Bitcoin

Reset am Kryptomarkt Kryptowährungen: Bitcoin und Co. starten Rebound nach Chaos

Grafik: ChatGPT

Nach einem turbulenten Wochenende zeigen sich die Kryptomärkte wieder erstaunlich robust: Kryptowährungen wie Bitcoin erholen sich von einem kurzen, aber heftigen Krypto-Crash, der durch eine Drohung von Donald Trump gegenüber China ausgelöst wurde – und zur größten Liquidation in der Geschichte der digitalen Vermögenswerte führte. Während politische Signale aus Washington für kurzfristige Entspannung sorgen, bleibt die Stimmung an den Märkten fragil – und es stellt sich die Frage, ob diese Erholung nur eine Atempause vor dem nächsten Sturm der Kryptomärkte ist.

Kryptowährungen mit Rebound

Die meisten großen Kryptowährungen haben sich von den starken Verlusten erholt, die sie während eines brutalen Ausverkaufs am Wochenende erlitten hatten. Grund dafür war, dass US-Präsident Donald Trump versuchte, die Bedenken hinsichtlich der Handelsbeziehungen mit China zu zerstreuen, so ein Bericht von Bloomberg.

Bitcoin handelt am Montagmorgen wieder bei 114.500 US-Dollar, nachdem es am Freitag in den USA in Richtung von 105.000 US-Dollar gefallen war. Auch kleinere Kryptowährungen konnten etwas Boden gutmachen: Ether stieg wieder bis an die Marke von 4.200 US-Dollar, nachdem er auf rund 3.500 US-Dollar abgerutscht war.

Werbung


Diese Gewinne fielen mit den Erklärungen von Trump und Vizepräsident JD Vance am Sonntag zusammen. Darin signalisierten sie Offenheit für ein Abkommen mit China, wodurch sich die Handelsspannungen entschärften. Die Ankündigung neuer hoher Zölle für China durch Trump am Freitag löschten Krypto-Wetten in Rekordhöhe von 19 Milliarden US-Dollar aus und die Kryptopreise stürzten ab. Leverage, automatisch ausgelöste Verkäufe und geringe Liquidität zu ungewöhnlichen Handelszeiten für den globalen Handel verstärkten die Verluste der Händler.

„Die Erholung ist auf eine versöhnliche Botschaft von Trump zurückzuführen”, sagte Richard Galvin, Mitbegründer des Hedgefonds DACM. Die meisten sogenannten Altcoins werden jedoch immer noch deutlich unter ihrem Stand vom 9. Oktober gehandelt, fügte Galvin hinzu. „Mit Blick auf die Zukunft bleibt das Headline-Risiko, wie schon während des gesamten Jahres 2025, hoch, und die Kryptomärkte sind weiteren Ankündigungen einer Eskalation des Handelsstreits oder anderen Left-Tail-Risiken ausgesetzt.“

Bitcoin erholt sich nach Rekordliquidationen

Reset an den Kryptomärkten

Die Auswirkungen des Ausverkaufs waren weitreichend. So verlor Ethena USDe, die drittgrößte Stablecoin, kurzzeitig ihre Dollar-Bindung. Binance, die größte Börse für digitale Vermögenswerte, hatte mit technischen Problemen zu kämpfen. Laut dem Daten-Tracker Coinglass wurden mehr als 1,6 Millionen Trader liquidiert.

Die Führungskräfte gehen mit der Frage in die Woche, wer die Hauptlast der Verluste getragen hat. Bislang haben sie keine Anzeichen für einen Zusammenbruch gefunden – eine quälende Angst in den Kryptomärkten, nachdem frühere Zusammenbrüche wie der von Sam Bankman-Frieds FTX eine Kettenreaktion von Insolvenzen ausgelöst hatten.

Die Finanzierungsraten – die Zinsen, die bullische Händler für die Nutzung von Hebeleffekten bei Futures-Wetten zahlen – sind auf den niedrigsten Stand seit dem Zusammenbruch von FTX im Jahr 2022 gefallen. Laut einer Forschungsnotiz von Coinglass zählt dieser Zusammenbruch zu den „schwersten Leverage-Resets in der Geschichte der Kryptowährungen”. Dieser Reset an den Optionsmärkten werde „mittelfristig für eine sicherere Preisgestaltung sorgen”, so Galvin.

Erst am 6. Oktober erreichte Bitcoin mit 126.251 US-Dollar einen neuen Rekordwert und liegt für das Jahr weiterhin um 23 Prozent im Plus. Der sogenannte „Uptober” begann also wie erhofft, doch die jüngsten Ereignisse dürften erst einmal wieder für Unsicherheit sorgen.

FMW/Bloomberg



Kommentare lesen und schreiben, hier klicken

Lesen Sie auch

2 Kommentare

  1. Nur 1 Tag Korrektur an den Märkten und die Rally geht weiter. Jeder weiß, dass TACO Trump zu 100% zuverlässig ist und wieder einen Rückzieher seiner 100% Zollankündigungen machen wird.

    1. @Frank, nur wird das nichts bringen (Rückzieher seiner 100% Zollankündigungen)..

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert




ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung


Meist gelesen 7 Tage

Die mobile Version verlassen
Place this code at the end of your tag:
Place this code at the end of your tag:
Capital.com CFD Handels App
Kostenfrei
Jetzt handeln Jetzt handeln

69,0% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld.