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Kurios: Europa und Griechenland brauchen Alexis Tsipras!

Redaktion

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Von Claudio Kummerfeld

Alexis Tsipras hat verkündet, dass er an den offiziellen Statistiken seiner eigenen Regierung zum tollen Wirtschaftswachstum in Griechenland misstraut.Ökonomie-Experten streiten jetzt darüber, mit welcher Methode die jüngsten Zahlen zum Wirtschaftswachstum errechnet wurden, und welche Methode denn ethisch in Ordnung ist. Darum geht es doch gar nicht. Es ist gut, dass es in Griechenland überhaupt einen bedeutenden Politiker gibt, der ein vorgetäuschtes Wachstum anspricht. Denn wenn eine Wirtschaft nur mal als Beispiel um 30 % schrumpft und dann um 1 % wächst – macht es da Sinn von Wachstum zu reden? Oder einer Erholung der Wirtschaft? Wie Wirtschaftsexperten wissen: vor einer Problembehebung steht erst einmal die schonungslose Analyse.

Wie wir bereits in unserem Artikel vom 12.01.2015 darlegten, hat Alexis Tsipras Recht, wenn er sagt, dass es so nicht weitergehen kann in Griechenland. Damit wollten wir nicht grundlegend seine Position unterstützen, sondern nur darauf hindeuten, das weder für Bürger, noch Investoren oder EU-Steuerzahler der jetzige Zustand einfach so weitergehen kann. Es muss etwas geschehen.

Nehmen wir an Syriza wird gewählt. Man hört den genervten Unterton in Brüssel schon heute… man regt sich darüber auf, dass Syriza gewählt wird – man fragt sich aber nicht, warum die Wähler Syriza wählen. Das ist doch die entscheidende Frage.

Nach einer Syriza-Wahl sind Griechenland wie auch Europa endlich gezwungen ernsthaft die Probleme zu lösen! Erst durch die Wahl eines extremen Linken werden die Konservativen in Europa gezwungen (!) sich mit der griechischen Deflation, der Rezession und der Realität auseinanderzusetzen, dass Griechenland bei einer „Weiter So“-Politik niemals seine Schulden zurückzahlen kann. In meinem letzten Artikel hatte ich ein Schulden-Moratorium von z.B. 10 Jahren angeregt. Was bleibt real anderes übrig? Die Alternativen: Staatsbankrott, und alle Gläubiger verlieren sämtliche Ansprüche – oder man wirft immer weiter neues Geld hinterher; immer weiter, immer weiter Schulden mit Schulden bezahlen wie die USA. Das ist natürlich auch eine Lösung.

Aber ernsthaft: Europa und Griechenland brauchen Alexis Tsipras. Sonst findet keine grundlegende Analyse, und keine ersthafte Bemühung für eine Problemlösung statt.

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Baugewerbe mit Einbruch bei den Auftragseingängen – kein Grund zur Sorge!

Claudio Kummerfeld

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Baugewerbe mit Rückgang bei den Aufträgen

Das deutsche Baugewerbe verzeichnet einen Rückgang der Auftragseingänge. Krise? Weit gefehlt, so möchten wir meinen. Wie heute offiziell vermeldet wurde, sind die Auftragseingänge im Juli im Vergleich zu Juni um 5,6 Prozent gesunken, und im Vergleich zu Juli 2019 um 4,9 Prozent. In den ersten sieben Monaten des Jahres 2020 sank der reale Auftragseingang im Baugewerbe gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,7 Prozent. Warum diese Rückgänge noch kein Problem sind? Nun, die Aussagen der Statistiker deuten dies an.

Denn der Auftragseingang im Juni 2020 war aufgrund von Großaufträgen ungewöhnlich hoch ausgefallen. Und der Auftragseingang im Juli 2019 war der höchste jemals in einem Juli gemessene Wert. Von daher war es für den Juli 2020 auch schwer, im Vergleich zu diesem Rekord-Ausgangswert noch mal eine Steigerung hinzulegen. Und aktuell darf man ja auch noch ergänzen, dass im Zuge der Coronakrise verständlicherweise einige wirtschaftliche Abläufe wie Bauaufträge oder Bauanträge bei Ämtern verschoben werden oder sich verzögern. Wenn man das bedenkt, dann sind diese Auftragsrückgänge im Baugewerbe noch eher mild ausgefallen. So schreiben die Statistiker vom Statistischen Bundesamt auch Zitat „Gründe für diese negative Entwicklung sind neben möglichen Einflüssen der Corona-Pandemie auch das sehr hohe Niveau des Vorjahres“.

Die am Anfang des Artikels genannten Prozentveränderungen waren real, saison- und kalenderbereinigt gerechnet. Die nominalen Veränderungen fielen noch viel kleiner aus. Der Auftragseingang im Baugewerbe betrug im Juli 2020 rund 7,5 Milliarden Euro. Das waren nominal (nicht preisbereinigt) 2,5 % weniger gegenüber dem Höchststand im Juli 2019. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sanken die Auftragseingänge in den ersten sieben Monaten 2020 nominal um 0,5 %.

Grafik zeigt Verlauf der Auftragseingänge im Baugewerbe

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Coronakrise und Insolvenzen: Ab 01.Oktober kommt die Pleite-Welle

Markus Fugmann

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Aufgrund der Coronakrise hat die Bundesregierung bekanntlich beschlossen, das Insolvenzrecht zeitlich begrenzt auszusetzen und damit die Pflicht zur Anmeldung einer Insolvenz ausser Kraft zu setzen – gleichwohl droht nun bereits in der nächsten Woche eine massive Pleite-Welle. Denn ab 01.Oktober müssen jene Unternehmen wieder Insolvenz anmelden, die zahlungsunfähig sind – während überschuldete Firmen erst ab 01.Januar 2012 die Pflicht zur Insolvenz-Anmeldung haben.

Wie viele der von der Coronakrise betroffenen Unternehmen in Deutschland müssen dann als ab nächster Woche Insolvenz anmelden? Volker Römermann, unter anderem Fachanwalt für Insolveznrecht, sagt: über 90% der betroffenen Firmen werden dann ab 01.Oktober Insolvenz anmelden müssen, denn so hoch sei die Zahlungsunfähigkeits-Quote bei allen Insolvenzen – Überschuldung und damit die Pflicht zur Insolvenzanmeldung erst ab 01.Januar 2021 sei dagegen bei weniger als 10% der Fall.

Coronakrise: Jetzt kommt der Schmerz!

Das bedeutet: hunderttausende Firmen in Deutschland werden wohl zeitnah Insolvenz anmelden! Das wird viele Arbeitsplätze kosten. Der durch die Coronakrise ausgelöste Schmerz wurde also lediglich in die Zukunft verschoben – und diese Zukunft und damit der große Schmerz kommt nun also im Oktober, „buchstäblich am 01.Oktober“, sagt Römermann im Interview mit Florian Homm. Zwischen Januar und August diesen Jahres war die Zahl der Insolvenzen in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr sogar rückläufig – da hat sich nun viel aufgestaut, was sich nun in einer Pleite-Welle entladen dürfte!

Und der Schmerz geht dann ab 01.Januar 2021 weiter, denn viele Firmen haben in der Coronakrise noch einmal Kredite aufgenommen, seien aber nicht zuletzt dadurch aussichtslos überschuldet, sagt Volker Römermann:

Ab 01.Oktober schlägt die Coronakrise voll durch - es droht eine Welle von Insolvenzen

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Coronakrise aktuell: Madrid bald unter komplettem Lockdown?

Markus Fugmann

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Die Coronakrise nimmt weiter Fahrt auf – nun könnte die Region Madrid bald wieder unter vollständigem Lockdwn stehen! Soeben hat Spaniens Gesundheitsminister Salvador Illa empfohlen, die ganze Region Madird mit ca. 6,6 Millionen Einwohnern unter vollständigen Lockdwon zu stellen.

Heute hat die Regionalveraltung von Madrid die Bezirke unter Lockdown von 37 auf 45 angehoben – dadurch stehen dann ca. eine Millionen Menschen mehr unter diesem Lockdown als am Tag zuvor. Alleine in der Hauptstadt Madrid sind in der letzten Woche durchschnittlich knapp 500 Menschen pro Tag wegen Corona in Krankenhäuser eingeliefert worden. Spanien meldete heute 10.600 neue Corona-Fälle, in Frankreich waren es über 16.000, in Deutschland mit knapp über 2300 so viele wie seit April nicht mehr (genaue Daten siehe hier)..

An den Aktienmärkten verstärkt die mit Macht wieder auftretende Coronakrise die Risiko-Aversion weiter, die US-Futures wie auch der Dax stehen unter Druck..

 

Madrid als neues Zentrum der Coronakrise in Europa

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