Europa

Kurzarbeit sinkt weiter – hier aktuelle Daten vom ifo-Institut

Kurzarbeit stützt die Gastronomie

Wir berichten ständig darüber. Die Kurzarbeit sorgt in Deutschland dafür, dass die offizielle Arbeitslosenquote in der Coronakrise niedrig bleibt. Eigentlich Arbeitslose können offiziell im Betrieb bleiben, und das Geld kommt vom Staat. In vielen Fällen wird das ein durchaus sinnvolles Instrument sein. Heute hat das ifo-Institut seine monatlichen Umfragedaten zur Kurzarbeit für den Monat April veröffentlicht.

Demnach ist die Zahl der Kurzarbeiter im April um 10 Prozent gesunken von 3,0 Millionen im März auf 2,7 Millionen Menschen. Zu beachten ist: Die ursprüngliche ifo-Schätzung für den Monat März belief sich auf 2,7 Millionen. Grund für die jetzige Korrektur des März-Wertes auf 3,0 ist eine umfangreiche Revision der Bundesagentur für Arbeit. Sie revidierte ihre erste Hochrechnung für Januar um ca. 300.000 Beschäftigte nach oben.

In der Industrie sank die Zahl der Kurzarbeiter laut ifo im April von 535.000 auf 444.000 Menschen. Damit sind dort noch 6,4 Prozent der Beschäftigten in Kurzarbeit. Aber unverändert hoch bei 53,2 Prozent oder 565.000 der Beschäftigten liege die Zahl der Kurzarbeiter im Gastgewerbe. Im Einzelhandel sank die Zahl der Kurzarbeiter erstaunlicherweise laut ifo von 375.000 auf 276.000 Menschen oder 11,2 Prozent der Beschäftigten.

Im Handel insgesamt, mit Großhandel und Autohändlern, soll die Zahl von 598.000 auf 433.000 gesunken sein (9,5 Prozent). Sonstige wirtschaftliche Dienstleister waren zu 10,1 Prozent auf Kurzarbeit, was 228.000 Menschen bedeutet. Unterdurchschnittlich betroffen waren im April die Autobranche mit 4,8 Prozent oder 45.400 Beschäftigten, die Hersteller von elektrischen Ausrüstungen mit 2,8 Prozent oder 9700 Mitarbeitern sowie die Chemie-, Pharma-, Gummi- und Kunststoff-Branche mit 1,8 Prozent oder 16.400 Beschäftigten.



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