Europa

Leistungsbilanz der Eurozone wird nach und nach schwächer

Die Leistungsbilanz der Eurozone wird Stück für Stück immer schwächer. Sie ist als Kennziffer eine Art tatsächlicher Gradmesser für den Geldfluss in die Eurozone, und von der Eurozone ins Ausland. Es gibt die Außenhandelsdaten für den Warenverkehr. Dazu gibt es aber noch Dienstleistungen zwischen der Eurozone und dem Ausland, sowie unter anderem Geldflüsse verursacht durch grenzüberschreitende Kapitalinvestitionen (zum Beispiel Zahlungen von Zinsen und Dividenden).

Für den Monat Juli hat die EZB heute die Leistungsbilanz für die Eurozone mit einem Überschuss von 21 Milliarden Euro veröffentlicht. Im Juli 2017 waren es noch 35 Milliarden Euro. Addiert man den Überschuss der letzten 12 Monate zusammen, ist es ein Überschuss von 394 Milliarden Euro gegenüber +358 Milliarden Euro in den 12 Monaten davor.

Die folgende bis 2013 zurückreichende Grafik zeigt einen langsamen aber stetigen Aufbau des Überschusses für die Eurozone, womit also netto immer mehr Geld in die Eurozone geflossen ist. In der Grafik sieht man aber auch seit fünf Monaten ein konstantes Abschmelzen des Überschusses, von 40 auf jetzt 21 Milliarden Euro.

In der Grafik kann man auch sehr gut sehen, wie sich der Überschuss zusammensetzt. Der Hauptbestandteil ist und bleibt natürlich der Überschuss durch den Außenhandel (gelbe Balken) der Eurozone mit Waren (Hauptprofiteur ist die Exportmaschine Deutschland). Aber auch dieser Überschuss schrumpft. Seit 2013 ist der jüngste fünfmonatige Abwärtstrend der längste an einem Stück.

Leistungsbilanz der Eurozone

Leistungsbilanz Statistik



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1 Kommentar

  1. Weiß jemand einen Grund für den stetigen Abverkauf von E.on heute, von 8,93 auf 8,63€, an einem relativ starken Handelstag? Könnten es die Umschichtungen sein, drei Handelstage vor dem Ausscheiden aus dem Euro Stoxx?

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