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Kursrally bei Deutsche Bank und Commerzbank – worauf ist zu achten

Kursrally bei Deutsche Bank und Commerzbank - worauf ist zu achten

Sowohl europäische als auch deutsche Finanztitel wie die Deutsche Bank und Commerzbank haben durch den Corona-Schock im März 2020 deutliche Kursverluste erlitten. Seitdem haben sich die beiden Großbanken berappelt und eine Aufholjagd gestartet, die sich zuletzt sogar noch beschleunigt hat. Allein in dem neuen jungen Jahr konnte die Deutsche Bank um 31 Prozent zulegen, während die Commerzbank eine Kurssteigerung von 33 Prozent verzeichnete. Nach der Corona-Krise galten beiden Finanztitel noch als Sanierungsfälle, dementsprechend positiv ist die jüngste Entwicklung einzuschätzen – vom Sorgenkind zum Highflyer am deutschen Aktienmarkt.

Jede Menge Vorschusslorbeeren sind inzwischen in die Kurse der Deutschen Bank und Commerzbank eingepreist. Zuletzt hatten die Aussagen von EZB-Chefin Lagarde die Aktienkurse weiter angeheizt, als sie betonte, dass man auch in Europa Zinsanhebungen nicht mehr ausschließt. Wenn die US-Notenbank in diesem Jahr drei bis fünf Zinsschritte vollzieht, dann muss auch die EZB nachziehen, sagte Deutsche Bank Chef Sewing. Bankentitel zählen zu den Profiteuren höherer Notenbankzinsen, von denen sie insbesondere im Kreditgeschäft profitieren. Der Markt hat eine mögliche Zinswende schon zum Teil eingepreist, weshalb die Finanztitel in den letzten Wochen deutlich zulegen konnten.

Trotz der Versuche zu Wochenbeginn von EZB-Chefin Lagarde, die ansteigenden Zinsfantasien zu bremsen, rechnet der Markt aufgrund der ausufernden Inflation mit einer Straffung der Geldpolitik. Sowohl der Deutsche Bank Chef Sewing als auch der Commerzbank-Chefökonom Jörg Krämer sehen es wie der Markt, beide rechnen bereits in diesem Jahr mit einer Zinsanhebung der EZB. Nachdem die Notenbank quasi ein Jahrzehnt auf eine Nullzinspolitik gesetzt hat, könnte nun die Trendwende bevorstehen. Unter dem Strich dürften Bankentitel wie die Deutsche Bank und Commerzbank mittelfristig von dieser Entwicklung profitieren.

Deutsche Bank: Die Aktie kennt kein Halten

Mit dem Hoch bei 14,40 Euro hat die Deutsche Bank ein Vierjahreshoch erreicht. Das Gleiche gilt für die Commerzbank-Aktie, die derzeit die Neun-Euro-Marke testet und seit August 2021 über 60 Prozent zugelegt hat. Beide Aktien haben sich zu Highflyern gemausert. Allerdings könnten im kurzen Zeitfenster Gewinnmitnahmen einsetzen, da beide Titel nach der jüngsten Rally deutlich überkauft sind. Das deutet unter anderem der hohe Wert beim Relative-Stärke-Index im beigefügten Chart an.

Aus technischer Sicht stellt für die Deutsche Bank-Aktie der Bereich knapp über der 14,00 Euro-Marke ein Widerstand aus dem Wochenchart dar. Nur ein paar Cent darüber verläuft zudem die Oberkante des seit zwei Jahren andauernden Trendkanals. Hier könnte es zu einem Rücksetzer kommen. Neue Einstiegsmöglichkeiten dürften sich indessen im Bereich zwischen 13,00 und 12,50 Euro ergeben. Der nächste große Widerstand liegt hingegen erst bei 17,10 bis 17,80 Euro.

Deutsche Bank Chart: Widerstandszone voraus

Commerzbank: Blick auf die Charttechnik

Auch das Chartbild der Commerzbank weiß zu überzeugen. Hier sehen wir sogar einen Ausbruch aus dem Trendkanal nach oben. Mit dem Überschreiten der 8,00 Euro-Marke hat sich der Anstieg weiter beschleunigt. Allerdings hat der Kurs wie auch bei Deutsche Bank eine Widerstandszone erreicht. Nahe der 9,00 Marke verläuft ein horizontaler Widerstand aus dem Wochenchart. Zudem ist die Commerzbank-Aktie ein gutes Stück überkauft, wie wir im beigefügten Chart sehen können. Jedes Mal, wenn der RSI deutlich über der 70 Punkten angestiegen ist, kam es zu einem Rücksetzer. Eine mögliche Konsolidierung könnte den Kurs nochmal zurück an die obere Trendlinie des Kanals führen. Hier liegt im Bereich von 8,10 bis 7,80 Euro zusätzlich noch eine horizontale Unterstützung. Demgegenüber könnte ein Ausbruch über 9,00 Euro den Aktienkurs bis 9,66 und 10,50 Euro führen.

Commerzbank Chart: Am Widerstand angelangt

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