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Kuscht der große Elon Musk vor Donald Trump? Diese Nachricht gibt zu Denken, und hat Folgen für deutschen Mittelständler

Hat er wirklich? Der „große“ Elon Musk, der Zauberkünstler des Silicon Valley, der Freigeist, der Mann der über Jahre hinweg eine große Geldverbrennung bei Tesla bei Investoren super verkaufen konnte, kuscht vor dem neuen…

Redaktion

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FMW-Redaktion

Hat er wirklich? Der „große“ Elon Musk, der Zauberkünstler des Silicon Valley, der Freigeist, der Mann der über Jahre hinweg eine große Geldverbrennung bei Tesla bei Investoren super verkaufen konnte, kuscht vor dem neuen US-Präsidenten Donald Trump? Und das auch noch in „vorauseilendem Gehorsam“? Und das auch noch viel schlimmer als Ford, GM und Co? Das wäre ja mal was. Einerseits gilt Musk als Freigeist, als Querdenker, aber er galt schon vor der Wahl als „Trump-Berater“. Erst diesen Montag den 23.01.2017 traf er sich mit anderen Auto-Bossen mit dem neuen US-Präsidenten. Und jetzt kommt´s…


Tesla-Chef Elon Musk. Foto: Heisenberg Media/Wikipedia (CC BY 2.0)

Nur einen Tag später am 24.01.2017 vermeldet der deutsche Autozulieferer SHW Folgendes (Originaltext):

Die SHW Automotive GmbH, eine 100%ige Tochtergesellschaft der SHW AG, hatte im September 2016 von einem Hersteller vollelektrischer Fahrzeuge einen Auftrag als Systemlieferant von elektrischen Achsgetriebepumpen mit einem Lifetime-Umsatz von etwa 100 Mio. Euro erhalten (Ad-hoc-Mitteilung der SHW AG vom 30. September 2016). Dieser Hersteller hat den Auftrag heute storniert und die SHW Automotive GmbH aufgefordert, ihre Vorbereitungen für den Anlauf der Serienproduktion zu stoppen. Der Hersteller begründet diese Mitteilung in erster Linie damit, dass die technischen Spezifikationen der Achsgetriebepumpe nicht mit den Anforderungen des betreffenden Modells in Einklang stünden. Die vom Hersteller angeführten Gründe sind aus Sicht der SHW AG nicht zutreffend. Die SHW AG prüft daher die rechtliche Wirksamkeit der Stornierung des Auftrags sowie deren Rechtsfolgen und behält sich die Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen vor.

Man nennt zwar keinen Namen des Kunden, aber es ist klar, dass es sich hierbei um Tesla handelt. Außerdem hat Tesla inzwischen gegenüber der WiWo bestätigt, dass dies der stornierte Auftrag von Tesla war. Es geht um 100 Millionen Euro – das ist kein kleiner Betrag für einen mittelständischen Zulieferer wie SHW. Natürlich (Satire?) handele es sich hierbei nicht um eine Beeinflussung durch die neue Trump-Regierung… und wir meinen: Selbstverständlich hat das Trump-Treffen am Montag mit der Stornierung des Auftrags für diesen „ausländischen“ Zulieferer genau einen Tag später nichts zu tun! (Satire) Das muss zeitlich ein totaler Zufall sein – sowas soll ja vorkommen!??

Laut Tesla sollen die von SHW zur Verfügung gstellten Teile für Tesla-Autos eben nicht den technischen Vorgaben entsprechen. Schon mal was von Reklamation und technischen Anpassungen gehört? Da kann sich jeder seine eigene Meinung bilden. Wie wir alle die EU-Kommission und Mutti´s (Angela Merkel) Zeitlupen-Politik kennen, wartet man erst mal die Bundestagswahl im Herbst ab, und überlegt sich Anfang 2018, wie man als Deutschland und EU darauf reagiert. Oder setzt man erstmal eine Arbeitsgruppe af EU-Ebene ein, die über Gegenmaßnahmen zu Trump beraten soll? Also wäre man dann mit einem Vorschlag für Gegenmaßnahmen fertig, wenn Trumps erste vier Jahre schon vor bei sind? Gewinnen tun in der Tat in so einem Gefüge die US-Zulieferer, wenn sie denn die von Tesla gewünschten Teile liefern können. Wetten, dass der neue Zuliefer-Auftrag innerhalb der USA neu vergeben wird?

Wenn die USA ausländische Produzenten fernhalten, und keine Gegenmaßnahmen erfolgen, hat Trump mit seiner Politik gewonnen! Bezahlen tun dafür ausländische Hersteller und deren Arbeitnehmer mit Umsatz- und Jobverlusten. SHW übrigens hat (wie man oben lesen kann) angedeutet, dass man eventuell Schadenersatzansprüche geltend macht. Wie immer in solchen Fällen lautet wohl die Devise: Könnte dieser Kunde zukünftig doch wieder neue Aufträge bringen? Nein? Gut, dann klagen wir und holen uns unseren Schadenersatz? Und Donald Trump? Auf einmal will offensichtlich jeder sein Freund sein. Apple´s Haus- und Hoflieferant Foxconn, der bisher alle iPhones, iPads etc in China fertigen lässt, versprach 3 Tage nach Trump´s Amtseinführung eine 7 Milliarden Dollar-Investition in ein neues Werk in den USA. Laut „Nikkei Asian Review“ könnten bis zu 50.000 neue Jobs entstehen. Spott, Häme und Protektionismus mal bei Seite. Eine Frage bleibt: Warum hat Barack Obama das als Präsident nicht hinbekommen?

Natürlich kann man auch hier sagen: Das hat bestimmt nichts mit Trump zu tun. Dass gerade Foxconn großvolumig in den USA investieren will, wo man bisher nur in Asien baut, und dass man diese Investition direkt nach der Amtseinführung des neuen US-Präsidenten verkündet, das muss ein zeitlicher Zufall sein, genau wie bei der Tesla-Story…

6 Kommentare

6 Comments

  1. Avatar

    daulini

    27. Januar 2017 16:35 at 16:35

    Ah, jetzt wird vielleicht auch klar, warum die Tesla-Aktie in den letzten Wochen trotz ständiger unerfüllter Erwartungen, neg. Geschäftsergebnisse (-0,28 $) so eine unsagbare Hatz macht. Vielleicht wird von großer starker Hand manipuliert, wie man generell auch das Gefühl bei der Betrachtung der Entwicklung des Gesamtmarktes bekommt, der trotz nicht erreichter Erwartungen (vgl. bspw. heutiges US-BIP IV/2016), nicht zurückkommen will. Aber Gewinn ist geil und betrunken ist die Party noch viel schöner. Weiter mit Vollgas, wir haben dich keine andere Wahl.

    • Avatar

      Harry Pasiak

      28. Januar 2017 14:55 at 14:55

      Da ist, meiner Meinung nach, etwas dran. Hier wird manipuliert und gepuscht und die Blase bis zum Bersten aufgepustet. Der Irrsinn ist normal nicht mehr zu stoppen, aber alles hat ein Ende…

  2. Avatar

    Steven

    27. Januar 2017 20:59 at 20:59

    Wetten das es in USA keinen Hersteller für achsgetriebepumpen gibt der gleiche Qualität zu gleichem preis (oder weniger) produzieren kann ?!

    Denn dann hätte der den Auftrag von Anfang bekommen .
    Protektionismus kostet …

  3. Avatar

    Dieter G.

    28. Januar 2017 01:35 at 01:35

    Allerdings ist die Vorgehensweise von Trump nachvollziehbar. Da verlagern Industriezweige ihre Fertigungen nach Asien mit dem Argument, es wäre dort wesentlich billiger. Der heimische Arbeitnehmer schaut doof in die Röhre, soll aber gleichzeitig das Produkt teuer kaufen, welches z. B. in China billigst produziert wurde. Die seit Jahrzehnten betriebene Auslagerung hat nur dazu geführt, dass China wirtschaftlich größer wurde, und nun als Wettbewerber die Märkte betritt.

    Und das know-how bekam man dort quasi zum Nulltarif. Beispiel: ein Kunde von uns (Maschinenbau) erhielt einen Auftrag aus dem Land des Lächelns. Anfangs hatte er selbiges im Gesicht stehen. Der Auftrag umfasste ein Sorglospaket mit Aufbau Vorort, Einweisung und Schulung. Auf einer Messe in Düsseldorf wich dann das Lächeln einer eisigen Gesichtsstarre. Auf dem Nachbarstand befand sich ein kompletter Nachbau der Maschine, jedoch 35% preiswerter. Und es kommt noch besser. Der Aussteller verwies für Ersatzteile auf unseren Kunden.

    Trump macht bisher alles richtig. Zumindest aus wirtschaftlicher Sicht. Und das er China den Mittelfinger zeigt, ist eh schon lange fällig.

    Schönes Wochenende

    Dieter

  4. Avatar

    sabine

    28. Januar 2017 18:39 at 18:39

    Wir sind Audi-Zulieferer. China baut mittlerweile seine Audis selber. Wenn es irgendwelche Setzteile dort nicht gibt, werden sie hingeliefert. Der ganze chinesische Markt wird durch die chin.Firmen bedient. Mal sehen, wann diese ganz Asien bedienen. in einem Jahr? in 2?

  5. Avatar

    Dario

    10. Februar 2017 23:38 at 23:38

    wer sich ein wenig mit der geschichte von musks firmen beschäftigt, entdeckt, dass sie ihre teile wenn möglich selbst herstellen und entwickeln. dies ist in den meisten fällen viel billiger, da gewisse firmen ein monopol aufgebaut haben. so bin ich relativ überzeugt, dass musks ingenieure eine bessere lösung als diese deutsche firma gefunden haben. trump ist nicht immer schuld.

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Apple-Quartalszahlen: iPhone-Verkäufe sehr schwach, andere Bereiche retten

Claudio Kummerfeld

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Ein Apple Mac Book

Die Apple-Quartalszahlen wurden soeben veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 64,7 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 64,04/erwartet 63,7).

Der Gewinn liegt bei 0,73 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 3,03, nach Aktiensplit umgerechnet 0,76 Dollar/für heute erwartet 0,70).

Der Umsatz im Services-Bereich klettert im Jahresvergleich kräftig von 12,5 auf 14,5 Milliarden Dollar (14 erwartet).

Die Aktie notiert nachbörslich mit -4,6 Prozent.

Die iPhone-Verkäufe im letztem Quartal liegen bei  26,4 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 33,3/für heute 27,9 erwartet). Alle anderen Teilbereiche bei Apple wachsen aber spürbar, und können die deutlich sinkenden Umsätze im Kernprodukt auffangen.

Der Umsatz in China ist von 11,1 auf 7,9 Milliarden Dollar gesunken. Europa legt zu von 14,9 auf 16,9 Milliarden Dollar. Nordamerika wächst von 29,3 auf 30,7 Milliarden Dollar.

Keine Aussicht für das aktuell laufende Quartal.

Apple in der Headline-Aussage:

“Apple capped off a fiscal year defined by innovation in the face of adversity with a September quarter record, led by all-time records for Mac and Services,” said Tim Cook, Apple’s CEO. “Despite the ongoing impacts of COVID-19, Apple is in the midst of our most prolific product introduction period ever, and the early response to all our new products, led by our first 5G-enabled iPhone lineup, has been tremendously positive. From remote learning to the home office, Apple products have been a window to the world for users as the pandemic continues, and our teams have met the needs of this moment with creativity, passion, and the kinds of big ideas that only Apple can deliver.”

“Our outstanding September quarter performance concludes a remarkable fiscal year, where we established new all-time records for revenue, earnings per share, and free cash flow, in spite of an extremely volatile and challenging macro environment,” said Luca Maestri, Apple’s CFO. “Our sales results and the unmatched loyalty of our customers drove our active installed base of devices to an all-time high in all of our major product categories. We also returned nearly $22 billion to shareholders during the quarter, as we maintain our target of reaching a net cash neutral position over time.”

Datenblatt zeigt Details der Quartalszahlen von Apple

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Facebook Quartalszahlen stark – Aktie dennoch schwächer: „Unsicherheiten“

Markus Fugmann

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am

Die Facebook-Quartalszahlen wurden soeben veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen (die Erwarungen im Vorfeld sind durch die starken Zahlen von Snap zuletzt gestiegen, hier Analysten-Prognosen):

Der Umsatz liegt bei 21,47 Milliarden Dollar (Prognose war 19,8 Milliarden). Der Umsatz liegt also deutlich über den Erwartungen.

Der Gewinn liegt bei 2,71 Dollar pro Aktie (Prognose für heute 1,91, Flüsterschätzung bei 2,03 Dollar). Damit übertrifft Facebook die Analysteneinschätzungen bei weitem.

Die Zahl der täglich aktiven Nutzer (DAU) liegt bei 1,82 Milliarden (Prognose war 1,79 Milliarden).

Die operative Marge liegt bei 37% .

Interessant: der effektive Steuersatz bei Facebook liegt bei 4% (!) – kein Wunder, dass der Gewin pro Aktie stiegt

Die Aktie notiert nachbörslich mit -2,0%, weil Facebook von „Unsicherheiten“ für den weiteren Ausblick spricht:

Looking ahead to 2021, we continue to face a significant amount of uncertainty.

We believe the pandemic has contributed to an acceleration in the shift of commerce from offline to online, and we experienced increasing demand for advertising as a result of this acceleration. Considering that online commerce is our largest ad vertical, a change in this trend could serve as a headwind to our 2021 ad revenue growth.

In addition, we expect more significant targeting and measurement headwinds in 2021. This includes headwinds from platform changes, notably on Apple iOS 14, as well as those from the evolving regulatory landscape.“

Das Headline-Statement von Facebook:

„We had a strong quarter as people and businesses continue to rely on our services to stay connected and create economic opportunity during these tough times,“ said Mark Zuckerberg, Facebook founder and CEO. „We continue to make significant investments in our products and hiring in order to deliver new and meaningful experiences for our community around the world.“

Mehr zu den Zahlen hier..

 

Mark Zuckerberg und die Zahlen von Facebook

Facebook-Chef Mark Zuckerberg. Foto: Anthony Quintano from Honolulu, HI, United States CC BY 2.0

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Amazon-Quartalszahlen: Deutlich besser als erwartet!

Claudio Kummerfeld

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am

Amazon App auf Handy

Die Amazon-Quartalszahlen wurden soeben veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 96,15 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 69,98/erwartet 92,7).

Der Gewinn liegt bei 12,37 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 4,23/erwartet 7,41).

Amazon Web Services liefert einen Umsatz in Höhe von 11,6 Milliarden Dollar (+29 Prozent zum Vorjahresquartal, im Rahmen der Erwartungen).

Amazon erwartet Umsätze im laufenden 4. Quartal zwischen 112-121 Milliarden Dollar (bisher erwartet 112).

Amazon erwartet operative Gewinne im laufenden 4. Quartal in Höhe von 1 bis 4,5 Milliarden Dollar nach 3,9 Milliarden Dollar vor einem Jahr. Laut CNBC demnach 4 Milliarden Dollar erwartete Corona-Kosten, doppelt so hoch wie im zweiten Quartal

Die Amazon-Aktie reagiert nachbörslich mit -1,2 Prozent.

Kurz-Fazit: Sensationelles Ergebnis. Aber die Gewinnaussicht enttäuscht?

Key Facts im Wortlaut von Amazon:

• Operating cash flow increased 56% to $55.3 billion for the trailing twelve months, compared with $35.3 billion for
the trailing twelve months ended September 30, 2019.
• Free cash flow increased to $29.5 billion for the trailing twelve months, compared with $23.5 billion for the trailing
twelve months ended September 30, 2019.
• Free cash flow less principal repayments of finance leases and financing obligations increased to $18.4 billion for
the trailing twelve months, compared with $14.6 billion for the trailing twelve months ended September 30, 2019.
• Free cash flow less equipment finance leases and principal repayments of all other finance leases and financing
obligations increased to $17.9 billion for the trailing twelve months, compared with $10.5 billion for the trailing
twelve months ended September 30, 2019.
• Common shares outstanding plus shares underlying stock-based awards totaled 518 million on September 30,
2020, compared with 511 million one year ago.
• Net sales increased 37% to $96.1 billion in the third quarter, compared with $70.0 billion in third quarter 2019.
Excluding the $691 million favorable impact from year-over-year changes in foreign exchange rates throughout the
quarter, net sales increased 36% compared with third quarter 2019.
• Operating income increased to $6.2 billion in the third quarter, compared with operating income of $3.2 billion in
third quarter 2019.
• Net income increased to $6.3 billion in the third quarter, or $12.37 per diluted share, compared with net income of
$2.1 billion, or $4.23 per diluted share, in third quarter 2019.

Datenblatt zeigt aktuelle Quartalszahlen von Amazon

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