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Lufthansa wird zur Deutschland AG am Himmel

Die Lufthansa bekommt wohl, was sie will. Sie wird zum Fast-Monopolisten im innerdeutschen Flugverkehr. Und was Lufthansa-Chef Carsten Spohr gestern vor laufenden Kameras betonte: Ihm sei es am Wichtigsten, dass es in Deutschland einen extrem…

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FMW-Redaktion

Die Lufthansa bekommt wohl, was sie will. Sie wird zum Fast-Monopolisten im innerdeutschen Flugverkehr. Und was Lufthansa-Chef Carsten Spohr gestern vor laufenden Kameras betonte: Ihm sei es am Wichtigsten, dass es in Deutschland einen extrem starken Anbieter gebe, der im internationalen Wettbewerb bestehen könne. Das wird wohl auch der Hauptgedanke der Politik sein. Was interessiert da schon die Anbietervielfalt an deutschen Flughäfen oder die Preisgestaltung… dazu sagte Spohr gestern, dass man sich keine Sorgen machen müsse. Auch in Zukunft bleibe der Wettbewerb so hart, dass die Preise unten bleiben würden. „In Spohr we trust“… ?

Dass die Vielfalt auf innerdeutschen Strecken (Beispiele Hamburg-Düsseldorf und Berlin-München) schon mit Air Berlin kaum noch vorhanden war, hatten wir letzte Woche in einem Artikel aufgezeigt. Offiziell bekannt zur Übernahme von Teilen der Air Berlin-Flotte ist bis jetzt nur folgender Text von Air Berlin:

Die Air Berlin PLC und die Air Berlin PLC & Co. Luftverkehrs KG haben sich heute mit der Deutsche Lufthansa AG darüber geeinigt, dass Unternehmen der Deutsche Lufthansa-Gruppe von Unternehmen der Air Berlin-Gruppe bestimmte Unternehmensteile, darunter insbesondere die NIKI Luftfahrt GmbH sowie die Luftfahrtgesellschaft Walter mbH, erwerben. Der Gesamtkaufpreis von ca. EUR 210 Mio. wird Gegenstand von Anpassungen bei Vollzug des Kaufvertrags sein. Die Transaktion steht u.a. unter dem Vorbehalt regulatorischer Genehmigungen. Die Verhandlungen mit der easyJet Airline Company Limited und anderen Bietern jeweils hinsichtlich anderer Teile der Air Berlin-Gruppe dauern noch an.

Wie Experten übereinstimmend errechnen, geht es dabei um ca 80 Maschinen, die von Air Berlin zur Lufthansa-Tochter Eurowings wechseln. Die danach noch verbliebenen Reste von Air Berlin werden wohl zu easyjet wandern, auch wenn es hierzu noch kein offizielles Verhandlungsergebnis gibt. Wichtiger aber als die Flugzeuge sind die mit übertragenen Landerechte auf den Flughäfen, wie man auch im folgenden Video sehen kann.

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Wenn man (wie weiter oben im Text verlinkt) sieht, wie extrem hoch der Anteil der Lufthansa-Gruppe innerhalb Deutschland jetzt schon ist, wie soll das dann funktionieren mit dem Wettbewerb, wenn gerade in Berlin und Düsseldorf die Air Berlin größtenteils in Eurowings umgewandelt wird? Gegenüber der „Rhein-Neckar-Zeitung“ sagte der Vorsitzende der Monopolkommission Achim Wambach aktuell, dass mit Auflagen der Kartellbehörden zu rechnen sei, wenn auf einzelnen Strecken Wettbewerbsprobleme erkannt werden. Das Bundeskartellamt und die EU-Kommission dürften da so ihre Bedenken haben, so meinen wir. Auch wenn die Lufthansa Zugeständnisse machen wird – die quasi Monopolstellung dürfte trotzdem größer werden! Für die Lufthansa-Aktie könnte das eine weitere positive Entwicklung bedeuten, auch wenn das ausdrücklich keine Kaufempfehlung von unserer Seite sein soll!


Eine A380 der Lufthansa. Foto: Konstantin von Wedelstaedt – Gallery page http://www.airliners.net/photo/Lufthansa/Airbus-A380-841/1891305/L Photo http://cdn-www.airliners.net/aviation-photos/photos/5/0/3/1891305.jpg / GFDL 1.2

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Steve

    15. Oktober 2017 08:22 at 08:22

    Welche Qualifikation muss man denn haben um kaufempfehlungen machen zu dürfen?

    Denke LH wird damit zur konservativen geldmaschine .bisher war es ja eher Glück damit was zu verdienen

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Die Good News-Wall Street

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Besprochen werden die ganz frisch veröffentlichten US-Arbeitsmarktdaten. Auch Thema ist der wohl anstehende neue Konjunkturstimulus.

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Aktienmärkte: „Die Coronakrise ist vorbei“ – wirklich?

Markus Fugmann

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„Die Coronakrise ist für die Aktienmärkte vorbei“, sagt der Mathematiker und Vermögensverwalter Andreas Beck. Diese Aussage überrascht, schließlich stecken wir mitten im zweiten, diesmal „differenzierten Lockdown“ (O-Ton Markus Söder) mit enormen wirtschaftlichen Folgeschäden. Andreas Beck rechnet aber dennoch mit einem guten Jahrzehnt für die Aktienmärkte – schon mangels Alternative angesichts der von den Notenbanken manipulierten Anleihemärkte. Die Nullzinsen, so Beck, hätten sich bereist bei Immobilien niedergeschlagen, es sei nur eine Frage der Zeit, bis das auch die Aktienmärkte vollständig einpreisen.

Aktienmärkte und Coronakrise: Das Jahrzehnt der Aktie?

Seit dem 09.November – der Meldung von BioNTech/Pfizer – haben die Aktienmärkte einen Paradigmenwechsel vollzogen: Man kauft die „Corona-Verlierer“. Für Andreas Beck bedeutet das: die Aktienmärkte blicken schon auf die Zeit nach der Coronakrise (auch die Rohstoff-Märkte, siehe etwa die Rally bei Kupfer, das für die Industrie sehr wichtig ist). Man preist also eine vollständige Erholung der Wirtschaft ein, eben weil die Coronakrise vorbei doch vorbei sei. Der Wirtschaft sei der zweite Lockdown faktisch „egal“ – sie habe sich an die neuen Umstände angepaßt.

Nun ist Andreas Beck Vermögensverwalter und Mathematiker, kein Epidemologe. Nun hat kürzlich der britische Epidemologe und Berater des britischen Premiers Boris Johnson, Jonathan Van-Tam, kürzlich davon gesprochen, dass die Coronakrise „niemals“ vorbei gehen werde (hier seine Aussage im Video). Ist es vielleicht doch so, dass Andreas Beck und mit ihm die Aktienmärkte die Coronakrise zu früh abhaken, also das Fell des Bären schon verteilen, bevor er erlegt ist?

Eines ist für Andreas Beck klar: die Schulden der Staaten werden niemals zurück gezahlt werden können – daher weredn sich die Staaten am Privatvermögen sener Bürger bedienen (müssen). Auch klar für Beck ist weiterhin: die demokratischen Länder werden sich die Dominanz der US-Tech-Unternehmen nicht mehr lange gefallen lassen. Er geht daher davon aus, dass in diesem Jahrzehnt daher dann „value“ besser laufen sollte als „growth“ und erklärt, wie er selbst investiert ist:

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Für die Aktienmärkte ist die Coronakrise vorbei, sagt Vermögensverwalter Andreas Beck

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – Steigenden Renditen? Tesla, Snowflake, China-Aktie

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Zahlreiche Themen werden besprochen wie die Arbeitsmarktdaten für November, Anleiherenditen, Tesla uvm.

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