Folgen Sie uns

Aktien

Kryptowährungen: Eine große positive, und eine große negative Nachricht

Zuerst die gute Nachricht. Der App-Anbieter „Robinhood Markets“ aus den USA, wo man bisher als Kunde nur Aktien handeln konnte, bietet seinen US-Kunden ab dem heutigen 1. Februar an Kryptowährungen kostenlos…

Redaktion

Veröffentlicht

am

FMW-Redaktion

Zuerst die gute Nachricht. Der App-Anbieter „Robinhood Markets“ aus den USA, wo man bisher als Kunde nur Aktien handeln konnte, bietet seinen US-Kunden ab dem heutigen 1. Februar an Kryptowährungen kostenlos zu handeln. Eine Sensation ist das! Gut, völlig kostenlos wäre das für Kunden nicht. So werde man die Kosten an Kunden weiterleiten, die einem selbst entsünden. Kommissionen etc würden nicht anfallen.

Damit wäre man aller Voraussicht nach deutlich billiger als diverse Broker und Handelsplattformen, wo in der Regel sehr hohe Gebühren anfallen. Das Problem für europäische Trader: Robinhood bietet seinen Service nur für US-Amerikaner an. Laut eigenen Angaben aus dieser Woche hätten sich in wenigen Tagen über die App der Firma 1 Millionen User registriert um bald Kryptowährungen über die Robinhood-App handeln zu können.

Der Handel soll möglich sein mit Bitcoin und Ethereum. Ein Investment-Minimum soll es nicht geben, und auch keine Auszahlungsbeschränkungen. Den größten Teil der Coins will Robinhood in einer sogenannten „Cold Wallet“ halten, wo die Coins also nicht online gestohlen werden können. Robinhood hat bislang 3 Millionen Kunden im Aktien-Trading, die größtenteils 18-35 Jahre alt sind. Steht hier eine gigantisch große „Horde“ an jungen Zockern in den USA parat, um bald für minimale Kosten Kryptowährungen handeln zu können?

Möglicherweise (!) kann das den beiden Kryptos einen Schub bringen, weil die meisten Krypto-Zocker in den letzten Monaten stumpf die Preise in die Höhe getrieben hatten. Und was hat Robinhood nun davon, wenn die Kunden quasi keine Gebühren zahlen? Nach Aussage des Unternehmens gegenüber „CNBC“ sehe man das als gute Chance seine Kundenbasis zu vergrößern. Also ist dies vor allem eine Marketing-Maschine, um diesen neuen Krypto-Kunden andere kostenpflichtige Angebote schmackhaft machen zu können!

Facebook

Jüngst hat Facebook bekanntgegeben über alle seine Medien (Facebook, Instagram) keine Werbung mehr direkt oder indirekt für Kryptowährungen oder sonstiges wie ICO´s (Initial Coin Offerings) ausstrahlen zu wollen. Damit erlangt die Branche (Broker, Plattformen, ICO-Emittenten) bei Facebook den selben Status wie die Porno-Industrie und Sonstiges. Auch Binäre Optionen sind von dem Ausschluss betroffen.

Das kann den Hype um Kryptowährungen natürlich bremsen, und Brokern sowie ICO-Emittenten den Zugang zu potenziellen neuen Kunden und Investoren versperren. Denn viele Menschen leben inzwischen ja nur noch auf Facebook. Über Google ausgestrahlte Werbung etc bekommen so manche Menschen schon gar nicht mehr mit, wenn sie alles über Facebook konsumieren.

Facebook schreibt dazu:

„We want people to continue to discover and learn about new products and services through Facebook ads without fear of scams or deception. That said, there are many companies who are advertising binary options, ICOs and cryptocurrencies that are not currently operating in good faith.“

Also schließt man eine ganze Branche aus, weil man davon ausgeht, dass viele Anbieter in dem Bereich nicht nach bestem Wissen und Gewissen handeln. Man wolle dafür sorgen, dass die Facebook-Nutzer mehr über die Produkte von Werbekunden erfahren können, ohne Angst vor Betrug haben zu müssen. Also ist dies die Stigmatisierung einer ganzen Branche. Na so was. Nennt man das nicht etwa ein Pauschalurteil? Sippenhaft? Wie auch immer. Dieses Werbeverbot kann der ganzen Branche durchaus einen Dämpfer versetzen!


Robin Hood „ganz früher“. Foto: United Artists, cinematographers Arthur Edeson & Charles Richardson / Gemeinfrei

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    Kuperkopf

    1. Februar 2018 23:33 at 23:33

    Facebook entscheidet also für die User was GUT und was BÖSE ist. Na Prost Mahlzeit…. ;)

    • Avatar

      Michael

      2. Februar 2018 00:29 at 00:29

      @Kupferkopf, tun die das nicht schon immer, genau wie Apple, Microsoft, Google, Amazon & Konsorten?
      Sind es nicht umgekehrt eigentlich die User, die solchen für das reale Leben eigentlich vollkommen irrelevanten Unternehmen erst eine derartige Marktmacht ermöglichen?
      Da trompetet man lauthals in die Welt hinaus, wie dumm der deutsche Lemming-Wähler doch sei, obwohl der doch für einen Paukenschlag gesorgt hat und aufgrund seiner Entscheidung die Machthabenden seit mehr als 4 Monaten ad absurdum führt.
      Gleichzeitig begibt sich die halbe Welt in die Fänge dubioser, für die große Masse vollkommen sinnloser Firmen und wundert sich dann über deren Machtmissbrauch?
      Ich bin wohl zu alt, um das alles zu verstehen…

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Aktien

Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York: Biden vs Trump – Wall Street in Wartestellung

Redaktion

Veröffentlicht

am

Von

Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Die Amerikaner warten heute gespannt auf die heute Nacht um 3 Uhr deutscher Zeit stattfindende erste Debatte zwischen Donald Trump und Joe Biden.

weiterlesen

Aktien

Wie lange handeln Sie schon mit Aktien? – Werbung

Avatar

Veröffentlicht

am

Werbung

Lieber Börsianer,

sind Sie auch einer der zahlreichen Neu-Börsianer, die seit Ausbruch der Corona-Krise mit dem Aktienhandel begonnen haben? Wenn ja, dann beglückwünsche ich Sie zu diesem Entschluss.
Im Wesentlichen haben in diesem Jahr drei Faktoren zur Stärkung der Aktionärskultur beigetragen:

1) Die Niedrigzinsen lassen die Menschen nach Alternativen zum klassischen Sparkonto suchen.
2) Online-Broker machen den Aktienhandel auch mit kleinen Geldbeträgen attraktiv.
3) Während der Corona-bedingten Zwangspause des öffentlichen und oft auch beruflichen Lebens hatten viele Menschen erstmals Zeit, sich mit Ihrer Geldanlage und Altersvorsorge zu beschäftigen.

Die Millenials entdecken die Börse

In den vergangenen Monaten habe ich bemerkt, dass vor allem junge Menschen die Börse für sich entdecken. Menschen, die um die Jahrtausendwende geboren wurden, zeigen ein großes Interesse an Geldanlagethemen. Das freut mich umso mehr, gelten die Deutschen doch oftmals als Aktienmuffel. Die Rendite der Anlageportfolios hinkte den Menschen in Aktienländern wie den USA deshalb oft deutlich hinterher. Das könnte sich jetzt mit einer neuen Generation von Aktionären ändern.

Doch es ist auch Vorsicht geboten. Viele Neu-Börsianer lassen sich vom Versprechen auf den schnellen Gewinn verführen. Manche vergessen, dass Sie mit echtem Geld agieren und lassen sich von den spielerisch gestalteten Apps der Online-Broker blenden.

Manchmal scheint es tatsächlich sehr einfach zu sein, an der Börse Geld zu verdienen. Doch vergessen Sie niemals: Die Flut hebt alle Boote. In Zeiten steigender Kurse, wie nach dem Corona-Crash am Anfang des Jahres, konnten Sie kaufen was…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

weiterlesen

Aktien

Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – TINA is back!

Redaktion

Veröffentlicht

am

Von

Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Die Alternativlosigkeit zu Aktien sei zurück, sowie die Angst bei der Rallye Gewinne zu verpassen.

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage

Wenn Sie diese Webseite weiter verwenden, stimmen Sie automatisch der Verwendung von Cookies zu. Zur Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um Ihnen das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn Sie diese Website ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen verwenden oder auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich damit einverstanden.

Schließen