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Kurzüberlegung zu den Märkten vor dem Wochenende

Anmerkungen zur Marktsituation vor dem wohl verdienten Wochenende..

Markus Fugmann

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Von Markus Fugmann

Die US-Steuerreform ist so gut wie sicher eingetütet, auch wenn manche Kommentatoren meinen, dass die Sache mit Flynn auf die Abstimmung im US-Senat ausstrahlen könnte. Dass die US-Indizes und damit auch der Dax sich erholten, verdankt sich den Aussagen McConnels, wonach man die erforderlichen Stimmen habe – selbst Susan Collins und Jeff Flake werden mit „ja“ stimmen.

Die Vergangenheit zeigt: solche „dips“ waren immer Kaufgelegenheiten bei den US-Indizes. Mit der Geschichte um Mike Flynn aber kommt ein neues Motiv in die Märkte: Unsicherheit! Jetzt kann jede Sekunde alles anders sein als vorher, davor waren die Märkte extrem selbstsicher. Noch ist nicht die Rede von einer Verbindung zur US-Wahl in der Flynn-Sache, aber es ist eben völlig offen, was Flynn sagen wird, um seine Haut zu retten. Es droht also jederzeit eine „Nachrichten-Bombe“. Der VIX stieg heute über die 14er-Marke, und da alle Welt short im VIX ist, liegt hier ein nicht zu unterschätzendes Risiko bei stark ansteigender Volatilität.

Es ist also jetzt erst einmal ein anderes Spiel, die Bullen haben die Trumpfkarten nicht mehr ungetielt in der Hand – und die Saisonalität ist bis Mitte Dezember eher ungünstig. Kann also gut sein, dass die Jahresendrally noch kommt, aber wohl noch nicht jetzt! Eines ist wahrscheinlich: die ungetrübte Party wird jetzt durch Dissonanzen gestört, die so schnell nicht verschwinden werden!

Für Trump kommt dieser Nackenschlag genau in dem Moment, an dem er sein großes Versprechen (US-Steuerreform) einlösen kann – das hat fast die Dramatik einer antiken Tragödie..


Official Portrait of President Donald Trump

19 Kommentare

19 Comments

  1. Avatar

    Feldmaen

    1. Dezember 2017 19:53 at 19:53

    Darf ich das heute übernehmen? Bitte, bitte! Ja? Danke!:

    „Strong Long!“

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    PK

    1. Dezember 2017 20:05 at 20:05

    seit Jahren ist der Short Vola Trade in den USA eine sichere Bank. Das führt aktuell dazu, daß beinahe alle Optionen absurd niedrig gepreist sind angesichts einer doch recht fragilen Nachrichtenlage. Denn jeder kleinste Volaanstieg wird sofort zum nachshorten Vola genutzt. Es gibt viele Hedgefunds die nichts anderes machen. Es ist inzwischen der klassische Hausfrauen Trade (Karen Supertrader etc.)
    Nun ist das ganze an sich nichts anderes wie immer und immer wieder auf reversion to the mean zu wetten.
    Und genau das wird uns in nicht allzu ferner Zukunft ein 5 Sigma Event bescheren.
    Es geht einfach nicht anders. Hinterher wird sich jeder wundern, warum der Dow an einem Tag 2000 Punkte fallen konnte, aber so eine Positionierung führt ein solches Ereignis irgendwann zwangsweise herbei, weil die Bremse in Form von Absicherungen entfällt.
    Wenn das nächste Mal der Vix >25 ist behaupte ich sollte man den nicht shorten, sondern in den Ausbruch long gehen. Mark my words…

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    Marcus

    2. Dezember 2017 11:23 at 11:23

    Die Steuerreform ist durch. Dann dürfte der Weg Richtung 14.000 Punkte im Dax am Montag frei sein. Wie gesagt, jetzt sehen wir auf jeden Fall die 30.000 im Dow bis Jahresende.

    Die Party geht weiter.

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    Marcus

    2. Dezember 2017 12:42 at 12:42

    Das ist aber sehr schade das es mein Kommentar nicht geschafft hat…

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    Jana

    2. Dezember 2017 12:57 at 12:57

    Die Info dass Flynn Aussagen wird hat man wohl so getimed dass man die Steuerreform nicht als einen Trump Sieg feiern kann. Überdecken soll das negative Sentiment.

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      Bademeister

      2. Dezember 2017 19:57 at 19:57

      Chefermittler Muller, oder das was dahintersteht, „timen“ solche Sachen bisher immer zu Unzeiten für Trump. Die Frage ist eben, was dahintersteht und ob nicht in der letzten Zehntelsekunde von der Lobby ein Rückzieher gemacht werden wird. So wie es bisher aussieht, ist Impeachment keine leere und weit entfernte Drohung mehr. Die Frage ist aber auch, wer da was mit etwas überdecken will. Trump ist seit einiger Zeit ein Getriebener, der, so scheint es mir,bisher immer einen Schritt vor Muller in die unendliche Fabelhaftigkeit voraus eilt…diesmal eigentlich auch, wobei die Fabel-haftigkeit unterschiedlich interpretiert werden kann. Im Gegensatz dazu liefert Muller vermutlich unbestreitbare Fakten.
      Flynn der alte Haudegen hat gestanden, Kushner braucht nicht mal die halbe Zeit von Flynn, wenn er auch Mist gebaut hat, um auch der Lüge überführt zu werden. Das ganze Russland-Ding bekommt immer mehr an Eigendynamik, und das noch dazu negativ gepolt nicht nur für Donald, sondern für ganz Amerika. Wenn die Steuerreform jetzt kommt und im Sinne des Chefs wieder einmal fabelhaft ist, was kommt als Nächstes? Wie geht’s jetzt weiter mit der Fabelhaftigkeit?

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      bigben

      2. Dezember 2017 22:12 at 22:12

      dito

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    Beobachter

    3. Dezember 2017 12:13 at 12:13

    @PK, Sehe ich das richtig ,dass Sie auch schon bullischer waren, haben Sie doch Taucher von 2000Punkten früher eher ausgeschlossen, ich muss zugeben dass Sie bis jetzt richtig lagen.Was ist der Grund? Es ist sicher nicht der kommende Winter der sich in einem Bärenfell wohler anfühlt !

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      PK

      3. Dezember 2017 15:02 at 15:02

      ich bin ja ein Gegner von Bewertungsdiskussionen, da ich diese für sehr gefährlich halte. Was mich aktuell eher stört ist wirklich die Tatsache, daß jeder Vola Anstieg auf >10 sofort wieder geshortet wird (Vola). Es gibt daher wirklich technische Gründe, die daher für eine Beschleunigung einer Abwärtsbewegung sprechen, falls eine eintreten sollte.
      Darüber hinaus haben wir aktuell fast keine schlechten Nachrichten mehr. Tax Bill ist durch, Wachstum und alle Wirtschaftsvorhersagen sind rosig, Nord Korea nimmt schon lange keine mehr ernst, sogar Griechenland ist angeblich wieder auf Wachstumspfad.
      Solche guten Nachrichtenlagen sind ungünstig und da bilden sich oft intermediate Tops. Dazu kommt die sicher sehr volatile Zeit, wenn die Tax von 35 auf 20 gesenkt wird. Wir haben einen Tsunami an unrealisierten Gewinnen im US Markt der darauf wartet, zum niedrigeren Steuersatz realisiert zu werden. Natürlich wird das so nicht funktionieren.
      Ich bin der Überzeugung, daß der Markt in eine Phase eintreten wird, wo er sich aller Marktteilnehmer entledigt, die als Haupttrade Short-Vola durchführt (was ja die letzten 8 Jahre ein super Trade war).
      Langfristig bin ich weiter bullisch für alles was nicht Cash oder Anleihen ist, aber bei Aktien werden wir mit ziemlich großer Wahrscheinlichkeit zwischendurch Kurse mit deutlich niedrigerem Niveau sehen als aktuell. Wahrscheinlich ein kurzer scharfer Einbruch in der Größenordnung 7-10%. Vielleicht sogar an einem Tag.
      Wir haben ja in den USA ein 7% erstes limit down. Ich glaube, wir werden das in 2018 erleben.

  7. Avatar

    Beobachter

    3. Dezember 2017 18:42 at 18:42

    @PK Vor allem hatte die USA mehrere Rallys in Hoffnung auf die Steuersenkungen.Könnte sein dass ( wie bei QE )
    plötzlich die Nebenwirkungen ( Nachteile ) angesprochen werden.Diese Steuersenkungen sind doch nur die nächste Stufe der Umverteilung von unten nach oben.Ein Teilstaat hat das Experiment doch schon gemacht u. ist kläglich gescheitert, weil er dann beim Sozialen u.überall sparen musste ,was den Kosum eher bremst.

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      PK

      3. Dezember 2017 19:41 at 19:41

      nein, solche soziopolitischen Betrachtungen sind für den Markt völlig nebensächlich.
      Die Märkte werden durch die 20% Tax bewegt und die Tatsache, daß die aus Offshore zurückgeführten Gelder wohl überwiegend für Aktienrückkäufe genutzt werden.
      Die Steuerreform ist tatsächlich positiv für die US-Märkte, da weitere Schulden gemacht werden müssen und dadurch die ganze QE Reduzierung weiter in Frage gestellt wird. Der Dollar wird schwach gehen gegen Euro, einen Vorgeschmack haben wir schon die letzten Tage gesehen.
      Der Dax reagiert richtig und logisch, wenn er mit den USA nicht mit zieht.
      Denn wir bekommen nun wahrscheinlich eine eher wirtschaftsfeindliche Regierung, während gleichzeitig die Steuern in den USA sinken, bei uns werden sie eher steigen.
      Die entscheidende Frage ist nur, was alles schon in den Kursen drin ist.
      Ich weiss es auch nicht, aber ich denke wir sehen am Montag nochmal einen Schub im Dow. Im Nasdaq muss man mal schauen, angeblich sind in den letzten handschriftlichen Änderungen die Bedingungen für rückgeführte Gelder aus Off-Shore leicht verschlechtert worden.
      Die Art und Weise wie dort eine Steuerreform durchgeführt wird ist unglaublich. Einer der demokratischen Senatoren hat zurecht angemerkt, daß sie über den letzten Kühlschrankkauf länger nachdenken konnte als für die Bewertung der letzten Änderungen. Das alles ist ein Witz, aber es bleibt einfach in Summe positiv für US-Aktien. 2018 wird aber sehr spannend, ich denke es wird super volatil.

      • Avatar

        Chris

        3. Dezember 2017 20:41 at 20:41

        Hier mal ein Kommentar von Martin Armstrong dazu, also die Stimmung ist super:

        „The U.S. Senate on Saturday narrowly approved a tax reform, moving Republicans and President Donald Trump a big step closer to their goal of slashing taxes which will create an economic boom in the United States and draw-in capital from around the globe.
        This will put tremendous pressure upon Europe, Canada, and even Japan which all tax their economies significantly to the suppression of economic growth. The United States will have the lowest unemployment rate if this passes compared to the lost generation in Europe of high unemployed youth.“

        • Avatar

          PK

          4. Dezember 2017 07:30 at 07:30

          die Steuerreform enthält auch protektionistische Züge. Das Smart Money wird heute den Dax nicht mitkaufen, entsprechend sollte man hier vorsichtig mit einem eventuellen Ausbruch nach oben sein und eher auf der Short Seite sein.

          • Avatar

            PK

            4. Dezember 2017 09:33 at 09:33

            wie ich gesagt hab – das Eröffnungsgap waren Verkaufskurse.

          • Markus Fugmann

            Markus Fugmann

            4. Dezember 2017 09:35 at 09:35

            sehr gut antizipiert, @PK!

          • Avatar

            PK

            4. Dezember 2017 10:13 at 10:13

            da die Repatriierung der Dollar in letzten Änderungen nun etwas geringer ausgefallen ist, dürfte weiterhin eine Underperformanc der US-Techs passieren. Man sieht das schon an den Futures, die haben schon reagiert.
            Ein möglicher Trade ist NQ short gegen YM long. Dann ist man insgesamt neutral positioniert.
            Die meisten werden jetzt wahrscheinlich den am meisten gestiegenen Index shorten (Dow), aber diese spontane Reaktion ist nicht so günstig.
            Wenn man schon shortet, dann etwas was kaum von der Euphorie profitiert hat und das ist der NQ.

  8. Avatar

    Beobachter

    4. Dezember 2017 09:14 at 09:14

    Da es die Republikaner waren die 2013 mit Verweigerung der Schuldenerhöhung den Staatshaushalt blockierten ,werden sie unglaubwürdig wenn sie jetzt die Schulden stark erhöhen.Zusammen mit den noch „gewöhnlichen“ Trump Problemen werden sie bei den bald anstehenden Zwischenwahlen abschmieren u. dann geht das TRUMP-
    MÄRCHEN zu Ende.

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Neofiskalismus – die Zeit für größere Regierungsaktivitäten ist gekommen

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Eine neue Ära vermehrter Regierungsaktivitäten hat begonnen und wird sich wahrscheinlich noch über Jahrzehnte fortsetzen, so die Analyse des Global Macro Research Teams von Insight Investment. Das Insight’s Global Macro Research Team hat für dieses Phänomen einen neuen Begriff eingeführt: „Neofiskalismus“. Damit soll eine sich abzeichnende Ära beschrieben werden, in der Regierungen durch ihre Finanzpolitik eine noch direktere und offensivere Rolle in der Wirtschaftspolitik und -steuerung ausüben. Dies steht in starkem Kontrast zu dem gegenwärtigen Modell, unter dem Zentralbanken weitestgehend in der Lage waren, geldpolitische Entscheidungen ohne politische Intervention zu treffen.

Das neoliberale Paradigma reduzierter Regierungsinterventionen in der Wirtschaft ist in Gefahr. Längerfristige Trends gingen bereits in diese Richtung, aber die Notfallpolitik, die zur Bewältigung der COVID-19-Krise angewandt wurde, hat einen möglichen Wendepunkt geschaffen. Das Global Macro Research Team hat fünf Folgen für die Märkte identifiziert:

1)
Die Anleihenmärkte könnten für einen langen Zeitraum ähnlich wie in Japan werden. Eine im historischen Vergleich relativ geringe Volatilität könnte dazu führen, dass die Suche nach Renditen die Spreads verringert und die Zinskurven abflacht.

2)
Ein Anstieg der Inflation könnte Anleiherenditen kurzfristig nach oben treiben, wenn sie eine Abschwächung der quantitativen Lockerung bewirkt. Solche Gelegenheiten dürften attraktive Einstiegspunkte sein, solange längerfristig erwartet wird, dass die Inflation nach den Finanzierungsengpässen in der Wirtschaft wieder auf den Zielwert zurückkehrt.

3)
Für Staaten ohne vollständige Kontrolle über die Währung, in der sie ihre Emissionen tätigen, sollte die Wirksamkeit der Regierung von entscheidender Bedeutung sein. Effektiv handelnde Regierungen, die in der Lage sind, die Produktivität und das Trendwachstum zu steigern, könnten das Verhältnis Schulden/BIP rascher reduzieren.

4)
Das Identifizieren von Regierungen, die in der Lage sind, das Trendwachstum zu maximieren, dürfte für die Aktienmärkte wichtig werden, da dies zu einem wichtigen Ertragsmotor wird.

5)
Unternehmen mit staatlicher Unterstützung dürften in Perioden mit Finanzierungsengpässen einen Vorteil haben.

Experte erklärt neues Phänomen des Neofiskalismus
Gareth Colesmith, Head of Global Rates and Macro Research bei Insight Investment

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Glas halb voll oder halb leer? 21 statt 33 Prozent der Betriebe stark von Corona betroffen

Claudio Kummerfeld

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Zahl von Corona stark beeinträchtigter Betriebe sinkt

Der eine sagt das Glas ist halb voll, der andere sagt es ist halb leer. Ansichtssache! So wohl auch in diesem Fall. Denn ab wann kann man sagen, dass sich die gesamtwirtschaftliche Lage so weit gebessert hat, dass die Coronakrise im großen Bild überstanden ist? Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), eine Forschungseinrichtung der Bundesagentur für Arbeit, hat heute aktuelle Umfrageergebnisse veröffentlicht. Regelmäßig befragt man 1.500 Betriebe.

Demnach berichteten für den Monat Mai 33 Prozent der Betriebe von starken negativen Corona-Auswirkungen auf das eigene Geschäft. Heute meldet das IAB, dass noch 21 Prozent der Betriebe von starken negativen Auswirkungen sprechen. Also ein Fünftel der Unternehmen ist immer noch ernsthaft von Corona beeinträchtigt, und das laut Bundesregierung vier Monate nach dem wirtschaftlichen Tiefpunkt der Krise. Der eine erachtet dies als großen Schritt in die richtige Richtung, der andere sieht darin ein Desaster, dass immer noch so viele Betriebe ernsthafte Probleme haben. Dazu hier einige Aussagen des IAB im Wortlaut:

Die Ergebnisse zeigen, dass sich die wirtschaftliche Situation der Betriebe sehr deutlich gegenüber dem Höhepunkt der Krise im Frühjahr verbessert hat“, erklärt IAB-Forscher Jens Stegmaier.

Von den im Mai stark negativ durch die Corona-Krise betroffenen Betrieben sind 49 Prozent weiterhin stark betroffen. 25 Prozent der im Mai stark negativ betroffenen Betriebe geben aktuell geringe negative Auswirkungen an, 23 Prozent keine oder gleichermaßen positive wie negative Auswirkungen und 3 Prozent überwiegend positive Auswirkungen.

Am heftigsten wurde das Gastgewerbe von der Corona-Krise getroffen: Im Mai lag der Anteil der Betriebe mit starken negativen Auswirkungen bei 78 Prozent und der Anteil mit geringen negativen Auswirkungen bei 17 Prozent. Aktuell sind 45 Prozent stark negativ betroffen und 17 Prozent gering negativ betroffen.

Im Bereich Information und Kommunikation waren im Mai dagegen nur 3 Prozent der Betriebe stark negativ betroffen. Gering negativ betroffen waren 25 Prozent. Aktuell sind 5 Prozent stark negativ und 29 Prozent gering negativ betroffen.

Das Verarbeitende Gewerbe liegt dazwischen: Für den Mai berichteten 37 Prozent der Betriebe von starken negativen und 28 Prozent von geringen negativen Auswirkungen. Aktuell sind 29 Prozent mit starken negativen Auswirkungen und 24 Prozent mit geringen negativen Auswirkungen konfrontiert.

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Geldpolitik: US-Notenbank macht Nullzins langfristig fest – Werbung

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Lieber Börsianer,

gestern haben sich im Rahmen ihres turnusmäßigen Treffens die US-Notenbanker nochmals zur Geldpolitik eingelassen. Dabei verzichtete man erstmals auf jede Geheimniskrämerei und garantierte dem Kapitalmarkt, den gegenwärtigen Leitzins von Null langjährig beizubehalten. Die Fed wird dabei auch zumindest vorübergehend Inflationsraten oberhalb der bisher starren Inflationsgrenze von 2 % akzeptieren.

Das war nicht der ganz große Wurf der Fed. Am Aktienmarkt hatte man doch auf eine weitere Lockerung der Geldpolitik gehofft. So hofften die Börsianer, dass die Notenbanker nächstens ihre Anleihenkäufe nochmals ausweiten und künftig auch im Junk-Bereich (Anleihen mittlerer und schlechter Qualität) einkaufen werden. Diese Phantasie ist nach der gestrigen Notenbank-Sitzung erst einmal vom Tisch.

Trotzdem hatten die Währungshüter rund um Jerome Powell auch positive Nachrichten für uns. Mittlerweile wissen wir, die Pandemie hat sich nicht so zerstörerisch auf die US-Volkswirtschaft ausgewirkt wie zuvor befürchtet. So rechnen die Analysten der Fed nun damit, dass die Arbeitslosenrate in den USA Ende des Jahres zwischen 7 und 8 % liegen wird, aktuell übrigens 8,4 %. Zuvor war man noch von einer Rate in der Spanne zwischen 9 bis 10 % ausgegangen.

Vor diesem Hintergrund sah der Offenmarktausschuss – das oberste Gremium der Fed – keine Notwendigkeit, kurzfristig weitere Mittel in den Markt zu pumpen. Folglich schwächelten die Aktienmärkte rund um den Globus zum Wochenausklang.

Eine Frage: Warum ist eigentlich die Geldpolitik der Fed, aber auch der EZB so immens wichtig für uns als Anleger? Warum reagieren die Märkte jedes Mal nahezu prompt auf die Einlassungen der Geldpolitiker?

Hierzu einige Hintergrund-Informationen: Die Geldpolitik bestimmt vereinfacht gesprochen, wieviel Geld die Wirtschaftssubjekte wie Unternehmen, Verbraucher und auch Investoren in der Tasche haben. Und je lockerer oder expansiver eine Geldpolitik, desto mehr Kapital befindet sich im Wirtschaftskreislauf. Und viel Geld bedeutet letztlich immer steigende Aktienkurse.

Damit ist die Geldpolitik neben der fundamentalen Entwicklung in den Unternehmen der große und entscheidende Faktor für die Aktienmärkte. Ich behaupte, dass die Börsenhausse der vergangenen Jahre ganz wesentlich auf der lockeren…..

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