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Warum die Aktienmärkte gestern wieder runter kamen Letzte Fed-Sitzung des Jahres: kalte Dusche oder Kurstreiber?

Fed Jahresendrally

Wird die letzte Fed-Sitzung dieses Jahres ein neuer Kurstreiber mit anschließender Jahresendrally – oder doch wieder eine kalte Dusche?

Die gestrige Ausgabe der Inflationsdaten waren ein starkes Signal – die These „Peak Inflation“ ist bewiesen.

Fed-Sitzung heute: Kommt die Jahresendrally?

Der Boden wäre damit bereitet für eine Jahresend/Santa-Rally, aber heute gibt es noch eine große Hürde zu überwinden – die Entscheidung der US-Notenbank Fed – oder noch wichtiger: ihr Wording zu weiteren Zinsschritten. Das Problem ist nämlich die Frage, ob für die Fed der derzeitige Anstieg der Indizes bei gleichzeitig fallenden Renditen akzeptabel ist.

Damit ist das Risiko groß, dass der Fed-Chef Jerome Powell heute den erhitzten Gemütern wieder eine kalte Dusche verpasst.

Allerdings kennt jeder informierte Anleger diese Sachlage und die Furcht – und die Positionierung – wird entsprechend sein. Der große Rückgang in den Kursen gestern ist sicherlich dieser psychischen Zwangslage geschuldet. Deshalb sollten wir die Möglichkeit nicht außer Acht lassen, dass Fed-Chef Jerome Powell würde heute auf die kalte Dusche verzichten könnte.

Dann könnte sich Ähnliches ereignen, wie am Tag der überraschenden CPI-Daten: Eine nächste Relief-Rally. Und dann wäre der Weg frei für eine Rally in der zweiten Dezemberhälfte, das geradezu typische saisonale Muster. Dann sollte man nicht als Bär positioniert gewesen sein, der die bisherigen Kursanstiege ständig abverkauft hat.

Man sieht es an der gestrigen Kurs-Entwicklung:. Es herrscht die Sorge vor, dass die US-Notenbank der Rally heute Abend ein jähes Ende bereitet.

Dies werden manche nicht gerne lesen. Aber wenn Powell sich nur auf die Wiederholung des bisher schon zigfach Gesagten beschränkt, besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass dies das berühmt-berüchtigte Fear of Missing out (FOMO) auslöst. Vergessen wir nicht – über 50 Prozent der aktiven Fonds liegen hinter der Benchmark zurück und es sind nur noch elf Börsentage bis zum Jahresultimo.

Eine knifflige Lage, fast schon ein kleiner psychologischer Fight: Zwischen der Fed, der die Rally nicht gelegen kommt, den Anlegern, die eine Jahresendrally herbeisehnen – und den Skeptikern, die auf einen Rückschlag setzen.

Das heutige Casino ist eröffnet: Faites vos jeux!

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1 Kommentar

  1. Ja, mit Anlegen hat das alles nicht mehr viel zu tun, es ist nur noch Zockerei im Casino.
    Und die FED ist dabei die Roulette-Scheibe, bei der man nie weiss, ob schwarz oder rot kommt.
    Stupid. Dabei hat sich nichts geändert, das Geld wird munter gedruckt für Rüstungs-, Energieetats, Inflationsausgleichszahlungen, oder das Deutschlandticket. Die Wirtschaft scheint sich auch nicht wirklich von Schwäche beeindrucken zu lassen. Nur die Börse hat ihre Launen und lässt sich von ein paar Zinskurven in einem Achterbahn-Karussell durchschütteln. Aber sonst wär’s ja langweilig im Casino!

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