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Kryptowährungen: Nach Rückzieher bei Verbot in Südkorea nun „kaltes Verbot“ im Anrollen!

Neben Japan ist Südkorea der große Markt für Kryptowährungen (bei Ethereum ein weltweiter Marktanteil von 33%). Das Land ist technisch gesehen deutlich moderner als Deutschland, und hoch...

FMW-Redaktion

Neben Japan ist Südkorea der große Markt für Kryptowährungen (bei Ethereum ein weltweiter Marktanteil von 33%). Das Land ist technisch gesehen deutlich moderner als Deutschland, und hoch industrialisiert. Die Jugendarbeitslosigkeit ist dennoch hoch, und die Jugendlichen in Südkorea sind genau so technik-begeistert wie die Jugend in Japan. Es ist ein offenes Geheimnis in der Krypto-Szene, dass viele jugendlichen Südkoreaner das brutale Zocken in Kryptowährungen in den letzten Monaten sogar als vermeintliche Ausflucht aus der Arbeitslosigkeit und dem Geldmangel entdeckt haben.

So entsteht eine gefährliche Blase, die eine große Menge junger Menschen ins Verderben stürzt, wenn wichtige Kryptowährungen auf breiter Front mal so richtig crashen sollten. Vor wenigen Tagen wurde in Südkorea konkret darüber nachgedacht, den ganzen Bereich zu verbieten oder stark zu reglementieren. Der Aufschrei in Südkorea war gigantisch. Onlinepetitionen mit hunderttausenden Teilnehmern brachten sogar die Webseite des Präsidenten zum Abstürzen.

Die Kurse der Kryptowährungen brachen daraufhin vor einigen Tagen kurzzeitig ein, um dann wieder anzusteigen. Denn Offizielle in Südkorea ruderten schnell zurück. Offenbar sind Kryptos dort eine derartige Massenbewegung, dass die Masse der Trader als bedeutende Wählerklientel wahrgenommen wird, die auch Stimmen kosten kann. Aber wie man derzeit offenbar sieht, versucht man in Südkorea eine Art „kaltes Verbot“ von Kryptowährungen durchzuboxen.

Kaltes Verbot in Südkorea

Nicht mit Gesetzen, sondern über die Finanzindustrie selbst. Wenn nämlich Finanzdienstleister den Handel mit Kryptowährungen blockieren beziehungsweise unmöglich machen, ist die Regierung fein raus, weil sie ja keinerlei gesetzliche Verbote erlassen hat. Sie steht dann nicht als Bösewicht dar. Wie man aus Finanzkreisen hört, sollen südkoreanische Banken (bislang unbestätigt) darüber nachdenken, ihren Kunden über ausgestellte Kreditkarten (Visa und Mastercard) den Onlinezugang zu ausländischen Kryptobörsen zu verbieten.

Denn beim reinen Onlinehandel mit Kryptowährungen muss es schnell gehen. Wer irgendwo in einem Offshore-Paradies online ein Tradingkonto eröffnet, bucht per Kreditkarte dort in Sekundenschnelle Geld auf sein virtuelles Konto, um sofort handlungsfähig zu sein. Diese Möglichkeit wäre dann blockiert. Offizielle der „Shinhan Bank“, nach Einlagen die größte Bank Südkoreas, sagen aktuell, dass jüngst erlassene strengere Auflagen der Regierung zur Identitätsfeststellung von Krypto-Zockern egal seien. Denn man (die Bank) erlaube von nun an eh keine Eröffnungen virtueller Konten für den Krypto-Handel mehr.

Auch habe man die drei größten Anbieter von Kryptoplattformen in Südkorea informiert, dass man bestehende virtuelle Krypto-Konten schließen werde. Ab dem heutigen 15. Januar könnten bestehende Kunden auf diese Konten kein Geld mehr einzahlen. Man erlaube seinen Kunden nur noch von diesen Konten Geld auf „normale“ Bankkonten umzubuchen. Andere Banken in Südkorea wollen angeblich nachziehen. Das klingt ganz nach einem „kalten Verbot“ durch die Finanzindustrie des Landes!

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Möglich ist es, dass hierdurch Kaufdruck aus Südkorea zukünftig fehlen wird, was Kryptowährungen in nächster Zeit bei Rücksetzern anfälliger machen könnte für stärkere Preisabstürze. Wie gesagt, könnte, nicht muss! Für die Regierung in Südkorea ist das natürlich eine elegante Lösung. Schuld ist die Finanzindustrie, nicht die Regierung. Denn die Regierung hat ja nichts getan. Die Verbote haben die Banken ja erlassen, und die entscheiden ja als privatwirtschaftliche Institutionen, was sie anbieten, und was nicht…

Die Regierung in Südkorea hat jüngst lediglich eine Richtlinie erlassen, dass bisher anonyme Trader auf „virtuellen Konten“ bei Banken ihre Identität preisgeben müssen. Die Technologie hierfür ist zwar bei vielen Banken inzwischen geschaffen worden, aber die Banken führen die Technologie in der Praxis nicht ein. Wenn ein Trader seine Identität nicht preisgibt, muss er Bußgelder zahlen. Da die Banken aber die Möglichkeit der Identitätsprüfung nicht freischalten, kann der Kunde sie gar nicht erst durchführen. Also ist auch über diesen Kniff ein kaltes Verbot im Anrollen.


Südkoreas Präsident Moon Jae-in. Foto: Korea.net / Korean Culture and Information Service (CC BY-SA 2.0)



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1 Kommentar

  1. Hier zeigt sich, dass die Regierungen sich nicht nur illegal in die Boersenbewegungen sich einmischen, sondern auch die in Kryptowaehrungen. Somit kann erklaert werden, warum der DAX sich hoeher und bewegt hat nach der Griechenland Krise, obwohl es keinen Grund gibt. Die Boersen wurden durch die EU manipuliert und man hat mit Falschnachrichten versucht einen Insider Handel zu machen, an denen sich Politiker ueber Dritte bedient haben auf steigende oder fallende Kurse zu setzen, wenn sie planten bestimmte Boersenrelevante Nachrichten, wie die der Rettungsschirm bekannt zu machen.

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