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Gold/Silber

Lesetipp: Gold und die Parallelen zu den 1970er-Jahren

In den 1970er-Jahren war die westliche Welt in einer ernsthaften Krise: 1971 endete das Bretton-Woods-System, das den Dollar als Ankerwährung vorsah, die wiederum an das Gold gekoppelt war..

Redaktion

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FMW-Redaktion

In den 1970er-Jahren war die westliche Welt in einer ernsthaften Krise: 1971 endete das Bretton-Woods-System, das den Dollar als Ankerwährung vorsah, die wiederum an das Gold gekoppelt war. Nachdem aufgrund des wachsenden Welthandels (und der immensen Verschuldung der USA) diese Bindung nicht mehr aufrecht zu halten war, wurde das System, abgeschafft: der Dollar schmierte ab, Gold stieg.

Man kann sich kaum des Eindrucks erwehren, dass wir derzeit einen ähnlichen Wechsel erleben, ohne dass es eine formale Aufkündigung eines bestehenden Systems wie damals geben würde. Geld gibt es im Übermaß, Zinsen überhaupt nicht mehr, hochverschuldete Staaten können ihre Schulden zu Negativzinsen verkaufen (so heute Italien eine 1-jährige Anleihe mit Negativrenditerekord bei -0,176%), der (europäische) Banken-Sektor riecht faul etc. etc.

Es entsteht wohl mehr und mehr das Bedürfnis nach Werthaltigem, etwas, das konkret ist und das man auch anfassen kann. Und das ist jetzt wohl vor allem Gold – ähnlich wie in den 1970er-Jahren.

Lesen Sie dazu auch den Artikel in der Schweizer „Finanz und Wirtschaft“ mit dem Titel „Der Goldpreis und die Parallelen zu den Siebzigerjahren.“

3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    leser

    12. Juli 2016 14:00 at 14:00

    Auf dem Dollar steht „In god we trust“. Die Hilfe muss also diesmal von ganz oben kommen…

    Gegenüber den 70’ern waren die Schulden – sowohl absolut, als auch relativ zur Wirtschaftsleistung – verglichen mit heute kein großes Problem. Richtig beeindruckend und beängstigend ist aber das zuletzt exponentielle Wachstum der Verschuldung.

    „Zwischen 1976 und 2001 haben noch fünf US-Präsidenten gemeinsam 25 Jahre benötigt, um 5000 Milliarden Dollar Schulden zu machen. George W. Busch genügten gerade einmal acht Jahre um dasselbe Ergebnis vorzuweisen. Dessen Amtsnachfolger Obama hingegen brauchte nicht einmal mehr volle vier Jahre, um ebenfalls 5000 Milliarden Dollar Miese aufzutürmen. Damit hat das amerikanische Schuldenwachstum eine (nicht aufrecht erhaltbare) exponentielle Beschleunigung erfahren.“, http://www.teleboerse.de/devisen/Dollar-wird-zum-Problem-article13865906.html

    • Avatar

      joah

      12. Juli 2016 14:27 at 14:27

      Die haben nur das „l“ (kleines L) weggelassen: „In gold we trust“.

  2. Avatar

    hans

    12. Juli 2016 18:23 at 18:23

    Das Gold sieht Heute aber gar nicht gut aus, ob da wohl ein paar “Goldmänner“ billig rein wollen.
    Ist mir aber egal, ich habe soeben einen Call gekauft:-)

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Gold/Silber

Goldpreis auf wackligen Beinen – morgen weitere Abwertungsgefahr?

Claudio Kummerfeld

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am

Ein Barren Gold

Der Goldpreis zeigt sich aktuell weiter stark anfällig. Die gesamte letzte Woche ging es fast schon komatös seitwärts im Gold um das Kursniveau von 1.850 Dollar herum. Dann ab Freitag Mittag ging es auch wegen US-Konjunkturdaten bergab auf 1.828 Dollar bis Freitag Abend. Heute Nacht zum Wochenstart dann folgte der Absacker im Goldpreis auf 1.810 Dollar, von dem sich der Markt bis jetzt wieder etwas erholt hat auf 1.833 Dollar.

Aber die Lage bleibt labil. Vor allem muss man sehen, dass neben den Renditen für US-Staatsanleihen (hier ein Vergleich) seit einigen Tagen der US-Dollar immer weiter an Stärke gewinnt. Seit November 2020 befindet sich der Dollar-Index (Währungskorb des US-Dollar gegen andere wichtige Währungen) im Abwärtstrend. Der Index fiel seit November von 94,29 auf 89,16 Indexpunkte bis zum 6. Januar 2021. Dann trat die Kehrtwende ein, und der Index stieg bis jetzt auf 90,83 Punkte. Daran erkennt man die leichte neue Stärke im US-Dollar. Das ist schlecht für den Goldpreis. Denn alles was in US-Dollar gehandelt wird, schwächelt tendenziell, wenn der Dollar ansteigt – und umgekehrt. Im folgenden Chart sehen wir als blaue Linie seit dem 5. Januar den steigenden US-Dollar gegen den fallenden Goldpreis in rot-grün.

Goldpreis morgen vor weiterem Absturz?

Wird der Goldpreis morgen weiter fallen? Möglich ist das, aber keinesfalls sicher. Der Rohstoffexperte Carsten Fritsch von der Commerzbank erwähnt in seinem ganz frischen Kommentar zu Gold, dass die ehemalige Fed-Chefin und neue US-Finanzministerin Janet Yellen morgen im US-Kongress sprechen wird. Wie im Vorfeld durchgesickert sein soll, werde Janet Yellen eine Rückkehr der Biden-Administration zur Wechselkurspolitik vorheriger Regierungen vor Trump verkünden, nämlich die Wechselkurse wieder allein den Märkten zu überlassen.

Inwieweit dies den Goldpreis beeinflusse, werde laut Carsten Fritsch stark von der Richtung abhängen, die der US-Dollar daraufhin einschlägt. Verbale Interventionen zur Abschwächung des US-Dollar wie unter Donald Trump häufig geschehen, dürften allerdings der Vergangenheit angehören, so seine Meinung. Kann diese neue Passivität also bedeuten, dass die Märkte den US-Dollar positiver sehen, weil die US-Regierung nicht mehr auf eine Abwertung drängt? Ein weiter steigender US-Dollar könnte den Goldpreis daher eventuell weiter schwächen, zumindest auf Sicht der nächsten Tage.

Chart zeigt Vergleich von US-Dollar gegen Goldpreis seit dem 5. Januar

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Anleihen

Goldpreis vs Anleiherenditen: Eindeutiger Langfristvergleich

Claudio Kummerfeld

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Mehrere Gold-Barren

Der Goldpreis wird von vielen Faktoren beeinflusst. Da wäre zum Beispiel der US-Dollar, und natürlich das allgemeine Risk On/Risk Off-Szenario. Sind die Anleger bereit aufgrund diverser Faktoren mehr Risiko einzugehen, verkaufen sie Gold und kaufen Aktien, und umgekehrt. Je mehr die Notenbanken Geld drucken und je mehr die Staaten sich verschulden, desto wichtiger erscheint vielen Anlegern auf lange Sicht auch Gold als sicherer Fluchthafen vor Inflation, und der Goldpreis steigt.

Aber vor allem werden auch die Anleiherenditen als wichtiger Beeinflussungsfaktor für den Goldpreis herangezogen. Je mehr Rendite man für Staatsanleihen erhält, desto weniger attraktiv ist das zinslose Gold bei Anlegern. Schauen wir daher mal auf den folgenden Chart, ob man langfristig eine echte Verbindung zwischen Gold und Anleiherenditen erkennen kann. Hier sehen wir seit Anfang 2016 in blau den steigenden Goldpreis, der seitdem 69 Prozent zulegen konnte. Die in orange verlaufende Anleiherendite (für zehnjährige US-Staatsanleihen) ist seitdem um 46 Prozent gesunken (langfristig gesunkenes Zinsniveau). Man sieht eine klare negative Korrelation. Je tiefer die Anleiherenditen, desto besser für den Goldpreis. Das jüngste Ansteigen in der Rendite hat dem Goldpreis einige Schwierigkeiten bereitet, und seinen weiteren Anstieg erst einmal ausgebremst.

Chart zeigt Goldpreis gegen Anleiherenditen seit dem Jahr 2016

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Gold/Silber

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Ganz so einfach ist die Lage bei Dow Jones, Nasdaq und Silber derzeit nicht. Schauen wir genauer auf die Charts im folgenden Video.

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