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FMW

Lustiges vom Club der toten Dichter, also der OPEC..

Die neueste Fortsetzung der schlechten Soap „Wir würden die Ölproduktion einfrieren, wenn wir nur wollten..“

Redaktion

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FMW-Redaktion

„Hurra“, so schallte es am Ölmarkt, als der Iran gestern bekannt gab, doch an dem Treffen der OPEC-Produzenten Ende September in Algier teilzunehmen, wie wir heute berichteten. Da sah man auch über den eklatanten Widerspruch in den gestrigen Aussagen des saudischen Ölministers Khalif Al-Falih hinweg, der zunächst sagte, ein „output freeze“ wäre „positiv“, wenn er käme – um fast im gleichen Atemzug zu sagen, dass er eben nicht kommen wird:

„I don’t believe that an intervention of significance is required. I certainly don’t advocate a cut.“

Aha. Wäre eine gute Sache, sind aber leider nicht dafür. Großartig!

Khalid_A._Al_Falih
Hat einen starken Hang zur Logik: Der saudische Ölminister Khalif Al-Falih
Foto: World Economic Forum, https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/

Heute nun hat sich der Iran noch einmal zu Wort gemeldet, in Gestalt der iranischen (staatlichen) Nachrichtenagentur Shana. Tenor: wir wollen mit der OPEC zusammenarbeiten und gleichzeitig unseren Marktanteil erhöhen. Und jetzt der Knaller: es sollten nun diejenigen den Öl-Markt stabilisieren, die ihn zuvor destabilisiert hätten. Und wen meinen die Iraner damit? Natürlich ihre besten sunnitischen Freunde, die Saudis. Das ist also faktisch die Aufforderung Irans an Saudi-Arabien, die Produktion zu kürzen, was die Saudis in Gestalt ihres Öl-Ministers just kategorisch ausgeschlossen hatten, aber eigentlich gut fänden..

A propos Marktanteile – wie schaut´s da aus bei der OPEC? Die Saudis dominieren klar mit 31%, dann kommt mit weitem Abstand der Irak mit 13% (die irakische Regierung hat jedoch aufgrund ihrer Schwäche wenig Einfluß bei der OPEC). Dahinter folgt der Iran mit 11%, der ja erklärtermaßen mehr von dem Kuchen abhaben möchte. Und das geht nur über zwei Wege: entweder die anderen produzieren weniger Öl, während der Iran seine Produktion beibehält, oder der Iran produziert eben mehr..

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Welcher auch nur halbwegs vernünftige Mensch glaubt eigentlich noch an irgendwelche Chancen auf eine Einfrierung der Produktion? Niemand – ok, mit Ausnahme des Öl-Marktes und seiner Verbal-Pusher. Man darf gespannt sein, wie lange es den Beteiligten noch gelingt, ihr Publikum für dumm zu verkaufen mit dem Schlagwort „oil-freeze“!

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Aktienmärkte: Wichtige Botschaften! Videoausblick

Die Aktienmärkte heute aufgrund des US-Feiertags wohl eher ruhig. Aber es gibt heute dennoch sehr wichtige Botschaften für die Zukunft!

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte dürften heute aufgrund des US-Feiertags Thanksgiving einen ruhigen Handelstag vor sich haben. Aber es gibt dennoch sehr wichtige Botschaften, die das größere Bild in den nächsten Tagen und Wochen prägen sollten: so dürfte die Fed Änderungen bei Anleihekäufen vornehmen (operation twist) und denkt bereits über Tapering (Reduzierung des Kaufvolumens) nach. China dagegen will bereits die Stimulus-Maßnahmen zurück fahren. Und Italien will von der EZB einen Schuldenerlass – das ist der Beginn von Forderungen, die ausufernden Schulden einfach zu streichen (aber wer hat dann den Schaden?). Kann der Dax ohne die US-Indizes heute Dynamik entwickeln? Ohne die Aktienmärkte der USA ist Europa aber wohl allein zu Haus – und langweilt sich..

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Aktienmärkte: Überdosis an Rotation! Marktgeflüster (Video)

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte zeigen in der Erwartung eines Impfstoff eine Art massive Überdosis an Rotation: man erwartet eine Erholung der Wirtschaft und damit vieler von der Coronakrise stark betroffener Unternehmen, die so sehr wahrscheinlich gar nicht stattfinden wird. Dementsprechend sind viele Aktien vor allem aus dem Energiesektor sowie viele „Small Caps“ hoffnungslos überbewertet, zumal deren Verschuldung in den letzten Monaten geradezu explodiert ist. Heute zeigen die Aktienmärkte erste kleine Gewinntmitnahmen vor allem gerade in jenen Sektoren, die zuletzt geradezu explodiert sind. Wie geht die Wall Street angesichts des morgigen Feiertags aus dem Handel? Die gehandeltne Volumina sind schon deutlich ausgedünnt..

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Aktienmärkte: Alle sitzen im selben Boot! Videoausblick

Die Euphorie der Aktienmärkte scheint grenzenlos: Der Dow Jones mit dem besten Monat seit dem Jahr 1987. Aber alles sitzen im selben Boot!

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte auch gestern mit einem weiteren Anstieg – die Euphorie und die Rally scheinen kein Ende zu nehmen. Das Problem aber ist: alle sitzen auf der selben Seite des Bootes (vor allem in den Aktien, die zu den Corona-Verlierern gehört hatten) – und wenn plötzlich ein unerwartetes Hindernis auftaucht, dann bekommt das Boot Schlagseite und kentert. Nach dem morgigen Thanksgiving (Freitag ist halber Feiertag in den USA) werden Fonds und Pensionskassen ihre Aktien-Bestände reduzieren müssen – und das wird dann ein Gegegnwind für die Aktienmärkte. Der Dow Jones mit dem besten Monat seit dem Jahr 1987, der Russell 2000 mit dem besten Monat aller Zeiten – das Chance-Risiko-Verhältnis wird nun immer ungünstiger..

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