Konjunkturdaten

Lebenszeichen vom US-Immobilienmarkt

Von Markus Fugmann

Nach langer Zeit gibt es einmal wieder gute Zahlen von der US-Konjunktur: so stiegen die Baubeginne um 20,2% auf 1,135 Millionen – und damit deutlich stärker als die erwarteten +9,1%. Das ist die stärkste Zahl seit November 2007. Auch die Baugenehmigungen konnten deutlich zulegen als erwartet: sie stiegen um 10,1%, erwartet war lediglich ein Anstieg um 2,7%. In einer erste Reaktion auf die Zahlen kann der Dollar zulegen, während Euro-Dollar auf ein neues Tagestief fällt.

Fast alle Regionen konnten nach den zuletzt schwachen Daten vom Immobilienmarkt im April stark zulegen, am Schwächste entwickelte sich der Immobilienmarkt im Süden des Landes. Besonders erfreulich ist die Zunahme von Einfamilienhäusern – bislang war der Aufschwung am Immobilienmarkt vorwiegend von Investoren getragen worden, die Mehrfamilienhäuser gekauft hatten.

Die Zahlen sind in der Summe stark, dürften jedoch viele Nachholeffekte beinhalten. Die Frage ist daher, ob die heute gemeldeten Daten eine Bestätigung in den nächsten Monaten finden werden. Dass dem möglicherweise nicht so ist, verdeutlichen die heute vorgelegten Zahlen von Wal Mart, das einen Gewinnrückgang um 7% hinnehmen mußte, auch der Gesamtumsatz enttäuschte. Vorbörslich verliert die Aktie gut 2%. Wal Mart gilt es sehr guter Indikator für die Ausgabefreudigkeit der US-Verbraucher.



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