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Lossless zum Dax: Die neue Lage

Die Lage beim Dax nach dem Anstieg über die 11700 Punkte..

Redaktion

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am

Gastkommentar zum Dax von @Lossless

Der Dax ist aus der Range 11498/11598 ausgebrochen und setzt erneut auf Anstieg.
Da der DAX die 11700 überschritten hat, ist ein direkter Abwärtstrend unwahrscheinlich.

Wir erwarten Kurse bis 11743. Die MoB (Make or break-Marke) liegt bei 11609.

Haftungsausschluss

Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können einen individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

28 Kommentare

28 Comments

  1. Avatar

    Bademeister

    25. Januar 2017 10:52 at 10:52

    @lossless Euro steigt, Öl will fallen….sieht irgendwie nach „Fehlausbruch“ aus. Vielleicht das finale Hoch?!

    • Avatar

      Lossless

      25. Januar 2017 11:04 at 11:04

      Er hat noch nicht genug… Aber die Short-Volumen werden größer.

      Egal was da für Leute am Werk sind. Der Markt hat eine gute Chance, massiv in die Luft zu gehen.

      • Avatar

        gerd

        25. Januar 2017 11:27 at 11:27

        „massiv in die Luft zu gehen“

        Ich hoffe, das heißt nicht, in den Himmel zu steigen.
        Sondern eher, es gibt einen Knall und das wars dann erstmal

  2. Avatar

    KSchubert

    25. Januar 2017 11:12 at 11:12

    Da ist noch ordentlich Power nach oben hin drin! Zumindest sehe ich kein Umkehrsignal. Auf USD JPY achten! Geht der hoch, sieht es weiter gut aus…

    • Avatar

      Lossless

      25. Januar 2017 11:32 at 11:32

      Ja KSchubert, da ist ordentlich Dynamik drin.

  3. Avatar

    Silvio S.

    25. Januar 2017 12:00 at 12:00

    Bin gespannt ob wir heute noch 11800 sehen! In Frankfurt, zum Mittag, gibt es bestimmt Bockwurst mit Blattgold ;o)

  4. Avatar

    wibe69

    25. Januar 2017 12:19 at 12:19

    etwas nachdenklich macht mich die derzeitige dollarschwäche, usd/jpy kommt nicht vom fleck, hab deshalb mal sicherheitshalber den stopp bei meinem dax long auf 11710 nachgezogen. aber wenn die amis heute nachmittag gas geben, könnte der dax durchaus richtung all-time-high abziehen, das kann dann ganz schnell gehen

  5. Avatar

    Lossless

    25. Januar 2017 15:01 at 15:01

    Dax sehr stark unterwegs…

    Da decken welche ihre Shorts ein. ;-)

    • Avatar

      Der Katamaransegler

      25. Januar 2017 15:28 at 15:28

      Hi Lossless
      So wie es aussieht, war da wenig short covering.
      Dem Profil nach und dem Volumen, sowie anhand der Volumendeltas ist das richtiges buying. Praktisch kein Widerstand und kaum Seller.
      Da waren auch kaum Stops an der ehemaligen oberen range Grenze, sonst hätte es dort wenigstens eine kurze Pause gemacht.
      Die Amateure sind raus. Da ist Kaufdruck.
      Volumenmax ist hochgewandert. Point of Control ebenfalls (11750)
      Wochenprofil sieht aus wie beim Upmove Anfangs Dezember

      • Avatar

        Lossless

        25. Januar 2017 15:47 at 15:47

        @Segler, mein Bauch sagt mir, hier stimmt was nicht. Bin gespannt wo wir 22:00 Uhr stehen?

        • Avatar

          KSchubert

          25. Januar 2017 16:12 at 16:12

          Bin aus meiner Long-Position raus bei 11805….

    • Avatar

      Peter

      25. Januar 2017 15:30 at 15:30

      Wer deckt ein? Vielleicht Herr Fugmann?
      Es nicht lange her, da schrieb er sinngemäß:
      Wir verkaufen jeden Anstieg …

      SCNR

      • Markus Fugmann

        Markus Fugmann

        25. Januar 2017 15:39 at 15:39

        @Peter, das war bei der Analyse für einen speziellen Handelstag, bei dem Dax-Ausblick, der um 09Uhr erscheint. Also fair bleiben bitte!

        • Avatar

          Peter

          25. Januar 2017 15:54 at 15:54

          *lol*
          Das ist ja wohl ein Witz!!!
          Seit Monaten (, eigentlich schon seit Jahren, aber egal, ) reden Sie den Markt schlecht.

          In letzter Zeit ständig Witze über Dow 20k, auch wenn nur ein paar Pünktchen fehlen, dabei liegen sie beim Dow seit mehr als 2000 Punkten daneben, beim Dax übrigens hatten sie sich noch lustig über meine vielfachen „11k – Wir kommem“ gemacht.

          Etwas mehr Demut würde Ihnen gut stehen.

          Ansonsten ist das hier Top-Newsportal.
          Danke dafür.
          Peter

          • Markus Fugmann

            Markus Fugmann

            25. Januar 2017 16:02 at 16:02

            @Peter, was heißt ich würde den „Markt schlecht reden“?? Wir bieten hier, anders als die 5,3 Millionen anderen Internetseiten, die immer kaufen brüllen, eine andere Sicht der Dinge. Gerade jetzt weisen wir zu Recht auf die Risiken hin, die vor uns liegen mit Handelskriegen etc., eine Verschärfung des Konflikts USA-China etc. Das gehört wesenhaft zu diesem Newsportal, das Sie ja eigentlich loben! Das hat auch nichts mit mangelnder „Demut“ meinerseits zu tun, wie Sie hier schreiben!
            Und man kann die Uhr danach stellen: jedesmal, wenn die Aktienmärkte steigen, sind Sie wieder mit Kommentaren am Start, wenn die Märkte nicht steigen, herrscht Ihrerseits Schweigen im Walde. Ich aber kommentiere die Märkte jeden Tag, das ist ein kleiner Unterschied! Ich hatte Sie schon mehrfach eingeladen und aufgefordert, täglich Kommentare hier abzugeben zumMarkt – aber das wollen Sie ja scheinbar nicht wirklich tun. Ist ja auch leichter „long“ zu brüllen, wenn der Markt steigt, dagegen stille zu sein, wenn er das nicht tut, oder @Peter?!

          • Avatar

            Peter

            25. Januar 2017 16:26 at 16:26

            @Herr F.:
            Ah, Herr F. hat die „Antworten“-Funktion unten abgeklemmt.
            Das zum Thema Fairness.

            Was haben Sie eigentlich für eine Wahrnehmung bzw. Gedächtnis?
            * Haben sie nicht ein Dutzend Witze über Dow 20k bzw. Dax 11k gemacht?
            * Haben sie nicht Witze gemacht über langlaufende (z.B.B 100 Jahre) Aktien- bzw. Indexcharts?

            Ich würde NICHTS sagen, wenn jmd.1mal oder 10mal daneben liegt,
            aber wenn jmd.20 oder öfter mal daneben liegt, dann schreibe ich etwas (siehe auch meine Kommentare zum Thema WTI-Bashing von FMW bei unter 40$ vor ca. 1 Jahr, als ich schieb ich sehe die 50$).

            Und wenn einer die Nase so hoch trägt und unsachlich ist, dann gibt es hochverdient Retour.

          • Markus Fugmann

            Markus Fugmann

            25. Januar 2017 16:30 at 16:30

            @Peter, was soll ich abgeklemmt haben???
            Machen Sie mit: jeden Tag eine Analyse zum Dax? Butter bei die Fische – sonst wird´s albern! Wenn Sie sich dann nur 20mal irren, sind Sie genial, das sage ich Ihnen schon im Voraus!

          • Avatar

            Peter

            25. Januar 2017 16:47 at 16:47

            @Herr F.:
            Das mit dem Abklemmen der„Antworten“-Funktion nehme ich zurück.
            Scheinbar gibt es bei der Funktion „Antworten ↓“ nur 3 Kommentarebenen bzw. Verschachtelungen.
            Sorry.

            Der Rest bleibt.
            Und ich habe, wie schon geschrieben keine Zeit für regelmäßige Kommentare.
            Sie machen den ihren Job schon gut, vor allem bei den News.
            Nur mit der Demut, das musste ich mal loswerden. Ich weiß, wovon ich rede. :-)

            PS: Ich ziehe den Hut vor jedem, der Vorhersagen macht, den derjenige macht sich angreifbar.
            Was nicht heisst, dass sehr häufige (öffentliche) Fehlvorhersagen unkommentiert bleiben.

      • Avatar

        Lossless

        25. Januar 2017 15:50 at 15:50

        @Peter, fair bleiben immer 24 Stunden denken. Der Markt kann schnell drehen… Bin auch etwas überrascht über diesen Anstieg.

        • Avatar

          Peter

          25. Januar 2017 16:02 at 16:02

          In dem Markt denke ich auch nur kurzfristig,
          aber Herr Herr F. soll mir nichts von Fairness erzählen. Er war bei meinen letzten Kommentaren öfter unsachlich, hochsensibel und nachtragend.

          Aber Schwamm drüber.

  6. Avatar

    gerd

    25. Januar 2017 16:37 at 16:37

    So jetzt habt euch alle wieder lieb und richtet eure Konzentration lieber auf den Crash.
    Denn wenn wir alle dran glauben, kommt er auch.
    Oder auch nicht.

    (Die Haussiers mögen mir den Aufruf nachsehen)

  7. Avatar

    schork

    25. Januar 2017 17:37 at 17:37

    Ich bin fast täglich hier, weil ich diese ganz besondere Qualität von FMW schätze. Ich mag die Art und Weise wie Hr. Fugmann die Gesamtlage interpretiert. Sein extra Schuss Ironie würzt das Ganze, vielleicht versteht das nicht jeder. Bitte weiter so oder wie hat mal ein Dachdecker gesagt: „Vorwärts immer, rückwärts nimmer!“

  8. Avatar

    bademeister

    25. Januar 2017 18:09 at 18:09

    @ Herr Fugmann Sehr gute und informative Arbeit!
    Der Schmäh (Anm.: Sarkasmus) is halt oft scho da, gö?

    Der Major muss her, bevor er in den Krieg ziehen muss…ist ein tolles Ventil für Sender und Empfänger auf FMW.

    @ Peter …nicht lesen, somit kein Ärgern und schreiben, und einfach gücklich sein….

  9. Avatar

    Der Katamaransegler

    25. Januar 2017 18:27 at 18:27

    @lossless, KSchubert und M. Fugmann
    Hier ein paar Eindrücke und Grafiken zum heutigen Tag aus Sicht eines volumenbasierten Tradings
    Der Markt besteht bekanntlich aus Drei Dimensionen:
    – Zeit
    – Preis
    -Volumen

    Die meisten verzichten auf die dritte Dimension und betreiben die übliche zweidimensionale Chart-Exegese mit Linien, Unterstützungen und Wellen und Zählungen und streiten sich um deren Interpretation wie die Blinden in der Parabel mit dem Elefanten. Da kommen sie mit vollgerümpelten Chartbildern und merken gar nicht, wie unsicher sie sind.
    Ich bevorzuge „aufgeräumte“ Setups
    Vielleicht gibt es ja noch andere solcher seltenen Vögel, die ebenso handeln.
    Meines Wissens sind es ca. 1-2 %

    https://picload.org/image/roaogpri/fadax_m1_a.jpg
    https://picload.org/image/roaogpda/fdax_wochenprofile.jpg
    https://picload.org/image/roaogpdl/fdax_profil_e.jpg
    https://picload.org/image/roaogpdi/fdax_profil_d.jpg
    https://picload.org/image/roaogpdw/fadax_m30_bars_vol_a.jpg
    https://picload.org/image/roaogpar/fadax_m1_c.jpg
    https://picload.org/image/roaogpaa/fadax_m1_b.jpg

    • Avatar

      Lossless

      25. Januar 2017 18:46 at 18:46

      @Segler, danke für den Einblick. Haben gestern gekauft bei 11550, Stop liegt jetzt bei 11740. Wenn die Abwärtsdynamik steigt sind wir schnell auf der anderen Seite. Alles unter 11750 könnte Druck ausüben…

    • Avatar

      KSchubert

      25. Januar 2017 19:05 at 19:05

      Interessant!
      Interessant gerade für jemanden, der wirklich mit den zweidimensionalen Charts so gut zurecht kommt, dass er denkt: „Ich habe alle Informationen.“ Das Faszinierende an der Chartexegese (treffender Begriff!) ist ja unter anderem, dass man durch „verschiedene Brillen“ die Dinge unterschiedlich sieht und am Ende – wenn sich denn nun mal zwei erfolgreiche Trader gegenübersitzen – zu den gleichen richtigen bzw. profitablen Entscheidungen gelangt.

      Also, wie bereits gepostet: Kontaktaufnahme meinerseits zu Euch startet Anfang Februar…

      By the way: Wo möchte eigentlich USD JPY hin? Für mich immer noch DER „leading indicator“ – ich mache meine DAX und co-Entscheidungen nicht vom Dollar abhängig, sehe aber gerne eine Bestätigung. Und was haben wir heute gesehen: Bei jedem kleinen Upmove des Dollars haben sich die Indizes wie irre gefreut. Und dabei ist in der Summer nichts beim Dollar passiert! Man stelle sich mal vor, dass er über Nacht/morgen deutlich steigt! Und dann? DAX Richtung ATH…Aber dafür muss der Dollar es auch machen.

      • Avatar

        Der Katamaransegler

        25. Januar 2017 20:12 at 20:12

        @KSchubert
        Ich bin bald weg – wegen Segeln.
        In der Gegend gibt es keinerlei Internetverbindung. Einfach nichts.
        Kein Bancomat, kein Telefon. Nichts. Nur Blaues Wasser und kleine Inseln mit einigen Indio-Bewohnern.
        Kontaktaufnahme geht aus meiner Sicht erst Ende Februar/Anfang März
        Vielleicht kann ich nächste Woche von unterwegs noch einige Kommentare und Grafiken liefern
        Freu mich auf jeden Fall auf ein Kennenlernen

        • Avatar

          KSchubert

          25. Januar 2017 20:53 at 20:53

          Gut, visieren wir die warme Jahreszeit an! (Ende Februar/Anfang März…naja, hoffentlich deutlich wärmer als jetzt).
          Bis dahin dürfte der DAX auch neue Fakten (keine alternativen Fakten) in Sachen ATH geliefert haben :-)

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Finanznews

Aktienmärkte: Der Glaube stirbt zuletzt – aber er stirbt! Marktgeflüster (Video)

Markus Fugmann

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am

Die Aktienmärkte heute wieder einmal mit einem starken Start – aber dann bröckelten die Gewinne wieder ab. Nach wie vor dreht sich alles um den Stimulus in den USA – nach erneut optimistischen Aussagen waren es dann Aussagen von Goldman Sachs, die die Euphorie bremsten. Dann wieder optimistische Aussagen von Nacy Pelosi – es ist derzeit ein Hin- und Her für die Aktienmärkte ohne klare Richtung, je nach Nachrichtenlage. Dennoch: eine Einigung wird vor der Wahl extrem schwierig, aber der Glaube stirbt bekanntlich zuletzt. Der Fokus richtet sich nun auf die morgige Debatte zwischen Trump und Biden. Der Dax dagegen bleibt weiter auffallend schwach..

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Indizes

Dax: Die Korrektur dürfte sich ausweiten – Schwergewichte schwächeln

Redaktion

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am

Von

Der Dax handelt inzwischen deutlich unter der 13.000er-Marke – auch heute wieder ist der deutsche Leitindex unter Druck. Auffallend sei, so die Commerz-Bänkerin Petra von Kerssenbrock, dass die ehemals schwachen deutschen Auto-Werte stärker geworden seien, während das Schwergewicht SAP (wie der Tech-Sektor als vermeintlicher Coorna-Gewinner insgesamt) unter Druck stehe. Daher erwartet von Kerssenbrock sowohl zeitlich als auch „räumlich“ eine Ausdehnung der Konsolodierung beim Dax.

Und wie sieht es bei den US-Indizes aus? Dazu ein Blick auf den S&P 500 und den Technologie-Index Nasdaq:

Der Dax ist derzeit schwächer als die US-Indizes

Foto: Deutsche Börse AG

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Aktien

Aktienmärkte: Buy and Hold – nach wie vor im Vorteil?

Das Thema ist so alt wie die Aktienmärkte selbst: sollten man Aktien kaufen und liegen lassen – oder viel aktiver kaufen oder verkaufen? Ein Blick in die Geschichte

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Veröffentlicht

am

Das Thema ist so alt wie die Aktienmärkte selbst: Man wählt einen Korb aussichtsreicher Aktien aus und handelt diese aktiv, indem man sie bei Unterschreiten von Limits verkauft, um bei den immer wieder auftretenden Korrekturen nicht dabei zu sein. Das Problem ist, dass zwar die Zahl der Korrekturen der Aktienmärkte zugenommen hat – aber eben auch die raschen, gegenläufigen Bewegungen, was ein grundsätzliches Problem darstellt. Man ist vielleicht rechtzeitig ausgestiegen, aber nicht mehr rechtzeitig zurückgekehrt. Der Corona-Crash lässt grüßen. Hierzu ein paar Fakten.

Aktienmärkte: Der langfristige Anlagestil

Buy and hold, als Strategie, dies wurde jahrzehntelang von Warren Buffett zelebriert, der seine Aktien im Schnitt 11 Jahre gehalten hat. Und vom unvergessenen André Kostolany – zumindest gilt dieses Adjektiv für die etwas ältere Anlegergeneration, schließlich ist der aus Ungarn stammende Spekulant bereits im Jahre 1993 verstorben. Aktien kaufen, Schlaftabletten nehmen und dann reich werden, über diesen Spruch schmunzelt man noch heute.

Aber kann man im Zeitalter des fast gebührenfreien Daytradings und der ständig verfügbaren Information da noch mit den Märkten mithalten? Spontan könnte man mit einem „niemals“ antworten, aber ganz so einfach gestaltet sich die Sache nicht.

Der immerwährende Versuch des Markttimings

Es gibt heutzutage keine Wirtschafts- und Börsenpublikation, in der nicht die langen Zeitreihen (Charts) von Aktien und Indizes abgebildet sind. Mit den tiefen Einbrüchen und den ständig unterbrochenen Aufwärtstrends der Aktienmärkte. Da muss es doch möglich sein, ein paar Zusatzprozente zu ergattern. Tatsächlich wird dies auch ständig versucht: lag die Haltedauer von Aktien vor 30 Jahren noch bei circa zwei Jahren, so hat sich dies in der heutigen Welt der Onlinebroker im Schnitt mindestens geviertelt. Dies gilt weltweit.

Klar, dass damit die Ausschläge (Volatilität) der Aktienmärkte zugenommen haben.

Statistiken zeigen, dass von den 20 größten Verlusttagen seit dem Beginn des Wirtschaftswunders in Deutschland allein zehn seit der Jahrtausendwende stattgefunden haben. Der größte Einbruch der Aktienmärkte war merkwürdigerweise nicht der schwarze Montag, am 19. Oktober 1987, mit dem Kursmassaker an der Wall Street. Der 9,39 Prozent-Tagesverlust rangieren nur an vierter Stelle, Nummer eins ist der 16. Oktober 1989 mit minus 12,81 Prozent, gefolgt von einem aktuellen Coronacrash-Tag, dem 12. März 2020, mit minus 12,24 Prozent.

Dass diese Kurskapriolen aber auch ihr Gegenstück haben, beweist die Auflistung der besten 20 Dax-Tage seit über 60 Jahren, von denen allein zwölf seit der Dotcom-Blase geschehen sind. Fünf Tage mit Kursavancen von über 10 Prozent plus, der letzte war am 24. März mit plus 10,98 Prozent. Die Wende bei der Coronakrise, wer nur den ersten Wendetag verpasste, hat bereits einen Teil der Erholung der Aktienmärkte verpasst. Betrachtet man einen längeren Zeitraum, so wird auf dramatische Art und Weise klar, was gewisse Abstinenzen vom Markt für Performanceeinbrüche verursachen können.

Lutz Neumann, Leiter der Vermögensverwaltung der Sutor Bank in Hamburg, hat die Dax-Historie im Hinblick auf die Bedeutung des Investitionszeitraums untersucht. Erste Feststellung: In sechs von zehn Fällen an großen Kurseinbrüchen gibt es bereits innerhalb der nächsten zwei Wochen die besten Tage für die Aktienmärkte. Eine Erklärung dafür ist stets sicher auch die rasche Absicherung von Anlegern, die – von der Intensität des Abschwungs geschockt – ihr Depot mit Putspekulationen absichern. Oftmalige Folge: Eine kleine Eindeckungsrally.

Die Auswertung der Dax-Historie ergab ein ernüchterndes Bild für Timingversuche: Die durchschnittliche Rendite seit der Gründung vor 33 Jahren beträgt gute sieben Prozent, gleichbedeutend mit einer Verdoppelung des Index, jeweils in weniger als 10 Jahren. Wer die besten zehn Tage versäumte, reduzierte seine Performance auf 4,32 Prozent, bei 20 Tagen auf 2,21 Prozent und ab 30 Tagen hätte er sich bereits ein renditeloses Indexdepot einfangen.
Jetzt könnte man einwenden, dass man nicht in den Index zu investieren brauche, bei Einzelaktien könnte man doch viele Krücken außen vor lassen.

Auch hier hat ein Fondsmanager, Sven Lehmann, vom Vermögensverwalter HQ Trust, nachgerechnet. Und zwar gleich beim derzeit sehr beliebten MSCI World:

Innerhalb von 30 Jahren schlugen ein Drittel der 1200 Aktien in ihrer Performance den Index, zwei Drittel blieben hinter der Benchmark zurück. Allerdings benötigten einige dieser Siegeraktien oft viele Jahre, um sich von zwischenzeitlichen Einbrüchen zu erholen. Das Paradebeispiel ist für mich die Kursentwicklung von Amazon, dem Highflyer der Aktienmärkte schlechthin: Im Jahr 1997 mit einem Tief von 1,32 Euro bis zum Jahr 2000 auf sagenhafte 85,50 Euro gestiegen, um dann in der Dotcom-Krise um über 90 Prozent auf 6,40 Euro abzustürzen. Was dann folgte war das Kursspektakel schlechthin, ein Anstieg auf 2979 Euro in der Spitze oder eine Performance von über 43.000 Prozent. Allerdings wiederum mit mehr als einer Kurshalbierung während der Finanzkrise.

Es ist nicht nur schwer, die richtigen Aktien herauszufiltern, auch diese entsprechend lange zu halten, ist eine weitere Hürde für unser von Gier und Angst geflutetes Gehirnarreal.

Viele kleine Korrekturen seit der Finanzkrise

Aktienmärkte und das Timing-Problem

War nicht so einfach, seit der Finanzkrise mit Short-Spekulationen auf ide Aktienmärkte Geld zu verdienen. Nicht einmal in der Coronakrise, bei dem schnellen Einbruch und der sehr schnellen Gegenreaktion. Gerade im April während des Lockdowns kamen die ganz schlimmen Prophezeiungen.

Fazit

Es klingt immer wieder verlockend, wenn die Vertreter der aktiven Fondsbranche behaupten, dass man in Krisenzeiten nur die richtigen Aktien im Depot haben müsse, um diese Phasen zu überstehen. Nur gibt es dabei ein großes Problem: Auf diese Weisheit sind schon Tausende andere Anleger auch gestoßen, dementsprechend teuer sind diese Titel zumeist und natürlich gibt es auch die Schwierigkeit genau diese Titel zu identifizieren. Warum liegen die großen Indizes (MSCI World, S&P 500) in ihrer Performance auf längere Sicht weit vor den Produkten der Finanzindustrie?

Weil diese neben den zahlreichen Underperformern auch immer die Gewinner der jeweiligen Periode im Depot haben. Und was das Timing betrifft, also das rechtzeitige Aus- und Wiedereinsteigen iin die Aktienmärkte, darüber gibt es schon seit Jahrzehnten viele Untersuchungen – besonders aussagekräftig die des legendären Fondsmanagers von Fidelity, David Lynch: „Anleger haben mit der Vorbereitung auf oder dem Antizipieren von Marktkorrekturen viel mehr Geld verloren als in den Marktkorrekturen selbst.”

Dieses klappt nicht, weil man in schöner Regelmäßigkeit die Tage auslässt, in denen es völlig überraschend und ganz dramatisch nach oben geht.

Istv buy and hold die richtige Strategie für die Aktienmärkte?

 

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