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Kryptowährungen: Wie Sie mit Yield Farming Ihre Gewinne steigern können!

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Die drei bekanntesten Kryptowährungen Bitcoin, Ripple und Ethereum

Schon seit einigen Jahren geistert das Schlagwort des Yield Farming in Zusammenhang mit Kryptowährungen umher. Doch was verbirgt sich hinter dem englischen Begriff? Wie können Sie Techniken des Yield Farming für sich selbst einsetzen, um Ihre Gewinne mit Kryptowährungen zu steigern? Und welche Risiken lauern?

Yield Farming beschreibt im Prinzip nur einige altbekannte Techniken, mit denen vor allem Profi-Anleger seit jeher die Rendite ihrer Portfolien steigern. Neu ist, dass manche dieser Techniken auch Kleinanlegern und Tradern zur Verfügung stehen. Eine dieser Techniken ist das Agieren als Liquiditätsprovider. Diese Rendite-Quelle steht bei Aktien und Devisen nur großen Banken zur Verfügung. Da die den Markt für Kryptowährungen jedoch jahrelang mieden und gleichzeitig immer neue Kryptobörsen aus dem Boden schossen, mussten sich die Börsen etwas anderes einfallen lassen, um Liquidität auf ihren Handelsplätzen sicherzustellen.

Yield Farming – Sie liefern Liquidität in Kryptowährungen und werden dafür bezahlt!

Liquidität ist essenziell für die Attraktivität einer Börse. Das wird jeder schon einmal am eigenen Leibe erlebt haben, der eine Kauf- oder Verkaufsorder für eine exotische Auslands-Aktie an einer deutschen Börse platzierte. Teilweise können Sie dabei wochenlang warten und bekommen immer noch keine Ausführung für ihre Order. Denn an deutschen Börsen gibt es für diese Aktien weder ausreichend Käufer noch Verkäufer, um einen reibungslosen Handelsablauf zu gewährleisten. Börsen können das Problem mittels Market Makern lösen. Das sind zum Beispiel Banken, die sich verpflichten, während der Handelszeiten Kauf- und Verkaufskurse für bestimmte Wertpapiere zu stellen und die Papiere auf eigenes Risiko anzukaufen und zu verkaufen. Diese Unternehmen nennt man auch Liquiditätsprovider – denn sie liefern der Börse und ihren Kunden Liquidität.

In Ermangelung großer Banken und Brokerhäuser, die sich mit dem noch neuen und kleinen Markt der Kryptowährungen auseinandersetzen wollten, boten manche Börsen für Kryptowährungen ihren eigenen Kunden an, Liquiditätsprovider zu werden. Da Privatkunden naturgemäß weder die Zeit noch das nötige Kapital haben, um rund um die Uhr An- und Verkaufskurse zu stellen und durch Transaktionen generiertes Risiko abzusichern, stellen die Kunden ihre Währungsbestände der Börse lediglich zur freien Verfügung, auf dass die Börse für den Kunden das Market Making übernimmt. Die Handelsplattform zahlt den Kunden für das leihweise Zurverfügungstellen der Währungsbestände ein kleines Entgelt.

Sie verleihen Kryptowährungen an Shortseller und verdienen dabei Zinsen!

Eine weitere Möglichkeit zur Einnahmengenerierung besteht darin, die eigenen Bestände Shortsellern auszuleihen, die auf fallende Kurse setzen wollen. Dafür verkaufen die Shortseller, ohne die verkaufte Kryptowährung tatsächlich zu besitzen. Da die verkauften Einheiten natürlich nach dem Kauf geliefert werden müssen, leihen sich die Shortseller die verkauften Währungseinheiten einfach aus. Die Hoffnung besteht darin, zu einem späteren Zeitpunkt günstiger zurückkaufen und das Leihgeschäft damit auflösen zu können. Für das Ausleihen erhalten die Leihgeber einen Zins. Je nach Angebot und Nachfrage kann der Zinssatz für diese Leihgeschäfte durchaus beträglich sein. Zwar keine Kryptowährung, aber immerhin Währung: Verleiher türkischer Lira bekamen zum Wochenanfang Leihzinsen von mehr als 1.000% pro Jahr, da das Angebot knapp, die Nachfrage aber groß war.

Zusammenfassend kann Yield Farming beschrieben werden als eine Methode, passiv zusätzliches Einkommen mit ohnehin vorhandenen Beständen an Kryptowährung zu erzielen. Der Gewinn der Einzeltransaktion ist zwar gering. Im Laufe der Zeit kann sich aber ein ansehnlicher Zusatzertrag ansammeln, ohne dass Sie dafür etwas tun müssten.

Natürlich ist auch dieser Zusatzertrag nicht ohne Risiken. Wer Kryptowährungen verleiht, geht das Risiko ein, dass der Entleiher die Einheiten nicht mehr zurückgeben kann. Zwar verlangen die Plattformen von den Entleihern Sicherheiten, und zwar in der Regel Sicherheiten, die den Wert der Leihe übersteigen. Doch im Prinzip verlagert sich das Problem damit nur vom Entleiher auf die Plattform. Sie müssen der Plattform vertrauen, dass diese die Geschäfte für Sie interessewahrend abwickelt. Angesichts der zahlreichen Betrügereien durch Krypto-Plattformen in der Vergangenheit, sollten Sie die Plattform genau untersuchen, bevor Sie Geld zur Verfügung stellen.

Und wer Kryptowährungen an Shortseller verleiht, sollte kurzfristig kein Verkaufsinteresse haben. Zwar ist der Einfluss eines jeden einzelnen Shortsellers auf den Kurs gering. Gerade in illiquiden Märkten kann das Fehlen von entleihbaren Einheiten jedoch den Unterschied machen zwischen explodierenden oder fallenden Kursen.

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