Folgen Sie uns

Allgemein

Kurz-News: Trump will „sehr bald“ Fed-Chef ernennen – und „angekündigter Besuch“ bei VW und Daimler

Neues von Donald Trump und seiner Entscheidung für den neuen Fed-Chef – und ein extrem hartes Vorgehen der EU-Kommission gegen deutsche Autobauer (letzteres war ein Witz..)

Redaktion

Veröffentlicht

am

FMW-Redaktion

1. Donald Trump hat in einem Interview mit dem ihm durchaus gewogenen Sender „Fox Business News“ angekündigt, sehr bald den neuen Fed-Chef zu ernennen:

„I will make my decision very shortly, pretty shortly“
, so Trump in dem Interview mit Maria Bartiromo (von der böse Zungen sagen, sie sei der Beweis dafür, dass Botox sprechen könne..)

Trump zeigte sich in dem Interview auch optimistisch, dass die Steuerreform, die eine Steuersenkung ist, noch vor Weihnachten verabschiedet werde – das halten Experten für geradezu immens optimistisch:

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

Im Rennen um den Chefposten bei der Fed sind wohl nur noch drei Kandidaten: der aktuelle Favorit Jerome Powell, die bisherige Fed-Chefin Yellen und John Taylor, der Erfinder der Taylor Regel, nach der der Leitzins in den USA derzeit eigentlich über 4% liegen müsste. Powell ist zwar konturlos und daher vermutlich ein gutes Werkzeug für Trump, aber richtig „sexy“ dürfte diese Lösung für Trump nicht sein. Yellen dagagen hat eine Qualität, sie gilt als ziemlich dovish, hat aber ihren Zenit schon vor ein paar Jahren überschritten. Eigentlich am besten passt John Taylor, von dem sich Trump bei ihrem Treffen stark beeindruckt gezeigt hatte – aber gegen Taylor spricht, dass er eigentlich stärker an der Zinsschraube drehen würde, wenn er seine von ihm selbst entwickelte Theorie wirklich ernst nimmt!

So oder so dürfte die Fed im Dezember die Zinsen weiter anheben, und dann auf die weiteren Konjunktur-Daten reagieren. Es wird wohl auch eine große Rolle spielen, ob die Steuersenkungen kommen oder nicht – viele Fed-Mitglieder fürchten in diesem Fall eine Überhitzung der Konjunktur und würden dafür plädieren, die Zinsen dann schneller anzuheben.

Wenig ändern dürfte sich auch an der im Oktober begonnenen Bilanz-Reduzierung der Fed, zunächst monatlich zehn Milliarden Dollar.


Donald Trump. Foto: Michael Vadon/Wikipedia (CC BY-SA 2.0)


2. Extrem hartes Vorgehen gegen deutsche Autobauer – nein, das war nur ein Scherz
! So wurde heute bekannt, dass die EU-Kommission bei Daimler und Volkswagen Durchsuchungen habe durchführen lassen. Der Dax reagierte entsetzt, das Wort „Razzia“ machte die Runde!

Aber dann vermeldete etwa Daimler, dass es sich dabei um eine „angekündigte Nachprüfung“ handele! Da kann man mal sehen, wie schonungslos gegen die deutschen Autobauer vorgegangen wird, die ja bekanntlich nicht gerade in unerheblichem Umfang Jobs schaffen. Daher kündigt man offensichtlich „Nachprüfungen“ an, was natürlich Sinn macht, weil der Geprüfte dann ja überhaupt keine Zeit mehr hat die möglicherweise etwas unangenehmeren Dokumente einer reinigenden Schredderung zuzuführen..

Im Übrigen sind wir natürlich der Auffassung, dass alle deutschen Autobauer per se unschuldig sein müssen, was schon die Tatsache belegt, dass sie Jobs geschaffen haben und schaffen. Wer so etwas tut, kann ja gar nicht schuldig sein..

8 Kommentare

8 Comments

  1. Avatar

    V

    23. Oktober 2017 16:15 at 16:15

    Leider ist der Author wie die gesamte deutsche Presse Handlanger der amerikanischen Agenda die deutschen Autobauer zu schwächen.

    Aber wir deutschen sind ja eh so unpatriotisch… moment, nein, wir sind so ANTI-patriotisch, dass die Amerikaner das gar nicht selbst tun müssen. Diesen dreckigen Job kann man inzwischen den Deutschen selbst überlassen.

    Ein Job, den hier u.a. der Author von Finanzmarktwelt macht.

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      23. Oktober 2017 16:21 at 16:21

      @V, bei all Ihrem Patriotismus wäre es doch mal eine Überlegung wert, Autor ohne „h“ zu schreiben..
      Und ansonsten ist Wirtschaftskriminalität eben Wirtschaftskriminalität, egal wer sie begeht, weil zu Lasten vieler Millionen, die die Rechnung dafür zahlen! Aber Ihr Patriotismus ist scheinbar so stark, dass Sie diese Rechnung sehr gerne bezahlen..

      • Avatar

        V

        23. Oktober 2017 17:52 at 17:52

        Herr Fugmann, es ist ein wahrlich schwacher Konter und Ablenkungsversuch, wenn Sie darauf herumreiten, dass ich Autor falsch geschrieben habe. Liegt wohl daran, dass ich sehr oft auf englischsprachigen Seiten unterwegs bin und auch dass ich nicht viel Wert auf Korrekturlesen bei schnellem Tippens lege.

        Erschreckender ist, dass Sie die Wirtschaftskriminalität nur in D ankreiden. Die Amerikaner sind darin wahre Meister und deren Regierung unterstützt wo sie kann. So haben die amerikanischen Banken die große Finanzkrise ausgelöst durch eben wirtschaftskriminelle Handlungen. Aber nach Ihrer Logik ist es sicherlich Okay, dass die Zeche letztlich weitgehend nicht die Amerikaner sondern der Rest der Welt, v.a. auch Europa, gezahlt hat und weiter zahlt. Wo ist ihr Verstand (und ja auch ihr Patriotismus), der fordert, dass diese Wirtschaftskriminellen von der EU abkassiert werden?

        Scheint so als sind wir alle, v.a. auch die Wirtschaftsjournalisten und die, die es gern werden möchten, gehirngewaschen und merken es nicht einmal….

        • Markus Fugmann

          Markus Fugmann

          23. Oktober 2017 17:55 at 17:55

          @V, das hat doch damit nichts zu tun! Wer bestreitet denn, dass es auch in den USA massenhaft Wirtschaftskriminalität gab (Enron etc.) und gibt, teilweise sogar staatlich gedeckt? Niemand! Aber hier in diesem Fall gab es einen konkreten Anlaß, nämlich die „angekündigten Nachprüfungen“ bei Daimler und VW..

          • Avatar

            V

            25. Oktober 2017 08:34 at 08:34

            Es geht nicht darum, dass es in USA auch Wirtschaftskriminalität gab, sondern wie wir „gute Europäer“ mit den Verfehlungen der anderen umgehen. Der Amerikaner ist agressiv und bescheisst die Welt durch Zwang, Spionage und Tricks und würde niemals zulassen, dass die Fehlverhalten seiner Firmen im Ausland so massiv sanktioniert wird wie z.B. bei VW. Wir Europäer hingegen sind die Schlachtschafe mit Hang sich sogar noch selbst zu zerstören. Und die Deutschen sind darin sogar die Meister. Ihr Artikel war ein Paradebeispiel für diese Denke.

          • Markus Fugmann

            Markus Fugmann

            25. Oktober 2017 09:11 at 09:11

            @V, da ist doch schlicht Unsinn! Die EU-Kommission geht gegen Amazon und Apple vor wegen deren Hang zu Steurparadiesen in Europa, dazu noch Google wegen Bevorzugung eigener Links, dazu gegen Mircrosoft. Da kommen Milliardenstrafen auf diese US-Konzerne zu. Und was hört man dazu aus den USA? Drohungen, Protest? Nein, man hört nichts. Also entbehrt Ihre Aussage jeder Grundlage:

            „Der Amerikaner ist agressiv und bescheisst die Welt durch Zwang, Spionage und Tricks und würde niemals zulassen, dass die Fehlverhalten seiner Firmen im Ausland so massiv sanktioniert wird wie z.B. bei VW.“

            Ist es nicht erstaunlich, dass die Deutschen, die einen Diesel der älteren Kategorie fahren, derart die Füsse still halten angesichts der Tatsache, dass der Betrug deutscher Autobauer sie viel Geld kostet, weil ihre Fahrzeuge praktisch unverkäuflich sind und wenn sie Pech haben in deutschen Städten nicht mehr fahren dürfen? Diese Duldsamkeit wäre bei den US-Konsumenten undenkbar!

  2. Avatar

    randyhofbeck

    23. Oktober 2017 16:21 at 16:21

    autor, es muss autor heissen … wie auto !!!

  3. Avatar

    Gerd

    23. Oktober 2017 16:34 at 16:34

    „…, Autobauer, die ja bekanntlich nicht gerade in unerheblichem Umfang Jobs schaffen. Daher kündigt man offensichtlich „Nachprüfungen“ an, (damit der Geprüfte) …Zeit hat, die möglicherweise etwas unangenehmeren Dokumente einer reinigenden Schredderung zuzuführen.

    FMW, nennt mir bitte einen bekannt gewordenen Fall von öffentlichem Interesse (Politiker, Manager, ganz egal), wo es nicht mindestens 2 Monate gedauert hat, bis die erste Haussuchung über die Bühne ging – was mich jedesmal maßlos gewundert und geärgert hat. Und da standen keine Arbeitsplätze auf dem Spiel, aber es handelte sich halt um Großkopferte.

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Allgemein

Markus Krall über das große Debakel als Resultat der Gelddruck-Orgie

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Dunkle Wolken über Frankfurt

Markus Krall erlebt man in letzter Zeit leider öfters vor allem bei Twitter mit zweifelhaften Äußerungen zu Corona-Themen. Aber dennoch wollen wir seine hochinteressanten Aussagen zur Geldpolitik und Wirtschaftsordnung präsentieren. Denn seine inhaltlichen Aussagen zu diesen Themen sind bestechend. Sicherlich kann man bei einigen seiner Aussagen anderer Meinung sein, dennoch erweitern seine Thesen den Horizont und regen zum Nachdenken an.

Der folgende gestern veröffentlichten Vortrag stammt zwar schon vom 24. Oktober 2020, dennoch ist er auch heute noch aktuell. Die wirtschaftlichen und geldpolitischen Folgen der Coronakrise werden besprochen. Dabei zeichnet Markus Krall ein düsteres Bild über eine bevorstehende massive Inflation und das Ende des Euro. Richtig los geht es ab Minute 12:40 im Video. Banken und Zombieunternehmen sind Klassiker-Themen in seinen Vorträgen, die auch dieses Mal zur Sprache kommen. Auf jeden Fall ist dies mal wieder ein spannender Vortrag von Markus Krall.

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

weiterlesen

Allgemein

Dirk Müller über das Börsenjahr 2021: „Mit Gas und Bremse durch den Markt“

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Bulle und Bär - Dirk Müller will mit Gas und Bremse durchs Jahr kommen

Dirk Müller hat in einem aktuellen Interview über das Börsenjahr 2021 gesprochen, aber auch über die Corona-Restriktionen und den Bitcoin. Beim Thema Corona ist er der Meinung, dass die Beschränkungen nach einer flächendeckenden Impfung und rückläufigen Infektionszahlen nicht verschwinden würden. In welcher Form genau es weitergehe, könne er auch nicht sagen, aber gewisse Arten von Einschränkungen im Alltag würden dauerhaft bestehen bleiben. Dirk Müller erwähnt in dem Zusammenhang die auch bei der Grippe ständigen Mutationen und jährlich neuen Impfungen, um sich dagegen zu schützen. Corona käme dauerhaft als neues Risiko hinzu.

Dirk Müller über das die Aktienmärkte in 2021

Immer weiter steigende Börsenkurse sind laut Dirk Müller auch im Börsenjahr 2021 möglich, auch dank der Notenbanken. Aber, so seine Worte, alle Welt glaube es gehe an der Börse jetzt nur noch nach oben. Man frage sich nur noch, wie kräftig die Kursgewinne im Jahr 2021 ausfallen werden. Aber ein großer Börsencrash sei jederzeit möglich. Was dafür exakt der Auslöser sei, könne man vorher nie sagen. Ein Problem für die Aktienmärkte sei aktuell das Ansteigen der Anleiherenditen in den USA (aktuell 1,09 Prozent). Diese würden laut Dirk Müller unabhängig von der Politik der Notenbanken anziehen, weil die Inflationserwartungen in den USA zunehmen. Es stehe für 2021 eine Sektorenrotation bevor. Das Anlegergeld verlasse die Tech-Aktien. US-Banken würden interessanter werden, aber auch Branchen wie der Flüssiggas-Sektor. Er gehe mit Gas und Bremse durch das kommende Börsenjahr. Man solle für weiter steigende Kurse offen sein, aber mit Absicherung.

Bitcoin

Und was ist mit dem Bitcoin? Wochenlang war der Kurs ja kräftig gestiegen, dann wieder deutlich gefallen (hier unsere aktuellste Berichterstattung). Dirk Müller bleibt bei seiner bisherigen Meinung. Der Bitcoin sei eine eindeutige Zockerei, dahinter stehe kein echter Wert. Er könnte kräftig verlieren, aber auch unendlich weiter steigen.

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

weiterlesen

Allgemein

EZB: Auf der Spur der wahren Gründe für das große Gelddrucken

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Die EZB-Zentrale in Frankfurt

Wir alle hören es seit Jahren und nehmen es zur Kenntnis. Offiziell betreibt die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Geldpolitik (Zinsen und Anleihekäufe), um die Inflation von der Null-Linie in Richtung 2 Prozent zu bekommen. Und Bürger und vor allem Unternehmen sollen durch die Banken in der derzeitigen Krise günstige Finanzierungsbedingungen erhalten. Daher flutet man alles und jeden mit Notenbank-Euros, und die Banken können dem braven Mittelständler noch günstigere Kredite anbieten? So kommt die Wirtschaft in Schwung, und letztlich auch die Inflation? So geht natürlich die offizielle Story. Und tatsächlich?

Viele Beobachter der EZB-Politik behaupten oder meinen erkannt zu haben, dass es Frau Lagarde und vorher Mario Draghi in Wirklichkeit darum ging, mit günstigen Finanzierungskonditionen und mit massiven Anleihekäufen die Südländer in der Eurozone am Leben zu erhalten. So wolle man die Eurozone als Konstrukt zusammenhalten. Auch wir bei FMW haben uns in den letzten Jahren diverse Mal zu diesem Thema geäußert. Nach der gestrigen PK von Christine Lagarde ist uns der Kommentar von Dr. Jörg Krämer aufgefallen, dem Chefvolkswirt der Commerzbank. Man kann ihn also ruhig als seriöse Quelle bezeichnen.

EZB hält Bedingungen für Südländer günstig

Er hat seinen Kommentar betitelt mit der Headline „Was Günstige Finanzierungsbedingungen wirklich bedeuten“. Er zielt auch auf die oberflächlichen Gründe der EZB ab, nämlich Kreditkunden in der Wirtschaft zu günstigen Konditionen zu verhelfen. Es sei interessant zu beobachten, wie stark Christine Lagarde das Konzept der „günstigen Finanzierungsbedingungen“ betont habe. Sie folge dabei einem „holistischen Ansatz“ und habe verschiedene Zinsen im Blick – etwa die für Kredite an Unternehmen oder private Haushalte. Tatsächlich aber (so Jörg Krämer) dürfte es der EZB aber vor allem darum gehen, die Renditeaufschläge der Anleihen der besonders hoch verschuldeten Staaten zu begrenzen. So lasse sich beobachten, dass die EZB im Rahmen ihres PEPP-Programms immer dann mehr Staatsanleihen kaufe, wenn die Risikoaufschläge steigen (siehe Grafik). Zitat Jörg Krämer:

Laut der Nachrichtenagentur Bloomberg habe ein EZB-Vertreter gesagt, dass die EZB sogar bestimmte Höchstwerte für die Risikoaufschläge einzelner Staatsanleihen bestimmt habe. Offenbar sieht es die EZB als ihre Aufgabe an, die Währungsunion zusammenzuhalten, solange die hoch verschuldeten Staaten nicht ihre Hausarbeiten machen und damit latent die Existenz der Währungsunion gefährden.

Endet diese Politik der EZB, wenn das Corona-Aufkaufprogramm PEPP Anfang 2022 endet? Nein, Jörg Krämer glaubt, dass das Aufkaufen auch danach weitergeht, optisch eben nur über ein andere Vehikel. Die EZB werde dann das „normale“ Kaufprogramm namens APP aufstocken, und zwar von 20 auf 30 bis 40 Milliarden Euro pro Monat. Begründen dürfte sie dies unter anderem mit einer merklich unter zwei Prozent liegenden Inflation. Und ja, so möchten wir von FMW anmerken: So läuft es schon seit Jahren. Die Inflation, die ist einfach zu niedrig, deswegen muss man Billionen an Euros drucken und immer weitere Teile der Anleihemärkte aufkaufen. In Wirklichkeit will man, so nehmen wir es auch an, nur weiterhin gewährleisten, dass Italien, Griechenland, Spanien und Co sich so günstig wie nur irgend möglich immer weiter verschulden können.

EZB kauft mehr Anleihen um Spreads zu senken

Hier klicken, um den Inhalt von Twitter anzuzeigen

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage