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Konjunkturdaten

Kurzeinschätzung: US-Arbeitsmarktdaten – viel Licht, aber auch Schatten

Markus Fugmann

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am

Von Markus Fugmann

Das also sind die ersten US-Arbeitsmarktdaten unter Präsident Trump. Und die sehen auf den ersten Blick ganz gut aus: die Zahl neuer Stellen bei 227.000, also deutlich über der Erwartung. Das bestätigt den ADP-Arbeitsmarktbericht vom Mittwoch. Einer der Gründe für die gute Zahl nach den schwachen Dezember-Zahlen dürfte das vergleichsweise gute Wetter sein, also wenig Schnee. Also muß ausnahmsweise einmal das Wetter nicht herhalten für schlechte Daten, sondern auch für gute Daten.

Die US-Arbeitslosenquote bei 4,8% und damit höher als die Prognose und der Vormonat von 4,7%. Aber das liegt an der gestiegenen participation rate, die von 62,7% auf 62,9% steigt – ein vergleichsweise großer Sprung, das geht fast in die Millionen von Amerikanern, die nun sich wieder sich um Arbeit bemühen (736.000 Amerikaner sind plötzlich wieder in der „labor force“). Das dürfte dem Hoffnungs-Effekt durch Trumps Programm „Make Amerika great again“ geschuldet sein, die Leute erwarten, dass da wieder neue Jobs kommen und werden aktiver in der Arbeitssuche.

Dazu: alle Stellen entstanden in der Privatwirtschaft, während staatliche Stellen sich um 10.000 verringerten. Der Trend zum Abbau staatlicher Stellen dürfte sich unter Trump fortsetzen..

Aber es gibt doch einen starken Wermutstropfen, und das sind die Stundenlöhne, also die Einkommen der Amerikaner. Nicht nur liegen die aktuellen +0,1% deutlich unter der Erwartung von +0,3%, auch der Vormonat Dezember wurde von +0,4% auf nun +0,2% nach unten korrigiert. Und das ist eine schlechte Nachricht für die auf Binnen-Konsum fixierte Wirtschaft der USA.

Trotz stärker als erwarteter Headlinbe-Zahl von 227.000 neuen Stellen wird daher der Dollar wieder etwas schwächer, die Aktienmärkte leicht positiv in ihrer Reaktion.

Aber mal sehen, wie es weiter geht – faktisch warten die Märkte auf das Meeting Trumps mit den CEOs später..(

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Oliver

    3. Februar 2017 15:05 at 15:05

    Gibt’s irgendwo eine Uhrzeit wann das Meeting stattfinden soll?

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Konjunkturdaten

Aktuell: ISM Index (Gewerbe) schwächer

Markus Fugmann

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Der ISM Index (Gewerbe; November) ist mit 57,5 etwas schwächer ausgefallen als erwartet (Prognose war 58,0; Vormonat war 59,3).

Die Komponenten – vor allem Beschäftigung enttäuschend:

– Beschäftigung 48,4 (Vormonat war 53,2)

– Auftragseingang 65,1 (Vormonat war 67,9)

– Preise 64,5 (Vormonat war 65,5)

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Allgemein

Arbeitsmarkt im Corona-Märchenland – weniger Arbeitslose!

Claudio Kummerfeld

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Eingang zu einer Außenstelle der Bundesagentur für Arbeit

Der Arbeitsmarkt zeigt sich weiterhin im Märchenland-Zustand, aber nur auf den ersten Blick. Man kann in der schlimmsten Rezession der letzten Jahrzehnte eine weiterhin sehr geringe Arbeitslosigkeit präsentieren, weil es hierzulande anders als in vielen anderen Ländern das Instrument der Kurzarbeit gibt. Zählt man diesen Ersatz für die Arbeitslosigkeit nicht zur offiziellen Arbeitslosenquote hinzu, dann kommt der deutsche Arbeitsmarkt derzeit ganz wunderbar durch die Coronakrise und den zweiten Lockdown.

Im November ist die offizielle Arbeitslosigkeit gemäß heute veröffentlichten Daten sogar rückläufig. Im Monatsvergleich sinkt sie von 2,76 auf 2,70 Millionen arbeitslose Personen. Die offizielle Arbeitslosenquote sinkt von 6,0 Prozent auf 5,9 Prozent. Gegenüber November 2019 steigt die Arbeitslosigkeit um 519.134 Personen an (Quote damals 4,8 Prozent). Die tatsächliche Arbeitslosigkeit (ohne Kurzarbeit) namens „Unterbeschäftigung“ sinkt von 3,56 auf 3,52 Millionen, oder von 7,6 Prozent auf 7,5 Prozent.

Kurzarbeit steigt

Tja, die zweite Corona-Welle und der „sanfte Lockdown“ beschert dem Arbeitsmarkt auf den ersten Blick keine Verschlechterung, dafür aber der Kurzarbeit. Letztlich in der Realität arbeitslos, werden viele Beschäftigte in Gastronomie und Hotellerie „geparkt“ als Kurzarbeiter. Laut heutiger Aussage der Bundesagentur für Arbeit wurde im Zeitraum vom 1. bis einschließlich 25. November für 537.000 Personen konjunkturelle Kurzarbeit angezeigt. Der deutliche Anstieg im Vergleich zum Vormonat erklärt sich laut der Bundesagentur mit dem seit Anfang November bestehenden Teil-Lockdown.

Endgültige Daten zur tatsächlichen Inanspruchnahme der Kurzarbeit stehen bis September zur Verfügung. So wurde nach vorläufigen hochgerechneten Daten der Bundesagentur für Arbeit im September für 2,22 Millionen Arbeitnehmer konjunkturelles Kurzarbeitergeld gezahlt. Die Inanspruchnahme des Kurzarbeitergelds hat nach dem bisherigen Höchststand im April mit knapp 6 Millionen sukzessive abgenommen. Das ifo-Institut hatte gestern zum Thema Kurzarbeit im November berichtet. Demnach steige die Kurzarbeit spürbar an. Der Anteil der Firmen mit Kurzarbeit ist demnach im November erstmals seit Monaten wieder angestiegen, und zwar von 24,8 Prozent im Oktober auf 28,0 Prozent im November. Die Bundesagentur für Arbeit sagt zu den Zahlen heute im Wortlaut:

Der Arbeitsmarkt hat auf die Einschränkungen im November reagiert – glücklicherweise aber im Moment nicht mit einer Zunahme von Entlassungen. Allerdings sind die Betriebe wieder zurückhaltender bei der Personalsuche und haben im November wieder für deutlich mehr Mitarbeiter Kurzarbeit angezeigt.

Grafik zeigt aktuelle Details aus November zum deutschen Arbeitsmarkt

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Europa

Verbraucherpreise Eurozone November: Deflation den vierten Monat in Folge!

Claudio Kummerfeld

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Geldbörse wird zusammengepresst

Soeben hat Eurostat als Vorabschätzung die Verbraucherpreise der Eurozone für den Monat November veröffentlicht. Im Jahresvergleich ist es ein Wert von -0,3 Prozent nach ebenfalls -0,3 Prozent im Oktober. Erwartet für heute wurde eine Veränderung von -0,2 Prozent. Damit erlebt die Eurozone (basierend auf dem Modell des Harmonisierten Verbraucherpreisindex) den vierten Monat in Folge Deflation! Dies hängt natürlich auch mit der seit Juli geltenden Mehrwertsteuersenkung in Deutschland zusammen, welche in vier Wochen wieder rückgängig gemacht wird.

Man sieht: Die Preissteigerung bei Lebensmitteln bleibt relativ konstant mit +1,9 Prozent. Ebenfalls ändern sich die Verbraucherpreise im Negativen auch relativ konstant. Die Energiepreise sinken um 8,4 Prozent – das sind ähnlich hohe negative Werte wie in den Vormonaten. Wie gesagt, ab Januar könnte der Gesamtschnitt wieder Richtung Null-Linie tendieren mit den steigenden deutschen Mehrwertsteuersätzen.

Datenblatt zeigt aktuelle Verbraucherpreise in der Eurozone

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