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Krypto-Währungen

Kryptowährungen: Sind 10.000% Wertsteigerung realistisch?

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Beispielbild für Kryptowährungen

Manche Kryptowährungs-Fans gehen davon aus, dass sich die Marktkapitalisierung der Kryptowährungen in zehn Jahren verzehn- bis verhundertfachen wird. Ist das realistisch und was folgt daraus für Sie als Anleger oder Trader? Eine Verzehnfachung halte ich für denkbar. Wir reden dann von 2,2 Billionen US-Dollar Wert aller umlaufenden Kryptowährungen. Alles, was darüber hinausgeht, wird jedoch absurd. Insbesondere die genannte Verhundertfachung auf dann 22 Billionen US-Dollar. Setzen wir doch diese Summe einmal ins Verhältnis. Die vorhandene Marktkapitalisierung aller Kryptowährungen können wir vergleichen mit der Geldmenge M0 aller Staaten dieser Erde. Die beläuft sich grob geschätzt auf fünf bis sieben Billionen US-Dollar. Bei einer Verhundertfachung der Marktkapitalisierung wären also Tokens im Umlauf, die den Wert allen weltweit umlaufenden Bargeldes um den Faktor drei übersteigen.

10.000% Wertzuwachs sind möglich – bei Hyperinflation der nationalen Währungen

Ist es überhaupt denkbar, dass Kryptowährungen so stark im Wert zulegen und gleichzeitig so allumfassend verfügbar sind? Natürlich! Da der Wert der Kryptowährungen in einer etablierten Landeswährung wie dem US-Dollar gemessen würde, müsste letzterer nur um den Faktor 100 abwerten, damit die Marktkapitalisierung der Kryptowährungen (auf diese Risiken sollten Anleger achten) ebenfalls verhundertfacht wird. Doch die Kaufkraft wäre dann identisch wie heute. Was die Fans jedoch meinen, ist eine Wertsteigerung um den Faktor 100. Und die ist meiner Ansicht nach unmöglich. Was würde passieren, wenn die weltweite Geldmenge vervierfacht würde? Es käme zu einer starken Geldentwertung. Kryptowährungen können in zehn Jahren nicht 100 mal wertvoller sein als heute, wenn das einer Vervierfachung der weltweiten Geldmenge M0 gleichkäme. Einzige Ausnahme: Die Weltwirtschaft wächst im kommenden Jahrzehnt im Gleichschritt mit der Geldmenge, was jedoch unwahrscheinlich ist.

Proof-of-work-Konzept macht Kryptowährungen zu teuer

Es kommen noch ein paar weitere Probleme auf die Bitcoin-Economy zu, jedenfalls, solange teure Proof-of-work-Konzepte wie eben bei Bitcoin angewendet werden. Immanenter Bestandteil vieler Kryptos ist der Fakt, dass bei zunehmender Rechenleistung im System der Aufwand für die Erzeugung neuer Blöcke, mit denen Transaktionen bestätigt werden, steigt. Bei zunehmenden Wert der einzelnen Token wird es also attraktiver, Rechenkapazität zum Netzwerk hinzuzufügen und neue Blöcke an die Blockchain anzuhängen, um die Transaktionsentgelte der damit bestätigten Transaktionen, bezahlt in Token, zu vereinnahmen. Durch die zusätzliche Rechenkapazität steigt jedoch der Aufwand, was die Profitabilität wiederrum reduziert. Am Ende wird mit deutlich größerer Rechenleistung und damit zu deutlich höheren Kosten der gleiche Nutzen erzielt.

Die Auswüchse dieses Hochrüstens sind schon heute zu bemerken. In Texas wird derzeit eine Miningfarm geplant, die nicht weniger als ein Gigawatt elektrischer Leistung benötigen soll. Die Leistung eines Kernkraftwerkblocks soll also für das Berechnen von Blockchains verbraten werden, die derzeit noch praktisch keinerlei Akzeptanz als Zahlungsmittel haben. Wo soll das enden, wenn erst einmal Token im Umlauf sind, die den Wert umlaufenden nationalen Bargelds um den Faktor drei übersteigt?

Die Zahl der Kryptowährungen ist beliebig vermehrbar

Ein Argument von Krypto-Fans ist, dass bis zur weiten Verbreitung von Kryptos im Zahlungsverkehr Lösungen für das Problem gefunden werden können. Das Problem dabei: Diese Lösungen bedingen neue Kryptowährungen, und seien es auch nur Abspaltungen bereits bestehender Währungen. Bitcoin Cash, Diamond, Gold, Private und SV entstanden durch solche Abspaltungen. Wenn es jedoch neuer Kryptowährungen bedarf, um die sich aus den aktuellen Kryptowährungen ergebenden Probleme zu lösen, die den massenhaften Einsatz im Zahlungsverkehr erst zu ermöglichen, warum sollten dann die aktuellen Kryptowährungen im Wert weiter massiv zulegen? Welchen Nutzen hätten sie in zehn Jahren, wenn neue Kryptowährungen ihren Platz im internationalen Zahlungsverkehr gefunden haben?

Das Fan-Szenario für Kryptos ist in sich unschlüssig

Zwei weitere Probleme ergeben sich aus obigen Überlegungen: Wenn Kryptowährungen in den kommenden Jahren weiter massiv an Wert zulegen würden, welchen Sinn würde es dann machen, die Währungseinheiten schon heute auszugeben? Wer annehmen muss, dass das Geld morgen mehr wert ist als heute, gibt es nicht aus, sondern hortet es. Wenn jedoch die Token gehortet und nicht ausgegeben werden, mangelt es am Umlauf. Händler, die Kryptos akzeptieren, aber kaum jemanden finden, der damit bezahlen will, werden die Akzeptanz wieder einstellen. Das Horten der Token beraubt den Kryptowährungsboom seiner Legitimität, nämlich der Idee, dass später einmal ein Großteil der Zahlungsströme mit Kryptowährungen abgebildet werden würde.

In genau die entgegengesetzte Richtung zeigt Problem Nummer zwei: Wenn durch einen simplen Fork, eine Abspaltung einer bestehenden Kryptowährung, eine neue Kryptowährung erschaffen werden kann, dann steigt die Geldmenge beliebig und vor allem schneller an, als die Warenmenge. Die mehr als 5.000 existierenden Kryptos zeigen bereits, wie schnell sich die Geldmenge durch zusätzliche Währungen erhöhen lässt. Das ungebremste Anwachsen der Geldmenge jedoch, das ist Hyperinflation. In diesem Fall hätten Händler keinen Grund, Kryptowährungen als Zahlungsmittel zu akzeptieren. Die Theorie, Kryptowährungen in der aktuellen Form könnten in wenigen Jahren etablierte Zahlungsmittel, vor allem aber deshalb deutlich wertvoller werden, ist in sich unschlüssig.

Fazit: Kryptowährungen sind ideal für Trader, wenig geeignet für Anleger

Was bedeutet das nun für Sie? Meiner Meinung nach sind Kryptowährungen ein ganz hervorragendes Tradinginstrument. Die hohe Volatilität macht schnelle und große Gewinne möglich. Als Anlageinstrument, das über Jahre in der Hoffnung auf große Wertsteigerungen im Anlage-Portfolio verbleibt, sehe ich Kryptowährungen hingegen nicht.

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    BrettonWood

    9. Januar 2020 14:47 at 14:47

    Wieso M0 ????? als Bemessungsgrösse ? M0 ist der Physische Bargeldumlauf + die Sichtguthaben der Geschäftsbanken bei der Nationalbank.

    die Phyischen Bargeld(welche zur Geldmenge M1 & M2) gehören nicht ebenfalls durch Kryptowährungen abgelöst würden?

    https://de.wikipedia.org/wiki/Geldmenge

  2. Avatar

    Florian

    19. Januar 2020 12:38 at 12:38

    Der Autor zeigt, dass er sich über das Thema nicht hinreichend informiert hat. Es braucht keine „neuen Kryptowährungen“, um die Probleme von Transaktionskosten und Ressourcenverbrauch zu lösen.
    Es gibt bereits eine ganze Reihe von Kryptowährungen, die superschnell, ressourcensparend und kostengünstig als Zahlungsmittel verwendet werden können.
    Diese Kryptowährungen basieren nicht auf Proof-of-Work, sondern nutzen andere Konsensmethoden, beispielsweise Delegated-Proof-of-Stake oder den Tangle.
    Hier handelt es sich auch nicht um irgendwelche Nischenprodukte, sondern um gut etablierte Projekte, teilweise mit Marktkapitalisierungen über einer Milliarde USD. Ich rede da beispielsweise von EOS, Tron (TRX) und IOTA.
    EOS und TRX sind zudem auch noch als Plattform für Smart Contracts nutzbar und ich denke, dass im Konzept der Smart Contracts viel Zukunft liegt, wenn wir beispielsweise an Internet der Dinge, Maschine-zu-Maschine-Transaktionen, Cloud Working und Smart Cities denken.

    Aber auch für Bitcoin (BTC) wird es weiter Verwendung geben. Die angesprochenen Probleme können durch Off-Chain-Lösungen wie das Lightning Network einfach behoben werden. Die Lösungen existieren bereits. Da brauchen wir nicht 10 Jahre warten.

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Marc Friedrich mit 5 Top-Investment-Ideen für die nächste Dekade

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Marc Friedrich mit 5 Investment-Ideen

Im späteren Verlauf des Videos spricht Marc Friedrich seine fünf Top-Investment-Ideen für die nächste Dekade an. Auffällig dabei ist, dass die Kategorien Aktien und Immobilien nicht dazu gehören. Eben diese Assetklassen haben die letzten Jahre massiv von der Geldschwemme der Notenbanken profitiert. Marc Friedrich präferiert Gold, Silber, Bitcoin, Minenaktien und Diamanten. Gut, es sind doch Aktien vertreten, aber nicht als Gesamtkategorie, sondern nur weil es um Firmen geht, die Rohstoffe aus dem Boden holen.

Knappe Güter bevorzugen

Marc Friedrich spricht auch ganz konkret an, warum diese Ideen nach seiner Meinung die besten Investment-Ideen der nächsten Jahre sein sollen. Sie würden andere Assetklassen in der nächsten Dekade des „Vermögenstransfers“ outperformen. Sie seien (und das ist ein wichtiger Aspekt) begrenzt durch die Natur (Edelmetalle) oder durch die Mathematik (Bitcoin). Tja, und in der Tat, andere Assets wie das Fiat-Geld auf Bankkonten kann beliebig stark vermehrt werden. Je mehr Geld, desto stärker der Verwässerungseffekt, und desto stärker womöglich in Zukunft der Vertrauensverlust der Bürger in das Finanzsystem? Und alles was in seiner Menge limitiert ist, wird immer begehrter?

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Bitcoin ist nicht nur die älteste, sondern auch die bekannteste Kryptowährung der Welt. Dementsprechend ist Bitcoin aus rein technischen Gesichtspunkten nicht mit modernen Kryptowährungen zu vergleichen. Insbesondere der Konsensmechanismus, der Proof-of-Work-Algorithmus, besitzt zahlreiche Nachteile. So gilt dieser als besonders energiehungrig, da Miner regelmäßig mehr Rechenleistung zur Verfügung stellen, um erfolgreich neue Blöcke zu verifizieren. Einen modernen Ansatz bietet dahingegen der Proof-of-Stake-Algorithmus (PoS), der bei immer mehr Projekten zum Einsatz kommt. Warum die PoS-Kryptowährungen in Zukunft an Relevanz gewinnen, zeigen wir im Folgenden.

Was ist Proof of Stake eigentlich?

Am 19. August 2012 veröffentlichte ein anonymer Entwickler unter dem Pseudonym Sunny King das Whitepaper zur Peercoin. Dabei beschrieb King erstmalig einen Proof-of-Stake-Algorithmus zur Validierung von Transaktionen im Netzwerk. Doch der eigentliche Algorithmus wurde bereits ein Jahr zuvor in Kreisen von Bitcoin-Entwicklern diskutiert.

Im Gegensatz zum Proof of Work (PoW) ist die Rechenleistung beim PoS eher zweitrangig. Dementsprechend fungiert nicht die eingebrachte Rechenleistung als relevante Größe, um einen Block erfolgreich zu validieren. Vielmehr erfolgt eine Verteilung der Hash-Rechte anhand des Anteils an der jeweiligen Coin. Das bedeutet, dass Nutzer mit einem höheren Vermögen in einer Kryptowährung mit einer höheren Wahrscheinlichkeit auch die Validierung des Blocks übernehmen können.

Allerdings gibt es bei der Vergabe der Rechte wiederum unterschiedliche Ansätze. So können beispielsweise Coins, die besonders lange gehalten werden, eine höhere Relevanz erhalten. Die Rede ist hierbei vom Coinage, dem Alter der Coin. Die Berechnung des jeweiligen Hashbereichs ist vergleichsweise einfach, denn das Coinage mal der Anzahl der Coins ergibt den Zielhashbereich. Je höher der Zielhashbereich ausfällt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Anleger die Rechte zum Hashen eines neuen Blocks erhält.

Welche Vorteile hat Proof of Stake gegenüber Proof of Work?

Vergleicht man PoS und PoW, dann gibt es einige grundlegende Unterscheidungsmerkmale. Ein Blick auf den Markt der Kryptowährungen zeigt beispielsweise, dass die PoW-Coins zum aktuellen Zeitpunkt eine höhere Marktkapitalisierung besitzen. Außerdem können Investoren Bitcoin kaufen per PayPal – dies zeigt, dass Bitcoin bereits eine hohe Akzeptanz genießt.
Doch auch der zweitgrößte Coin am Markt, Ethereum, ist eine PoW-Coin. Allerdings deutet sich ein Wandel an, denn mit Ethereum 2.0 steht das wohl größte Upgrade der Blockchain bereits bevor. Hierbei soll auch ein Wandel von Proof of Work auf Proof of Stake stattfinden. Dabei soll das Upgrade wohl einige Probleme gleichzeitig lösen. Hierzu gehört etwa der aktuell hohe Stromverbrauch. Eine PoW-Coin verbraucht mehr Energie, bei steigender Schwierigkeit. Insbesondere BTC und ETH sind heutzutage für einen hohen Energieverbrauch verantwortlich.

Das Individuum hat inzwischen keine Erfolgschancen beim Mining. Aus diesem Grund entstehen zunehmend mehr Mining Pools, die die Rechenleistung auf sich konzentrieren. Es kommt zu einer Zentralisierung im Netzwerk – dies widerspricht dem Dezentralisierungsgedanken der Kryptowährungen. Beim PoS hat jeder Anleger die Chance, sich an der Validierung neuer Blöcke zu beteiligen.

Auch lässt sich annehmen, dass beim PoW Miner profitieren, die mehr Geld in leistungsstarke Hardware investieren. Je höher die Investments in potente Hardware, desto höher die erzielten Erträge. Zeitgleich verlieren die Anleger mit schwächerer Hardware. Das Investment sorgt für exponentielle Gewinnsteigerungen. Beim PoS lassen sich ebenfalls die Chancen durch das Halten größerer Bestände steigern. Doch die Chance bei den Staking-Kryptowährungen wächst nur linear. Andere Anleger müssen durch die steigenden Investments einzelner Anleger keine Nachteile befürchten.

Proof-of-Stake nicht ohne Nachteile

Obwohl Proof of Stake im Grunde zahlreiche Vorteile gegenüber Proof of Work aufweist, gibt es auch hier einige Nachteile. So etwa im Falle einer Fork. Wer Staking betreibt, also Coins sperrt, um Blöcke zu verifizieren, hat hier keine technische Begrenzung. Kommt es zu einer Fork, dann existieren die Coins auf der alten sowie der neuen Version der Blockchain. Dementsprechend können Staker einfach ihre neuen Ressourcen nutzen, um auf beiden Chains zu staken – beim Mining funktioniert dies aufgrund der limitierten Hardware nicht.

Außerdem zeigt sich, dass die Wahl des Blockproduzenten beim Mining zufälliger stattfindet. Hier gewinnt der Nutzer, der einen Blockhash am schnellsten findet. Beim Staking muss der Algorithmus zufällig auswählen und öffentlich sein, um das nötige Vertrauen zu schaffen. Allerdings lassen sich öffentlich einsehbare Algorithmen mit einer höheren Wahrscheinlichkeit manipulieren – zumindest können die Nutzer ihr Handeln etwas optimieren.

Außerdem besteht bei einer PoS-Coin das Risiko eines feindlichen Angriffs. Natürlich ist dies auch bei jeder PoW-Blockchain möglich, doch mit der Zeit steigt beim PoW die Schwierigkeit und somit die erforderliche Rechenleistung. Eben jene Rechenleistung ist limitiert und kann nicht frei skaliert werden. Beim PoS lassen sich allerdings die Kette sowie alle Vorgänge mit Computern simulieren. Dementsprechend gibt es sogenannte Checkpoints, die dazu beitragen, dass das Netzwerk nur eine eindeutige Kette akzeptieren. Alle alternativen Varianten werden schlicht und ergreifend abgelehnt. Dabei müssen die Nodes allerding permanent online sein, um mit der Chain zu kommunizieren. Eben hier liegt das potenzielle Risiko sämtlicher Proof-of-Stake-Kryptowährungen.

Warum gewinnen Proof-of-Stake-Kryptowährungen dennoch an Relevanz?

Es gibt gleich mehrere Gründe, weshalb Proof of Stake an Relevanz gewinnt. Dabei tragen vor allen Dingen externe Faktoren für eine steigende Akzeptanz bei. Einerseits leben wir in einer Zeit, in der der Umweltschutz eine steigende Relevanz gewinnt. Allein Bitcoin ist allerdings für einen Energieverbrauch von 46 TWh verantwortlich – dem jährlichen Energiebedarf ganz Jordaniens. In Zeiten, in denen wir die Reduktion von CO2-Emissionen forcieren, ist dies schlicht und ergreifend zu viel.
Zudem suchen immer mehr Menschen nach interessanten Möglichkeiten zum Geld anlegen. Hier kommt das Staking von Kryptowährungen zum Tragen, denn Staking ist ein besonders passiver Weg, um sein Vermögen zu vermehren. Insbesondere der Betrieb einer Masternode bei einer Staking kann zu hohen Renditen führen. Auch der komplette DeFi-Sektor profitiert von den PoS-Kryptowährungen und könnte durch deren Akzeptanz noch weiter zulegen.

Fazit: Proof of Stake – die Zukunft der Kryptowährungen

Proof of Stake ist sicherlich nicht die perfekte Lösung. Doch im Vergleich zu PoW gibt es zahlreiche Vorteile, die für diesen Konsensmechanismus sprechen. So können beispielsweise Validierungen an die Nodes verteilt werden. Ethereum 2.0 zeigt im Ansatz, dass PoS auch perfekt dazu geeignet ist, um die Probleme in Sachen Skalierbarkeit in den Griff zu bekommen. So können zahlreiche Nodes die Validierung von Transaktionen auf Sidechains übernehmen und somit die Transaktionen pro Sekunden erhöhen. Zudem ist das Staking ein Ansatz, um ein passives Einkommen aufzubauen. Langfristig dürfte die erfolgreiche Umsetzung von PoS-Chains dazu beitragen, dass diese eine höhere Akzeptanz erfahren.

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