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Kurzarbeit: 650.000 Unternehmen machen Antrag, plus 40 Prozent binnen 1 Woche!

Bundesagentur für Arbeit meldet drastischen Anstieg bei der Kurzarbeit

Von 650.000 Unternehmen hat die Bundesagentur für Arbeit laut heutiger Veröffentlichung bis zum 6. April Anmeldungen zur Kurzarbeit erhalten. Damit ist diese Zahl binnen einer Woche um 40 Prozent gestiegen. Am 27. März waren es noch 470.000 Unternehmen. Für wie viele Personen insgesamt die Betriebe eine Anmeldung gemacht haben, lasse sich anhand der Daten derzeit nicht ermitteln, so die Agentur. Man gehe aber davon aus, dass die Zahl der Kurzarbeiter deutlich über dem Niveau der Finanzkrise 2008 liegen werde. Damals waren bis zu 1,4 Millionen Beschäftigte. Wir meinen: Bei 650.000 Unternehmen (!), die sich jetzt angemeldet haben, dürften es mehrere Millionen Kurzarbeiter sein!

Schwerpunkte sind aktuell unter anderem der Einzelhandel und das Gastgewerbe. Wichtig ist: Nicht alle Unternehmen, die jetzt Kurzarbeit anmelden, werden dann auch tatsächlich dieses Instrument für ihre Mitarbeiter nutzen und für sie Geld beantragen. Wie viele Unternehmen am Ende tatsächlich dieses Instrument nutzen, und in welchem Umfang sie das tun, können man erst genau sagen, wenn abgerechnet werde, so die Agentur. Die Listen dafür würden die Arbeitgeber zum großen Teil erst in einigen Wochen einreichen. Hierzu noch einige erklärende Aussagen der Arbeitsagentur im Wortlaut:

Betriebe müssen in jedem Fall Kurzarbeit anmelden – selbst, wenn sie später nicht realisiert wird. Damit ein Betrieb Anspruch auf Kurzarbeitergeld hat, muss er in jedem Fall zuerst Kurzarbeit anzeigen. Damit signalisiert der Betrieb, dass er Kurzarbeit plant. Nicht immer wird Kurzarbeit auch realisiert: Wenn sich zum Beispiel die Auftragslage kurzfristig verbessert oder behördliche Maßnahmen aufgehoben werden, kann der Betrieb möglicherweise wieder normal arbeiten. Dann wurde zwar Kurzarbeit angezeigt, aber nie realisiert.

Beim Klick an dieser Stelle können Sie einen Blick auf die generelle Lage in der Metall- und Elektroindustrie in Baden-Württemberg werfen. Nicht nur der Ist-Zustand, auch die Aussicht ist erstmal nicht rosig.



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3 Kommentare

  1. Weiter so, immer weiter so.
    Je beschissener es der Wirtschaft und damit den Bankstern geht, desto höher klettert der Gold- und Silberpreis.
    Wie viele Jahre habe ich mir Dummsprüche wie „Gold kann man nicht essen“ anhören dürfen. Meine Erwiderungen „Papier kann man essen ?“ „Nein, aber dafür was zum Essen kaufen.“ Dumme haben schon imemr den Preis für ihre Dummheit selbst zahlen dürfen. Ei laaf mi kabott.
    Meine erst Unze Gold kostete mich vor 46 Jahren 125 D-Mark. Danach kamen aber noch einige dazu. Nicht alle so günstig aber ziemlich.

  2. Pingback: Kurzarbeit: 650.000 Unternehmen machen Antrag, plus 40 Prozent binnen 1 Woche! – Unser Geld- und Zinssystem

  3. Kurzarbeit trotz guter Auftragslage!?

    Was ich bedenklich finde ist das einige Unternehmen Kurzarbeit beantragen und auch teilweise einführen trotz guter Auftragslage…. aus strategischen Gründen.
    Gleichzeitig quasi trotz verminderter Arbeitszeit das selbe Arbeitspensum verlangen….
    Das ist doppelt asozial!
    Dem Staat und der Allgemeinheit sowie den Arbeitnehmern gegenüber.
    In einer Notlage aller die geringste aber nicht berechtigte Möglichkeit zum Geld sparen auszunutzen!
    Von den Unternehmen die trotz Millarden- und Millionengewinnen der letzten Jahre auf Hilfe vom Staat, also den Steuerzahlern pochen will ich gar nicht erst anfangen!
    Sollen sie sich das Geld doch von denen holen denen sie die Gewinne als Dividenden ausgeschüttet haben!
    Vermögensteuer deutlich anheben!!
    Vermögen verpflichtet! Steht sogar im Grundgesetz

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