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Lesetipp: Felix Zulauf – „Nun muss man in die Stärke verkaufen“

FMW-Redaktion

Der Schweizer Felix Zulauf zählt zu den angesehensten Vermögensverwaltern (Zulauf Asset Management) der Welt. Er erwartet eine Bankenkrise in Asien, die absehbare Yuan-Abwertung Chinas werde der Welt einen deflationären Schock versetzen. Das Interview mit Felix Zulauf in der Schweizer „Finanz und Wirtschaft“ bringt alles auf den Punkt, was man wissen sollte. Hier ein paar Ausschnitte:

– „der Bullenmarkt hat letzten Frühling sein Ende gefunden. Jetzt folgt die Baisse. Und sie wird proportional zu den Exzessen stehen, die im Aufschwung aufgebaut wurden“.

– „Ich rechne jedoch mit einer heftigeren Abwärtsbewegung. Den S&P 500 sehe ich bei rund 1200 bis 1400 Punkten – aktuell notieren wir bei rund 1870. Gegenüber dem Allzeithoch wäre das fast eine Halbierung. Beim Dax könnten wir uns in Richtung 7000 bewegen“

– „die Ära der quantitativen Lockerung ist vorbei oder zumindest in der Endphase. Die Notenbanken und die Ökonomen haben gemerkt, dass Gelddrucken weder die wirtschaftlichen Probleme löst noch zu Wachstum führt.“

– „China ist das Zentrum der sich anbahnenden Krise. Was der US-Immobilienmarkt in der Finanzkrise von 2008 war, ist China im aktuellen Zyklus (..). Trotz Autokratie ist auch China den ökonomischen Gesetzen unterworfen. Baut man die Kapazitäten bis zu dem Punkt aus, an dem die Renditen die Kapitalkosten nicht mehr decken, flaut der Boom ab, und es folgt eine Korrektur. Und in dieser Korrektur befinden wir uns seit 2012. Der Rest der Welt hat dies noch nicht richtig wahrgenommen..“

– „Asien ist die Produktionsstätte der Welt. Wertet China ab, werden die anderen Länder in der Region nachziehen, um ihre Wettbewerbsposition nicht zu gefährden. Damit werden aber alle Exportgüter aus dem asiatischen Raum massiv billiger. Dies führt zu einem Preisdruck, den auch die Konkurrenz im Westen spüren wird. Sie wird ihre Preise ebenfalls senken müssen, was Umsatz und Gewinn schmälert. Dadurch wird sie gezwungen, ihre Kosten zu reduzieren. Kostensenkungen haben dann Zweit- und Drittrundeneffekte auf andere Branchen. Eine Abwertung Chinas versetzt der Weltwirtschaft einen deflationären Schock.“

Das extrem lesenswerte Interview mit Felix Zulauf in der „Finanz und Wirtschaft“ lesen Sie hier..



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