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Kryptowährungen und Tech runter, Renditen rauf – Negativkorrelation

Zwischen Kryptowährungen und Tech-Aktien auf der einen Seite und Anleiherenditen auf der anderen Seite besteht eine klare Negativkorrelation.

Bitcoin auf Smartphone

Kryptowährungen und Tech-Aktien rauschen aktuell besonders stark nach unten. Gleichzeitig steigen die Renditen für Staatsanleihen derzeit deutlich an. Beschleunigen tut sich der Anstieg der Renditen vor allem wegen den am letzten Freitag veröffentlichten Daten zur US-Inflation, die bei 8,3 Prozent Erwartung mit 8,6 Prozent für Mai vermeldet wurde. Im folgenden TradingView Chart sehen wir seit März, wie die Rendite für zehn Jahre laufende US-Staatsanleihen von 2,34 Prozent auf aktuell 3,28 Prozent ansteigt (orange Linie). Freitag Mittag kurz vor Verkündung der Inflationsdaten waren es noch 3,04 Prozent.

Der Druck auf die Fed die Zinsen auf ihrer Sitzung am Mittwoch kräftig anzuheben, steigt. Somit verteuern sich Kredite zügig, und Geld wird am Kapitalmarkt verknappt. Die ist Gift für Tech-Aktien, wo viele defizitäre Unternehmen auf viel billiges Geld angewiesen sind für ihr Wachstum. Im Chart sehen wir den Nasdaq in türkis und Bitcoin in blau. Die beiden fallen in den letzten Wochen parallel in den Keller, während die Renditen für Anleihen deutlich steigen. Die negative Korrelation ist klar erkennbar. Der Bitcoin hat seit März von 39.000 Dollar auf aktuell 23.653 Dollar verloren. Alleine seit gestern Abend war es ein Verlust von fast 5.000 Dollar. Man sieht also: Die Kryptowährungen konnten ihr (inoffizielles) Versprechen nicht halten, dass sie als Sicherer Hafen fungieren, wenn der „normale alte“ Kapitalmarkt crasht – sie fallen genau so in den Keller. Dass Krypto eben doch kein Wertspeicher ist, sondern ein Spekulationsvehikel, hat Matthias Weik in einem aktuellen Kommentar besprochen (siehe hier).

Chart zeigt Verläufe von Bitcoin im Vergleich zu Anleiherenditen und Nasdaq



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1 Kommentar

  1. Der Satz hat es in sich.
    ****wo viele defizitäre Unternehmen auf viel billiges Geld angewiesen sind für ihr Wachstum****.

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