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Europa

Lesetipp: Daniel Stelter – Deutschland ist der wahre Brexit-Verlierer

Einer der besten Ökonomen Deutschlands, Daniel Stelter, hat in einer Kolumne für das „Manager Magazin“ die Lage Europas im Umfeld des Brexit prägnant auf den Punkt gebracht!

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Einer der besten Ökonomen Deutschlands, Daniel Stelter, hat in einer Kolumne für das „Manager Magazin“ die Lage Europas im Umfeld des Brexit prägnant auf den Punkt gebracht!

„Egal wie es mit dem Brexit weitergeht, die Zentrifugalkräfte innerhalb der EU und der Eurozone nehmen zu. Solange die Spitze der Gesellschaft sich weigert, das zu verstehen, ist der Untergang sicher“.

Und Stelter schlußfolgernd:

„Zielbild wäre eine EU, die sich auf wenige Kernaufgaben beschränkt, vor allem den Binnenmarkt, gemeinsamen Schutz der Außengrenzen und Verteidigung. Dieser Wandel wäre möglich, allerdings setzt er eine Abkehr der EU-Eliten vom bisherigen Kurs voraus. Wahrscheinlicher ist, dass sie am bestehenden Kurs festhalten und damit scheitern. Mit weitaus verheerenderen Konsequenzen als ein freiwilliger Wandel je haben könnte.“

Lesen Sie den hellsichtigen Artikel Stelters bitte hier:
http://www.manager-magazin.de/politik/europa/brexit-eu-steht-vor-dem-niedergang-a-1242819.html


By @infozentrale – DBG_22473, CC0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=66465485

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Europa

Aktuell: Industrieaufträge in Italien fallen weiter

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Soeben wurden für Italien die Industrieaufträge für den Monat April veröffentlicht. Sie fallen im Jahresvergleich um 0,2%. Im März waren sie bereits um 3,8% gefallen, und im Februar waren es -2,9%. Ist es ein Trost, dass der heutige Rückgang nicht so stark ausfällt wie erwartet?

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Europa

Wirtschaftsforscher senken BIP-Prognose noch weiter ab

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Drei wichtige deutsche Wirtschaftsforschungsinstitute haben sich wohl mal wieder zeitlich abgestimmt um eine aktualisierte BIP-Prognose abzugeben. Mehrmals in den letzten Monaten wurden die Einschätzungen für das deutsche Wirtschaftswachstum schon nach unten korrigiert. Heute erneut. Da wäre zunächst einmal das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW). Zuletzt lag man für 2019 bei einer Schätzung von +1,0%. Jetzt senkt man ab auf +0,9%. Für 2020 senkt man ab von bislang +1,8% auf +1,7%. Die folgende Grafik des DIW zeigt, dass man davon ausgeht, dass die Bereiche Export und Binnenkonsum die treibenden Kräfte für eine Erholung im nächsten Jahr sein sollen. Das DIW senkt für das laufende Jahr zwar die BIP-Prognose ab, nennt ihre heutige Veröffentlichung aber sogar in der Headline „Deutsche Wirtschaft trotzt Unsicherheiten“. Tenor des Gesamttextes des DIW, vereinfacht und verkürzt ausgedrückt: Es wird schon wieder bergauf gehen.

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DIW BIP-Prognose

IfW weniger optimistisch bei BIP-Prognose

Das Institut für Weltwirtschaft (IfW) drückt sich weniger optimistisch aus als das DIW. Man spricht die weltweiten politischen Unsicherheiten an. Die inländische Konjunktur kühle sich gerade spürbar ab. Für das laufende Jahr rechnet das IfW jetzt nur noch mit +0,6%. Die zuletzt gültige BIP-Prognose lag bei +1,0%. Für 2020 glaubt man an +1,6% (bisher +1,8%). Die deutsche Politik könne an der globalen politischen Lage nichts ändern. Aber sie könne die heimische Wirtschaft entlasten, zum Beispiel mit sinkenden Steuern, so das IfW. Die erläuternden Worte zur BIP-Prognose klingen wie gesagt deutlich negativer als beim DIW. Zitat:

Die Grundtendenz der Konjunktur hat sich deutlich abgeschwächt. Der Anstieg des BIP im ersten Quartal 2019 um 0,4 Prozent war vor allem Sonderfaktoren geschuldet wie Aufholeffekten in der Automobilindustrie nach Problemen mit dem neuen Prüfverfahren WLTP. Für das zweite Quartal 2019 zeichnet sich sogar ein leichter Rückgang des BIP ab. Anschließend dürfte die gesamtwirtschaftliche Produktion zwar wieder zulegen, allerdings nur in moderatem Tempo. Insgesamt nimmt die gesamtwirtschaftliche Auslastung ab. Die vergleichsweise hohe Zuwachsrate für das kommende Jahr geht zu 0,4 Prozentpunkten auf eine hohe Anzahl an Werktagen zurück.

IWH

Und zu guter letzt haben wir heute noch das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH). Die bisherige BIP-Prognose von +0,5% für 2019 bestätigt man heute. Gut, das scheint auch ziemlich einfach zu sein, weil man ja schon vorher deutlich unter den Prognosen von DIW und IfW lag. Auch beim IWH sieht man die Lage ziemlich pessimistisch. Zitat auszugsweise:

„Von der Schwäche des Welthandels ist die international stark vernetzte deutsche Industrie besonders betroffen“, so Oliver Holtemöller, Leiter der Abteilung Makroökonomik und Vizepräsident des IWH. Der deutliche Rückgang der Industrieproduktion im April lässt erkennen, dass die Belebung vom Jahresanfang vor allem auf temporäre Faktoren zurückging und die Grundtendenz der Konjunktur weiterhin schwach ist. Auch die Auftragseingänge für das Verarbeitende Gewerbe sind im Trend rückläufig. Was die deutsche Konjunktur in diesem und wohl auch im nächsten Jahr stützen wird, ist die nach wie vor robuste Binnennachfrage. So bleibt der Zuwachs des privaten Konsums kräftig, denn die Einkommensentwicklung ist weiter positiv.

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Europa

Eurozonen-Industrieproduktion: Immer weiter bergab!

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Soeben wurden die Industrieproduktion der Eurozone für den Monat April veröffentlicht. Im Jahresvergleich sinkt sie um 0,4%. In den Vormonaten waren es -0,7%, 0,0%, -0,4%, -4,2% und -2,9%. Es geht also immer weiter bergab!

Industrieproduktion Eurozone

Der folgende Chart geht bis 2010 zurück.

Hier weitere Details von Eurostat im Wortlaut:

Im Euroraum sank die Produktion von Vorleistungsgütern sowie Investitionsgütern im April 2019 gegenüber April 2018 um 1,2%, von Gebrauchsgütern um 0,8% und von Energie um 0,1%, während die Produktion von Verbrauchsgütern um 1,7% zunahm. In der EU28 ging die Produktion von Investitionsgütern um 1,6%, von Energie um 0,6% und von Vorleistungsgütern um 0,1% zurück, während die Produktion von Gebrauchsgütern um 0,2% und von Verbrauchsgütern um 2,8% zunahm. Von den Mitgliedstaaten, für die Daten vorliegen, verzeichneten Deutschland (-3,4%), die Niederlande (-2,7%), Lettland und das Vereinigte Königreich (je -2,4%) die stärksten Rückgänge in der Industrieproduktion. Die größten Zuwächse wurden in Litauen (+13,8%), Irland (+6,9%) und Polen (+6,6%) registriert.

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