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Kurz und knapp: Bitcoin aktuell mit 1200 Dollar-Crash, Fed denkt an eigene Kryptowährung, OPEC-Tratsch

Um 15 Uhr lag der Kurs sogar bei 11.378 Dollar. Der Wahnsinn kennt heute offenbar kein Ende. Denn vor wenigen Minuten erfolgte heute der zweite Crash im Bitcoin in kürzester Zeit, diesmal über…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Erst vor wenigen Stunden hatten wir über die heutige erstaunliche Preisbewegung im Bitcoin berichtet. Nach einen Überlaufen der psychologisch wichtigen 10.000 Dollar-Marke folgte ein Flash Crash von 800 Dollar, den man nur wenige Stunden später hinter sich gelassen hatte. Neue Höhen sind erreicht worden, und im Tagesverlauf hatte man sogar die 11.000 Dollar-Marke hinter sich gelassen. Um 15 Uhr lag der Kurs sogar bei 11.378 Dollar. Der Wahnsinn kennt heute offenbar kein Ende. Denn vor wenigen Minuten erfolgte heute der zweite Crash im Bitcoin in kürzester Zeit, diesmal über 1200 Dollar runter auf 10.000 Dollar (rechts im Chart erkennbar). Aktuell gibt es schnelle Sprünge um die 10.200 Dollar herum.

Mehr zu Kryptowährungen unter https://finanzmarktwelt.de/kryptowaehrungen/

Fed

Unterdessen wird aktuell bekannt, dass William Dudley, Chef der New Yorker Fed und somit auch einflussreicher Notenbanker innerhalb der Fed, heute bei einer Konferenz ausgeplaudert hat, dass die Fed darüber nachdenke eine eigene Kryptowährung einzuführen. Es ist sicher nur ein Zufall, dass so eine Aussage gerade heute getätigt wird? Dudley sagte auch, dass er Bitcoins eher als eine spekulative Aktivität ansehe, und nicht als stabilen Wertaufbewahrungsort. Damit bedient er sich exakt der selben Sprachregelung wie so ziemlich alle Notenbanker weltweit. Nein, nein, die Kryptos sind keine Währungen, sondern Spekulationsobjekte…

OPEC

Die meisten Delegierten des morgigen OPEC-Treffens sind inzwischen in Wien anwesend. Und so ist es unvermeidlich, dass überall Aussagen herumgeistern. Hier aktuelle Aussagen von Energieministern einzelner Länder (Russland ist mit dabei als „Special Guest Star“ der OPEC, da man bislang 300.000 Barrels zur Kürzung beisteuert):

Russland:

Die Vereinbarung zwischen OPEC und Nicht OPEC-Staaten ist sehr erfolgreich.

Grundsätzliche Einigung für Verlängerung des Kürzungsdeals vorhanden.

Man hofft, dass man zu einer Entscheidung kommt, die den Markt voll ausbalancieren wird.

Aktuelle Marktkonditionen sind stark.

Saudi-Arabien:

In den ersten neun Monaten des Kürzungsdeals haben die teilnehmenden Produzenten die vereinbarte Kürzungsmenge zu 109% erfüllt.

Ölproduzenten können es sich nicht leisten selbstzufrieden zu sein.

In den nächsten Monaten ist viel Arbeit zu tun, und eine volle Zustimmung aller Teilnehmerländer ist notwendig.

Überhang an Öl geht global zurück.

Bisherige Ergebnisse des Deals von OPEC und Nicht OPEC-Ländern sind sehr erfreulich.

Kuwait:

Es ist immer noch viel Arbeit zu tun um die weltweiten Öl-Lagerbestände auf den Fünfjahresdurchchnitt zu bringen.

Durchweg gibt es eine hundertprozentige Einhaltung der bisherigen Vereinbarung.

Dieses derzeitige gute Momentum soll man nicht nutzen um sich zurückzulehnen und zu entspannen. Es ist noch viel zu tun bis zum Erreichen des Fünfjahresdurchschnitts bei den Lagerbeständen.

Katar:

Wir werden eine breite Übereinstimmung beim morgigen Meeting sehen.

Irak:

Wir unterstützen die Verlängeurng der Kürzungen bis Ende 2018.

Ecuador:

Noch gibt es keine Vereinbarung für die Verlängerung der Kürzungen.

8 Kommentare

8 Comments

  1. Avatar

    Positino

    29. November 2017 17:45 at 17:45

    Mal angenommen, ich wäre Werbepartner der FMW: Würden Sie – Stand heute – Bitocoin als Zahlungsmittel akzeptieren? Die Antwort wird wahrscheinlich „nein“ lauten. Daher sind Kryptos primär ein Spekulationsobjekt. Die Analyse scheint mir nicht falsch zu sein. Den Begriff „Wertaufbewahrungsort“ dagegen muss ich erst mal verdauen…

    • Avatar

      Michael

      29. November 2017 18:30 at 18:30

      Warum, außer im Dark Web für die dort erhältlichen Güter und Dienstleistungen, sollte jemand, der nicht vollkommen paranoid ist, überhaupt mit Bitcoins bezahlen wollen? Kryptos sind primär absolut <b<DAS Spekulationsobjekt schlechthin, derzeit die Spitze in der (R)Evolution des Spekulationswahnsinns, quasi der T-Rex der Geldgeilheit.
      Hier haben die vollkommen Irren nun eine von jeglicher Realität losgelöste Plattform gefunden, die alle Kriterien eines perfekten Virtu-Biotops für psychisch ernsthaft gestörte, weltfremde, virtuell-digital-süchtige Zocker zur Verfügung stellt:
      Der Strip von Las Vegas nun endlich für Börsen-Zocker und Spielsüchtige, die ihren Hintern nicht mehr vom Sessel hochbekommen.
      Wie viele traurige paar Dollar waren es nochmal, mit denen im Jahr 2017 in Kryptos bezahlt wurde?

      • Avatar

        CG

        29. November 2017 19:31 at 19:31

        Wie immer bei solchen Destriktiv-Posts zu kleinkariert und kurz gedacht!
        Der wahre „Wert“ der Blockchain-Tokens liegt nicht in deren Nominal-Wert in heutigen fiat-Währungen…….

        • Avatar

          Michael

          29. November 2017 19:56 at 19:56

          Wir werden sehen, wer kleinkariert und kurz denkt, sehr bald…
          Es heißt übrigens Destruktiv, nicht Destriktiv…

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            Feldmaen

            29. November 2017 20:15 at 20:15

            Aber destruktiv wird klein geschrieben…

        • Avatar

          Michael

          29. November 2017 21:39 at 21:39

          @Feldmaen, Habe mich auf den Original-Kommentar bezogen: Destriktiv-Posts
          Erst lesen, dann denken, danach vielleicht posten…

          • Avatar

            Feldmaen

            30. November 2017 08:54 at 08:54

            Ich wollte doch nur überspitzt auf ihre Spitzfindigkeit aufmerksam machen. Aber dann muss ja wieder so was Herablassendes wie „erst lesen, dann denken, danach vielleicht posten…“ kommen. Scheint ihnen ja Spaß zu machen…

  2. Avatar

    Positino

    29. November 2017 17:47 at 17:47

    Mal angenommen, ich wäre Werbepartner der FMW: Würden Sie – Stand heute – Bitcoin als Zahlungsmittel akzeptieren? Die Antwort wird wahrscheinlich „nein“ lauten. Daher sind Kryptos primär ein Spekulationsobjekt. Die Analyse scheint mir nicht falsch zu sein. Den Begriff „Wertaufbewahrungsort“ dagegen muss ich erst mal verdauen…

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Negativzinsen und Druckerpresse: Auswirkungen auf Menschen und Schrottunternehmen

Claudio Kummerfeld

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Negativzinsen helfen Schrottfirmen und schaden den Sparern

Die Druckerpressen von EZB, Federal Reserve und Co laufen auf Hochtouren. Und dank dem neuem US-Präsidenten Joe Biden (Vereidigung am 20. Januar) dürfte das Tempo an neu geschaffenem Geld und neuer Staatsverschuldung nochmal Fahrt aufnehmen. Auch die Eurozone steht dem mit der EZB in Nichts nach. Die Null- und Negativzinsen bleiben weiter dort wo sie sind, und das auf lange Zeit. Das haben die Notenbanker auf beiden Seiten des Atlantiks klar gemacht. Was passiert, wenn Negativzinsen und Druckerpresse auf Menschen und Schrottunternehmen treffen? Hier kurz und knapp zwei Beispiele.

Die Schrottunternehmen werden auch gerne als Zombieunternehmen bezeichnet. Dies sind Unternehmen, die zum Beispiel noch nicht mal genug Geld verdienen um ihre Zinslast auf Kredite bedienen zu können. Oder sie überleben nur noch dank Staatshilfen, aber nicht aus strukturell echten Einnahmen. Wer Schrott ist, muss am Kapitalmarkt für Schulden eine höhere Risikoprämie zahlen. Denn der potenzielle Käufer von Schrottanleihen will sich das höhere Risiko einer Nicht-Zurückzahlung der Anleihe natürlich honorieren lassen. Von daher notieren die Renditen von Junk Bonds (Anleihen begeben von Unternehmen mit zweifelhafter Bonität) immer deutlich höher als die von gut angesehenen Unternehmen.

Derzeit aber, wo die Notenbanken alles mit frisch gedrucktem Geld überschwemmen und wo die Negativzinsen alles runterdrücken, da profitieren auch die Zombieunternehmen von immer weiter fallenden Renditen für ihre Schulden. Wie der folgende zehn Jahre zurückreichende Chart zeigt, ist die durchschnittliche Rendite für Junk Bonds in den USA auf ein neues Rekordtief von 4,45 Prozent gesunken, mehr als zwei Prozentpunkte unter dem Zehnjahresdurchschnitt. Die Zombies freuen sich also über immer geringere Kosten für ihre Schulden.

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Der Spar-Michel zahlt die Zeche

Man erinnere sich noch zurück, als hier und da die aller erste Sparkasse oder Volksbank Negativzinsen für Kontoguthaben einführte. Was gab das für einen Aufschrei. Heute ist das Alltag. Und die Lawine rollt immer weiter. Die ganz frische Veröffentlichung des Portals Biallo zeigt, dass auch die Direktbanken immer stärker auf den Zug aufspringen. 240 Banken insgesamt kassieren mittlerweile Negativzinsen im Privatkundenbereich, bei Firmenkunden sind es 317 Geldhäuser. Beim sogenannten Verwahrentgelt gelten in der Regel bestimmte Freibeträge, die von 5.000 Euro bis zu Millionenbeträgen reichen. Elf Geldhäuser langen bereits ab dem ersten Euro zu. Die DKB folgt aktuell der ING und führt ab sofort einen Negativzins in Höhe von minus 0,5 Prozent ein – für Einlagen ab 100.000 Euro auf dem Tagesgeld- und Girokonto. Wie bei der ING sollen Bestandskunden erst mal nicht betroffen sein.

Damit dürfte die Negativzins-Welle, die derzeit auf Sparer zurollt, noch mal deutlich an Fahrt gewinnen. Denn laut jüngsten Recherchen von Biallo haben auch große Regionalbanken in Hamburg, München und Köln zuletzt einen Strafzins für private Einlagen eingeführt. Erst gar keine Negativzinsen, jetzt gibt es immer mehr, aber mit Freibeträgen. Da das Umfeld aus Null- und Negativzinsen noch jahrelang anhalten wird, und da die Banken margentechnisch unter immer größerem Druck stehen, darf man annehmen, dass diese Freibeträge in Zukunft stetig verringert werden, und dass auch immer öfter von Bestandskunden Negativzinsen kassiert werden, und nicht nur von Neukunden.

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US-Arbeitsmarktdaten im Detail: Extrem schwach! Der Amazon-Effekt in brutaler Klarheit

Claudio Kummerfeld

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USA Flagge und Adler

Die US-Arbeitsmarktdaten wurden um 14:30 Uhr veröffentlicht mit einem Zuwachs von 245.000 Stellen für November, was deutlich schlechter war als erwartet (Prognose 470.000). Bezüglich der Gesamtzahl von 245.000 neuen Stellen gab es einen Abbau von 99.000 Stellen beim Staat. Somit gibt es im November 344.000 neu geschaffene Stellen im Privatsektor. Im Verarbeitenden Gewerbe gab es insgesamt einen Zuwachs von nur 55.000 Stellen. Im Untersektor Bergbau lag die Veränderung bei +1.000. Auf dem Bau waren es +27.000 Stellen, und in der Industrie +27.000. Die folgende Grafik zeigt die gesamten Daten für das Verarbeitende Gewerbe im November.

Zum Vergrößern bitte die Grafiken anklicken.

Grafik zeigt US-Arbeitsmarktdaten für November im Detail

Verbleibt bei den neu geschaffenen Stellen im November noch ein Plus von 289.000 Stellen im US-Dienstleistungssektor. Ein sehr schwacher Wert nach +783.000 im Oktober. Der Einzelhandel baute 34.700 Stellen ab. Das ist dramatisch, wo der Sektor doch als einer der Jobmaschinen gilt. Elektronikgeschäfte bauten netto 11.300 Stellen ab, Sport- und Buchgeschäfte 12.100 Stellen, und Kaufhäuser sowie große Supercenter (Walmart etc) verloren netto 20.800 Stellen. Gleichzeitig explodieren die Neueinstellungen bei Amazon und Co (also vor allem Amazon). Alleine im November wurden netto 81.900 neue Kurierfahrer eingestellt, und 36.800 Mitarbeiter in Warenlagern.

Grafik zeigt Details zu Job-Änderungen im US-Einzelhandel

Der Sektor „Professional and Business Services“ konnte 60.000 Stellen hinzugewinnen (sehr schwach), wobei hier alleine fast 70.000 neue Jobs bei Zeitarbeit und Hilfsarbeit entstanden. Andere Teilsegmente in dem Bereich bauten also eher Stellen ab. Der Bereich „Pflege und Bildung“ ist mit nur +54.000 Stellen auch sehr schwach dabei. Wobei der Bereich Bildung 5.700 Stellen abgebaut hat. Die Pflege schuf 59.600 neue Stellen. Der mit Abstand größte Einzelposten, wenn es um das schnelle Schaffen neuer Jobs in den USA geht, ist in der Regel der Bereich „Freizeit und Bewirtung“, also Restaurants, Freizeitparks etc.  Hier ist die Schaffung neuer Stellen im November extrem schwach ausgefallen mit gerade mal +31.000. Innerhalb dieses Segments wurden bei Restaurants und Bars sogar 17.400 Stellen abgebaut. Die zweite Corona-Welle lässt grüßen.

Grafik zeigt Details zu verschiedenen US-Jobdaten

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Coronavirus: Herdenimmunität, ein Geduldsweg, vor allem in Deutschland

Wolfgang Müller

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Die Impfung gegen das Coronavirus nimmt immer mehr Gestalt an, nicht nur in China, in Russland, in der Türkei, ab Montag in Großbritannien, aber bald auch in Deutschland. Endlich die Plage loswerden, immun werden, so die berechtigte Hoffnung Vieler. Eines aber spricht gegen eine rasche Herdenimmunität, auch in Deutschland – die Bereitschaft zur Impfung.

Coronavirus: Aktuelle und künftig Immunisierte

Betrachtet man sich die aktuellen Infektionszahlen, so erkennt man große Unterschiede bei den offiziell registrierten Infizierten mit dem Coronavirus. In den USA ist bereits jeder 23. Bewohner positiv auf Covid-19 getestet worden, in Frankreich jeder 29., in Spanien jeder 27., in Belgien und Tschechien jeder 20. – und in Deutschland? Jeder 76. Einwohner, bei einer Dunkelziffer von vielleicht Faktor drei bis vier, nach Einschätzungen von Virologen. Bleiben also noch über 78 Millionen, die es geschafft haben, sich vor dem Coronavirus zu schützen. Aber was ist mit den USA, wo selbst der Leiter der nationalen Seuchenschutzbehörde von einer Dunkelziffer mit unglaublichem Faktor 10 sprach? Wenn dies zuträfe, hätten schon unglaublich viele Amerikaner die Sache bereits überstanden. Worüber das deutsche Gesundheitswesen eigentlich sehr stolz sein kann, bringt aus jetziger Sicht einen zusätzlichen Nachteil bei der Herdenimmunität.

Die derzeitige Abneigung der Bundesbürger gegen die Impfung

Auch wenn es bereits einen gewaltigen Aufbau für die über 400 Impfzentren in Deutschland gibt, von denen kürzlich die Rede war und die ab 15. Dezember funktionsfähig sein sollen, wird das Thema Massenimpfung eine große Aufgabe werden. Es leben bereits über 83 Millionen Menschen in diesem Lande und bis die so oft zitierte 60 Prozent-Rate erreicht ist, könnte es doch eine Zeit dauern. Zumal mit der Entwicklung der Impfstoffe die Zahl der Impfwilligen sogar abgenommen hat. Eine repräsentative Umfrage hat ergeben, dass derzeit nur 53 Prozent der Bundesbürger zu einer Impfung gegen das Coronavirus bereit sind.

Man bräuchte aber selbst bei einem 100-prozentigen Schutz 60 Prozent der Bevölkerung, die bei der Impfung mitmachen. Bei der bisher verkündeten Wirksamkeit von 95 Prozent sogar noch einige Prozent mehr.

Sicherlich gibt es viele Skeptiker, die sich berechtigt Sorgen um die Nebenwirkungen machen, die man derzeit bei der geringen Probandenzahl gewiss noch nicht ausschließen kann. Die Anzahl sollte aber abnehmen, wenn die Impfungen gut funktionieren. Ein paar Sonderfälle aber, in den Medien verbreitet, schon könnte die Bereitschaft abnehmen. Aber es gibt auch die radikalen Impfgegner, auch Gentechnikgegner, die bis zu einer Herdenimmunität immer noch eine Gefahr darstellen, als mögliche Spreader des Coronavirus.

Die Impfung ist ein gewaltiger Schritt – aber kein Wundermittel, welches in kurzer Zeit die Normalität versprechen kann. Man weiß heute noch nicht, wie lange ein Schutz wirksam sein wird und ob man als Geimpfter nicht doch noch als Virenspreader in Frage kommt. Es wird bei aller Freude über die Impfung noch einiges an Geduld brauchen, denn es werden bestimmt in kurzer Zeit Meldungen entstehen, die contra Impfung verwendet werden können. Zum Beispiel von Menschen, die plötzlich nach der Impfung schwer erkranken, weil sie vor der Impfung noch keine Symptome verspürt haben. Das allgemeine Gesundheitsrisiko bleibt, ebenso das „Fake News-Risiko“ in den sozialen Medien.

Die kommende natürliche Spaltung der Gesellschaft

Es ist sicherlich nicht an der Zeit, um sich allzu viel Gedanken über ein mögliches Zukunftsproblem im Zusammenhang mit der Bewältigung der Corona-Krise zu machen. Aber die Fragestellungen könnten schneller kommen, als man jetzt glaubt. Was passiert mit den Millionen, die es bald geben wird, die geimpft sind und immunisiert: sollen diese weiter Maske tragen und die vielen Sonderregeln beachten? Wird anfangs sicherlich aus Solidarität funktionieren, aber es werden ja täglich mehr. Gar nicht zu reden von den vielen Branchen, die von dem Zusammentreffen vieler Menschen profitieren, wie Tourismus, Kultur, Festveranstalter, diese werden sicherlich die Rückkehr zur Normalität fordern. Es werden sich Gruppen bilden, aber was passiert mit den Verweigerern einer Impfung?

Viele Fragen, nicht nur für den Ethikrat.

Fazit

Die letzten Monate haben gezeigt, wie lange es dauern würde, bis eine natürliche Herdenimmunisierung dem Coronavirus den Garaus machen könnte. Vor allem in Deutschland. Selbst bei 10.000 kontrollierten Fällen pro Tag (3,6 Mio/Jahr) wären es viele Jahre, bis man eine Herdenimmunität erreicht hätte. Ein Kollaps nicht nur für die Wirtschaft und viele Branchen, sondern auch eine unerträgliche Lage für die Menschen und dem Leben in ständiger Angst.

Es geht nicht um die Jugend – in Deutschland gibt es bereits über 21 Millionen Rentner und viele Risikogruppen unterhalb dieser Altersgruppe. Klar gibt es die berechtigten Bedenken über Nebenwirkungen, aber bei einer Impfquote von gut 50 Prozent würde man in Deutschland noch sehr lange mit SARS-CoV-2 leben müssen. Ohne wirksamen Impfstoff gegen das Coronavirus hätte aber gerade Deutschland ein längeres Problem. Es sollte sich eigentlich jeder über den medizinischen Fortschritt freuen, auf die Wirksamkeit der Impfung hoffen und sich auf eine baldige Rückkehr zu sozialen Gewohnheiten des Miteinanders innerlich einstellen. Es dürfte allerdings noch ein gerüttelt Maß an Geduld erfordern.

Über das Coronavirus und Herdenimmunität

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