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Lyft-Quartalszahlen: Die Verlust-Maschine

Claudio Kummerfeld

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Der Fahrdienstanbieter Lyft als kleinerer Konkurrent von Uber hat heute Nacht zum ersten Mal als börsennotiertes Unternehmen seine Quartalszahlen veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 776 Millionen Dollar (Vorjahresquartal 397/erwartet 740).

Der operative Verlust liegt bei 1,16 Milliarden Dollar nach -245 Millionen Dollar im Vorjahresquartal.

Der um Sonderposten bereinigte Verlust (Non GAAP) liegt bei 9,02 Dollar pro Aktie (Erwartungen lagen zwischen -0,63 bis -4,73 Dollar). Im Vorjahr lag der Verlust noch bei -11,40 Dollar. Ja richtig gehört, ein Verlust von 9,02 Dollar pro Aktie, bei einem Aktienkurs von unter 60 Dollar! Der tatsächliche Verlust pro Aktie (GAAP) liegt bei 48,53 Dollar.

Der monströse GAAP-Verlust beinhaltet verbuchte Aktien-Vergütungen in Höhe von 859 Millionen Dollar. Dennoch bleibt ja auch ohne diesen Posten ein satter Verlust übrig. Lyft hat zusammen mit der Daten-Veröffentlichung darauf hingewiesen, dass das laufende Jahr wohl das „verlustreichste Jahr in der Lyft-Geschichte“ sein wird. Dies liege unter anderem daran, dass man umfangreich investiere, zum Beispiel in E-Bikes, Service-Stationen und Tretroller.

Die Zahl der aktiven Kunden steigt binnen 12 Monaten von 14 auf 20,5 Millionen.

Nachbörslich verlor die Lyft-Aktie heute Nacht 3% an Wert. Jetzt aktuell in der frühen Vorbörse schwankt die Aktie gegenüber dem offiziellen Schlusskurs von gestern 22 Uhr deutscher Zeit um die Null-Linie herum. Mal leicht im Plus, jetzt minimal im Minus. Also findet die Börse die Zahlen gar nicht so furchtbar. Offenbar schaut man mehr auf das aktuelle Wachstum bei den Nutzern und beim Umsatz. Und der Rest kommt dann schon von alleine?

Für das aktuell laufende Quartal erwartet Lyft 800-810 Millionen Dollar Umsatz. Beim Ausblick auf den Verlust betrachtet Lyft den Verlust anhand der EBITDA-Kennzahl, denn da sieht er nicht so groß aus. Nach aktuell -216 Millionen Dollar und vor einem Jahr -239 Millionen Dollar will man im laufenden Quartal einen Verlust von 270-280 Millionen Dollar erzielen.

Für das Gesamtjahr 2019 erwartet man einen Umsatz von 3,275-3,3 Milliarden Dollar und einen EBITDA-Verlust von 1,15-1,175 Milliarden Dollar.

Was für eine Verlustmaschine! Wird die Aktie von Lyft so enden wie gruselige Vorbilder a la Snap? Aktuell scheinen die Börsianer bei Lyft „frohen Mutes“ zu sein, dass doch noch alles gut wird. Aber bisher war die Lyft-Aktie ein Mega-Flop. Sie startete Ende März mit einem ersten Börsenkurs von 87,24 Dollar und fiel im Tief bis unter 55 Dollar (gestern Abend 59,34 Dollar).

Lyft Quartalszahlen

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Abwarten beim Dax, ifo steigt, 5G startet, Tradingideen bei Adidas und Mastercard

Redaktion

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Sollte man sich jetzt in den Dax reinkaufen? Im folgenden Video bespricht Manuel Koch die aktuelle Lage und die Aussicht für die nächsten Wochen mit einem Experten. Noch 3 bis 4 Wochen solle man abwarten. Würden die Kurse dann zurückkommen, seien es Kaufkurse. Wenn nicht, dann sehe der Markt neue Jahreshöchststände.

Der heute veröffentlichte ifo-Index gebe weiteren Optimismus für die deutsche Konjunktur. Auch im Video angesprochen wird das von Telefonica an den Start gebrachte 5G-Netz.

Konkret besprochen werden im folgenden Video zwei Handelsempfehlungen der trading house Börsenakademie. Die Aktien von Adidas und Mastercard seien beide ein Kauf. Man könnte mit einer Stop-Buy-Order einsteigen.

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Anleger warten ungeduldig auf den Volks-Tesla – Werbung

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Lieber Börsianer,

vorgestern hatte Elon Musk im Rahmen einer weithin beachteten Präsentation (Battery Day) die neue Tesla-Batterie des Modells 4680 vorgestellt. Die Ingenieure waren begeistert von der neuen Rundzelle. Die Investoren hingegen waren eher ernüchtert und schickten die Aktie nach der Präsentation erst einmal südwärts.

Wer hat nun Recht, die Ingenieure oder die Investoren?

Ich meine, die Ingenieure. Denn die neue Batterie wird den Tesla-Autos eine um 16 % verbesserte Reichweite verschaffen und dies bei verringerten Produktionskosten (-14 %). Damit rückt der sogenannte Volks-Tesla in greifbare Nähe. Vor Steuern soll dieses E-Auto nicht mehr als 25.000 USD kosten und soll damit für breite Schichten erschwinglich sein.

Dabei wird der US-Autobauer den Anteil des Siliziums im Batteriekern weiter senken und durch billigeres Graphit ersetzen. Gleichzeitig werden die Batteriespeicher der neuen Generation weniger Kobalt enthalten und stattdessen mehr Nickel. Besonders unter Umweltaktivisten ist Kobalt aufgrund seines wenig umweltverträglichen Abbaus umstritten. Also von der Technikseite nur gute Nachrichten für Tesla und die Branche der E-Mobilität.

Tesla braucht noch Zeit

Warum war die Investorenseite dann enttäuscht? Nun, Elon Musk hatte keine Revolution verkündet. Der Fortschritt ist beträchtlich, aber er braucht Zeit. So wird der eingangs angesprochene Volks-Tesla erst in knapp 3 Jahren das Licht des Marktes erblicken. Vor allem die Umstellung des Produktionsprozesses der Akku-Batterien wird viele Monate in Anspruch nehmen. Derzeit arbeiten die Batteriehersteller in China und Japan, wie etwa Panasonic oder CATL, unter Volllast. Jetzt schon ist absehbar, dass dem Markt im kommenden Jahr erschwingliche Batterien fehlen werden. So haftet der neuen Tesla-Batterie zunächst etwas Theoretisches an.

Tech-Investoren sind heuer – zumindest nach dem März-Tief – bekanntlich sehr verwöhnt worden. Es war praktisch unmöglich für uns, Kursraketen zu vermeiden. Das haben wir sehr angenehm auch im NextGeneration-Depot der Premium-Chancen gespürt. Mit Titeln wie Zur Rose, Apple, Tomra oder auch…..

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Aktienmärkte: „Zeit, dass etwas Luft aus der Blase entweicht“

Markus Fugmann

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Es sei nun Zeit, dass etwas Luft aus der Blase der Aktienmärkte entweicht, sagt der Vermögensverwalter Hendrik Leber in einem Interview von money.de. Das einzige, was derzeit positiv sei, so Leber, sei, dass es genug Geld gäbe.

Ansonsten aber dominieren laut Leber schlechte Nachrichten für die Aktienmärkte:

  • die Unsicherheit vor der US-Wahl (Trump hat auf der Pressekonferenz gestern Nacht erneut offen gelassen, ob er das Ergebnis der Wahl akzeptieren wird)
  • der Stimulus durch die US-Politik kommt nicht mehr vor der Wahl
  • bei vielen Aktien wie etwa Tesla seien die Bewertungen viel zu hoch – ein Zeichen für eine Blase wie im Jahr 200

Hendrik Leber hält daher erst einmal sein Pulver trocken und wartet ab. Aber eine optimistische Botschaft für die Aktienmärkte hat der Vermögensverwalter dann doch: er glaubt, dass schon Ende des Jahres der Impfstoff kommen werde und sich damit das Corona-Problem erldigt habe (was wir jedoch für extrem unwahrscheinlich halten):

Die Aktienmärkte mit Anzeichen einer Blase

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