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Konjunkturdaten

Kurzinfo und Kurzkommentar: So sieht die aktuelle Wichtigkeit der Öl-Lagerdaten aus – API-Daten waren ein Griff ins Klo

Das war die bisher größte Überraschung der Woche. Gestern hatten die privat erhobenen API-Daten für die Öl-Lagerbestände in den USA indiziert, dass es der neunte Wochenrückgang am Stück werden würde…

Redaktion

Veröffentlicht

am

FMW-Redaktion

Das war die bisher größte Überraschung der Woche. Gestern hatten die privat erhobenen API-Daten für die Öl-Lagerbestände in den USA indiziert, dass es der neunte Wochenrückgang am Stück werden würde heute um 16:30 Uhr. Die OPEC-Mitglieder hatten es vor zwei Wochen eindringlich betont. Nicht der Ölpreis, sondern die Lagerbestände seien für sie das wichtigste Barometer. Und API zeigte gestern Abend mit seinen erhobenen Daten für letzte Woche einen Rückgang der US-Lager um 4,6 Millionen Barrels.

Jetzt vor 35 Minuten dann die offiziellen staatlich ermittelten Lagerdaten mit +3,3 Millionen Barrels. Ein Desaster für die Wichtigkeit der API-Daten, die damit auf einen Schlag stark an Glaubwürdigkeit und Verlässlichkeit verlieren. Und noch etwas sieht man. Ja, so wichtig sind jetzt die Lagerdaten geworden! Auf einen Schlag sackt der Ölpreis (WTI) um 1,5 Dollar ab, bei einen Anstieg der Lager von 3,3 Millionen Barrels. Gut, mit der API-Erwartung zusammengerechnet war es ein Unterschied zwischen Erwartung und Realität von 7,9 Millionen Barrels. Das ist schon eine deutlichere Hausnummer!

Der Rückfall im Ölpreis zeigt, wie sehr man sich weiter fallende Lager erhoffte. Diese Hoffnung wurde enttäuscht, also runter mit dem Ölpreis. Er liegt jetzt um die 46 Dollar herum, und liegt jetzt noch gut 50 Cents über einem Unterstützungsniveau von vor 4 Wochen (Kreis im zweiten Chart).


Der WTI-Ölpreis seit gestern früh.

Der WTI-Ölpreis seit Dezember 2016.

6 Kommentare

6 Comments

  1. Avatar

    Michael

    7. Juni 2017 18:00 at 18:00

    Das zeigt mal wieder die Qualität amerikanischer Datenerhebung :)
    Warum das allerdings gut für den USD ist, muss mir mal einer erklären. Bisher führte so etwas immer zu Dollarschwäche…

    • Avatar

      mueller

      7. Juni 2017 18:27 at 18:27

      wer sagt denn dass die daten der us-regierung eigentlich wahr sind…?! wer vertraut noch überhaupt -ausser den algos!!!- ofiziellen us-statistiken? vielleicht paßt ihnen ja ein ölpreisverfall momentan geopolitisch ganz gut in den kram- venezuela-russland-iran-katar- seien hier genannt. im übrigen gibt es objektiv betrachtet nicht den geringsten grund -selbst wenn die daten der us-„regierung“ stimmen sollten-und das wäre nun mal wirklich ein kleines wunder- warum der ölpreis so abschmiert, schleißlich gibt es noch andere erdöllager weltweit und noch andere konsumenten des öls als die usa- ich schlage vor diese daten künftig völlig zu ignorieren und damit die herrschaft über das öl und das gold der wallstreet zu entziehen. höchste zeit…

      • Avatar

        gerd

        7. Juni 2017 19:15 at 19:15

        Das Durcheinander mit zwei Statistiken kommt mir bekannt vor:
        freitags Arbeitsmarktzahlen, die „amtlich“ sein sollen. Zwei Tage vorher die von privater Seite.
        Soll womöglich nur zum Generieren von Umsatz an den Börsen dienen.

        • Avatar

          Michael

          7. Juni 2017 22:36 at 22:36

          Da haben Sie sowas von Recht. Doch wie dämlich sind die Umsatzgeneratoren an den Börsen eigentlich? Wozu benötigen die überhaupt noch Zahlen oder sog. „Daten“? Hier könnte man doch auch die Tatsache, dass es gerade 17 Uhr oder 19.23 ist, als Basis für Handelsentscheidungen nutzen.

          Dennoch würde mich meine Frage von oben weiterhin interessieren: Warum das allerdings gut für den USD ist, muss mir mal einer erklären. Bisher führte so etwas immer zu Dollarschwäche…

    • Avatar

      Lars

      8. Juni 2017 00:13 at 00:13

      Keine Antwort ist auch eine Antwort. Entweder kennt niemand eine Antwort, oder es gibt keine Antwort. Auch ich bin dahingehend sprachlos.
      Another nice day in brainfree City ;)

  2. Avatar

    Michael

    7. Juni 2017 22:49 at 22:49

    API-Daten waren ein Griff ins Klo…
    Was findet man im Klo?
    Covefes

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Europa

Deutsche Wirtschaft „auf schwachem Fuß gestartet“: Einkaufsmanager

Markus Fugmann

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am

Soeben wurde der Einkaufsmanagerindex für deutsche Wirtschaft (Markit PMI; erste Veröffentlichung für Januar) veröffentlicht – einer der zentralen Indikatoren für die deutsche Konjunktur:

Gesamtindex: 50,8 (Prognose war 50,3; Vormonat war 52,0)

Verarbeitendes Gewerbe: 57,0 (Prognose war 57,5; Vormonat war 58,3)

Dienstleistung: 46,8 (Prognose war 45,3; Vormonat war 47,0)

Kurz zuvor war der Einkaufsmanagerindex aus Frankreich mit 51,5 für Gewerbe (Prognose war 50,5; Vormonat war 51,1) und mit 46,5 für Dienstleistung (Prognose war 48,5; Vormonat war 49,1) veröffentlicht worden.

Zu den Daten aus Deutschland kommentiert Phil Smith von Markit, das die Umfrage ausgeführt hat:

„Die deutschen Januar-Flashes sind keine große Überraschung. So lieferte die Industrie trotz leichter Abschwächung wieder starke Zahlen, während die Geschäftstätigkeit im Servicesektor infolge des Mitte Dezember eingeführten Lockdowns erneut rückläufig war. Alles in allem ist Deutschland auf schwachem Fuß ins neue Jahr gestartet und die Verlängerung der jüngsten Eindämmungsmaßnahmen bis mindestens Mitte Februar bedeutet, dass sich daran auch in den kommenden Wochen nicht viel ändern dürfte. Die Industrie ist weiter der Lichtblick, unterstützt vom nachhaltigen Wachstum der Exporte. Die Hersteller strotzen nur so vor Zuversicht, wie der Rekordwert bei den Geschäftsaussichten zeigt. Anscheinend lassen sie sich dabei auch nicht von den zunehmenden Unterbrechungen in den Lieferketten abschrecken, die im Januar zu einer beispiellosen Verlängerung der Lieferzeiten führte. Wir sehen jedoch bereits einen entsprechend kräftigen Anstieg der Kosten, wenngleich es angesichts stagnierender Verkaufspreise momentan keine Anzeichen für einen generell steigenden Inflationsdruck gibt.“

 

 

Die EInkaufsmanagerindizes als Parameter für die deutsche Wirtschaft

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Konjunkturdaten

US-Erstanträge wie erwartet, Philly Fed besser

Markus Fugmann

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am

Die US-Erstanträge (jobless claims) auf Arbeitslosenhilfe (für die letzte Woche) steigen um 900.000 (offizielle Prognose war 910.000, Vorwoche war 965.000, nun auf 926.000 nach unten revidiert).

Die fortgesetzen Anträge (continuing claimes) liegen mit 5,054 Millionen niedriger als die Erwartung (Prognose war 5,40 Millionen; Vorwoche war 5,271 Millionen, nun auf , Millionen nach 5,181 nach unten revidiert).

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Der Philadelphia Fed Index (Januar) ist mit 26,5 besser ausgefallen als erwartet (Prognose war 20,0; Vormonat war 26,3)

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Europa

Aktuell: EZB-Entscheidung veröffentlicht

Claudio Kummerfeld

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am

EZB-Tower in Frankfurt

Die EZB hat soeben ihre Entscheidung veröffentlicht.

Der EZB-Leitzins (Refinanzierungssatz) bleibt unverändert bei 0,00 Prozent. Der extrem wichtige Banken-Einlagenzins, auf den sich Banken bzgl. der Negativzinsen berufen, bleibt ebenfalls unverändert bei -0,50 Prozent. Die Marginal Lending Facility bleibt ebenfalls unverändert bei 0,25 Prozent.

Die Aufkaufprogramme für Anleihen und Liquiditätsspritzen für die Banken werden wie bisher fortgesetzt.

Um 14:30 Uhr folgt die PK von Christine Lagarde. Wir berichten dann umgehend über alle interessanten Aussagen. Hier das offizielle Statement der EZB zur jetzigen Entscheidung:

Zweitens wird der EZB-Rat die Ankäufe im Rahmen des Pandemie-Notfallankaufprogramms (Pandemic Emergency Purchase Programme – PEPP) fortsetzen. Dies hat einen Gesamtumfang von 1 850 Mrd €. Der EZB-Rat wird die Nettoankäufe im Rahmen des PEPP mindestens bis Ende März 2022 und in jedem Fall so lange durchführen, bis die Phase der Coronavirus-Krise seiner Einschätzung nach überstanden ist. Die Ankäufe im Rahmen des PEPP werden durchgeführt, um während der Pandemie die günstigen Finanzierungsbedingungen aufrechtzuerhalten. Wenn mit Ankäufen, die den Gesamtumfang des PEPP über den Zeithorizont der Nettoankäufe hinweg nicht voll ausschöpfen, günstige Finanzierungsbedingungen aufrechterhalten werden können, muss dieser Gesamtumfang nicht vollständig genutzt werden. Genauso kann der Umfang erforderlichenfalls auch rekalibriert werden, um günstige Finanzierungsbedingungen aufrechtzuerhalten und so dem negativen Schock der Pandemie auf die Inflationsentwicklung entgegenzuwirken.

Der EZB-Rat wird die Tilgungsbeträge der im Rahmen des PEPP erworbenen Wertpapiere mindestens bis Ende 2023 weiterhin bei Fälligkeit wieder anlegen. Das zukünftige Auslaufen des PEPP-Portfolios wird in jedem Fall so gesteuert, dass eine Beeinträchtigung des angemessenen geldpolitischen Kurses vermieden wird.

Drittens werden die Nettoankäufe im Rahmen des Programms zum Ankauf von Vermögenswerten (Asset Purchase Programme – APP) in einem monatlichen Umfang von 20 Mrd € fortgesetzt. Der EZB-Rat geht weiterhin davon aus, dass die monatlichen Nettoankäufe von Vermögenswerten im Rahmen des APP so lange fortgesetzt werden, wie dies für die Verstärkung der akkommodierenden Wirkung seiner Leitzinsen erforderlich ist, und dass sie beendet werden, kurz bevor er mit der Erhöhung der EZB-Leitzinsen beginnt.

Der EZB-Rat beabsichtigt, die Tilgungsbeträge der im Rahmen des APP erworbenen Wertpapiere weiterhin bei Fälligkeit für längere Zeit über den Zeitpunkt hinaus, zu dem er mit der Erhöhung der Leitzinsen beginnt, vollumfänglich wieder anzulegen und in jedem Fall so lange wie erforderlich, um günstige Liquiditätsbedingungen und eine umfangreiche geldpolitische Akkommodierung aufrechtzuerhalten.

Schließlich wird der EZB-Rat weiterhin reichlich Liquidität über seine Refinanzierungsgeschäfte zur Verfügung stellen. Insbesondere stellt die dritte Serie gezielter längerfristiger Refinanzierungsgeschäfte (TLTRO III) nach wie vor eine attraktive Finanzierungsquelle für Banken dar, wodurch deren Kreditvergabe an Unternehmen und private Haushalte unterstützt wird.

Der EZB-Rat ist nach wie vor bereit, alle seine Instrumente gegebenenfalls anzupassen, um sicherzustellen, dass sich die Teuerungsrate – im Einklang mit seiner Verpflichtung auf Symmetrie – auf nachhaltige Weise seinem Ziel annähert.

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