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Lufthansa-Quartalszahlen: Umsatz steigt, Gewinn akzeptabel, Aktie steigt

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Heute früh wurden die Lufthansa-Quartalszahlen veröffentlicht. Hier die wichtigsten Eckdaten.

Der Umsatz liegt bei 10,2 Milliarden Euro (Vorjahresquartal 9,96). Der Gewinn (Adjusted EBIT) liegt bei 1,3 Milliarden Euro (Vorjahresquartal 1,4). Dazu die Lufthansa im Wortlaut: Die Treibstoffkosten lagen im dritten Quartal 2019 vor allem währungsbedingt um 171 Millionen Euro über dem Wert des Vorjahres. Kostensenkungen in anderen Bereichen konnten diese Belastung nur teilweise ausgleichen.

Die Aktie notiert mit 2% im Plus rund um den Handelsstart.

Hier das Headline-Statement von Lufthansa:

Carsten Spohr, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Lufthansa AG: „Unsere Airlines haben im dritten Quartal Premiumqualität und Marktstärke in solide Ergebnisse umsetzen können. Bei Eurowings zeigten die Turnaround Maßnahmen Wirkung, bei Austrian und Brussels Airlines sowie bei Lufthansa Cargo werden wir entschieden gegensteuern, um die Ergebnisse zu verbessern. Als Europas führende Airline Group sind wir strategisch auf gutem Kurs.“

Hier der Ausblick im Wortlaut von Lufthansa:

Lufthansa bestätigt ihre Prognose und rechnet für das Gesamtjahr unverändert mit einer Adjusted EBIT-Marge von 5,5 bis 6,5 Prozent, die einem Adjusted EBIT von 2,0 bis 2,4 Milliarden Euro entspricht. Für die Umsatzerlöse wird eine Steigerung im niedrigen einstelligen Bereich erwartet. Die Treibstoffkosten werden im Gesamtjahr voraussichtlich um 650 Millionen Euro über dem Vorjahr liegen.

Für die Netzwerk Airlines wird weiter mit einer Adjusted EBIT-Marge von 7 bis 9 Prozent gerechnet. Die Kapazität der Netzwerk Airlines wird im Gesamtjahr um 4 Prozent wachsen.

Für Eurowings wird unverändert eine Adjusted EBIT-Marge von minus 4 bis minus 6 Prozent prognostiziert. Die Kapazität von Eurowings sinkt im laufenden Jahr um 1 Prozent.

Für das Geschäftsfeld Logistik mit Lufthansa Cargo wird aufgrund der derzeitigen Marktschwäche nun mit einer Adjusted EBIT-Marge zwischen 0 und 2 Prozent gerechnet.

Für Lufthansa Technik und die LSG Group wurden die Umsatzprognosen angehoben. Der Konzern rechnet für das Gesamtjahr mit einem Umsatzwachstum im niedrigen zweistelligen Bereich bei Lufthansa Technik und im niedrigen einstelligen Bereich bei der LSG Group. Die Prognose für die Adjusted EBIT-Marge wird für beide Gesellschaften bestätigt: Lufthansa Technik soll eine Marge von 7 bis 8 Prozent, die LSG Group eine Marge von 2 bis 4 Prozent erreichen.

Lufthansa-Quartalszahlen
Foto: Lufthansa AG

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Investieren Sie wie die Norweger

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Lieber Börsianer,

verlassen Sie sich bei der Planung Ihres Lebensabends auf die Zahlungen der deutschen Rentenversicherung? Für viele in unserem Land ist dieses Einkommen im Alter nicht nur ein Teil, sondern die einzige Vorsorge. Diese Einstellung halte ich für blauäugig. Das umlagefinanzierte System kann schon lange nicht mehr das leisten, was einst versprochen wurde. Der demografische Wandel führt mit Sicherheit in eine Zukunft, in der die Arbeitnehmer die Rentenansprüche nicht mehr erwirtschaften können. Diese Zukunft hat bereits begonnen: 2018 konnten lediglich 85% der Rentenansprüche durch Beiträge gedeckt werden. Der Staat musste der Kasse mit 69,5 Milliarden Euro Steuergeldern aushelfen.

Der größte Staatsfond der Welt wächst immer weiter

Eine private Vorsorge fällt vielen in Zeiten von Negativzinsen schwer. Ein Großteil der Deutschen scheut bis heute den Aktienmarkt. In Norwegen übernimmt kurzerhand der Staat die Investitionsentscheidung für seine Bürger. Das Land im hohen Norden hat enorme Öl- und Gasvorkommen. Daraus erwachsen riesige Steuereinnahmen. Seit 1990 wandern diese Einnahmen in den staatlichen Pensionsfonds. Das darin angesammelte Vermögen der Norweger überschreitet selbst das der…..

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Markus Koch LIVE zum Start an der Wall Street – schlechte Nachrichten aus China

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Markus Koch meldet sich aktuell zum Handelsstart an der Wall Street. Es gibt ganz frisch schlechte Nachrichten aus China in Sachen Handelskrieg (Details hier). Darauf reagiert der Markt aktuell.

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Milliardengrab Kapitalexport – die dummen deutschen Auslandsinvestitionen

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Friedhof als Symbol - grottige Rendite auf den deutschen Kapitalexport

Das ifo-Institut ist auch nach dem Ausscheiden von Hans-Werner Sinn bekannt für seine klaren Worte in Sachen Ökonomie. Aktuell äußert man sich zum „Milliardengrab Kapitalexport“. Wie man ja weiß – Deutschland als Volkswirtschaft produziert Jahr für Jahr gigantische Milliardenüberschüsse im Außenhandel. Man exportiert also viel mehr, als dass man importiert. Netto fließt daher ständig Geld aus dem Ausland nach Deutschland. Was macht man in Deutschland? Fließt das Geld etwas in Dax- und MDax-Werte? Nein, da sind ausländische Eigentümer zu großen Teilen die Halter der Aktien. Deutschland schickt seine Überschüsse lieber raus in die Welt, und lässt sie dort arbeiten.

Kapitalexport grottig schlecht angelegt

Gewinnbringend? Ja, mag sein. Aber die Renditen sind doch ziemlich mau. Nicht nur, dass Deutschland (als Ganzes betrachtet) mit seinen Geldanlagen daheim schlechter fährt als ausländische Anleger in ihren Heimatländern. Laut aktueller Aussage des ifo-Instituts (siehe folgendes Video) sind auch die gigantischen Auslandsinvestitionen der deutschen Handelsbilanzüberschüsse ziemlich erfolglos angelegtes Geld! Deutschland als Land mit Demografieproblemen lege zum Beispiel sein Geld vor allem in Ländern an, die ebenfalls ein Demografieproblem hätten. Nur 12% seien in Schwellenländern (mit Bevölkerungswachstum) investiert.

Deutsche Auslandsinvestments würden auch nach Anlageklassen sortiert (Aktien, Anleihen) schlechter abschneiden als die Investments andere Anleger. Außenhandelsüberschüsse finden sich auch in Gewinnen deutscher Konzerne wieder, mit denen dann im Ausland Übernahmen finanziert werden. ifo nennt hier zum Beispiel die Übernahmen von Monsanto durch Bayer, oder die von Chrysler durch Daimler als gescheiterte Beispiele von deutschem Kapitalexport. Auch denke man bitte an die Landesbanken-Investitionen in US-Immobilien auf dem absoluten Hoch kurz vor dem Crash im Jahr 2008.

Abschreibungen senken die Gesamtrendite

Nur drei Beispiele, die allesamt zu Wertberichtigungen auf diese Geldanlagen führten. Daher wohl auch unterm Strich eine so schwache Rendite bei deutschen Auslandsinvestitionen. Deutsche Konzerne und große Geldsammelstellen (und auch Landesbanken) haben offenbar ein Talent im Ausland auf dem Höhepunkt von Trends einzusteigen, kurz bevor der Markt einbricht. Und auch hat man offenbar das Talent große Übernahmen zu stemmen, die sich als überteuert oder gleich ganz als Debakel erweisen. Kapitalexport sei vielleicht nicht die beste Idee um die deutschen Überschüsse anzulegen, so ifo im folgenden Video. Es sei vielleicht sinnvoll eine gesellschaftliche Debatte zu starten, ob man die Überschüsse sinnvoller im Inland investiert. Den kompletten hochinteressanten Vortrag über 90 Minuten finden Sie beim Klick an dieser Stelle. Oder schauen Sie kurz zusammengefasst hier das vierminütige Video.

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