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Kurzarbeit steigt kräftig – wird 2G+ die Lage verschärfen?

Mitarbeiter in der Gastronomie

Von den Zuständen im ersten Corona-Jahr 2020 sind wir natürlich weit entfernt. Aber dennoch steigt die Kurzarbeit in Deutschland gerade kräftig an. Laut heutiger Meldung des ifo-Instituts ist Zahl der Kurzarbeitenden im Dezember auf 879.000 Personen gestiegen von 712.000 im November. Das sind nun 2,6 Prozent der Beschäftigten nach 2,1 Prozent im November. Die wachsenden Coronazahlen vergrößerten laut ifo insbesondere die Kurzarbeit im Gastgewerbe und im Einzelhandel.

Das Gastgewerbe verzeichnete demnach bei der Kurzarbeit ein Plus von 75.000 auf 126.000 betroffene Personen, und im Einzelhandel stieg die Zahl von 23.000 auf 53.000.Besonders hoch lag die Zahl in der Autobranche mit 17,6 Prozent oder 166.000 Beschäftigten. In der Industrie insgesamt wuchs die Zahl von 381.000 auf 390.000 Beschäftigte (5,6 Prozent). Das ist laut den Forschern des ifo-Instituts eine Folge der zunehmenden Lieferengpässe. Vor Ausbruch der Coronakrise lag die Zahl der Kurzarbeitenden im Februar 2020 bei 134.000, im März sprang sie auf 2,6 Millionen und im April 2020 erreichte sie den Rekordwert von 6 Millionen. Das hatte es zuvor noch nie gegeben, nicht einmal in der Finanzkrise 2008.

Wird die neue Regel 2G+ zum Beschleuniger des Anstiegs der Kurzarbeit? Denn mal ehrlich… jetzt wo man bei jedem Restaurantbesuch als vollständig Geimpfter auch noch einen Negativtest mitbringen muss, wer hat darauf noch Lust, jedes Mal einen neuen aktuellen Test zu besorgen, nur weil man kurz mal ins Restaurant um die Ecke will? Dies könnte die Gastronomie erneut hart treffen, und somit gerade in diesem Bereich die Kurzarbeit weiter ansteigen lassen.

Grafik zeigt Verlauf der Kurzarbeit seit Anfang 2020



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