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Kurz und knapp: So sieht das geeinte Europa tatsächlich aus

Ja, der Herr Juncker und viele andere leben bereits in ihrer Traumwelt des geeinten Europa. Das mag zwar ein erstrebenswertes Ziel sein, die Realität ist aber meilenweit davon entfernt. Dies kann man auch…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Ja, der Herr Juncker und viele andere leben bereits in ihrer Traumwelt des geeinten Europa. Das mag zwar ein erstrebenswertes Ziel sein, die Realität ist aber meilenweit davon entfernt. Dies kann man auch an den folgenden Grafiken erkennen, die die Statistiker von Eurostat jüngst zur Verfügung gestellt haben. Manchmal ist es eine Aufteilung zwischen Nord und Süd, manchmal auch zwischen Ost und West.

Wir verzichten hier mal ganz bewusst auf Detailzahlen, sondern bilden nur die Grafiken an sich ab. Denn es geht nur um Grundtendenzen, die wir hier ansprechen wollen. In der folgenden Grafik geht es um Bevölkerungswanderungen in Europa. Je blauer die Flächen, desto mehr Zuzug gibt es in diese Regionen. Orange zeigt die Regionen mit dem größten Bevölkerungsschwund.

Die folgende Grafik zeigt die Höhe des Bruttoinlandsprodukts pro Einwohner. Blau ist hoch, Orange niedrig. Auch wenn Osteuropa schnell aufholt, ist der Abstand noch groß.

Die folgende Grafik zeigt die Höhe der Arbeitslosigkeit nach Region. Orange ist niedrig, blau ist hoch. Da ist von einem geeinten Europa, das sich auf dem selben Level befindet, nichts zu sehen. Hier ist das Nord-Süd-Gefälle am Eindeutigsten.

Grafiken: Eurostat

6 Kommentare

6 Comments

  1. Avatar

    Hugo Mustermann

    15. September 2017 17:52 at 17:52

    Toll wie Eurostat schon die Daten für die Türkei erhebt… Und Nordrumänien sieht ja richtig gut aus bei der Arbeitslosigkeit… wahrscheinlich keiner mehr daheim…

  2. Avatar

    sebastianfx

    16. September 2017 09:58 at 09:58

    Schön wie sich Südtirol vom restlichen Italien unterscheidet!

  3. Avatar

    Steve

    16. September 2017 20:45 at 20:45

    Von Ostanatolien nach westgermoney -.-

  4. Avatar

    Dummer Michel

    17. September 2017 11:49 at 11:49

    Und die Idioten in der Mitte arbeiten damit der Rest früher in Rente gehen darf… ich muß aufhören zu arbeiten, lohnt sich nicht mehr.

  5. Avatar

    Dreistein

    18. September 2017 08:17 at 08:17

    @Dummer Michel, die Polen senken sogar das Renteneintrittsalter von 67 auf 65 Jahre für die Männer und die Frauen dürfen dann mit 60 in Rente.
    Beim deutschen Michel redet man von 70 Jahren Renteneintrittsalter. Da fragt man sich schon, gerade wenn man hier die tolle Grafiken sieht, wie so etwas sein kann. Laut dieser Grafiken sind die Länder in blau diese die eher in Rente gehen und mehr Rente bekommen.

  6. Avatar

    Irgendjemand

    18. September 2017 18:33 at 18:33

    Also wenn man all diese Farbkarten übereinander legen und im Sinne eines geeinten Europas mal gewaltsam umrühren würde, käme wahrscheinlich ein aggressives kackbraunmetallic raus… als Vorbote für eine Wiederholung der 1000-jährigen Scheißzeit nach dem Niedergang des römischen Reichs.

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Arbeitsmarkt nach Corona: Mehr Staatswirtschaft, weniger Industrie

Redaktion

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Von

Büro-Arbeitsplatz

Verschwörungstheorie? Oder nur eine Vermutung? Das „übliche“ neo-liberale Gelaber, welches den Staat verteufelt, und vor noch mehr Staat warnt? Nein, offizielle staatliche Aussagen vom heutigen Tage zeigen, dass am deutschen Arbeitsmarkt in die Staatswirtschaft deutliche Stellenzuwächse erleben wird, während produzierende Betriebe nicht nur jetzt, sondern auch in 2021 weiter Stellen abbauen wird.

Staatswirtschaft im Aufwind, Industrie im Rückzug?

De facto heißt das: Die Angestellten in der Privatwirtschaft müssen (insgesamt gesehen) durch Steuern und Abgaben immer mehr, mehr und noch mehr erwirtschaften und abführen, damit die immer größere Zahl der Arbeitsstellen im Rahmen der Staatswirtschaft auch bezahlt werden kann! Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), eine Forschungseinrichtung der Bundesagentur für Arbeit, hat heute ihre Prognose für den deutschen Arbeitsmarkt für die Jahre 2020 und 2021 veröffentlicht. Und genau aus diesen Aussagen geht folgendes hervor, auszugsweise im Wortlaut:

Die Zahl der Arbeitslosen steigt laut der IAB-Prognose im Jahresdurchschnitt 2020 um 440.000, im Jahr 2021 könnte sie wieder um 100.000 zurückgehen.

Im Produzierenden Gewerbe gab es insbesondere im zweiten Quartal 2020 einen deutlichen Stellenabbau, der auch 2021 anhalten wird. Im Jahresdurchschnitt 2020 fallen hier 160.000 und 2021 nochmal 60.000 Stellen weg.

Beschäftigungszuwächse erwarten die IAB-Forscher dagegen vor allem im Bereich „Öffentliche Dienstleister, Erziehung und Gesundheit“ (jeweils +190.000 in beiden Jahren).

Wird man im Detail die Neueinstellungen bei Staat und öffentlichen Betrieben (zusammen nennen wir das mal die „Staatswirtschaft“) durchgehen, dann wird man im Einzelfall sicher sagen: Ja, diese neue Stelle ist sinnvoll, und die auch, und die auch, und die da… ja dieser neue Job bei dieser Behörde ist auch notwendig. Zum Beispiel mehr Polizisten, mehr Lehrer, mehr Personal für die Gesundheitsämter, mehr Personal für den Zoll für die Kontrollen bei Schwarzarbeit und Einhaltung der Vorschriften bei Fleischbetrieben, mehr Sozialarbeiter etc. Und so könnte man die Liste sicher endlos fortsetzen.

Nur irgendwer muss all das ja auch bezahlen, zusätzlich zu der immens steigenden Staatsverschuldung, die irgendwann ja auch irgendwer mal bezahlen soll. Unterm Strich, da darf man sich sicher sein, wird es heißen: Wir müssen leider, leider die Steuern erhöhen. Geht eben nicht anders? Oder wird man anstatt die Steuern raufzuschrauben, eher auf indirekte Steuern und Sozialabgaben setzen? Was der Bürger nicht so offensichtlich sieht, tut auch nicht so sehr weh?

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Baugewerbe mit Einbruch bei den Auftragseingängen – kein Grund zur Sorge!

Claudio Kummerfeld

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Baugewerbe mit Rückgang bei den Aufträgen

Das deutsche Baugewerbe verzeichnet einen Rückgang der Auftragseingänge. Krise? Weit gefehlt, so möchten wir meinen. Wie heute offiziell vermeldet wurde, sind die Auftragseingänge im Juli im Vergleich zu Juni um 5,6 Prozent gesunken, und im Vergleich zu Juli 2019 um 4,9 Prozent. In den ersten sieben Monaten des Jahres 2020 sank der reale Auftragseingang im Baugewerbe gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,7 Prozent. Warum diese Rückgänge noch kein Problem sind? Nun, die Aussagen der Statistiker deuten dies an.

Denn der Auftragseingang im Juni 2020 war aufgrund von Großaufträgen ungewöhnlich hoch ausgefallen. Und der Auftragseingang im Juli 2019 war der höchste jemals in einem Juli gemessene Wert. Von daher war es für den Juli 2020 auch schwer, im Vergleich zu diesem Rekord-Ausgangswert noch mal eine Steigerung hinzulegen. Und aktuell darf man ja auch noch ergänzen, dass im Zuge der Coronakrise verständlicherweise einige wirtschaftliche Abläufe wie Bauaufträge oder Bauanträge bei Ämtern verschoben werden oder sich verzögern. Wenn man das bedenkt, dann sind diese Auftragsrückgänge im Baugewerbe noch eher mild ausgefallen. So schreiben die Statistiker vom Statistischen Bundesamt auch Zitat „Gründe für diese negative Entwicklung sind neben möglichen Einflüssen der Corona-Pandemie auch das sehr hohe Niveau des Vorjahres“.

Die am Anfang des Artikels genannten Prozentveränderungen waren real, saison- und kalenderbereinigt gerechnet. Die nominalen Veränderungen fielen noch viel kleiner aus. Der Auftragseingang im Baugewerbe betrug im Juli 2020 rund 7,5 Milliarden Euro. Das waren nominal (nicht preisbereinigt) 2,5 % weniger gegenüber dem Höchststand im Juli 2019. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sanken die Auftragseingänge in den ersten sieben Monaten 2020 nominal um 0,5 %.

Grafik zeigt Verlauf der Auftragseingänge im Baugewerbe

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Coronakrise und Insolvenzen: Ab 01.Oktober kommt die Pleite-Welle

Markus Fugmann

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Aufgrund der Coronakrise hat die Bundesregierung bekanntlich beschlossen, das Insolvenzrecht zeitlich begrenzt auszusetzen und damit die Pflicht zur Anmeldung einer Insolvenz ausser Kraft zu setzen – gleichwohl droht nun bereits in der nächsten Woche eine massive Pleite-Welle. Denn ab 01.Oktober müssen jene Unternehmen wieder Insolvenz anmelden, die zahlungsunfähig sind – während überschuldete Firmen erst ab 01.Januar 2021 die Pflicht zur Insolvenz-Anmeldung haben.

Wie viele der von der Coronakrise betroffenen Unternehmen in Deutschland müssen dann als ab nächster Woche Insolvenz anmelden? Volker Römermann, unter anderem Fachanwalt für Insolveznrecht, sagt: über 90% der betroffenen Firmen werden dann ab 01.Oktober Insolvenz anmelden müssen, denn so hoch sei die Zahlungsunfähigkeits-Quote bei allen Insolvenzen – Überschuldung und damit die Pflicht zur Insolvenzanmeldung erst ab 01.Januar 2021 sei dagegen bei weniger als 10% der Fall.

Coronakrise: Jetzt kommt der Schmerz!

Das bedeutet: hunderttausende Firmen in Deutschland werden wohl zeitnah Insolvenz anmelden! Das wird viele Arbeitsplätze kosten. Der durch die Coronakrise ausgelöste Schmerz wurde also lediglich in die Zukunft verschoben – und diese Zukunft und damit der große Schmerz kommt nun also im Oktober, „buchstäblich am 01.Oktober“, sagt Römermann im Interview mit Florian Homm. Zwischen Januar und August diesen Jahres war die Zahl der Insolvenzen in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr sogar rückläufig – da hat sich nun viel aufgestaut, was sich nun in einer Pleite-Welle entladen dürfte!

Und der Schmerz geht dann ab 01.Januar 2021 weiter, denn viele Firmen haben in der Coronakrise noch einmal Kredite aufgenommen, seien aber nicht zuletzt dadurch aussichtslos überschuldet, sagt Volker Römermann:

Ab 01.Oktober schlägt die Coronakrise voll durch - es droht eine Welle von Insolvenzen

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