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Kurz und knapp: So sieht es aus, wenn die Übernahmephantasie aus einer Aktie weicht

FMW-Redaktion

Wie sieht es aus, wenn beim Prinzip von Angebot und Nachfrage auf der Nachfrageseite nach und nach große Brocken wegfliegen, und dann ganz am Ende auch der letzte große Brocken? Richtig, der Kurs bricht ein. So geschieht es derzeit bei der Twitter-Aktie. Nachdem vor zwei Wochen noch gefühlt das ganze Silicon Valley Twitter schlucken wollte, verblieb in der Gerüchteküche Ende letzter Woche nur noch Salesforce als potenzieller Käufer.

In den letzten Tagen gab es schon zwei große Absacker über Nacht (Kreise 1 und 2), weil mögliche Käufer aus dem Rennen ausschieden. Dann am Freitag im laufenden Handel gab es den dritten Absacker (rechter Kreis) von 17,84 auf 16,50 Dollar, als Salesforce sich verabschiedete. Immer noch gibt es das Gefühl die Absagen könnten Taktik sein um den Kaufpreis immer weiter runterzudrücken. Salesforce-Chef Marc Benioff sagter der FT man sei ausgestiegen (aus den Übernahmegesprächen). Es habe einfach nicht gepasst. Laut FT sei der Verkaufsprozess so gut wie tot.

Also muss Twitter-Chef Jack Dorsey jetzt seine Umbaupläne alleine vorantreiben, ohne große helfende Hand von außen. Er könnte es mit anderen Führungskräften ähnlich machen wie andere Tech-Firmen, und als Zeichen des Optimismus mit privatem Geld die Twitter-Aktie kaufen, seien es auch nur symbolisch relativ kleine Pakete. Das wäre zumindest psychologisch ein Zeichen des Vertrauens. Falls auf dem jetzigen Niveau jemand den Laden kaufen wollte, würde er immerhin kräftig sparen. Auf dem Höhepunkt der Gerüchte am 5. Oktober kostet Twitter noch 17,6 Milliarden Dollar – jetzt nur noch 11,6 Milliarden.

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Die Twitter-Aktie in den letzten vier Wochen.



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