Lieferungen von verflüssigtem Gas aus Katar (LNG) gehen normalerweise zum allergrößten Teil nach Asien. Von daher ist Europa doch gar keiner Gefahr ausgesetzt, dass es zu Lieferengpässen kommt, weil der Iran die Straße von Hormus blockiert, und deswegen der Mega-Produzent Katar nicht liefern kann? Von wegen!
Kein LNG aus Katar – Knappheit in Asien
In Indien wurde beispielsweise bereits die Belieferung für die heimische Industrie gedrosselt, wegen der erwarteten Knappheit. Die logische Folge der fehlenden LNG-Lieferungen nach China, Indien, Japan und Südkorea dürfte sein: Die großen asiatischen Verbrauchsländer, die bisher zuverlässig von Katar mit LNG beliefert wurden, treten nun verstärkt in Konkurrenz zu anderen Abnehmern auf dem Weltmarkt, zum Beispiel zu den Europäern.
Umleitung von Tankern nach Asien
Und dieses Szenario ist bereits Realität. Der Bloomberg-Analyst Stephen Stapczynski, der sich speziell mit dem Gasmarkt beschäftigt, veröffentlichte die folgenden Grafiken. Man sieht insgesamt drei LNG-Tanker aus den USA und Afrika auf dem Weg nach Europa, die gerade ihre Fahrtroute Richtung Asien geändert haben. Der Grund dürfte klar sein: Die Asiaten zahlen mehr. Also lohnt es sich am Spot-Markt für die Verkäufer, die Lieferung nach Asien umzuleiten. Dauert die Blockade der Straße von Hormus länger, und fällt Katar länger aus als Lieferant für asiatische Kunden, könnte dies nur der Anfang sein, und Europa müsste sich entscheiden: Noch mehr bieten als die Asiaten, oder Gasknappheit riskieren. Norwegen als Mega-Lieferant für die europäischen Abnehmer jedenfalls sagte diese Woche schon, dass man am Maximal-Limit liefert, mehr geht nicht.
Third ship!
The Clean Mistral also changed course late Wednesday pic.twitter.com/vDRKFQIGiD
— Stephen Stapczynski (@SStapczynski) March 5, 2026
The LNG market isn't prepared for the world's biggest export plant to be offline for a long time https://t.co/mZCShwi7G3
— Stephen Stapczynski (@SStapczynski) March 5, 2026
Bloomberg News meldet heute früh unter anderem zur Nachfrage nach LNG: Die Erdgaspreise stiegen diese Woche sprunghaft an, nachdem die Anlage in Ras Laffan in Katar – die weltweit größte LNG-Exportanlage – stillgelegt und die Straße von Hormus effektiv geschlossen wurde, was den schlimmsten Versorgungsschock seit dem Einmarsch Russlands in die Ukraine im Jahr 2022 droht. Käufer in Asien suchen verzweifelt nach alternativen Lieferquellen, da die Unterbrechung bereits Auswirkungen auf einige Industriezweige hat und höhere Strompreise signalisiert.
Einige LNG-Tanker wurden nach Asien umgeleitet, nachdem sie ursprünglich nach Europa unterwegs waren, da sich der Wettbewerb verschärft. Dennoch sind die Preise für einige Käufer, insbesondere Indien, zu hoch, sagten Händler. Stattdessen entscheiden sich diese Importeure für kurzfristige Lieferkürzungen an die Industrie, anstatt teure Ladungen anzunehmen, fügten sie hinzu. Die Einstellung der Lieferungen aus Katar wirkt sich insbesondere auf Asien aus, da der Großteil der Produktion in diese Region geliefert wird. Eine längere Unterbrechung dürfte den Wettbewerb mit Europa um Lieferungen aus anderen Destinationen verschärfen und die Preise hoch halten.
FMW/Bloomberg
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Der Konflikt zeigt, dass Rohstoffe stets im Zentrum der Spannungsfelder sind. Wenn ich das richtig auf die Riehe kriege sehen wir aktuell Knappheit bei:
Öl
Gas
Silber
Kupfer
Seltene Erden und weitere Mineralien
Man kann der BRD nur empfehlen ihre rosa/grüne Brille abzulegen. An den Mineralien können wir wenig ändern aber energieteschnisch müssen wir so autark wie möglich werden. Weder macht es Sinn die fossile Energie zu verteufeln, noch sollten wir uns darauf fokussieren. Energie in der Form ist knapp und sehr preissensilbel, wenn man überhaupt ran kommt.
Rein mathematisch ergibt sich folgene Anschlusslogik:
Ausbauen/Zubauen was nur geht und ökonomisch hilft. Egal ob Solar, Wind, Wasser, Nuklar, Fusion.
Es geschieht genau das, was ich über fast ein Jahrzehnt den grün gesinnten Elektrofans predige: Wir kriegen so die Kohle nicht abgeschaltet, schon gar nicht, wenn wir die Verbraucher immer mehr erhöhen (E-Autos, Wärmepumpen…).
Kapiert es mal bitte endlich: Damit sind diese Heiz- bzw. Antiriebsformen nicht sauber!
Mittlerweile scheint es ja sogar ums Überleben von ganzen Wirtschaftszweige zu gehen. Diskutiert bitte faktisch ohne Brille und hört auf Euch selbst was vorzumachen.
Zuerst kommt das Fundament, dann das Dach. Der Klimaschutz wurde dadurch zeitlich verschleppt, weil man am Dach (E-Antriebe, Heizung) zuerst baute, obwohl das Fundament (sauberer Strom) noch nicht da ist und auch nicht kommen kann. Was die letzte Regierung getan hat war klimatisch und wirtschaftlich kontraproduktiv. Die Menschen weigern sich, das zu verstehen. Die Kohle muss zuerst weg, damit die Massenelektrifizierung klimatisch signifikant Sinn ergibt.
Dazu ein Zitat von Albert Einstein:
„Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.“
Putin erwägt Stopp der Gaslieferungen in EU – ‚jetzt sofort‘
04.03.2026, 21:54 Uhr von dpa-AFX
Ja- was sonst?
In Asien liegt die Zukunft.
Der Verbündete China benötigt nun möglichst viel von dem aus Russland, was jetzt aus dem Nahen Osten nicht mehr geliefert werden kann.
Die USA treiben Russland immer weiter in die Arme von China.
Bald können die Europäer bei Putin betteln gehen.
Viele Grüße aus Andalusien Helmut
@Helmut
Das kann Putin gerne machen; träfe es doch vor allem treue Freunde wie Ungarn und die Slowakei – und nicht zuletzt die ultimativen Verfechter des Völkerrechts in Spanien.
Russland hielt im Jahr 2025 einen Anteil von etwa 17,6 % am gesamten spanischen LNG-Importmarkt. In einzelnen Monaten, wie im März 2024, stammte sogar ein Viertel des gesamten spanischen Gases aus russischen LNG-Lieferungen.
Während sich Putins Trojanische Pferde Ungarn und die Slowakei gar nicht erst die Mühe machen, ihre Sympathien und ihren Egoismus zu verhehlen, tritt im Falle Spaniens doch eine gewisse Heuchelei und Doppelmoral zutage. Bei der Unterstützung der Ukraine versucht man sich aufgrund der geografischen Entfernung zu Russland „günstig“ aus der Affäre zu ziehen – während man sich in der Rhetorik (Völkerrecht) als Weltmeister geriert.
Spanien bedient Putins Kriegskasse mit fast genau so viel Geld, wie es zeitgleich an Militärhilfe für die Ukraine bereitstellt.
Naja, so ist das eben bei linken Sozialisten und Kommunisten – insofern kann man Ihren oftmals erhobenen Vorwürfen also durchaus zustimmen 😉
… „günstig“ aus der Affäre zu ziehen – während man sich in der Rhetorik (Völkerrecht) als Weltmeister geriert…
Das ist doch unser Job?
Zumindest war das die letzten 16+3 Jahre so.
@Helmut
Derzeit gehen 11 reiche Länder – darunter auch die USA – gerade bei Selenskyj betteln. Sie brauchen dringend das ukrainische Know-how für billige Abwehrdrohnen, weil sie technisch und taktisch in veralteten Sackgassen stecken. Und fast täglich kommt ein weiterer zitternder Bettlerstaat hinzu.
Abermilliarden an Reichtum, gepaart mit Hybris und Ignoranz, bedeuten in Krisenzeiten nichts im Vergleich zu Resilienz, Erfahrung und praktischem Wissen. Die Strategen der Multimilliardär-Clowns haben doch tatsächlich in 10 Tagen 800 Patriot-Raketen im Wert von 4 Milliarden USD auf Billigdrohnen und Low-Tech-Raketen abgefeuert – während sie angeblich nicht in der Lage waren, der Ukraine mehr als 600 Stück in 4 Jahren zu liefern.
Menschen mit wachem Verstand – etwa „Woke Demokraten“ – könnten plötzlich denken, das Blatt beginne sich zu wenden:
Trump, Bibi and all Sheikhs have to be thankful. They don’t longer hold the cards.
King Trump’s not in a good position. He doesn’t have the cards right now. With Ukraine, he starts having cards.
Und seit Elon Ihrem Freund Wladimir die Starlinks abdrehen musste, bricht zusehends auch das russische Kartenhaus zusammen. Die tapfere Ukraine befreit an der Südost-Front in wenigen Wochen 400 Quadratkilometer, während die „Orks“ im Fleischwolf Jahre für ein paar Ruinen brauchen. Wer derzeit noch von einem russischen Sieg träumt, hat die aktuelle Realität komplett verschlafen.
Wer weiß, was passiert, sollte es zu einem Tausch mit Taurus, ATACMS, Tomahawk, Storm Shadows und ausreichend Abwehrraketen kommen. Ich vermute nichts Gutes für Sie und Ihre Freunde 😯
@Evergreen. @Helmut.
Genau so ist es!!!
Ja @ Selina Sarezki.
Putin kann sich seine Abnehmer innerhalb der EU doch aussuchen.
Auf der Welt sowieso.
Selbst die USA träumen von Handlsabkommen in Billionenhöhe mit Russland.
China wird nun die Nähe von Russland zu schätzen wissen. Auch durch die gemeinsame Grenze.
Wenn die USA einen Handelskrieg gegen Spanien ausrufen, und die europäischen Vasallen der USA bücklings folgen, dann wird Spanien den BRICS beitreten. Wahrscheinlich Ungarn auch.
Die EU ist doch sowieso am Ende. Das ist nur noch ein krimineller und korrupter Laberverein.
Gut- das Imperium USA liegt im Sterben und benötigt dringen weiter den Petrodollar und seine Vasallen, um noch einige Jahre durchzuhalten.
Und da kommt das Öl des Iran (nach Venezuela) ganz gelegen.
Gleichzeitig soll die Mullahs beseitigt werden und besonders China geschwächt werden. Was damit angerichtet wird, sehen wir gerade erst in den Anfängen.
Russland, China, der Rest der BRICS, aber auch die andere Welt sehen nun, dass sich an der Politik der USA, um den Petrodollar, seit fast 60 Jahren nichts geändert hat.
Wer nicht will wird bombardiert. Wenn es gerade passt, wird auf den Knochen der Verbündeten versucht Russland zu schwächen, während man selber für Milliarden weiter bei den Russen kauft.
Dieses System Petrodollar ist am Ende.
Mit noch weiter ausufernder Gewalt, noch mehr Androhungen von Handelskriegen und Zöllen und noch mehr Bombardierungen kann der Zusammenbruch mit viel Blutvergießen noch etwas rausgezögert werden.
So sterben Imperien.
Wir, als Vasallen, können nur hoffen, dass es ganz, ganz schnell zu einer Einigung im gesamten Nahen Osten kommt.
Einen asymmetrischer Krieg, wie in Vietnam und Afghanistan kann auch eine Atommacht nicht gewinnen.
Aber die USA werden es dann, auch wie in Vietnam und Afghanistan, trotzdem 20 Jahre versuchen.
Auch die Russen haben es nicht geschafft.
Ich halte die Daumen.
Viele Grüße aus Andalusien
Helmut
Hallo Ras-Putin
Ja- so ist dass, wenn als primitiv angesehene Waffen den Gegner zwingen, teure Waffen einzusetzen, die auch noch gegenüber langsam fliegenden Flugkörpern ineffizient sind.
Da hätten sich die Amis mal lieber erst bei den Ukrainern anfragen sollen.
Die wissen wie es geht.
Viele Grüße aus Andalusien Helmut