung entstand, weil sich diese Gelder selber verflüchtigen.Treffend auch, die junge Zockergeneration ist fähig Millionen zu erspielen, aber sie sind nicht fähig ein Passwort sicher aufzubewahren.Wie wäre das bei einem Unfall? Es müsste also immer eine zweite oder dritte Person involviert sein und somit wäre ein grosser Vorteil der Wunderwährung dahin.

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